WP Wirkungsgrad Heizen

  • Liebe Community,


    ich hoffe, das das Thema hier her passt, wenn nicht bitte verschieben.

    Seit einem Jahr wohnen wir in unserem EFH, (ca. 150qm) in dem eine Sole/Wasser WP (5,6 KW) mit einer Tiefenbohrung (100m) ihren Einsatz verrichtet. Wir hatten immer einen Wirkungsgrad Heizen (Jahresarbeitszahl) von 4,0. Seit einigen Wochen ist dieser auf 3,9 gesunken. Nun habe ich einige Fragen:


    1, Kann die Absenkung "normal" sein?

    2. Wie ist eure Wirkungszahl

    3. Kann der Wirkungsgrad durch Anpassungen der Einstellungen an der WP erhöht werden? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

    4. Kombiniert mit Wasser ist unsere Jahresarbeitszahl bei 3,6. Das kommt mir so niedrig vor. Könnt ihr das bestätigen?


    VG

    Peter

  • 1, Kann die Absenkung "normal" sein?

    das ist doch nur eine Minimal Schwankung und ohne Angaben auf welche Zeiträume sich die AZ bezieht nahezu wertlos.

    Und ja... 0,1 ist gar nix.


    2. Wie ist eure Wirkungszahl

    beim Heizen die letzten 3 Jahre 3,7.

    Warmwasser wird durch diverse Optimierungen immer besser, 2021 3,2.

    Gesamt JAZ 2021 3,6.


    Mit einer LWWP und einem ganz anderem Haus in einem möglicherweise anderem Klima..

    => Vergleichbarkeit...



    3. Kann der Wirkungsgrad durch Anpassungen der Einstellungen an der WP erhöht werden?

    Ja, deutlich.

    Ich optmiere seit ich eingezogen bin und beim WW von 2,6 auf 3,2.

    Bei Heizen von 3,5 auf 3,7.

    Man sollte aber wissen was man tut...


    4. Kombiniert mit Wasser ist unsere Jahresarbeitszahl bei 3,6. Das kommt mir so niedrig vor. Könnt ihr das bestätigen?

    Für eine 2021 Sole-WP mt Bohrung kommt mir das auch sehr wenig vor.


    Aber ohne mehr Infos zu deiner Anlage und den Einstellungen kann man hier wenig weiterhelfen.

    Leider hast du auch einen komischen Beruf "xy" so dass man so gar nicht einschätzen kann auf welchem fachlichem Niveau man dir hier Tipps geben kann...

    => Bitte nachtragen.

  • Das hier

    Wir hatten immer einen Wirkungsgrad Heizen (Jahresarbeitszahl) von 4,0.

    und das hier


    Seit einem Jahr wohnen wir in unserem EFH,

    widerspricht sich.

    Wie möchtst Du mehrere JAZ vergleichen wenn das Haus erst seit 1 Jahr bewohnt wird?


    Ich vermute Du vergleichst die Arbeitszahlen für kürzere Zeiträume miteinander, und ja, die Arbeitszahl schwankt aufgrund unterschiedlicher Betriebsbedingungen von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr. Eine Schwankung von gerade mal 0,1 erscheint mir da noch sehr wenig.


    3. Kann der Wirkungsgrad durch Anpassungen der Einstellungen an der WP erhöht werden? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

    Eine Optimierung ist mehr als nur empfehlenswert, denn in den Standardeinstellungen läuft eine WP selten optimal. Die Einstellungen sollten auf das Gebäude und das Nutzerverhalten angepasst werden.



    4. Kombiniert mit Wasser ist unsere Jahresarbeitszahl bei 3,6. Das kommt mir so niedrig vor. Könnt ihr das bestätigen?

    Das ist schwer zu sagen, aber bereits die JAZ von 4 für den Heizbetrieb erscheint mir etwas niedrig. Dafür kann es mehrere Ursachen geben.


    - Wann genau wurde die WP gebaut und in Betrieb genommen?

    - Umfasst Dein Zeitraum auch die Inbetriebnahme, evtl. inkl. Trocken-/Funktionsheizen einer Flächenheizung?

    - Welche Heizkurve ist eingestellt? Heizzeiten?

    - Welche WW Temperatur ist eingestellt? (WW Bedarf bekannt?)

    - Gibt es ein Hydraulikschema? (mit/ohne Puffer, WW Speicher usw. usw.)

    - was wurde wo und wie gemessen?


    Was man beim Vergleich mit Vorjahren bedenken sollte, das letzte Jahr war relativ "kalt" bzw. man musste länger heizen als sonst. Bei mir haben sich insbesondere die Monate März bis Mai bemerkbar gemacht. Die Gradtagszahl 2021 lag 14% über dem Vorjahr, und war vergleichbar mit der GTZ im Jahr 2013. Da sich mein Heizverhalten nicht streng an einer GTZ orientiert, sondern an meinen Wünschen, war meine Heizung knapp 18% länger in Betrieb als im Vorjahr. Ich heize halt nicht nach "Norm", sondern die Heizung hat das zu tun was ich will.


    Wenn Du nun die Arbeitszahl für die verschiedenen Monate anschaust, dann könnte auch der Rückgang der Quellentemperatur eine Rolle spielen. Es ist normal, dass eine Bohrung zum Heizbeginn höhere Soletemperaturen generiert als gegen Ende der Heizsaison. Wie stark sich das auswirkt, das hängt von der Leistungsfähigkeit der Bohrung ab (Bodenverhältnisse, Entzugsleistung und -zeiten).


    Es gibt also viele Punkte die man berücksichtigen muss, anhand Deiner Informationen kann man nur spekulieren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass man noch an den Einstellungen optimieren sollte, aber wie gesagt, ohne Details kann man nur vermuten.

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    .

  • Die Kollegen haben die wichtigsten Punkte bereits benannt und bewertet. Eine Rolle könnte die jetzt, Ende Januar, typischerweise absinkende Quellentemperatur spielen.


    Im langjährigen Mittel haben wir eine JAZ von 4,3 bei einem sehr sparsam angelegten System. Allerdings ist unsere WP mittlerweile 14 Jahre alt und die aktuellen sollten etwas effizienter sein. Über + / - 0,1 bei einer JAZ, bezogen auf einen einzelnen Monat würde ich mir nur dann Gedanken machen, wenn ich überhaupt nichts zu tun hätte.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo zusammen,


    danke für die vielen Antworten.


    Hier noch ein paar Infos zum Heizen.

    Grundsätzlich heize ich über eine angepasste Heizkennlinie, so dass die Anlage sich nie abschaltet sondern gleichmäßig durchläuft. Es ist eine modellierende WP. Meine Heizkennlinie ist 0.8 und das Niveau -13. Warmwasser Temperatur ist auf 50 Grad eingestellt. In den unteren Räumen sind die Thermostate "aufgedreht", indem ich überall 30 Grad eingestellt habe. DG Bad ebenso 30 Grad. Im Schlafzimmer 21 Grad und in den Kinderzimmer 22 Grad. In den unteren Räumen haben wir konstante 24 Grad und im Bad 25. Mit meinem Laienwissen zeigt es mir erstmal, dass die Vorlaufttemperatur und somit die Heizkennlinie ganz gut eingestellt ist. Die Wärmepumpe müsste relativ neu sein. Das genaue Erstellungsdatum kenne ich nicht. Pufferspeicher ist keiner vorhanden.


    Ich messe nicht selbst den Wirkungsgrsd, sondern lese diesen an der WP ab. Darum kann ich wöchentlich sehen, wie hoch dieser ist. Und seit einigen Wochen ist er 3,9.


    Was kann ich weiter optimieren, um meinen Wirkungsgrad zu erhöhen?

  • Sorry - aber 24 Grad Raumtemperatur ist schon eine Ansage. Obwohl ich es gerne warm habe - das halte ich für zu warm. Ich würde insgesamt die Vorlauftemperatur niedriger einstellen. Dann muss man auch mit den Thermostaten nichts abregeln.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Könntest Du noch die genaue Bezeichnung der WP hier einstellen? Dann könnte man einmal nachschauen, was die Regelung für Möglichkeiten bietet.


    Meine Heizkennlinie ist 0.8 und das Niveau -13.

    Das erscheint mir für eine WP an Flächenheizungen etwas ungewöhnlich. Eine Steilheit von 0,8 würde man eher bei Heizkörpern nutzen, für FBH ist diese zu steil, da liegt man eher im Bereich 0,2 bis 0,4. Das wird dann versucht über die Parallelverschiebung zu kompensieren, doch das kann nicht funktionieren. Wenn es während der Übergangszeit noch warm in den Räumen sein soll, dann wird es an den kalten Tagen zu warm, so dass die ERR eingreifen muss.


    Das würde auch erklären



    n den unteren Räumen haben wir konstante 24 Grad und im Bad 25.

    Die Heizkurve ist zu hoch.


    Bei solchen hohen Raumtemperaturen muss man sich aber über eine etwas schlechtere JAZ nicht wundern.


    Vielleicht sollten wir erst einmal klären, was Du überhaupt möchtest. Wenn 24°C Raumtemperatur das Ziel ist, dann ist doch alles OK.

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  • Darum kann ich wöchentlich sehen, wie hoch dieser ist. Und seit einigen Wochen ist er 3,9.

    dass diese dann im Winter, wo die Quelle dann etwas nachgibt und ggf. höhere VL nötig sind niedriger wird als im Herbst, ist doch auch völlig klar.


    Eine SoleWP lässt sich natürlich nicht mit einer LWWP vergleichen, aber ich hab MAZ (Monats-Arbeitszahlen zwischen 2,9 und 4,8 fürs Heizen..)

  • Wir fühlen uns so ganz wohl mit den 24 Grad. Dennoch möchte ich verstehen, was die Kriterien an der Wörmepumpe sind, um den Wirkungsgrad zu verbessern.

    Bspw. verstehe ich gerade nicht, was die Heizkennlinie mit dem Wirkungsgrad zu tun hat. Ich dachte, es geht bei der Heizkennlinie darum den Stromverbrauch zu optimieren. Also dass kein Standard eingestellt ist, was die Vorlauftemperatur unnötig erhöht und die Thermostate dann dafür sorgen, dass die erzeugte Wärme nicht benötigt wird und sich dann die WP abschaltet. Dann wenn von den Thermostaten die Meldung kommt Raum zu kalt, die WP mit viel Strom wieder hoch fährt und unnötig Wärme erzeugt, die dann wieder nicht abgenommen wird. Darum habe ich die Heizkennlinie so angepasst, wie unsere Bedürfnisse sind. Aber ich dachte immer, dies macht man um den Stromverbrauch zu minimieren.


    Wir haben von Viessmann die Vitocral 333 G.

  • dass diese dann im Winter, wo die Quelle dann etwas nachgibt und ggf. höhere VL nötig sind niedriger wird als im Herbst, ist doch auch völlig klar.

    Wenn das so völlig klar ist, dann erkläre mir mal bitte warum ich vor einem Jahr als draußen bis zu -10 Grad waren einen Wirkungsgrad von 4.0 hatte? Jetzt bei 1 Grad sind es 3.9?

  • . Ich dachte, es geht bei der Heizkennlinie darum den Stromverbrauch zu optimieren. Also dass kein Standard eingestellt ist, was die Vorlauftemperatur unnötig erhöht und die Thermostate dann dafür sorgen, dass die erzeugte Wärme nicht benötigt wird und sich dann die WP abschaltet.

    So könnte man es ausdrücken. Wenn dir das aber so klar ist, warum hast Du dann eine 0.8er Kennlinie eingestellt? Errechnet, erraten, ausprobiert? Welchen Fußpunkt, wie hoch ist der VL bei 0° Außentemperatur?

  • Bspw. verstehe ich gerade nicht, was die Heizkennlinie mit dem Wirkungsgrad zu tun hat.

    Je höher die zu erzeugende Vorlauftemperatur sein soll, um so höher wird die Differenz zwischen Quellen- und Vorlauftemperatur, und um so geringer der "Wirkungsgrad".


    Das Ziel sollte sein, dass die erwünschte Raumtemperatur erreicht wird, nahezu unabhängig von der Außentemperatur und ohne Eingriff der ERR. Dafür genügt bei einem gut wärmegedämmten Haus die meiste Zeit des Jahres eines Vorlauftemperatur von vielleicht 30°C, nur an wenigen extrem kalten Tagen vielleicht etwas höher. Ausnahme, wenn die FBH extrem sparsam dimensioniert wurde, so dass die notwendige Heizleistung nur bei höheren Vorlauftemperaturen erbracht wird.


    und das Niveau -13

    Wie hast Du denn ein Niveau von Minus 13K eingestellt? Standard ist 0K


    Wenn Du die Notbremse (Code 200E) nicht verändert hast, dann rennt die Heizkurve relativ schnell an den Anschlag bei 40°C, und das kompensierst Du dann indem Du das Niveau nach unten schiebst?.


    Ohne jetzt Dein Haus und die Heizflächendimensionierung zu kennen, hätte ich mal ganz grob eine Steilheit von 0,4 und ein Niveau von vielleicht PLUS 4K erwartet. Das wären bei 0°C AT eine Vorlauftemperatur von etwa 32°C, bei 5K Spreizung eine mittlere Heizwassertemperatur von etwa 30°C. Das wäre schon üppig. Bei AT -10°C wäre der Vorlauf schon bei 36°C.


    Wie gesagt, bei einem gut gedämmten Haus sind Vorlauftemperaturen jenseits der 30°C eher selten, aber wenn Du natürlich 24°C Raumtemperatur erreichen möchtest......

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  • die gerade mal im Bereich der Anzeigegenauigkeit liegen

    genau so ist es. 4.0 können 3.95 sein und 3.9 können 3.94 sein...

    Von der Genauigkeit der Wärmemengenzähler und dein Einfluss des Nutzerverhaltens mal ganz abgesehen.


    Wenn das so völlig klar ist, dann erkläre mir mal bitte

    ich finde ich habe dir keinerlei Grund gegeben für diesen pamigen Tonfall, keiner hier. Alle waren hilfsbereit, sachlich, freundlich.

    Ich verliere gerade völlig die Lust hier noch zu antworten.

  • Vielleicht noch als Ergänzung:

    Das Ziel sollte sein,

    Die Optimierung der Heizkurve kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, gerade bei FBH. Wichtig ist, dass die Anlage zuerst einmal hydraulisch abgeglichen ist. Dann schaut man, welche Raumtemperaturen (ohne ERR) erreicht werden.


    Einfache Grundregeln:

    - Während der Übergangszeit ist die Raumtemp. zu niedrig -> Niveau erhöhen (evtl. Steilheit reduzieren)

    - Während sehr kalter AT ist Raumtemp. zu niedrig -> Steilheit erhöhen (evtl. Niveau etwas zurücknehmen).


    Immer daran denken, dass das Heizsystem sehr lange braucht um sich anzupassen. Also nicht jede Stunde an den Einstellungen drehen. Unterschiede zwischen den Räumen kann man dann noch über den Abgleich fein justieren.

    Im Verlauf eines Winters kann man damit die Einstellungen schon einmal justieren, im nächsten Winter dann weiter optimieren.


    so dass die Anlage sich nie abschaltet sondern gleichmäßig durchläuft

    Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber letztendlich nicht kriegsentscheidend. Ob die Kiste einen Dauerlauf macht oder ein paar Mal pro Tag abschaltet ist völlig egal. Was man unbedingt vermeiden sollte, dass die WP quasi im Minutentak an- und ausschaltet. Das passiert aber nur bei Wärmeerzeugern die gnadenlos überdimensioniert sind.

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  • ich finde ich habe dir keinerlei Grund gegeben für diesen pamigen Tonfall, keiner hier. Alle waren hilfsbereit, sachlich, freundlich.

    Ich verliere gerade völlig die Lust hier noch zu antworten

    Dann habe ich beim Überfliegen etwas falsch verstanden. Sry

  • Ich habe unsere Heizkennlinie abgebildet.

    Auf die 0.8 bin ich gekommen, da ich gemerkt habe, dass in den Übergangsjahreszeiten bei aufgemachten Thermostaten die Räume zu warm wurden. Aus diesem Grund die steile Eimstellung.

    Das Ziel sollte sein, dass die erwünschte Raumtemperatur erreicht wird, nahezu unabhängig von der Außentemperatur und ohne Eingriff der ERR. Dafür genügt bei einem gut wärmegedämmten Haus die meiste Zeit des Jahres eines Vorlauftemperatur von vielleicht 30°C, nur an wenigen extrem kalten Tagen vielleicht etwas höher. Ausnahme, wenn die FBH extrem sparsam dimensioniert wurde, so dass die notwendige Heizleistung nur bei höheren Vorlauftemperaturen erbracht wird

    Das die Anlage über das Jahr eine gleichbleibende Vorlauftemperatur haben soll wusste ich nicht und verstehe dies auch nicht. Denn wenn es wärmer wird, macht doch die erhöhte Vorlauftemperatur keinen Sinn, oder? 10 Grad Außentemperatur und weiterhin 30 Grad Vorlauftemperatur? Wenn ich nun die Thermostate auf habe, dann wird es sogar mehr als 24 Grad warm. Das kostet doch unnötig Strom, oder?


    Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber letztendlich nicht kriegsentscheidend. Ob die Kiste einen Dauerlauf macht oder ein paar Mal pro Tag abschaltet ist völlig egal. Was man unbedingt vermeiden sollte, dass die WP quasi im Minutentak an- und ausschaltet. Das passiert aber nur bei Wärmeerzeugern die gnadenlos überdimensioniert sind

    Und ich dachte immer man kann viel Strom / Geld sparen, indem die Anlage kontinuierlich durchläuft und sich eben nicht mehrmals am Tag an und ausschalten muss. Dies würde doch passieren, wenn die Zimmertempersturen aufgrund der ERR erreicht werden (wenn ich die ERR in den Räumen unten auf 24 Grad einstelle).

  • könnte man es ausdrücken. Wenn dir das aber so klar ist, warum hast Du dann eine 0.8er Kennlinie eingestellt? Errechnet, erraten, ausprobiert? Welchen Fußpunkt, wie hoch ist der VL bei 0° Außentemper

    Ich habe in meiner letzten Nachricht meine Heizkennlinie abgebildet. Grund für die 0.8 war die zu hohe Temperatur in den Räumen in der, wo die Thermostste auf waren, während der Übergangszeit. Durch die Sonne und den bodentiefen Fenstern heizten sich die Räume zu stark auf. Diesen Effekt wollte ich mit der steilen Kurve entgegnen. So kann die WP gleichmäßig durcharbeiten und Strom sparen indem die Vorlauftempetatur bei steigenden Außentemperaturen reduziert wird.

  • Einfache Grundregeln:

    - Während der Übergangszeit ist die Raumtemp. zu niedrig -> Niveau erhöhen (evtl. Steilheit reduzieren)

    - Während sehr kalter AT ist Raumtemp. zu niedrig -> Steilheit erhöhen (evtl. Niveau etwas zurücknehmen).


    Immer daran denken, dass das Heizsystem sehr lange braucht um sich anzupassen. Also nicht jede Stunde an den Einstellungen drehen. Unterschiede zwischen den Räumen kann man dann noch über den Abgleich fein justieren.

    Im Verlauf eines Winters kann man damit die Einstellungen schon einmal justieren, im nächsten Winter dann weiter optimieren

    Mein Problem ist, dass es in der Übergangszeit bei offenen Thermostaten zu warm in den Räumen wird. Denn vorallem durch die bodentiefen Fenstern werden die Räume relativ schnell warm.

  • Durch die Sonne und den bodentiefen Fenstern heizten sich die Räume zu stark auf.

    Und der Sonne willst Du mit der Heizkennlinie entgegentreten?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Grund für die 0.8 war die zu hohe Temperatur in den Räumen in der, wo die Thermostste auf waren, während der Übergangszeit. Durch die Sonne und den bodentiefen Fenstern heizten sich die Räume zu stark auf. Diesen Effekt wollte ich mit der steilen Kurve entgegnen.

    was war den vorher eingestellt?
    Also vom Heizungsbauer?

  • was war den vorher eingestellt?
    Also vom Heizungsbauer?

    Kennlinie 0.5 und Niveau 0. Als ich die Thermostate im EG auf gemacht hatte, wurde es viel zu warm. Für mich bedeutete dies, dass die Vorlauftemperatur zu hoch war und somit unnötig viel Energie zum Heizen verbraucht wird.

  • Und der Sonne willst Du mit der Heizkennlinie entgegentreten?

    Naja, teilweise schon. In den Übergangszeiten gewinnt die Sonne an Kraft, es wird wärmer. Warum soll dann die Vorlaufttemperatur weiterhin so hoch bleiben, wenn die Sonne die Innenräume aufgrund der bodentiefen Fenster erwärmt und aufgrund der Dämmung erhalten bleibt. Somit würde ich doch wieder Energie sparen. Oder wie denkst du darüber?

  • .. irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du nichts verstanden hast.

    Wow, was für ein Kommentar. Warum denkst du denn bin ich hier im Forum, stelle meine Fragen, erkläre meine Herangehensweise und versuche eure Antworten nachzuvollziehen??


    Sorry - aber 24 Grad Raumtemperatur ist schon eine Ansage. Obwohl ich es gerne warm habe - das halte ich für zu warm. Ich würde insgesamt die Vorlauftemperatur niedriger einstellen. Dann muss man auch mit den Thermostaten nichts abregeln

    Das ist der einzige Beitrag bisher von dir gewesen^^ Vorher habe ich noch geschrieben, dass ich die Thermostate auf habe. Es mag ja sein dass ich etwas nicht verstehe, aber dann kannst du es doch ausführlicher erklären, statt einfach nur so einen unsachlichen Kommentar zu schreiben.

  • Naja, teilweise schon. In den Übergangszeiten gewinnt die Sonne an Kraft, es wird wärmer. Warum soll dann die Vorlaufttemperatur weiterhin so hoch bleiben, wenn die Sonne die Innenräume aufgrund der bodentiefen Fenster erwärmt und aufgrund der Dämmung erhalten bleibt. Somit würde ich doch wieder Energie sparen. Oder wie denkst du darüber?

    In der Übergangszeit mit Sonneneinstrahlung musst du vermutlich gar nicht heizen. Deine Heizungssteuerung kennt aber die Sonneneinstrahlung gar nicht, sondern nur die Außentemperatur. Deshalb kannst du die Sonneneinstrahlung da auch nicht berücksichtigen. Dafür sind die Einzelraumregler da. Die kennen die Raumtemperatur und drehen bei Sonne den Heizkreis ab.

  • Das die Anlage über das Jahr eine gleichbleibende Vorlauftemperatur haben soll wusste ich nicht und verstehe dies auch nicht.

    Das habe ich nicht geschrieben, selbstverständlich soll die Witterungsführung erhalten bleiben, nur auf niedrigem Temperaturniveau. Wie gesagt, bei Außentemperaturen über Null liegt die Vorlauftemperatur typischerweise unter 30°C. Die meiste Heizenergie pro Jahr wird für die Heiztage mit Außentemperaturen über Null benötigt, einfach weil das in unseren Breitengraden dem typischen Winter entspricht. Heiztage mit Außentemperaturen deutlich unter 0°C sind bei uns eher selten.


    Dein Heizungsbauer hatte als Einstellung 0,5 Steilheit und 0K Parallelverschiebung. Das ergibt bei AT 0°C eine Vorlauftemperatur von 30°C. Das ist schon üppig. Ich hätte eher eine 0,4 gewählt, evtl. auch noch etwas darunter, womit die Vorlauftemperatur bei 0°C AT etwa bei 28°C liegen würde. Das wäre die Steilheit wie man sie für Fußbodenheizungen üblicherweise verwendet. Eine 0,8 entspricht eher dem Heizverhalten eines Heizkörpers, der ja auch einen höheren Heizkörperexponent hat. In schlecht wärmegedämmten Häusern mit Radiatoren hat man sogar mit einer Steigung von 1,x gearbeitet, da waren selbst 1,4 nicht so selten.


    Das Bild verstehe ich nicht. Da steht zwar Neigung 0,8, aber die Kennlinie zeigt eigentlich eine Neigung 0,5.

    Das könnte daran liegen, dass der Hersteller für die Berechnung eine etwas komplexe (umständliche) Formel verwendet, also nicht nur Niveau und Steigung. Welche Formel nun in diesem Regler implementiert ist, das weiß ich nicht. Ich hatte mich ja oben schon gewundert, wie man als Niveau die Minus 13 eingeben kann, weitere Parameter wie Raumtemperatur (Soll) sind auch unbekannt..

    Durch die etwas komplexere Berechnung wird die Kurve im unteren Bereich etwas überhöht und oben (niedrige AT) wieder etwas abgesenkt.

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