Kombination Hohlwand UP Schallschutz Electronic Dosen - geht das?

  • Hallo zusammen,


    ich möchte für eine 4-er Schalterkombination in einer 100 mm (Alternativ 125 mm) doppelt beplankten Trockenbauwand ausreichend Platz für smarte Schaltaktoren schaffen.

    In der Grundausstattung werden aus Kostengründen sehr wahrscheinlich herkömmliche Wechselschalter installiert werden.

    Nach Bedarf möchte ich dann schrittweise die Schalter gegen smarte Schaltaktoren (bspw. Homematic) tauschen oder zwischengeschaltete UP Schaltaktoren verbauen.


    Damit genügend Platz in den Dosen dafür da ist, ist mein Plan, beim Elektriker den Einbau geeigneter UP Dosen zu beauftragen.

    Um die Schallschutzeigenschaften der Trockenbauwand nicht aufzuweichen, sollen es Hohlwand Schallschutzdosen sein.


    Folgende Dosen Anordnung ist aktuell mein Favorit:

    Für die 4er Schalterkombination sind das drei "Schallschutz Electronic Dosen" mit 2x 74 mm Fräsloch und 70 mm Tiefe; übereinander montiert und miteinander verbunden.

    Oben und unten bleibt jeweils eine Kammer frei, um zusätzlichen Kabel- und Aktorstauraum vorzuhalten.


    In den Hersteller Broschüren lese ich nur, dass die "Electronic Dose" mit der "Geräte-Verbindungsdose Schallschutz 68" mit 61 mm Tiefe kombinierbar ist.
    Leider finde ich keine offizielle Info, ob und wie viele dieser Electronic Dosen miteinander verbunden werden können/dürfen.


    Ist die vorgeschlagene Anordnung möglich und erlaubt? Oder zeigt mir der Elektriker einen Vogel? :)
    Wie gesagt, mir geht's darum, mal alle vier Schalter potentiell mit smarten Aktoren auszustatten oder die Schalter gegen smarte Schalter (bspw. Homematic) zu tauschen.

    Vielleicht gibt es ja noch besser geeignete Dosen-Anordnungen?


    @Moderatoren: Falls ich hier Links zu den Produkten posten darf, füge ich die gerne noch an.


    Viele Grüße

    PapaBear4711

  • Eine 70mm Dose in einer 100mm Trockenbauwand. Dann sind noch genau 5mm zwischen Rückwand der Dose und GKP des Nachbarzimmers.

    Passt, aber über Schallschutz muss man sich dann wohl keine Gedanken mehr machen - vermute ich.

  • Nach Bedarf möchte ich dann schrittweise die Schalter gegen smarte Schaltaktoren (bspw. Homematic) tauschen oder zwischengeschaltete UP Schaltaktoren verbauen.

    Der Ansatz, je einen "dummen" Schalter durch einen "smarten" Schalter zu ersetzen, verstehe ich nicht so ganz. Wenn man die smarte Technik sinnvoll einsetzen möchte, sollte sie doch eine deutliche Vereinfachung der Installation erbringen, also bspw. 4 "dumme" Schalter in einem "smarten" Eingang zusammenzufassen, oder?

    Leider finde ich keine offizielle Info, ob und wie viele dieser Electronic Dosen miteinander verbunden werden können/dürfen.

    Lt. Hersteller sind wohl Tunnelstutzen an den Dosen vorhanden, zur Verbindung derselben untereinander. Dazu gibt es m.W. Verbindungsstutzen. Ebenso Rohreinführung (DN25 iirc). Vielleicht möchte man ja manchem "smarten" Bediengerät eher auf Augenhöhe begegnen.

    Passt, aber über Schallschutz muss man sich dann wohl keine Gedanken mehr machen - vermute ich.

    Deswegen bezieht sich der TE wohl auf die genannten Schallschutzdosen.

  • Der Ansatz, je einen "dummen" Schalter durch einen "smarten" Schalter zu ersetzen, verstehe ich nicht so ganz. Wenn man die smarte Technik sinnvoll einsetzen möchte, sollte sie doch eine deutliche Vereinfachung der Installation erbringen, also bspw. 4 "dumme" Schalter in einem "smarten" Eingang zusammenzufassen, oder?

    Wahrscheinlich sind 4 klassiche Schalter günstiger als 1 4-fach EIB (o.ä.) Schalter + Aktoren

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hi zusammen,


    danke für die Antworten.

    Eine 70mm Dose in einer 100mm Trockenbauwand. Dann sind noch genau 5mm zwischen Rückwand der Dose und GKP des Nachbarzimmers.

    Passt, aber über Schallschutz muss man sich dann wohl keine Gedanken mehr machen - vermute ich.

    Der verbleibende Hohlraum kann keine Wunder vollbringen, das ist mir klar. In meiner Theoriewelt als Laie sollte die Schallschutzdose beim Thema Schalldämmung aber messbar und hoffentlich auch wahrnehmbar besser performen als eine herkömmliche UP Hohlwanddose. Die Planung mit der Schallschutzdose zielt darauf ab, den Schall durch den optimierten Dosenaufbau besser zur absorbieren und dem Schall daher weniger Möglichkeiten zu bieten, auf die Wandkonstruktion zu wirken.


    Wenn es hier Erfahrungswerte gibt, dass Schallschutzdosen bei der Wandstärke nichts oder kaum was bringen, bin ich über die Info dankbar. Dann kann ich mir einiges an Invest für die Schallschutzdosen sparen. :)

    An dieser Stelle noch die genauere Info zum Wandaufbau: 50 mm (alternativ 75 mm) Metallständer, doppelt beplankt mit 12,5 mm Diamantplatten.


    Der Ansatz, je einen "dummen" Schalter durch einen "smarten" Schalter zu ersetzen, verstehe ich nicht so ganz. Wenn man die smarte Technik sinnvoll einsetzen möchte, sollte sie doch eine deutliche Vereinfachung der Installation erbringen, also bspw. 4 "dumme" Schalter in einem "smarten" Eingang zusammenzufassen, oder?

    Wahrscheinlich sind 4 klassiche Schalter günstiger als 1 4-fach EIB (o.ä.) Schalter + Aktoren

    Danke für den Gedankenanstoß mit den EIB Schaltern. Warum ich mich gegen eine durchgängig smarte Elektrik entschieden habe:

    Mir geht es darum die Kosten und Planungsaufwände für den Erstbezug moderat zu halten. Wenn ich mit dem Elektriker mit EIB Schaltern und Aktoren anfange, sehe ich bei der Planung und letztlich bauch bei den Kosten schwarz. Es handelt sich um eine Eigentumswohnung vom Bauträger. Die Erreichbarkeit des Elektrikers bisher war - sagen wir mal - kaum messbar. Daher habe ich mich dafür entschieden mit herkömmlichen Standardschaltern zu planen. Auf der Basis will ich später bedarfsweise dezentrale smarte Bauteile nachrüsten können.

    Grundsätzlich brauchen wir nicht für alle Schaltstellen smarte Lösungen. Aber für einige Lampen (u.a. Wandlampen) und Rolläden wäre es schön, wenn man Szenen oder Automatisierungen umsetzen könnte.


    Lt. Hersteller sind wohl Tunnelstutzen an den Dosen vorhanden, zur Verbindung derselben untereinander. Dazu gibt es m.W. Verbindungsstutzen. Ebenso Rohreinführung (DN25 iirc).

    Habe ich auch so verstanden. Dann sollte die Verbindung der Dosen also passen.

    Vielleicht möchte man ja manchem "smarten" Bediengerät eher auf Augenhöhe begegnen.

    Meinst Du das wörtlich, dass man die Bediengeräte höher als 110 cm über Boden montieren könnte? :)

  • Meinst Du das wörtlich, dass man die Bediengeräte höher als 110 cm über Boden montieren könnte?

    Naja, Türsprechstellen, Raumthermostate oder displaylastige Einbauten bedienen sich doch viel angenehmer, wenn man vor denen nicht jedesmal auf die Knie fallen muss.

  • Es gibt auch Serienschalter, wenn man es klassisch will. Damit halbiert sich die Anzahl Dosen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich habe im ganzen Haus nicht mehr als 2 Schalter übereinander. 3 würde ich zur Not akzeptieren wenn mir nix besseres einfällt, aber bei 4 geht ohne Bechriftung ja gar nix mehr....

  • Naja, Türsprechstellen, Raumthermostate oder displaylastige Einbauten bedienen sich doch viel angenehmer, wenn man vor denen nicht jedesmal auf die Knie fallen muss.

    Oder sind sowieso sinnvoller in 1,50 m Höhe über Fußboden anzuordnen!


    Und Doppelschalter sind auch schon länger auf dem Markt …

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Grundsätzlich brauchen wir nicht für alle Schaltstellen smarte Lösungen. Aber für einige Lampen (u.a. Wandlampen) und Rolläden wäre es schön, wenn man Szenen oder Automatisierungen umsetzen könnte.

    dann zieh mal schön an alle Schalter und Dosen eine KNX-Leitung.

    Oder ärgere dich später mit WLAN Geräten und chinesischen Cloudanbietern rum.


    "Schallschutz Electronic Dosen"

    Artikel-Nr.:

    9069-94


    ?


    Alleine für den Materialpreis nur dieser Dosen bekommst du schon fast einen KNX-Taster mit Display und 12 Funktionen.. (MDT BE-TAS86.01).

    Rechnet man den Einbau vom Elektriker dazu, ist der Taster bezahlt. De braucht nur eine einfachdose.

    Und das schaut dann sogar gut aus.

  • dann zieh mal schön an alle Schalter und Dosen eine KNX-Leitung.

    Duerfte fuer den eher ueberschaubaren Aufwand, den der TE plant, zuviel des guten sein. Leuchten und Jalousiestromkreise gleich 5-adrig ab Verteiler verkabeln, dann kann man spaeter ein DALI-Netzteil in den Verteiler setzen und die Leuchten, Jalousien und noch bisschen mehr mit den beiden DALI-Adern individuell steuern, Szenen anlegen oder auch mal externe Kontakte einbinden. Als Einzelraum- oder Etagenloesung ist das wohl deutlich einfacher als eine KNX-Loesung.

  • Es gibt auch Serienschalter, wenn man es klassisch will. Damit halbiert sich die Anzahl Dosen.

    Danke für den Tipp. Damit wäre ich beim Ersetzen der einzelnen Schalter nicht so flexibel bei der Auswahl der Schalter. Daher scheidet das eher aus.

    3 würde ich zur Not akzeptieren wenn mir nix besseres einfällt, aber bei 4 geht ohne Bechriftung ja gar nix mehr....

    In der 4er Kombi wäre es bei mir: Deckenlampe, Wandlampe 1, Wandlampe 2, Rollo

    Ich denke, das bekomme ich noch auseinander. :)

    Dem Ästhet in mir gefallen 4 Schalter nicht. Der Praktiker ist Befürworter. ;)

    dann zieh mal schön an alle Schalter und Dosen eine KNX-Leitung.

    Oder ärgere dich später mit WLAN Geräten und chinesischen Cloudanbietern rum.

    Nene, chinesische Cloudanbieter und WLAN Aktoren kommen mir nicht in die Tüte. Ich teste in der aktuellen Wohnung exemplarisch Homematic per Funk und CCU3 und bin soweit sehr zufrieden. Komplett ohne Cloud und Kombination mit Home Assistant und dem ZigBee Kosmos.

    Artikel-Nr.:


    9069-94

    Genau, diese UP Dosen meine ich.

    Alleine für den Materialpreis nur dieser Dosen bekommst du schon fast einen KNX-Taster mit Display und 12 Funktionen.. (MDT BE-TAS86.01).

    Rechnet man den Einbau vom Elektriker dazu, ist der Taster bezahlt. De braucht nur eine einfachdose.

    Und das schaut dann sogar gut aus.

    Ich muss gestehen, dass mir die KNX Welt noch etwas fremd ist. Hatte mich ursprünglich dagegen entschieden, da mir die zusätzlichen Verkabelungsaufwände zu den Brennstellen höher und damit die Initialkosten sowie Planaufwände deutlich höher erschienen. Sprich, dass vom E-UV dann deutlich mehr Kabel in die Räume zu den Brennstellen führen. Die Kabelstränge, die da in einem smarten Einfamilienhaus auflaufen, sind schon beeindruckend. ;)

    Außerdem würde ich erwarten, dass die KNX Aktoren ja auch nochmal ganz gut Geld kosten. Da bin ich dann auch immer auf einen Elektriker angewiesen.

    Fraglich ist auch, ob die ganze Elektrik dann überhaupt noch in den E-UV passt. Der ist bei uns ohnehin wahrscheinlich schon kleiner, da an der gleichen schmalen Wand noch die Frischwasserstation sowie der Heizkreisverteiler geplant sind.


    Leuchten und Jalousiestromkreise gleich 5-adrig ab Verteiler verkabeln, dann kann man spaeter ein DALI-Netzteil in den Verteiler setzen und die Leuchten, Jalousien und noch bisschen mehr mit den beiden DALI-Adern individuell steuern, Szenen anlegen oder auch mal externe Kontakte einbinden. Als Einzelraum- oder Etagenloesung ist das wohl deutlich einfacher als eine KNX-Loesung.

    DALI kannte ich noch nicht. Schaue ich mir mal an - danke!


    Back to Topic:

    Soweit ich euch verstehe, gibt es bautechnisch erstmal keine Einwände zur Umsetzbarkeit der drei UP Doppeldosen übereinander?

    Die doppelt beplankte Wand wird das wohl aushalten? ;)

  • Danke für den Tipp. Damit wäre ich beim Ersetzen der einzelnen Schalter nicht so flexibel bei der Auswahl der Schalter. Daher scheidet das eher aus.

    Was willst Du da viel ersetzen? Die Dinger bleiben für gewöhnlich ein ganzes Leben in der Wand... X/

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Was willst Du da viel ersetzen? Die Dinger bleiben für gewöhnlich ein ganzes Leben in der Wand... X/

    Nach meiner Erfahrung in der baulichen Umsetzung von Planungen sollte gleich der Endzustand gebaut werden. Was nicht innerhalb ungefähr eines Jahres nach Fertigstellung passiert ist, unterbleibt in mind. 90% der Fälle für immer. Also: Gleich richtig fertig machen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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