Asbest Dämmung Versiegeln

  • Hallo Leute,


    ich habe dieses Forum gerade entdeckt und bin begeistert, dass hier Experten bereit sind ihr Wissen zu teilen!


    Ich habe mich zum Thema Asbest schon etwas eingelesen und mir ist bewusst, dass keine Ferndiagnosen gestellt werden können. Trotzdem hier eine Frage zu einem Verdachtsfall.


    Ich habe im Windfang unseres Hauses einen Streifen Dämmung 10 cm x 200 cm x 1,5 cm zwischen den Glasbausteinen und dem Türrahmen entdeckt. Man sieht die einzelnen Fasern und sie sind gräulich. Baujahr wahrscheinlich 60er Jahre. Nach meinen begrenzten Erkenntnissen könnte es Engelshaar sein. Foto anbei. Ich will nicht unbedingt einen Test machen, weil ich die Dämmung sowieso nicht entfernen möchte. Ich würde die Sache einfach gerne versiegeln.


    Jetzt ist die Frage wie ich das vernünftig versiegele. Kann ich die Fuge einfach mit Silikon (oder ähnliches) auffüllen? Und soll ich das vorher etwas anfeuchten? Wie gehe ich am besten vor?


    P.S. Wenn ihr mir sagt, dass es auf keinen Fall Engelshaar ist, höre ich das natürlich auch gerne. :)


    Beste Grüße

  • ... mir ist bewusst, dass keine Ferndiagnosen gestellt werden können.

    Ich zitiere aus dem hier angepinnten Faden:

    Zitat

    Ferndiagnosen sind nicht möglich, auch nicht ausnahmsweise, auch nicht bei Dir.

    Eine "Versiegelung" mit einem dauerelastischen Material ist technisch machbar. Ob sie in D als Verfahren in solchen Fällen zulässig ist, weiß ich nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Man sieht die einzelnen Fasern und sie sind gräulich.

    Die Farbe der Fasern ist wohl eher durch den Schmutz der letzten 60 Jahre geprägt als durch die Faser selbst. Folglich kann man daraus nicht viel ableiten.


    Kann ich die Fuge einfach mit Silikon (oder ähnliches) auffüllen?

    Aus dem Bild kann man die Fugenbreite nur grob abschätzen. Für mich sieht das aber eher nach einem Fall für eine Abdeckleiste aus. Meine Befürchtung wäre, bei Silikon o. Acryl wird man bei dieser Breite wohl öfter nacharbeiten müssen. Vorher müsste man in der Fuge erst einmal Platz schaffen um mit Acryl arbeiten zu können.

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  • Also für mich sieht das absolut nicht nach Asbest aus sonden nach Kunststofffasern. Das heißt ntl nicht, dass es komplett asbestfrei ist.

    Aber bei jeder Art von Versieglung müsste man da dran herum schneiden stopfen usw. mit dem Ergebnis, dass man Massen von Fasern freisetzt, dass es hinterher nicht zuverlässig dicht ist und dass man dasselbe Problem bei zukünftigen Arbeiten wieder hat.

    Das halte ich für die drittbeste von drei Lösungen.

  • Also für mich sieht das absolut nicht nach Asbest aus sonden nach Kunststofffasern. Das heißt ntl nicht, dass es komplett asbestfrei ist.

    Aber bei jeder Art von Versieglung müsste man da dran herum schneiden stopfen usw. mit dem Ergebnis, dass man Massen von Fasern freisetzt, dass es hinterher nicht zuverlässig dicht ist und dass man dasselbe Problem bei zukünftigen Arbeiten wieder hat.

    Das halte ich für die drittbeste von drei Lösungen.

    Hi! Sorry, wenn ich auf dem Schlauch stehe. Die beste Lösung ist ja wahrscheinlich die Entfernung von einer Fachfirma. Was ist denn die zweitbeste Lösung? (Testen und hoffen das nichts ist?)


    Nach der Idee von "R.B." könnte ich ja vlt eine Abdeckleiste davorsetzen und verkleben ohne das ich die Faser berühre. Spricht da etwas gegen?

  • Die beste Lösung wäre mE testen und dann entsprechend verfahren. Chance auf Asbestfreiheit ist relativ hoch.

    Die zweitbeste mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wie asbesthaltig ohne Analyse entfernen.

  • Nur 3 Dinge:

    Der Windfang ist sicher nicht aus dem Baujahr.

    Die Glasbausteine sollten ersetzt werden.

    Das sieht für mich absolut nicht nach Asbest aus. Sicherheit gibt nur ein Test.

  • um mit Acryl arbeiten zu können.

    Nur mal so angemerkt:

    Acryl ist übrigens das einzige als "dauerelastisch" verkaufte Material, das nach Trocknung nicht nur richtig fest aushärtet,

    sondern (mitunter dann, wenn die Flankenhaftung auch nur minimal schwächelt) sogar eine Neigung zum Schrumpfen hat.

    Gruß Werner :)