Fenster schwitzen, Schimmel an der Außenwand, Wärmebrücke. Fenster schlecht isoliert?

  • Hallo zusammen,


    es gibt Perioden, insbesondere im Winter, wenn es richtig kalt ist, dass die Fenster bei uns von innen richtig schwitzen. Dazu kommt, dass es trotz Luften und ausreichendem Heizen an der Außenwand schimmelt und da eine Wärmebrücke vorhanden ist.


    Einerseits liegt es offensichtlich daran, dass die Heizkörper weit weg von der Außenwand sind, andererseits wüsste ich gerne, ob wie gut oder natürlich wie schlecht die isoliert sind bzw. ob sie halt inakzeptabel schlecht isoliert sind. Das einzige, was ich tun konnte ist das Feuerzeug - Test. Bitte schaut euch dazu das verlinkte Video.


    Fenster Isolierung


    Danke

  • Ich habe mir das Video nicht angeschaut weil man mit einem Feuerzeugtest nicht die Dämmeigenschaften des Fenster bestimmen kann sondern nur die Dichtheit. Beides sind grundverschiedene Dinge.

    Undichte Fenster wirken sogar der Kondensation (nicht dem Schwitzen) und auch der Schimmelbildung entgegen.

    Wenn die Fenster beschlagen und an Wänden Schimmel entsteht, ist regelmäßig die Luftfeuchtigkeit zu hoch und die Temperatur, ganz besonders die Wandtemperatur zu niedrig.

    Da solltest Du ansetzen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • andererseits wüsste ich gerne, ob wie gut oder natürlich wie schlecht die isoliert sind bzw. ob sie halt inakzeptabel schlecht isoliert sind.

    Ist das Alter der Fenster bekannt? Anhand des Videos ist das schwer abzuschätzen.


    Wenn es innen kondensiert, dann wird an der (Scheiben)Oberfläche die Oberflächentemperatur so niedrig sein, dass der Taupunkt unterschritten wird. Je nach Alter hatten solche Fenstern einen U-Wert um die 1,7W/m²K bis deutlich über 2W/m²K, der U_Wert war also schlechter als der U-Wert der Wand.

    Das hat zumindest den Vorteil, dass sich die Luftfeuchtigkeit am Fenster niederschlägt, wo man das Kondensat einfach wieder entfernen kann.


    Was passiert wenn sich die Feuchtigkeit an der Wand niederschlägt, das siehst Du ja hier:


    an der Außenwand schimmelt....


    Wie hast Du das festgestellt:


    und da eine Wärmebrücke vorhanden ist.


    Um Genaueres zu sagen müsste man die Rahmenbedingungen kennen, also Raumtemperatur und rel. Luftfeuchtigkeit, sowie Außentemperatur, im Idealfall auch Daten zu Fenstern und Wand.


    Wenn sich großflächig an der Scheibe Kondensat bildet, dann ist es unwahrscheinlich, dass hierfür Leckagen (mangelhafte Dichtigkeit) verantwortlich sind. Sollten die Fenster an einer Stelle nicht dicht sein, dann würde man dort zuerst Kondensat feststellen, noch bevor die ganze Scheibe beschlagen ist.


    Lösung? Außer Heizen und Lüften sehe ich hier keine Möglichkeit, ohne einen größeren Eingriff die Situation zu verbessern. Evtl. könnte man noch für etwas mehr Luftbewegung sorgen, aber das wird an der Situation grundsätzlich nichts verändern. Die Luftfeuchtigkeit muss halt raus aus den Räumen, egal wie.

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  • Es schimmelt an der Außenwandecke.

    Die Feuchtigkeit der Wände ist in Ordnung (unter 50 mit Trotec).


    Die Innenwandeckentemperatur war bei der Messung 18 Grad. An der Außenwandecke (mit Schimmel) 11,5 Grad. Wärmebrücke liegt vor? Die Raumlufttemperatur 20,1 Grad, Raumluftfeuchtigkeit 49%.

    Die Außentemperatur lag bei 0 Grad.


    Die Schimmelstelle ist der vom Heizkörper am weitesten entfernte Punkt im Zimmer.


    Normalerweise ist der Raumtemperaturverlauf 18 - 21 Grad. Raumluftfeuchtigkeitsverlauf: 40 - 57 %.


    Bei mehr Heizen wäre es zu warm :(.


    Gelüftet wird 3 - 4 mal pro Tag je 5 Minuten.


    Die Fotos hänge ich an.


    Das mit dem schwarzen Fleck ist das Schlafzimmer. Die Messdaten oben beziehen sich eben aufs Schlafzimmer.


    Das andere ist die Küche (ebenfalls Außenwand, weit entfernt vom Heizkörper).

  • Feuchtigkeit der Wände ist in Ordnung (unter 50 mit Trotec).

    Wenn es schimmelt ist oder war es zu nass, egal womit geschätzt.

    Und 11.5° sind zu kalt, wobei wir noch nichtmal wissen, ob es nicht zu manchen Zeiten noch kälter ist.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • es gibt Perioden, insbesondere im Winter, wenn es richtig kalt ist, dass die Fenster bei uns von innen richtig schwitzen. Dazu kommt, dass es trotz Luften und ausreichendem Heizen an der Außenwand schimmelt und da eine Wärmebrücke vorhanden ist.

    Erstmal zeigt die Beschreibung soweit nur, dass unter bestimmten Bedingungen zum Kondensatausfall an der Scheibeninnenseiten kommt und dass eine bestimmter Bereich einer Außenwand innenseitig feucht ist.

    Einerseits liegt es offensichtlich daran, dass die Heizkörper weit weg von der Außenwand sind, andererseits wüsste ich gerne, ob wie gut oder natürlich wie schlecht die isoliert sind bzw. ob sie halt inakzeptabel schlecht isoliert sind.

    Dämmung ungleich einer Isolierung. Beides hat mit Luftdichtigkeit nicht zu tun. Luftdichtigkeit erhöht Luftfeuchtigkeit und kann damit zu Kondensatzausfall beitragen bzw. führen.

    Das einzige, was ich tun konnte ist das Feuerzeug - Test. Bitte schaut euch dazu das verlinkte Video.


    Fenster Isolierun

    Der Film zeigt, dass es in Fensternähe eine Luftbewegung gibt. Diese können von Undichtigkeiten oder niedriger Oberflächentemperatur kommen. Genaueres lässt sich ohne Kenntnis weiterer gemessener Kennwerte (Lufttemperatur, Oberflächentemperatur, Raumluffeuchte, Luftgeschwindigkeit) nicht begründet sagen.


    Insofern ist dem Post von ThomasMD nichts hinzuzufügen.

    Es schimmelt an der Außenwandecke.

    Bei ungedämmten oder schlecht wäremgedämmten Aussenwänden ist das eine typische geometrische Wärmebrücke.

    Die Innenwandeckentemperatur war bei der Messung 18 Grad. An der Außenwandecke (mit Schimmel) 11,5 Grad. Wärmebrücke liegt vor?

    Damit dürfte hier eine geometrische Wärmebrücke vorliegen und das Wachstum des Schimmelpilzes erklärt sein - wenn es denn einer ist, was hier aber naheliegt.

    Die Raumlufttemperatur 20,1 Grad, Raumluftfeuchtigkeit 49%.

    Wo gemessen, in der Raummitte in ca. 1,0 m Höhe über Fußbodenoberfläche? Dann sind das übliche, "gesunde" und unkritische Werte.

    Die Schimmelstelle ist der vom Heizkörper am weitesten entfernte Punkt im Zimmer.

    Das ist weniger wichtig als die Umströmung mit warmen Luft. Ist die gegeben oder durch Möbel / Vorhänge etc. eingeschränkt?

    Bei mehr Heizen wäre es zu warm :(.


    Gelüftet wird 3 - 4 mal pro Tag je 5 Minuten.

    Für die Oberflächentemperatur in der kritischen Ecke ist es aber offensichtlich zu wenig Wärme, denn die 12° sind mind. 3 K, eher 5 K zu wenig und die Lüftung könnte auch etwas mehr sein. Das Problem ist aber eindeutig die zu niedrige Pberflächentemperatur.

    Die Fotos hänge ich an. Das mit dem schwarzen Fleck ist das Schlafzimmer. Die Messdaten oben beziehen sich eben aufs Schlafzimmer.

    Das sieht nach typischem leichten Schimmelpilzwachstum aus.

    Die Feuchtigkeit der Wände ist in Ordnung (unter 50 mit Trotec).

    • welches Messgerät genau?
    • ggf. welche Materialkennlinie ist / war bei den Messungen eingestellt?
    • wie genau wurde was gemessen?
    • wurden Messungen in unterschiedlicher Höhe an den selben Wänden und an inneren und äußeren Wänden gemacht?
    • was genau haben die unterschiedlichen Messungen gezeigt?


    Entscheidend sind aber die Punkte weiter oben!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ob's durch die Dichting pfeift, spielt für den Kondenswasserniederschalg erst mal kein Rolle (für die Heizkosten schon). Immerhin sorgt die Undichtigkeit sogar automatisch für Lüftung. Wenn es an den Wänden schimmelt, sind diese für die vorherrschende Luftfeuchtigkeit zu kalt. Da gibt es eigentlich nur 3 Wege. Dämmen, die Luftfeuchtigkeit senken oder die Wand heizen.