Fundament für Anbau

  • Hallo zusammen,

    vorab sollte dass das Falsche Unterforum sein bitte ich einen Mod es entsprechend zu verschieben. Danke.

    Ich würde gerne an mein denkmalgeschütztes Reihenmittelhaus Bj 1900 ein Anbau ansetzen. Genehmigt ist der Anbau auf der gesamten Hausbreite von 8m und 4m tief in Richtung Garten. Also ergibt sich eine Fundamentplatte mit 8mx4m=32m² .

    Ich habe allerdings einen Höhenunterschied vom Boden im Garten bis zur Bodenkante Erdgeschoss von ca 1m. Bevor ich jetzt zum Architekt renne und das alles planen lasse hätte ich ganz gerne etwas input was wohl die kostengünstigste Lösung für ein Fundament bei diesen Gegebenheiten wäre. Würde man das am besten aufschütten, verdichten und eine "einfache" Fundamentplatte setzen oder vielleicht Säulen und das Fundament darauf quasi schwebend draufsetzen. Welche Möglichkeiten gäbe es noch? Bin für alle Ideen dankbar :)

  • . Genehmigt ist der Anbau auf der gesamten Hausbreite von 8m und 4m tief in Richtung Garten. Also ergibt sich eine Fundamentplatte mit 8mx4m=32

    Zu einer guten Baugenehmigung/Eingabeplanung gehört doch eine Statik. Und die ist zu beachten.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Zu einer guten Baugenehmigung/Eingabeplanung gehört doch eine Statik. Und die ist zu beachten.

    Es gibt eine Satzung der Stadt für den gesamten Denkmalbereich der einen generellen Anbau zum Garten in der Größe aus Sicht des Denkmalschutzes genehmigt. Wurde auch schon von mehreren Nachbarn so durchgeführt. Natürlich muss dann noch explizit für das Objekt eine Baugenehmigung eingeholt werden.

    Problem ist nur das mein Vorbesitzer so nett war und hat durch diverse Umbauten im Garten diesen Höhenunterschied geschaffen, bei den Nachbarn verläuft das mehr oder weniger ebenerdig, so dass sie einfach eine Fundamentplatte setzen konnten. Wie gesagt mir geht es in erster Linie darum wie man das am besten kostentechnisch Lösen kann.

  • Du brauchst also eine Planung und eine Tragwerksplanung. Und wir sollen ohne Kenntnis des Baugrunds, des Gebäudes, der Nachbarbebauung, denen quasi ein Konzept vorgeben, für das die dann haften sollen?

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  • Du brauchst also eine Planung und eine Tragwerksplanung. Und wir sollen ohne Kenntnis des Baugrunds, des Gebäudes, der Nachbarbebauung, denen quasi ein Konzept vorgeben, für das die dann haften sollen?

    Herr Dühlmeyer sie waren schon im Bauexpertenforum unerträglich und mit ein auschlaggebender Grund warum das Forum schlechte Bewertungen bekommt. Zum Beispiel so eine 1Stern: Auf 99% der Fragen wird mit :" Frag deinen Statiker" geantwortet ....nicht hilfreich oder so was 2Sterne: Vereinzelte Moderatoren antworten sehr überheblich. Eine sachlich verfasste Kritik darüber wird von den Moderatoren einfach wieder gelöscht.

    Hätte ich gewusst, dass Sie auch hier ihr Unwesen treiben hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht erst angemeldet.

    Ich habe lediglich ein Problem geschildert und wollte Lösungsansätze dafür haben. Ihr Namensvetter hat es doch auch geschafft meine Frage ausgezeichnet zu beantwortet. Sie sollen weder eine detaillierte Planung, ein fertiges Konzept oder eine Tragswerksplanung vornehmen und erst recht nicht dafür Haften. Das einzige was Sie machen sollten, wenn Sie sich zu dem Thema äußern wollen wäre eine Idee bzw Lösungsansatz bieten wie man so ein Problem angehen könnte.

  • Wie gesagt mir geht es in erster Linie darum wie man das am besten kostentechnisch Lösen kann.

    Zu den Kosten kann man pauschal nicht viel sagen. Grundsätzlich würde ich mal davon ausgehen, dass je tiefer man gründen muss, um so teurer wird der Spaß. Welche Tiefe in Deinem Fall erforderlich ist, bis man auf tragfähigen Untergrund kommt, das sagt mir meine Glaskugel nicht. Wer weiß schon, was da im Laufe der Jahre und Jahrzehnte abgegraben oder aufgeschüttet wurde.


    So ein Anbau hat ein entsprechendes Gewicht, und wenn das Fundaement nichts taugt, dann wird sich Dein Anbau setzen, und Du kannst dir sicherlich vorstellen, was dann passiert. Dann sind Risse zwischen Anbau und Haupthaus noch das geringste Problem.


    d.h. Zuerst einmal muss man wissen, wie der Untergrund beschaffen ist. Dann kann der Statiker auch sagen, ob man einfach ein Streifenfundament macht, oder ob man Pfähle 50m in die Tiefe rammen muss. (ja ich weiß, bewusst etwas überspitzt).


    Nachdem sich Dein Anbau am Haupthaus orientieren muss, und hier bereits ein Höhenunterschied von 1m existiert, würde ich mal davon ausgehen, dass man nicht so einfach eine Betonplatte machen kann.Was nun an zusätzlichem Aufwand hinzu kommt? :haue:

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  • Die Gründungen unmittelbar aneinander angrenzender Gebäude erfolgen i.d.R. auf der selben Gründungstiefe - unabhängig davon, ob und wie tief sie unterkellert sind.


    Um eine verwertbare konkrete Auskunft über eine sinnvolle (technisch passende und wirtschaftliche) Gründung geben zu können, müssen u.a. die aufzunehmenden Lasten und die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des vorhandenen Bodens bekannt sein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ok, danke für die Antworten.

    Also wäre der erste Schritt ein Bodengutachten zu beauftragen, dieses bekommt dann der Architekt und er wird dann mit Hilfe des Gutachtens ein Konzept für das Fundament erarbeiten, richtig?

  • Also wäre der erste Schritt ein Bodengutachten zu beauftragen, dieses bekommt dann der Architekt und er wird dann mit Hilfe des Gutachtens ein Konzept für das Fundament erarbeiten, richtig?

    Nein.

    Erst Architekt/Planer mit Grundlagenermittlung und Beratung zu weiteren erforderlichen Planungsleistungen.

    Dann Tragwerksplaner und erst dann, wenn erforderlich/sinnvoll, Baugrundgutachter.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Also wäre der erste Schritt ein Bodengutachten zu beauftragen, dieses bekommt dann der Architekt und er wird dann mit Hilfe des Gutachtens ein Konzept für das Fundament erarbeiten, richtig?

    Grundsätzlich schon, aber um das Tragwerk kümmert sich normalerweise ein/e Statiker/in und der / die macht auch die Vorschläge für die Gründung - in enger Abstimmung mit dem Architekten. Der muss nämlich genau sagen was dort aufgestellt werden soll. Die beiden arbeiten also idealerweise zusammen bzw. mit leichtem zeitlichen Versatz alternierend daran. Das klingt nach monatelanger Abstimmung. Bei Dir dürfte die Abstimmung aber in einem halbstündigen Gespräch schon ganz gut vorangekommen sein - wenn nicht sogar abgeschlossen sein. Architekten habe oft ihre Lieblingstragwerksplaner. Insofern würde ich als ersten Weg den zum Architekten empfehlen, der hat den TWP und der empfiehlt oft den Bodengutachter - jedenfalls in meiner Umgebung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler und Doppelungen entfernt

  • und bitte rechtzeitig das Thema Kosten (Honorar) klären. Damit erspart man sich spätere Überraschungen.

    Auch Du als Bauherr brauchst Planungssicherheit, nicht nur bei der Ausführung und Technik, auch wenn es um die Finanzen geht.

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  • Ich gehe davon aus, dass das vorh. Reihenhaus unterkellert ist.


    Ganz grob:

    1. Die geplante Gründung muss auf der gleichen Unterkante wie die vorh. Fundamente begonnen werden. Eine Abtreppung bis auf die min. erforderliche Gründungstiefe ist möglich.

    2. Die Bodenplatte muss als Decke berechnet werden, da ein Lastabtrag in den Füllboden des vorh. Kellers nicht gewünscht bzw. nicht möglich ist.


    Das ist aber alles kein Hexenwerk. Nur vernünftig planen muss es jemand. Also das Dreamteam Architekt und Statiker oder in Personalunion ein bauvorlageberechtigter Ingenieur, der beides anbietet.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Nein.

    Erst Architekt/Planer mit Grundlagenermittlung und Beratung zu weiteren erforderlichen Planungsleistungen.

    Dann Tragwerksplaner und erst dann, wenn erforderlich/sinnvoll, Baugrundgutachter.

    "BGA" was aus meiner Sicht (fast) immer Sinnvoll ist.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk