Anregungen Blütenhecke

  • Liebe Experten,


    in den nächsten Jahren möchte ich ca. 80 m Grundstücksgrenze mit Sträuchern bepflanzen, 20 m davon in diesem Jahr. Bei den restlichen 60 m müssen erst Zäune usw. erneuert werden.


    - es soll eine Blütenhecke werden mit mindestens 2 m und im Schnitt nicht mehr als 3-4 m Höhe

    - einerseits sollen natürlich viele schöne Blüten, Früchte bzw. schönes Herbstlaub usw. zu sehen sein

    - andererseits sollen möglichst viele heimische Arten, Ursprungsarten und Vogel- und Insektenfreundliche Arten enthalten sein

    - also möglichst wenige Exoten und Züchtungen die für Vögel und Insekten keinen Wert haben

    - dann möchte ich für die ersten 20 m erst einmal nur eine Pflanze je Gattung haben also nicht drei mal Spiraea usw.

    - außerdem sollte sich der Pflegeaufwand (Schneiden, Düngen, Gießen, Frostschutz usw) in Grenzen halten

    - Standort ist sonnig bis halbschattig, Boden ist bindig (genauer weiß ich es nicht)



    Nun meine Fragen:


    1.) Kann ich die Sträucher einfach in einem Abstand von 1 m (?) in eine Reihe pflanzen und später dort wo es sich optisch empfielt kleinere Sträucher (bis max. 1,50 Höhe) davor pflanzen? Also quasi das Ganze über ein paar Jahre entstehen lassen? Oder reicht ganz allgemein die einreihige Anpflanzung? Wie habt ihr das bei euch?


    2.) Oder würdet ihr gleich im Zickzack pflanzen also die größeren (2-4 m) nach hinten und versetzt davor kleinere Sträucher (0,5-1,5) pflanzen?


    3.) Die Pflanzen dürfen Dornen haben, diese sollten aber nicht zu extrem sein. Hat jemand Erfahrung mit Pflanzen wo ihr die Dornen als zu störend empfindet? Wie ist es mit Blutberberitze, Schlehe/Schwarzdorn, Eingriffeliger Weißdorn, Feuerdorn Red Column, Sanddorn usw.?


    4.) Welche der folgenden 40 Pflanzen würdet ihr unbedingt nehmen oder eben nicht nehmen (brauche ja vorerst nur 20)? Welche fehlen? Habe mal so sortiert wie ich sie nehmen würde:


    Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

    Perlmuttstrauch / Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis)

    Weigelie 'Bristol Ruby' (Weigela 'Bristol Ruby' )

    Feuerdorn 'Red Column' (Pyracantha coccinea 'Red Column')

    Kornelkirsche (Cornus mas)

    Sommerflieder / Schmetterlingsstrauch 'Black Knight' (Buddleja davidii 'Black Knight')

    Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna)

    Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)

    Fliederbeere / Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

    Blutjohannisbeere 'King Edward VII' / Zierjohannisbeere 'King Edward VII' (Ribes sanguineum 'King Edward VII')

    Apfelbeere 'Nero' (Aronia prunifolia 'Nero')

    Liebesperlenstrauch / Schönfrucht 'Profusion' (Callicarpa bodinieri 'Profusion')

    Europäischer Pfeifenstrauch / Bauernjasmin (Philadelphus coronarius)

    Prachtspiere (Spiraea vanhouttei)

    Goldglöckchen / Forsythie (Forsythia x intermedia 'Lynwood Gold' )

    Edelflieder 'Andenken an Ludwig Späth' (Syringa vulgaris 'Andenken an Ludwig Späth')

    Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)

    Blutberberitze / Rote Heckenberberitze 'Atropurpurea' (Berberis thunbergii 'Atropurpurea')

    Rotholz Hartriegel / Purpur-Hartriegel 'Sibirica' (Cornus alba 'Sibirica')

    Goldliguster 'Aureum' (Ligustrum ovalifolium 'Aureum')

    Dunkelrote Blasenspiere 'Diabolo' (Physocarpus opulifolius 'Diabolo')

    Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides)

    Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum)

    Roter Perückenstrauch 'Royal Purple' (Cotinus coggygria 'Royal Purple')

    Tatarische Heckenkirsche (Lonicera tatarica)

    Chinesischer Judasbaum 'Avondale' (Cercis chinensis 'Avondale')

    Hoher Maiblumenstrauch / Sternchen Strauch / Deutzie (Deutzia magnifica)

    Salweide / Palmweide (Salix caprea)

    Sternmagnolie (Magnolia stellata)

    Garteneibisch 'Blue Bird' / 'Oiseau Bleu' (Hibiscus syriacus 'Blue Bird' / 'Oiseau Bleu')

    Purpurhasel / Bluthasel 'Purpurea' (Corylus maxima 'Purpurea')

    Frühlingstamariske / Kleinblütige Tamariske (Tamarix parviflora)

    Winterblüte (Chimonanthus praecox)

    Hoher Federbuschstrauch / Großer Federbuschstrauch (Fothergilla major)

    Gemeine Schneebeere / Knallerbsenstrauch (Symphoricarpos albus var. laevigatus)

    Knopfbusch (Cephalanthus occidentalis)

    Rispen-Pimpernuss (Staphylea pinnata)

    Gewöhnlicher Erbsenstrauch (Caragana arborescens)

    Blasenstrauch (Colutea arborescens)

    Fiederspiere (Sorbaria sorbifolia)


    Vielen lieben Dank

  • Wie groß ist das Grundstück?

    Was befindet sich hinter der "Grundstücksgrenze"?

    Wie weit sind Bereiche in denen man sich aufhält von der Hecke entfernt? Ausrichtung (Himmelsrichtung)?

    Sind das 80m Grundstücksgrenze "an einem Stück" (gerader Verlauf)?


    mit mindestens 2 m und im Schnitt nicht mehr als 3-4 m Höhe


    Eine Höhe von 3-4m ist schon einmal eine Ansage. In meinen Augen widerspricht das dem Wunsch nach wenig Pflegeaufwand. So eine Hecke mag in freier Natur sehr gut passen (Wiesen, Felder), oder bei sehr großen Grundstücken, aber ansonsten würde ich die Hecke niedriger halten und für die Optik vielleicht einen einzelnen Strauch o.ä. auf dem Grundstück platzieren der höher werden darf.


    Bei 3-4m Höhe braucht man für jeden Schnitt eine Leiter, und bis man da 80m Hecke bearbeitet hat, das dauert. Soll die Hecke als Sichtschutz dienen, dann bedenke auch, dass die Pflanzen Platz in der Breite und Tiefe brauchen, sonst treiben sie nach oben und unten bleiben sie dürr.


    Die Pflanzen dürfen Dornen haben, diese sollten aber nicht zu extrem sein. Hat jemand Erfahrung mit Pflanzen wo ihr die Dornen als zu störend empfindet?

    Ich habe mit den Jahren alle Pflanzen mit Dornen von den Grundstücken entfernt. Die haben mich einfach genervt, ob beim Rasen mähen, oder beim Schneiden (und Entsorgen), einmal nicht aufgepasst und schon macht´s Aua. Mag sein, dass sich das etwas zu eng sehe, war halt meine persönliche Entscheidung.


    Welche der folgenden 40 Pflanzen würdet ihr unbedingt nehmen oder eben nicht nehmen

    Ich kenne nur die wenisten auf Deiner Liste aus der Praxis, deswegen kann ich Dir keine zuverlässige Empfehlung geben. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir aber sagen, Bilder von Versandhändlern wirken Dank Photoshop & Co. fast immer viel besser als sich das dann in der Praxis zeigt. Ein gemütlicher Sonntagsspaziergang vermittelt meist einen besseren Eindruck.

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  • Bei 3-4m Höhe braucht man für jeden Schnitt eine Leiter,

    ist nicht ganz richtig.


    viel der aufgeführten pflanzen sind mittel- bis hochwüchsig , z.t. schnellwüchsig und daher bei geschicktem 15cmschnitt (auslichten) durchaus in der gewünschten höhe zu halten .


    bei geschickter aufteilung :SH L SB L SH L SB LH L ...... kann sowas auch eine augenweide werden.


    S-schnell

    H-hoch

    L- langsam

    B-breit


    nicht alle aufgeführten pflanzen würde ich nehmen, fliederspiere ,sal-weide, sambucus , liebesperlenstrauch , statt Fothergilla lieber hamamelis .....


    mahonie eibe und feldahorn(der ist sehr schnittverträglich) fehlen mir

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Wir haben im ersten Jahr auch einreihig gepflanzt. Nach 3 Jahren fand ich das irgendwie immer noch zu spärlich und ich habe im Versatz eine 2. Reihe davor gesetzt. Unser Problem war vor allem Wassermangel (das waren die 3 schlimmen trockenen Jahre). Daher haben wir die komplette Hecke mit Tröpfchenschlauch versorgt. Kann ich empfehlen, seit dem wächst es besser.

    Nach nun insgesamt 7 Jahren nimmt die Hecke langsam Fahrt auf. Ich konnte meinen Mann überreden, dass wir diesen Teil des GS komplett sich selbst überlassen. Das macht mir die meiste Freude zu sehen, wie die Natur entscheidet, was da wächst und lebt.


    Unsere Liste der einheimischen Sorten war nicht so lang, wie Deine. Einige Sorten haben auch gleich im ersten Sommer das Handtuch geworfen. Besonders Freude habe ich an


    Felsenbirne (essbare Früchte für Marmelade und sehr hübsch anzusehen)

    Schlehe (Ein Spektakel im Winter, wenn die Amseln die Früchte holen)

    Rotdorn (schöner Farbtupfer)

    Weißdorn (wächst wie Unkraut)

    Blasenstrauch (hier kommen die eingewanderten Blauen Holzbienen jedes Jahr in Horden)

    Hundsrose (nein, ich fürchte mich nicht vor Stacheln)


    Darüber hinaus haben wir auch kleinere und größere Bäume mit in die Hecke gesetzt. Also Wildapfel und Mispel zum Beispiel. Nussbäume, Erlen, Buchen und eine Eiche.

  • Wie groß ist das Grundstück?

    Was befindet sich hinter der "Grundstücksgrenze"?

    Wie weit sind Bereiche in denen man sich aufhält von der Hecke entfernt? Ausrichtung (Himmelsrichtung)?

    Sind das 80m Grundstücksgrenze "an einem Stück" (gerader Verlauf)?

    Das Grundstück ist 1300 m² groß, davon ca. ein Drittel bebaut/gepflastert und zwei Drittel Garten. Die 80 m beziehen sich auf vier Seiten des Grundstücks. Hinter einem Teil ist öffentlicher Grund hinter dem anderen Teil die Nachbarn. Hinter den 20 m um die es hier geht liegt ein Nachbargrundstück. Der Teil wo die ersten 20 m entstehen sollen ist quasi eine 12 x 20 m größe Wiese auf der die Kinder spielen. Pflanzabstand zum Nachbarn würde ich ca. 1,50 machen. Die Gebäude auf dem Nachbargrundstück sind nicht sonderlich ansehnlich, deshalb die 2-4 m. Die andere Grundstückseite zeigt ins Freie, dort mache ich die Blütenhecke nur 1,80 bis 2,50 m.


    Eine Höhe von 3-4m ist schon einmal eine Ansage. In meinen Augen widerspricht das dem Wunsch nach wenig Pflegeaufwand.

    Die Sträucher oben in der Liste werden (abgesehen von der Kupfer-Felsenbirne und dem Schwarzen Holunder) von Natur aus nur 2-4 m. Ich hatte nicht geplant da übermäßig viel schneiden.


    nicht alle aufgeführten pflanzen würde ich nehmen, fliederspiere ,sal-weide, sambucus , liebesperlenstrauch , statt Fothergilla lieber hamamelis .....

    Mindestens auf fliederspiere ,sal-weide, sambucus , liebesperlenstrauch und Fothergilla würdest Du also verzichten?


    hamamelis .....


    mahonie eibe und feldahorn(der ist sehr schnittverträglich) fehlen mir

    Deine Zaubernuss würde gut rein passen, habe ich mir notiert. Eine Eibe haben wir schon auf dem Grundstück, Mahonie habe ich mir auch notiert, ist aber für die 2-4 m Hecke zu klein oder? Könnte man eher vor die größeren Sträucher pflanzen oder? Feldahorn (bis 15 m) würdest Du mit in die Hecke pflanzen? Den müsste ich dann aber schon klein halten oder einfach wachsen lassen?


    Ich konnte meinen Mann überreden, dass wir diesen Teil des GS komplett sich selbst überlassen. Das macht mir die meiste Freude zu sehen, wie die Natur entscheidet, was da wächst und lebt.

    Das ist auch meine Richtung. Ich kann es kaum erwarten wenn die ersten Nester in den Sträuchern sind, Vögel die Beeren fressen und Insekten angelockt werden.


    Schlehe, Rotdorn, Weißdorn, Hundsrose

    Hast Du mit den Dornen Probleme? Bevor wir gebaut haben hatten wir schon mal eine Schlehe, Sanddorn, Weißdorn, Berberitze und Hundsrose. Hundsrose fand ich persönlich schon extrem bedornt, das möchte ich eigentlich nicht wieder. Schlehe und Sanddorn hatten ziemlich lange Dornen aber damit kam ich klar, würde ich vermutlich wieder mit in die Hecke einbauen. Weißdorn war auch kein Problem. Berberitze fand ich mit den vielen kleinen Dornen auch wieder eher unangenehm.


    wasweissich: Was sagst du zum Thema bedornte Sträucher?



    Nach 3 Jahren fand ich das irgendwie immer noch zu spärlich und ich habe im Versatz eine 2. Reihe davor gesetzt.

    Das ist ja eigentlich meine Kernfrage. Einfach erst einmal nur eine Reihe mit den größeren Sträuchern pflanzen und ggf. später was davor pflanzen oder gleich im Zickzack pflanzen? Platz ist zwar eigentlich vorhanden aber den nutzten die Kinder auch zum Fußball spielen und für andere Sachen.


    Reicht bei den genannten Sträuchern ein Pflanzabstand von 1 m oder ist das zu viel/wenig?


    Weitere Pflanzenempfehlungen (2-4 m) sind willkommen.


    Lieben Dank

  • Die Sträucher oben in der Liste werden (abgesehen von der Kupfer-Felsenbirne und dem Schwarzen Holunder) von Natur aus nur 2-4 m. Ich hatte nicht geplant da übermäßig viel schneiden.

    Das hatte ich auch mal gedacht, als wir 3 Obstbäumchen in der Baumschule geholt haben. "Die werden nicht größer als 3m", so wurde es mir gesagt. Also in einer Reihe mit grob 3m Abstand gepflanzt. Nach knapp 10 Jahren war einer schon fast doppelt so hoch wie die anderen (über 4m), einer wollte gar nicht in die Gänge kommen, und der mittlere hatte in etwa den Wuchs den ich mir vorgestellt hatte.


    Ergebnis: Nr. 1 fiel der Motorsäge zum Opfer, Nr. 3 ebenso. Gut 10 Jahre später musste auch Nr. 2 weichen.


    Hätte ich von vornherein mit dieser Größe gerechnet, dann wäre ein anderer Standort besser gewesen, Platz ist ja vorhanden, aber so hatte ich die mit ca. 2-3m zu knapp an die Grenze gesetzt, und versetzen war dann auch keine Option mehr.


    Man kann sich also leicht verschätzen, und 3-4m Höhe ist schon einmal eine Ansage.


    Die 80 m beziehen sich auf vier Seiten des Grundstücks.

    Achte halt darauf, dass Du Dir später nicht vorkommst wie in einem Gefängnishof, umgeben von großen "Mauern".


    Zu den Abständen kann ich nicht viel sagen, ob die 1,5m Grenzabstand ausreichend sind, das weiß wasweissich besser.

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  • verzichten

    ja, die passen wegen wuchstempo oder wuchsform nicht.

    Was sagst du zum Thema bedornte Sträucher?

    finde ich gut :D

    als nistgewächse beliebt und von vielen vögeln bevorzugt.

    umgeben von großen "Mauern".

    ist bei guter pflanzenauswahl und geschicktem schnitt vermeidbar.


    feldahorn(der ist sehr schnittverträglich)

    20 m schafft der nur im dichten bestand und auch nur selten.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hast Du mit den Dornen Probleme?

    Nö, ich habe im Vorgarten eine Rosenhecke. Das sagt alles, oder? Sie stechen halt aber ein guter Schredder kennt kein Erbarmen.

    Zitat von Schuldenuhr

    Das ist ja eigentlich meine Kernfrage. Einfach erst einmal nur eine Reihe mit den größeren Sträuchern pflanzen und ggf. später was davor pflanzen oder gleich im Zickzack pflanzen?

    Reicht bei den genannten Sträuchern ein Pflanzabstand von 1 m oder ist das zu viel/wenig?

    Wenn Du die Power hast, pflanz gleich doppelt. Wozu warten? 1m find ich gut.

  • Toll, wenn man so viel Platz für eine Naturhecke hat. Da könnte ich glatt neidisch werden...

    Ich würde auch Rosen pflanzen - die sind bei vielen Insekten sehr beliebt. Gegen Dornen gibt es Lederhandschuhe. Und ja - ich würde gleich zweireihig pflanzen. Warum erst lange warten?

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • als nistgewächse beliebt und von vielen vögeln bevorzugt.

    Ja das ist mir auch wichtig. Du würdest also von keinem bedornten Strauch abraten oder gibt es besonders krasse Exemplare? Wie schon geschrieben, eine Hundsrose würde ich nicht mehr machen, das ist wie Stacheldraht. Schlehe und Weißdorn waren OK und Berberitze war auch etwas nervig.


    Was sagst Du denn zum Thema einreihig vs. zickzack? Wenn zickzack was wäre dann bei der Liste oben empfehlenswert? Die größeren (2-4 m) in die hintere Reihe mit einem Abstand von 1 m? In die vordere Reihe dann versetzt Sträucher mit einer Wuchshöhe von 0,5 bis 1,5 m? Welchen Abstand sollte man dann zwischen der hinteren und vorderen Reihe einplanen, ebenfalls 1 m? Macht das grob gesagt so Sinn?


    Das hatte ich auch mal gedacht, als wir 3 Obstbäumchen in der Baumschule geholt haben. "Die werden nicht größer als 3m", so wurde es mir gesagt.

    Ich habe mir zu jedem Exemplar auf der Liste oben die von bis Wuchshöhen heraus gesucht, ich denke die werden am Ende schon einigermaßen passen. Wenn ich wie von wwi empfohlen den Schwarzen Holunder und Salweide streiche dann sind nur noch die Felsenbirne, Kornelkirsche, Weißdorn und Schlehe irgendwann mal vielleicht größer als 4 m.


    Ich würde auch Rosen pflanzen

    Für die hintere Reihe (2-4) kämen da u.a. die Chinesische Gold-Rose (Rosa hugonis) und die Weinrose (Rosa rubiginosa) in Frage. Kennst Du die, wie sind die von der Bedornung her? So extrem wie die Hundsrose? Falls ich eine vordere Reihe (0,5 - 1,5) mache dann könnte man ja noch 1-2 andere Rosen dazu nehmen.



    Nun noch einmal zur hinteren Reihe (falls es zwei Reihen geben wird). Falls 1 m Pflanzabstand OK ist dann bräuchte ich 20 Pflanzen. Dabei sind folgende 16 eigentlich gesetzt es sei denn jemand aus der Runde hier würde von bestimmten Sträuchern abraten:


    Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

    Perlmuttstrauch / Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis)

    Weigelie 'Bristol Ruby' (Weigela 'Bristol Ruby' )

    Feuerdorn 'Red Column' (Pyracantha coccinea 'Red Column')

    Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna)

    Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)

    Blutjohannisbeere 'King Edward VII' / Zierjohannisbeere 'King Edward VII' (Ribes sanguineum 'King Edward VII')

    Europäischer Pfeifenstrauch / Bauernjasmin (Philadelphus coronarius)

    Prachtspiere (Spiraea vanhouttei)

    Goldglöckchen / Forsythie (Forsythia x intermedia 'Lynwood Gold' )

    Edelflieder 'Andenken an Ludwig Späth' (Syringa vulgaris 'Andenken an Ludwig Späth')

    Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)

    Rotholz Hartriegel / Purpur-Hartriegel 'Sibirica' (Cornus alba 'Sibirica')

    Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum)

    Hoher Maiblumenstrauch / Sternchen Strauch / Deutzie (Deutzia magnifica)

    Sternmagnolie (Magnolia stellata)


    4 würden rechnerisch noch fehlen und da hätte ich folgende zur Auswahl


    Kornelkirsche (Cornus mas)

    Sommerflieder / Schmetterlingsstrauch 'Black Knight' (Buddleja davidii 'Black Knight')

    Apfelbeere 'Nero' (Aronia prunifolia 'Nero')

    Blutberberitze / Rote Heckenberberitze 'Atropurpurea' (Berberis thunbergii 'Atropurpurea')

    Goldliguster 'Aureum' (Ligustrum ovalifolium 'Aureum')

    Dunkelrote Blasenspiere 'Diabolo' (Physocarpus opulifolius 'Diabolo')

    Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides)

    Roter Perückenstrauch 'Royal Purple' (Cotinus coggygria 'Royal Purple')

    Tatarische Heckenkirsche (Lonicera tatarica)

    Chinesischer Judasbaum 'Avondale' (Cercis chinensis 'Avondale')

    Zaubernuss 'Arnold Promise' (Hamamelis intermedia 'Arnold Promise')

    Garteneibisch 'Blue Bird' / 'Oiseau Bleu' (Hibiscus syriacus 'Blue Bird' / 'Oiseau Bleu')

    Purpurhasel / Bluthasel 'Purpurea' (Corylus maxima 'Purpurea')

    Frühlingstamariske / Kleinblütige Tamariske (Tamarix parviflora)

    Winterblüte (Chimonanthus praecox)

    Gemeine Schneebeere / Knallerbsenstrauch (Symphoricarpos albus var. laevigatus)

    Knopfbusch (Cephalanthus occidentalis)

    Rispen-Pimpernuss (Staphylea pinnata)

    Gewöhnlicher Erbsenstrauch (Caragana arborescens)

    Blasenstrauch (Colutea arborescens)


    Welche vier von der letzten Liste würdet ihr noch dazu nehmen. Oder andere die nicht auf der Liste sind?


    Vielen Dank

  • Als lernender Laie gebe ich zu bedenken, dass:

    • Pflanzen sehr individuelle Ansprüche an ihren Lebensraum haben und ihr Gedeihen dabei auch sehr von lokalen Feinheiten (Boden, Wasser, Sonne, Wind) abhängig sein kann, Standorte also sehr kleinräumig perfekt passen können oder eben auch nicht. Als Neu-Gärtner wird da ganz schnell einiges an Lehrgeld fällig.
    • Planzen in ihrem Wuchs und ihrem Habitus über ihren Lebenszyklus dynamisch betrachtet werden müssen - zusammen mit ihren Nachbarn. Wie sehen sie nach einem, nach drei, nach fünf und nach zehn Jahren aus?
    • Pflanzen auch im Jahreslauf zu denken sind: Wann sind sie kahl, wann beblättert, wann blühen sie, wann haben sie dabei kräftige Farben, wann werfen sie selbst wo Schatten?
    • Gärten auf den Tageslauf der Sonne reagieren sollten, vielleicht auch die lokalen Windverhältnisse, so diese täglich zyklisch wechseln.
    • zu große Vielfalt eher chaotisch wirken kann, eine Gruppenbildung oder Abwechslung einiger Arten hingegen harmonisch wirken kann, wenn sie mit einer Höhenentwicklung oder anderen Differenzierung zusammen spielt. Man sollte die Bepflanzung eines Gartens zusammen mit Wegen und sonstiger Nutzung planen. So kann viel mehr entstehen als eine rechteckige Rasenfläche mit einer wandartigen dichten Umschließung.
    • Gärten auch ein (entwurfliches) Thema haben können: Eine naheliegende Landschaft zitieren, einen besonderen Raum formen ...
    • rein rechnerische Betrachtungen den o.g. Aspekten nur in sehr seltenen Fällen gerecht werden. Bilder, Pläne (Grundrisse) und Perspektiven gehören für mich zur Pflanzplanung dazu.

    Aber vielleicht habe ich dazu nur zu oft meinen Nachbarn von der Landschaftsplanung auf deren Pläne geschaut und bei den Pausengesprächen zugehört ...


    Den vorstehenden Überlegungen will ich damit in keiner Weise widersprechen oder sie in Frage stellen, nur anregen, die Überlegungen noch etwas weiter greifen zu lassen, um langfristig damit noch glücklicher werden zu können ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Als lernender Laie gebe ich zu bedenken, dass:

    • Pflanzen sehr individuelle Ansprüche an ihren Lebensraum haben und ihr Gedeihen dabei auch sehr von lokalen Feinheiten abhängig sein kann, Standorte also sehr kleinräumig perfekt passen können oder eben auch nicht. Ich habe dazu einiges an Lehrgeld gezahlt.
    • Planzen in ihrem Wuchs und ihrem Habitus dynamisch betrachtet werden müssen - zusammen mit ihren Nachbarn. Wie sehen sie nach einem, nach drei, nach fünf und nach zehn Jahren aus.
    • Pflanzen auch im Jahreslauf zu denken sind: Wann sind sie kahl, wann beblättert, wann blühen sie, wann haben sie dabei kräftige Farben, wann werfen sie wo Schatten.
    • bezogen auf den Garten die raumbildende Wirkung vorgemacht werden sollte, geradezu muss.
    • zu große Vielfalt eher chaotisch wirken kann, eine Gruppenbildung oder Abwechslung einiger Arten aber harmonisch wirken kann, wenn sie mit einer Höhenentwicklung oder anderen Differenzierung zusammen spielt. Man sollte die Bepflanzung eines Gartens zusammen mit Wegen und sonstiger Nutzung zusammen planen. So kann viel mehr entstehen als eine rechteckige Rasenfläche mit einer wandartigen Umschließung.
    • Gärten auch ein (entwurfliches) Thema haben können: Eine naheliegende Landschaft zitieren, einen besonderen Raum formen ...

    Hihi, sorry, aber das ist so technisch, ich glaub ein Roboter würde etwa genauso antworten.

    Natürlich haben verschiedene Pflanzen verschiedene Ansprüche. Bei der riesen Liste würde ich auch alles wegstreichen, was absolut nicht zu Boden, Wasser und Licht passt. Das durchzuflöhen, muss der TE aber alleine schaffen. Üblicher Weise sucht man sich eher 5 bis 8 Sorten raus und guckt, ob die dort klar kämen und verplant nicht die vollständige Liste. Sinnvoll ist dafür auch ein Spaziergang mit offenen Augen durch die Nachbarschaft. Es gibt schon eine App, mit der man Pflanzen bestimmen kann anhand von Fotos.

    Davon abgesehen sehe ich es auch so, dass zu viele Sorten ein unharmonisches Bild ergeben. Aber:

    Früher oder später werden sich die best angepassten Sorten sowieso durchsetzen. Der Rest wird überwuchert. Möglich ist auch, dass in 3 besonders heißen Sommern eine Sorte besser wächst und in den nächsten Jahren dann wieder schlechter. Es ist halt lebendig und hat eine Eigendynamik.

  • Hihi, sorry, aber das ist so technisch, ich glaub ein Roboter würde etwa genauso antworten.

    Danke, ich schätze Deine Beiträge auch sehr! :bier:


    Nö, das ist überhaupt nicht technisch, sondern reine Biologie, also genau das Gegenteil von Technik. Eine gute Gärtnerin oder ein guter Gärtner würde bei ausreichender Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten mit einem konkreten, passenden und schönen Pflanzvorschlag antworten. Ich wollte nur auf die Themen hinweisen, keine Antworten selbst geben, die habe ich nämlich leider nicht. Ich hole mir deshalb bei Planzen immer Rat bei meiner Nachbarin, der Freiraumplanerin. Die weiß und kann das als gelernte und erfahrene Gärtnerin alles mitdenken. Ich ahne nur, was relevant sein könnte.


    Natürlich hat bei jeder Ansaat, Pflanzung nur das Passende eine Chance und das Unpassende geht nach ein oder auch drei Jahren ein. Aber es ist ein wenig schade drum, oder?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Natürlich hat bei jeder Ansaat, Pflanzung nur das Passende eine Chance und das Unpassende geht nach ein oder auch drei Jahren ein. Aber es ist ein wenig schade drum, oder?

    Eigentlich nicht. Genauso gut kann es passieren, dass es nach 5 Jahren plötzlich wie wild wächst, weil sich irgendwas geändert hat. Zum Beispiel hatten wir den Schneeball recht gut in der Hecke. Die Pflanzen neben ihm, waren eher spärlich. Vor 3 Jahren kam der Schneeball-Blattkäfer und es war um ihn geschehen. War das Schade? Vielleicht. Die Schlehen und Haselnüsse fanden das aber gar nicht. ;)

    Eine gute Gärtnerin oder ein guter Gärtner würde bei ausreichender Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten mit einem konkreten, passenden und schönen Pflanzvorschlag antworten.

    Ich glaube, diese Art von Gärten sind einfach veraltet. Der Fokus liegt in Zukunft nur noch darauf, welchen Beitrag das Biotop als Lebensraum für Tiere und Pflanzen leistet.

  • Ich glaube, diese Art von Gärten sind einfach veraltet. Der Fokus liegt in Zukunft nur noch darauf, welchen Beitrag das Biotop als Lebensraum für Tiere und Pflanzen leistet.

    Den Gegensatz verstehe ich nicht. Natürlich ist das relevant und ist selbstverständlich mitzudenken. Das tun aber gute Gärtnerinnen und Gärtner auch schon länger. Gegenteiliges habe ich nicht einmal angedeutet. Ich fürchte, wir schreiben hier irgendwie an aneinander vorbei! Du scheinst mir ein Gartenbild unterstellen zu wollen, das ich noch nie hatte.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Felsenbirne (essbare Früchte für Marmelade und sehr hübsch anzusehen)

    Schlehe (Ein Spektakel im Winter, wenn die Amseln die Früchte holen)

    Rotdorn (schöner Farbtupfer)

    Weißdorn (wächst wie Unkraut)

    Blasenstrauch (hier kommen die eingewanderten Blauen Holzbienen jedes Jahr in Horden)

    Könnte ich so unterschreiben

    Zum Hartriegel: Ich bin nicht ganz so ein Pflanzenspezi, wenns nicht essbar ist. :D Nachbarin hat einen Hartriegel, glaube ich. Wir sind immer wieder daran, den daran zu hindern, sich noch mehr zu verbreiten. Überall geht der auf. :rulez:


    Was ich auf jeden Fall nehmen würde, wäre die Kornelkirsche. Erstens essbar :D , zweitens Frühblüher und somit sehr geschätzt bei Bienen und Co. Meine ist jetzt richtig gut angewachsen und ich freue mich, dass die kniehohen Pflänzchen mich mittlerweile größentechnisch überholt haben.

    Eine Frage hätte ich: Die Forsythie? Die ist hübsch, aber hat, wie ich erfahren muss, keinen Blühwert. Oder ist das eine andere Art?


    Aber das weiß der wasweissich sicher.


    Harmonische Gestaltung und Ökologie schließen sich nicht aus. Die Frage kann man gleich an obigen weiterleiten, ob man nicht besser ein paar von der ähnlichen Sorte zusammenstellt oder wie man das macht


    PS: Bin grad a bisserl neidisch. Sowas hätte ich auch gerne.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Du scheinst mir ein Gartenbild unterstellen zu wollen, das ich noch nie hatte.

    Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass Du Dich für das Thema mehr interessierst, als dass es zu einem Entwurf dazu gehört?


    • Planzen in ihrem Wuchs und ihrem Habitus über ihren Lebenszyklus dynamisch betrachtet werden müssen - zusammen mit ihren Nachbarn. Wie sehen sie nach einem, nach drei, nach fünf und nach zehn Jahren aus?
    • Pflanzen auch im Jahreslauf zu denken sind: Wann sind sie kahl, wann beblättert, wann blühen sie, wann haben sie dabei kräftige Farben, wann werfen sie selbst wo Schatten?
    • ...
    • ...Man sollte die Bepflanzung eines Gartens zusammen mit Wegen und sonstiger Nutzung planen. ...
    • Gärten auch ein (entwurfliches) Thema haben können: Eine naheliegende Landschaft zitieren, einen besonderen Raum formen ...
    • .Bilder, Pläne (Grundrisse) und Perspektiven gehören für mich zur Pflanzplanung dazu.

    Das klingt doch alles sehr nach Plan, Struktur, Korsett, Festlegung was wachsen darf und was nicht, am besten noch wie hoch und wie breit - eben menschengerecht. Aber das war nur mein Eindruck. Kann mich irren. Wie sieht Dein Garten aus?

    VG! Katja

  • Harmonische Gestaltung und Ökologie schließen sich nicht aus.

    Ich weiß nicht. Am Ende vielleicht eine Frage der Definition von Harmonie. Imho ist die bisherige Definition von Garten jedenfalls im Wandel, hoffe ich.


    Ich hatte vor einiger Zeit ein Generationen-Erlebnis diesbezüglich: Im Vorgarten habe ich eine Rosenhecke stehen. Diese blüht immer zu meinem Geburtstag, wo ich dann auch Gäste im Garten habe. Zur gleichen Zeit habe ich davor ein Bienenhaus errichtet - mit einem Stück Wildwiese. Dort wuchsen Disteln und Unkraut jeder Art - über 2m hoch. Es war ein richtiges Kleinod. Ein Gesumme und Gekrabbel in der Wiese - es war die reinste Freude.

    Als ich mit meiner Schwiegermutter dann durch den Garten ging, wollte ich ihr voller Stolz das volle Leben und Summen in dieser Wiese präsentieren. Doch sie sagte nur Mmh, stürmte daran vorbei und ging zu der völlig leblosen und toten Rosenhecke... X/


    Was so manch einer für ökologisch hält, ist es leider oft nicht. Meist wird es das erst, wenn der Mensch mal ein paar Jahre die Finger davon lässt.

    VG! Katja

  • Skeptiker: Du hast mit Deinen Punkten keinesfalls unrecht und die meisten berücksichtige ich ja auch. Ich hatte letztes Jahr für 1400 Euro eine Gartenplanung beauftragt (kann ich bei Interesse gern zusenden) und glaubst Du die Landschaftsarchitektin hat vorher Bodenproben genommen oder von mir verlangt? Wobei eine Probe wohl auch keinen Sinn gemacht hätte weil hier auf dem Dorf bei vielen Grundstücken (z.B. unseres) die Bodenart- qualität alle paar Meter wechselt, weil da mal ein Schweinestall stand, dort mal eine Scheune, dort mal Bauschutt verscharrt wurde, da mal ein Kompost war und so weiter. Ich denke die Landschaftsarchitektin ging von ortstypischen Boden aus. Davon abgesehen lege ich im Außenbereich sehr viel Wert auf harmonische, organische Formen, da wird es kaum eine gerade Linie geben. Neben der Flora ist mir die Fauna aber mindestens ebenso wichtig. Die Pflanzen sollen natürlich auch schön aussehen (Blüte, Früchte, Herbstlaub usw.) aber eben auch Vögeln, Insekten, Igel usw. nutzen.


    Pflanzen auch im Jahreslauf zu denken sind: Wann sind sie kahl, wann beblättert, wann blühen sie, wann haben sie dabei kräftige Farben, wann werfen sie selbst wo Schatten?

    Dafür betreibe ich ja den ganzen Aufwand. In meiner Tabelle sammle ich die Informationen zu genau diesen Dingen. Wuchshöhe, -breite, -geschwindigkeit, Blütenfarbe, Blütezeit, Herbstfärbung usw. Wenn ich am Ende weiß welche Pflanzen ich nehme schaue ich welche am besten neben welche passt usw. Natürlich kann es dann auch nochmal passieren das ich Pflanzen tausche wenn ich z.B. anstatt weiß / Mai-Juni lieber lila / August-September brauche.


    Meine Liste war nur eine Vorauswahl in der Hoffnung, dass der eine oder andere noch sagen kann, nimm die mal lieber nicht oder die habe ich die kann ich nur empfehlen usw.


    Deinen Hinweis die lokalen Windverhältnisse, so diese täglich zyklisch wechseln zu beachten geht mir dann aber doch zu weit ;) Wenn man es übertreibt landet man am Ende bei einer Ligusterhecke, Scheinzypressen oder Kirschlorbeer.


    Was ich auf jeden Fall nehmen würde, wäre die Kornelkirsche.

    Habe ich ja mit auf der Liste, schaue ich mir noch einmal an ob sie es unter die 20 schafft.


    Die Forsythie? Die ist hübsch, aber hat, wie ich erfahren muss, keinen Blühwert.

    Da hast Du recht, im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen auf meiner Liste hat die Forsythie keinen Wert für Insekten da keinen Pollen/Nektar. Sie ist aber optisch so reizvoll, dass ich nicht umhin kam sie mit auf die Liste zu nehmen. Ansonsten habe ich aber schon versucht in Richtung Insektenfreundlich zu entscheiden, also z.B. eher den Gemeinen Schneeball anstatt den Gefüllten Schneeball (gefüllte Blüten = wenig Pollen).

  • .. ich im Außenbereich sehr viel Wert auf harmonische, organische Formen, da wird es kaum eine gerade Linie geben. Neben der Flora ist mir die Fauna aber mindestens ebenso wichtig. Die Pflanzen sollen natürlich auch schön aussehen (Blüte, Früchte, Herbstlaub usw.) aber eben auch Vögeln, Insekten, Igel usw. nutzen.


    Dafür betreibe ich ja den ganzen Aufwand. In meiner Tabelle sammle ich die Informationen zu genau diesen Dingen. Wuchshöhe, -breite, -geschwindigkeit, Blütenfarbe, Blütezeit, Herbstfärbung usw. Wenn ich am Ende weiß welche Pflanzen ich nehme schaue ich welche am besten neben welche passt usw. Natürlich kann es dann auch nochmal passieren das ich Pflanzen tausche wenn ich z.B. anstatt weiß / Mai-Juni lieber lila / August-September brauche.

    :thumbsup:


    ... und glaubst Du die Landschaftsarchitektin hat vorher Bodenproben genommen oder von mir verlangt?

    Anscheinend nicht, aber die sind auch nicht immer zwingend erforderlich. Profis können vor Ort wohl auf den ersten Blick wesentliche Zeigerpflanzen und deren Zustand identifizieren und adäquat interpretieren. Von wasweissich ist das hier öfter zu lesen und es beeindruckt mich immer wieder!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Dafür betreibe ich ja den ganzen Aufwand.

    Wissen kann nicht schaden. Ich möchte Deinen Eifer nicht bremsen, den find ich super. Hauptsache Du bist nicht enttäuscht, wenn die ein oder andere Pflanze nicht wie erträumt wächst und sich dafür ungebetene Gäste einquartieren.

    VG! Katja

  • Du wolltest es ja wissen, welche 4 wir nehmen würden und die Kornelkirsche ist echt mein Favorit. Auch optisch sehr schmuck mit dem schönen roten Beeren.


    Felsenbirne finde ich total lecker.


    Forsythie hat mein Mann in den Garten gepflanzt - leider. Jaaa, die blüht hübsch und zeitig, aber das war’s schon. Glücklich bin ich mit der nicht.


    Ich glaube, ich würde nochmal so Richtung Obstgehölze/alte Sorten schauen. Da gibt’s auch tolle Sachen. Hab ich noch so grob aus dem Manufactum Katalog im Kopf. Ich fürchte, essbares hat bei mir einen zu großen Stellenwert.😳

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich weiß, dass es keinen Anspruch auf Beantwortung der Fragen gibt aber nach 20 Beiträgen wurde sehr viel andiskutiert und ausgetausch aber die eigentlichen Fragen bleiben unbeantwortet. Das ist wirklich konstruktiv gemeint aber ist das vielleicht einfach das falsche Forum für Gartenplanung? WWI scheint sich ja auszukennen, antwortet mir aber meist nicht so recht.


    wasweissich: Was sagst Du denn zum Thema einreihig vs. zickzack? Wenn zickzack was wäre dann bei der Liste oben empfehlenswert? Die größeren (2-4 m) in die hintere Reihe mit einem Abstand von 1 m? In die vordere Reihe dann versetzt Sträucher mit einer Wuchshöhe von 0,5 bis 1,5 m? Welchen Abstand sollte man dann zwischen der hinteren und vorderen Reihe einplanen, ebenfalls 1 m? Macht das grob gesagt so Sinn?

    Zu den Abständen gibt es viele verschiedene Informationen, da wäre ein Expertentipp schon ratsam. Oder einreihig oder zickzack? Bei zickzack welchen Abstand zwischen den beiden Reihen und welchen Pflanzabstand innerhalb der Reihen.


    Irgendwie kommt mir bei Sträuchern mit einer Wuchsbreite von 1,50 bis 3 m ein Pflanzabstand von 1m fast schon ziemlich eng vor?

  • Irgendwie kommt mir bei Sträuchern mit einer Wuchsbreite von 1,50 bis 3 m ein Pflanzabstand von 1m fast schon ziemlich eng vor?

    Vielleicht solltest Du Dich von der Vorstellung trennen, dass die Hecke ein starres Gebilde ist. Früher oder später wird sie jede Lücke schließen. Wo es eng wird, weicht einer aus und wo Platz ist, wird der Raum erobert. Wenn Du sparen willst, setz sie weiter auseinander und warte 2 Jahre länger. Wenn Geld unwichtig ist, find ich 1m gut für ein schnelles Ergebnis.

  • Du wolltest es ja wissen, welche 4 wir nehmen würden und die Kornelkirsche ist echt mein Favorit. Auch optisch sehr schmuck mit dem schönen roten Beeren.

    Felsenbirne finde ich total lecker.

    Forsythie hat mein Mann in den Garten gepflanzt - leider. Jaaa, die blüht hübsch und zeitig, aber das war’s schon. Glücklich bin ich mit der nicht.

    Die Felsenbirne ist sicher auf der Liste. Kornelkirsche vermutlich auch. Die Forsythie überdenke ich noch mal. Danke


    Hauptsache Du bist nicht enttäuscht, wenn die ein oder andere Pflanze nicht wie erträumt wächst und sich dafür ungebetene Gäste einquartieren.

    Das kalkuliert man schon ein aber auf Grund meiner ersten Pflanzaktion vor ca. 10 Jahren bin ich sehr zuversichtlich. Da haben sich ALLE Sträucher sehr prächtig entwickelt, bis sie dann wegen unserem Neubau weichen mussten. Das waren damals:


    Schwarze Holunder

    Sanddorn

    Roter Hartriegel

    Kornelkirsche

    Gemeiner Schneeball

    Schlehdorn

    Gewöhnliche Berberitze

    Gemeine Hasel

    Zweigriffelige Weißdorn

    Mispel, Echte Mispel

    Gewöhnliche Felsenbirne

    Quitte

    Hundsrose


    allerdings einreihig und 1,50 m Abstand.

  • mahonie eibe und feldahorn(der ist sehr schnittverträglich) fehlen mir

    Mal zur Eibe: Was mir aufgefallen ist, Eibe ist ja nicht gleich Eibe bzw. müsste man zwischen Männlein & Weiblein unterscheiden?

    Ich weiss es nicht, auffällig ist nur, ich habe mehrere Eiben im Garten, teils als Busch und eine eher hochstämmige, welche auch die typischen roten Früchte trägt. Die buschartigen Eiben haben keine Früchte und die Art der Nadelstellung ist anders als bei den weiblichen Eiben,

    oder mag das am Alter liegen?


    Anbei mal ein Foto was schon älter ist, rechts im Bild eine Eibe, geschätzt 30 Jahre alt, damals frisch beschnitten. Entspricht auch ungefähr der Wunschhöhe 3-4m Wuchs. Fände ich als immergrünen Akzent in einer Hecke, die ja nicht zwingend überall gleichhoch sein muss, spannend.

    Außerdem kann man, wenn gewisse Wuchshöhe erreicht auch mit hübschen Unterpflanzungen arbeiten (Bärlauch, Christrose oä.)

    ---
    It's not the hammer, it is the way you hit.

  • Wo ungefähr wird denn die Hecke sein, Unterland, Thüringer Wald...?

    Thüringer Becken - Drei Gleichen - ca. 50 m von der Kameraposition entfernt [Klick]


    Vielleicht solltest Du Dich von der Vorstellung trennen, dass die Hecke ein starres Gebilde ist. Früher oder später wird sie jede Lücke schließen. Wo es eng wird, weicht einer aus und wo Platz ist, wird der Raum erobert. Wenn Du sparen willst, setz sie weiter auseinander und warte 2 Jahre länger. Wenn Geld unwichtig ist, find ich 1m gut für ein schnelles Ergebnis.

    Da hast du natürlich auch recht. Dennoch sieht es ja vielleicht doch ein wenig komisch aus wenn am Ende jeder Strauch 2-4 m hoch ist aber nur 1 m (oder 0,8 zu 1,2 usw) breit ist. Da wäre es vielleicht wirklich besser den Pflanzabstand auf 1,5 m zu erhöhen oder zwei gleiche Pflanzen je m zu pflanzen. Bei diesen Fragen fehlt mir halt aber die Erfahrung.


    na wenn das so ist, bis Du doch schon ein Heckenprofi. :thumbsup:

    Naja, das war wirklich nur in der regionalen Baumschule kaufen, einpflanzen und regelmäßig gießen. Wobei es bei den 1,50 m Abstand noch einige Zeit gedauert hätte bis die Sträucher eine geschlossene Hecke ergeben hätten. Da macht dann der 1 m Abstand doch wieder mehr Sinn.