Garagenwand ist feucht/nass

  • Hallo liebe Community,


    ich kämpfe schon seit einiger Zeit gegen eine Nasse/feuchte Garagenwand.

    Da mein Vermieter und ich Ratlos sind war mein Gedankengang, dass ich die Feuchtigkeit mittels Messgerät messe um eine Verbesserung bzw. Verschlechterung darstellen zu können.


    Ich dachte dabei an dieses Messgerät:

    Brennenstuhl Feuchtigkeits-Detector MD (Feuchtigkeitsmessgerät/Feuchtigkeitsmesser für Holz oder Baustoffen, mit LCD-Display)
    Brennenstuhl Feuchtigkeits-Detector MD (Feuchtigkeitsmessgerät/Feuchtigkeitsmesser für Holz oder Baustoffen, mit LCD-Display)
    www.amazon.de


    Nun steht bei vielen Messgeräten dabei, dass diese bis 33% messen können.


    Nun meiner Frage:

    Bringt mir so ein Messgerät überhaupt etwas, denn wenn die Wand feuchter ist, wird das Messgerät immer die 33 % anzeigen oder habe ich da irgendetwas falsch verstanden?




    Vielen Dank für die Mühe.

    Liebe Grüße aus Graz/Österreich

    Bernd

  • So ein Messgerät (das ist eines mit 2 Spitzen) kann nur Holzfeuchte vernünftig messen, für alles andere ist es ungeeignet.

    Du brauchst ein kapazitives Feuchtemessgerät (mit einer Kugel). Die Frage ist was es dir bringt, wenn es dir das bestätigt, was Du eh' schon weißt: Dass die Wand halt feucht ist.

  • Wenn offensichtlich ist dass die Wand nass ist, wäre es ggf. sinnvoller die Ursache zu ergründen als ein Messgerät zu kaufen das dir vermeintlich bestätigt, dass die Wand nass ist.


    Wenn es dir beim Dach reintropft wirst du ja auch kein Messgerät kaufen, sondern die undichte Stelle suchen (lassen).

  • Nein, solche Geräte zeigen dann "Messbereich verlassen" o.ä. an. Rein physikalisch kann aber bspw. gefälltes Holz nicht nennenswert mehr als 30 Masseprozent Wasser enthalten, weil dann die Fasersättigung erreicht ist. Bereits bei geringfügig über 20 Masseprozent steht typischerweise flüssiges Wasser auf der Oberfläche. Insofern ist eine Begrenzung des Messbereichs auf 30 Masseprozent bei Holz kein Ausschlußkriterium. Aber bei Dir geht es nicht um Holz, sondern um mineralische Baustoffe!


    Solche Geräte zeigen ganz grob die Materialfeuchte in Masseprozent des trockenen Baustoffes an. Sie sind grundsätzlich nur für halbwegs homogene Baustoffe wie Estriche, Putze oder Holz geeignet, weniger für Mauerwerk und nur sehr wenig bis nicht für Stahlbeton. Für Deine vermutlich beabsichtigte Ursachenforschung willst Du herausfinden wo Deine Wand feuchter und wo sie trockener ist, nicht wie feucht sie genau ist - wofür es übrigens deutlich genauer arbeitende Sonden gibt.


    Bei Deiner Suche kann Dir ein sog. "Baufeuchteindikator" wie bspw. diese Gann-Hydromette Compact B - 2030 besser helfen. Er arbeitet nicht mit einer Widerstandsmessung, sondern mit einem Hochfrequenzverfahren. Dieses erfolgt beschädigungslos, kann berührungslos erfolgen und läßt Rückschlüsse auf den Feuchtegehalt des Materials bis in eine Tiefe von ca. 4 - 5 cm zu. Dabei spielen die konkreten Messwerte eine geringere Rolle, als vielmehr die festgestellte Verteilung der Feuchte im Bauteil. Die relevanten Messwert (hohe Bauteilfeuchte) lässt sich mit Post-Its, Bleistift o.ä. am Objekt markieren oder auf Skizzen von Wandansichten / Grundrissen eintragen. Deren Interpretation kann dann zur Ursache des Problem (größte Feuchte / Feuchte am höchsten in Wand ...) führen, muss aber nicht. Achtung: Diese Geräte werden bewußt als "Indikatoren" verkauft, nicht als Messgeräte. Um eine genaue Messung geht es bei Dir aber auch garnicht. Es erfolgt damit bewußt nur eine qualitative Bewertung, keine quantitative!

    Ich werde es einmal mit einem Mauertrockenlegungunternehmen versuchen.

    Das Dir dann im ungünstigsten Fall eine Mauerwerkstrockenlegung verkaufen wollen wird obwohl diese garnicht erforderlich ist. Die Ursachenklärung sollte bevorzugt unabhängig und vor allem unabhängig vom Verkaufswunsch für andere Leistungen erfolgen, also nicht durch ein Unternehmen, welches Dir eine Lösung für die Beseitigung der noch unbekannten Ursache eines Problems verkaufen will.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Für mich sieht das eher nach einem Schaden am Dach als an der Wand aus. Kann aber auch beides sein.

    Ist das eine Fertiggarage? Was für ein Dach? Ja, Fotos wären hier sicher hilfreich.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Vielen Dank für eure Hilfestellungen. Ich werde morgen bei Tageslicht versuchen ein paar Fotos online zu stellen.


    Beste Grüße

    Bernd

  • Grüß Dich Bernd nach Österreich...


    \off topic:

    cooles Mofa, die KTM!


    Aber jetzt zur Sache: Das sieht dem Augenschein nach tatsächlich nach nennenswert von außen eindringender Feuchte aus. Hier zu messen, mag zwar ganz nett sein, aber für wesentlich zielführender halte ich es, nach der Ursache, wie auch die Vorredner dargestellt haben, zu suchen.


    Daher auch von mir:

    stell mal ein paar Fotos ein, insbesondere Übersichtsaufnahmen von außen. Auch ich hätte vorwiegend am Dach gesucht, möglicherweise Dachrinne oder ähnliches...

  • Aha, da ist eine Dachterrasse drauf.

    Dann würde ich da an der Kante anfangen zu suchen.

    Ein Messgerät, was Dir bestätigt, dass die Wand nass ist, brauchst Du nicht.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Anhand der Bilder muss man sich wegen der feuchten Decke und der Wände keine Sorgen machen.

    Bei der handwerklichen Ausführung ist das ja vorprogrammiert! Da brauche ich kein Geld für ein

    Feuchtigkeitsmessgerät ausgeben.

    Das Geld kann man sich für gute Handwerker sparen.

    Also bitte Fachbetriebe an die komplette Garage zur Sanierung ranlassen und innen ist es bald trocken!


    LG Oliver

  • Die Bilder sagen alles: Mangelhafte Ausführung der Dachkante, der Treppe und des Wandbelages. Ich würde hier allerdings zuerst an eine Planung denken, dann erst an die ausführenden Firmen, denn ein Gewerk, welches alle erforderlichen Leistungen erbringt und die auch noch selbst planen kann, fällt mir nicht ein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ich befürchte: nur Rückbau auf Rohbau kann da zu einer sicheren und vertretbar dauerhaften Lösung führen.

    Damit meine ich Dach, Wand (auch gegen Erdreich), Treppe...

    Und dabei bleibt zu hoffen, dass der Rohbau nicht selbst zu sehr gelitten hat...


    Klar, da kann man auch ein bisschen Kosmetik betreiben. Bessert die Optik aber nicht wirklich bzw. nur sehr kurz.