Wohnungen im Aussenbereich - erhaltenswerte Bausubstanz

  • Liebe Community, wir haben einen alten Trockenschuppen (gehörte früher zu einer Ziegelei), der von der Gemeinde und vom Bauamt als erhaltenswerte Bausubstanz eingestuft wurde. Wir haben bereits eine Umnutzungsgenehmigung/ Baugenehmigung.

    Geplant war ursprünglich nur eine Wohnung.

    Nun würden wir jedoch gerne insgesamt drei Wohnungen schaffen.

    Kann mir jemand sagen, inwieweit die Anzahl der Wohnungen in diesem Fall der Erhaltung von Bausubstanz im Aussenbereich begrenzt ist, oder ob das Prinzip gilt: Erhaltung eines Schlosses Ausbau im Rahmen der Kubatur.

    Vielen Dank für eure Hilfe!

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    Trockenschuppen (gehörte früher zu einer Ziegelei)


    Geplant war ursprünglich nur eine Wohnung.

    Soweit so gut. Dazu wird es einen Planer geben, der die dringensden Fragen beantworten kann.

    Nun würden wir jedoch gerne insgesamt drei Wohnungen schaffen.

    Prinzip gilt: Erhaltung eines Schlosses Ausbau im Rahmen der Kubatur.

    Was hat das Ganze jetz mit einem Schloss und plötzlich Platz für drei Wohnungen zu tun?


    Andere Nutzung = neuen Antrag.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Die grundlegende Frage ist, ob es eine Begrenzung in der Zahl der Wohnungen gibt, die man bauen darf. Normalerweise sind es im Aussenbereich 5.

    Der Gedankenschlenker zum Schloss zielte darauf, dass man zum Erhalt einer alten Bausubstanz enorme Mittel benötigt. Wenn der Gesetzgeber z.B. im Falle eines Schlosses oder eines 80m langen Gebäudes, wie in unserem Fall, eine Begrenzung auf z.B. 2 Wohnungen zugrunde legt, wird es schwierig, derartige Projekte zu finanzieren. Ich hatte in diesem Zusammenhang irgendwo gelesen, dass es eben keine Begrenzung gibt und man unter der Voraussetzung die äußere Gestalt zu erhalten, innen so viel ausbauen darf wie man möchte.

  • Die grundlegende Frage ist, ob es eine Begrenzung in der Zahl der Wohnungen gibt, die man bauen darf. Normalerweise sind es im Aussenbereich 5.

    Normalerweise ssind es Null. Dann komen aber die Ausnahmen und Sonderfälle.

    Ihr habt eine Genehmigung für eine Wohnung. Wenn Ihr jetzt 3 bauen wollt, braucht ihr jetzt (je nach Bauamt) eine neu Genehmigung (neuer Bauantrag) oder eine Tektur (Änderungsantrag).

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • bei der Beurteilung sind vielfältige Punkte zu berücksichtigen.

    Unter anderem auch die Frage, ob es eine reine und für sich alleine stehende Wohnnutzung ist oder ob diese im Zusammenhang mit einem privilegierten Betrieb im Außenbereich steht.

    Weiterhin auch die Erschließung, die bei 3 oder gar 5 Wohnung ggf. eine andere Qualität aufweisen muss also die für eine privilegierte Wohnnutzung...

    Und andere...


    Du sprichst vom hohen Aufwand zum Erhalt. Warum muss dies erhalten werden? Oder soll es vielmehr erhalten werden, um diese Lage zur Wohnnutzung nutzen zu können?

    Auch ein Gedankenspiel: Wenn ich ein 80m langes Gebäude habe und nur eine Wohnung brauche, kann ich doch davon auch nur 10 oder 15m nutzen und den Rest abbrechen. Die Fläche fällt dann aber wieder dem Außenbereich zu... d

  • Geht es hier um die Teilprivilegierung nach § 35 Abs. 4 Nr. 1 oder Nr. 4 BauGB?

    Bei Nr. 1 sind höchstens 5 Wohnungen je Hofstelle (es muss eine landwirtschaftliche Hofstelle sein), bei Nr. 4 i.d.R. beliebig viele Wohnungen zulässig.


    Ralf Dühlmeyer hat schon den richtigen Vorschlag gemacht: das klärt man am besten mit einem Vorbescheidsantrag. Sollte die Behörde positive Signale aussenden, kann man auch gleich einen Tektur- bzw. Änderungsbauantrag stellen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!