Fehlerhaftes Gefälle der Rampe zur Mittelgarage (17,5%)

  • Hallo liebes Expertenforum,


    kurz und bündig:


    meine Schwiegereltern haben sich zwei Wohnungen mit zwei Tiefgaragenstellplätzen gekauft.


    Der Auftrag wurde von einem alt eingesessenem Bauunternehmen aus dem Ort ausgeführt. Insgesamt 10 Wohnungen mit 4 Tiefgaragenstellplätzen.


    Nun zur Problematik: als wir das Gefälle der Rampe nachgemessen haben, kamen wir immer wieder ganz leicht auf +17% Gefälle statt der erlaubten 15%.


    Wie soll man sich da jetzt einig werden?

    Der Bauunternehmer wurde darüber bislang noch nicht von uns informiert. Zudem gab es weitere Ungereimtheiten zwischen Planung und Ausführung, so ist z.B. die M2 Zahl der Kellerräume nicht eingehalten worden, statt 7m2 sind es nur 6,10.


    Die größten Sorgen bereitet mir jedoch die deutlich zu steile Auffahrt der TG.


    Gibt es hier Erfahrungen, wie man in so einem Fall die Kuh vom Eis bekommt?


    MfG Meier

  • "haben gekauft" - also alle Messen gesungen?

    Von wem? Bauträger?

    Woher stammen die 15 % Neigung? Bitte nicht § 3 Abs. 1 GaStplVO. Bei 4 Stellplätzen dürfte es noch keine Mittelgarage sein.


    Was war geplant, genehmigt, vertraglich vereinbart?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Geplant: wie beschrieben 10 WE mit TG, genehmingt (abgelesen aus der Baugenehmigung und Zeichnung) wurden die Rampe mit max.15% Gefälle sowie 7m2 große Kellerräume

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  • Zitat

    Geplant: wie beschrieben 10 WE mit TG, genehmingt (abgelesen aus der Baugenehmigung und Zeichnung) wurden die Rampe mit max.15% Gefälle sowie 7m2 große Kellerräume

    Bitte nicht in Zitaten antworten!


    Und was vereinbart? Was stand davon also im Maklervertrag?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Bitte nicht in und zwischen Zitaten antworten.


    Ihr habt vom Bauträger gekauft. Wurde da was zu den Mängeln/Abweichungen festgehalten?


    P.S.: Falls überhaupt, wird es auf eine Kaufpreisminderung hinaus laufen. Dafür muss aber klar sein, was bestellt und was gekauft wurde und ob bzw. welche Vorbehalte geltend gemacht wurden.

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    5.Mose 27:18

  • Stimmt, die Antwort im Zitat ist wirklich unübersichtlich.


    Was in dem Vertrag exakt drin steht kann ich von hier nicht sagen.

    Jedenfalls macht es mich stutzig, dass die Rampe gemessen auf einem Meter an der steillsten Stelle 20cm Gefälle aufwies und sich darüber bereits 2 Mieter (ältere Leute) beim Vermieter (Schwiegereltern) erkundigt/beschwert haben, da diese sich nicht trauen die Rampe mit ihrem VW Tiguan zu befahren.


    Den genauen Wortlaut aus der Genehmigung reiche ich gerne ein, ist sicher gern gesehen hier.


    Schon mal vielen dank für die sehr fixen Antworten hier.

  • Den genauen Wortlaut aus der Genehmigung reiche ich gerne ein, ist sicher gern gesehen hier.

    In dem Zusammenhang ist nicht die Baugenehmigung interessant, sondern die Vereinbarung aus dem Kaufvertrag. Was wurde gekauft?

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    5.Mose 27:18

  • Den genauen Wortlaut aus der Genehmigung reiche ich gerne ein, ist sicher gern gesehen hier.

    OB der relevant ist, ist ja grad die Frage. Relevant ist, was expliziet im Notarvertrag vereinbart ist! Und da kann oft nur ein Rechtsanwalt helfen. Nicht der beurkundende Notar! Der darf nicht in Streitfällen nicht für eine Partei tätig sein!

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  • Bitte nicht in und zwischen Zitaten antworten.


    Ihr habt vom Bauträger gekauft. Wurde da was zu den Mängeln/Abweichungen festgehalten?


    P.S.: Falls überhaupt, wird es auf eine Kaufpreisminderung hinaus laufen. Dafür muss aber klar sein, was bestellt und was gekauft wurde und ob bzw. welche Vorbehalte geltend gemacht wurden.

    Die Kontrolle unserseits wurde an einen Sachverständiger abgegeben, dieser sprach bei der Endabnahme die augenscheinlich starke Steigung an, mehr wohl leider aber auch nicht, was mich ziemlich ärgert. :thumpsdown:


    Andere Mängel wurden festgehalten, jedoch noch nicht beseitigt.


    Insgesamt löst die Immobilie eher Frust als alles andere bei den lieben Schwiegereltern aus ;) noch dazu weil die Immobilie 9 Monate später als vereinbart fertiggestellt wurde und somit schon ausbleibende Mieteinnahmen in Höhe von 11000€ im Raum stehen.

  • Welchen Auftrag und welche Vollmachten hatte der SV genau?


    Und wieso ist Dein Beruf nicht von Relevanz?

    Ich merke schon, ohne genaue Einsicht und stichfeste Informationen brauche ich euch nicht länger mit Fragen beschäftigen, da es anscheinend viel mehr Details gibt, die benötigt werden, als ich bislang dachte.


    Mein Beruf ist daher nicht von relevanz, da er nichts an dem Sachverhalt ändern würde.

  • Was ich bisher so gelesen habe denke ich, dass das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen sondern auch schon mehrere Stunden untergangen ist.


    Trotzdem kann eine Erstberatung beim Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht nicht schaden. Da aber dann mit vollständigen Unterlagen und Vollmacht der Schwiegereletern bzw. besser zusammen mit den Schwiegereltern auftauchen.

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    5.Mose 27:18

  • sich nicht trauen die Rampe mit ihrem VW Tiguan zu befahren.

    Wenn die um ihren Lamborghini Angst hätten könnte ich das verstehen, aber ein SUV?

    sprach bei der Endabnahme die augenscheinlich starke Steigung an

    Also wurde der vermeintliche Mangel erkannt aber trotzdem als unbedeutend akzeptiert?

    ...insgesamt löst die Immobilie eher Frust als alles andere bei den lieben Schwiegereltern aus

    Also eher "Schuh des Manitu"?

    ...er nichts an dem Sachverhalt ändern würde.

    Am Sachverhalt nicht, aber an der Ausführlichkeit der Antworten schon.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • da er nichts an dem Sachverhalt ändern würde.

    aber an der Einhaltung der Nutzungsbedingungen.
    Mit der Anmeldung hier im Forum hast du einen Vertrag mit uns geschlossen und dich verpflichtet unsere Nutzungsbedingungen einzuhalten, in denen steht:


    Zitat

    1. Voraussetzung für die Nutzung des Forums ist die Registrierung über das entsprechende Online-Formular. Sie sichern als Nutzer zu, dass Ihre Angaben in dem Online-Formular vollständig, wahr, zutreffend und nicht irreführend sind. Dies gilt insbesondere für die Berufsangabe und der Angabe des Wohnortes [...]

    Wir haben hier das Hausrecht und geben die Spielregeln vor. Mitspielen, unter Einhalterung der Regeln. Sonst pfeift der Schiri rot.

  • Es müsste ja irgendwie so was wie einen Plan geben. Denn ganz ohne Plan wäre es schon ein arg planloses Planen und Bauen gewesen. Am Besten natürlich ein Schnitt durch die beklemmend steile Rampe. Dann wäre zu prüfen, ob die im Plan dargestellten Ausführungen (Rampenneigung/ -steigung) mit der gebauten Realität übereinstimmen.


    Vermutungen, Mutmaßungen, gutachterliche Augenmaßangaben usw. sind da am Ende wenig hilfreich.

  • Ich merke schon, ohne genaue Einsicht und stichfeste Informationen brauche ich euch nicht länger mit Fragen beschäftigen, da es anscheinend viel mehr Details gibt, die benötigt werden, als ich bislang dachte.

    Wir wollen Dich mit den Nachfragen nicht ärgern oder vergrämmen. Gewöhn Dich schon mal dran, unsere Nachfragen sind gegenüber denen des GU/GÜ sehr wahrscheinlich ein Streichelzoo gegen ein Haifischbecken voll hungriger Riffhaie

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  • Der Unterschied zum "normalen" Alltagsfahrzeug ist nicht so groß, wie mancher Laie denkt.

    Dann ist das kein SUV sondern ein Van. :D


    Nichtsdestotrotz ist das natürlich schon ein Ding. Aber was willst dagegen machen? Man wird die Rampe sicherlich nicht abreißen und neu bauen, vor allem nicht, wenn die nötige Länge gar nicht zur Verfügung steht. Was passiert dem Bauträger? Gibt es Strafen dafür? Habe ich noch nie erlebt und es gibt einige Rampen die steiler sind als erlaubt. Aber selbst wenn er ein Bußgeld vom Bauamt bekommt, wird die Rampe wohl so bleiben. Dumm gelaufen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Es werden auch immer wieder Abweichungen von der vorgeschriebenen Rampenneigung zugelassen. Kompensiert werden kann das z.B. durch Überdachung.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Es werden auch immer wieder Abweichungen von der vorgeschriebenen Rampenneigung zugelassen. Kompensiert werden kann das z.B. durch Überdachung.

    Du meinst, wenn das Fahrzeug unten aufsetzt und oben anschlägt, wird der Wunsch nach gesunder Fortbewegung grösser?


    (Einhausung hätte ich ja verstanden, das hässliche Kratzen und anschliessende Fluchen will man ja niemanden zumuten.)

  • Naja - die Rampenneigung ist nicht das Problem, solange richtig ausgerundet wird.

    Das ist genau der Punkt! Und die zu engen Radien von gewendelten Rampen sind der zweite Punkt. Und zu schmale Parkplätze und / oder zu schmale Fahrgassen und fehlende Wendemöglichkeiten an deren Ende dann die weiteren, die aber nicht ganz so schwer wiegen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ja, das kommt hinzu. Ich bin jetzt bitter böse. Die guten Planer sind in Büros unterwegs. Die Bauträger haben oft eher unerfahrene Neulinge und solche die es nicht besser können. Läuft mir immer wieder über den Weg. Wäre ja langweilig wenn die Welt perfekt wäre.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das ist genau der Punkt!

    Vorliegend eher nicht. Die 15 % sind erst bei Mittelgaragen (> 100 m² Nutzfläche) "vorgeschrieben".

    Was zwischen dem Käufer und dem Verrkäufer vereinbart war, ist maßgebend. Hinzu kommt, dass die Bauleistung anscheinend, trotz Kenntnis des Mangels und ohne Vorbehalt abgenommen (gekauft) wurde.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Vorliegend eher nicht. Die 15 % sind erst bei Mittelgaragen (> 100 m² Nutzfläche) "vorgeschrieben".

    Was zwischen dem Käufer und dem Verrkäufer vereinbart war, ist maßgebend. Hinzu kommt, dass die Bauleistung anscheinend, trotz Kenntnis des Mangels und ohne Vorbehalt abgenommen (gekauft) wurde.

    Skeptiker hat mit seinem

    Das ist genau der Punkt!

    nicht auf die Rampenneigung sondern auf eine korrekt geplante und ausgeführte Ausrundung an Rampenanfang und -ende abgezielt. Wenn das tatsächlich richtig geplant und ausgeführt wurde, sollte es auch bei größeren Steigungen kein Problem sein, die Rampe mit einem VW Tiguan zu befahren. Das wäre zunächst mal grundsätzlich unabhängig davon, ob die 15% zwingend einzuhalten waren oder nicht.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Sehe ich auch so, egal ob nun 15 oder 20% solange Auf- und Abfahrt gekonnt abgeflacht wurden - kein Problem.

    Natürlich kann man das mit einer Überdachung überbrücken, wegen Schneefall/vereisung etc genauso wie mit einer eventuellen Beheizung der Zufahrt. hier ist aber wirklich die Planung das A&O.


    Nach oben schauen würde ich dann aber auch mit, es nützt ja nix wenn die Karren nicht aufsetzen, dafür aber aber dann an der Einfahrt oben anstossen.


    Aber wenn es von Anfang an knapp zugeht, darf man keine Wunder erwarten, sondern versuchen den maximalen Platz auszureizen, nach oben und unten mit verschiedenen Autotypen von - von mir aus von Ferrari bis G-Klasse.


    Und wenn nur X- Meter Platz für die Rampe verfügbar sind, aber eigentlich X+5 Meter gebraucht werden, dann denke ich mal, hätte das so kommunziert werden müssen. Wir reden ja hier nicht über einen Kaugummi, sondern um fixe Flurstücksgrenzen.


    Bei begrenztem Platz bleibt ein Kompromiss nicht aus, Mist wirds nur, wenn mal einfach so drauflosgebaut wird und keiner vorher nachgedacht hat.

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    It's not the hammer, it is the way you hit.