Treppenloch zu groß

  • Hallo,


    ich baue mit einem GÜ ein Einfamilienhaus.

    Nach der Estrichlegung ist aufgefallen, dass die Treppe vom EG zum OG ca. 11cm zu "früh" im EG startet. Nach Plan wäre vor der Treppe ca 1,07m "Auslauf", ausgeführt sind 0,94m. Rechnet man 2cm für den Putz bleiben 11cm Differenz.

    Die letzte Stufe im OG hätte laut Plan nicht die volle Tiefe gehabt, jetzt aber schon.

    Mir war bei der Planung schon bewusst, dass selbst 1,07m vor der Treppe nicht wirklich viel ist, daher suche ich jetzt nach Möglichkeiten wie man hier zumindest noch auf einen Meter kommt.

    Gibt es (statisch sinnvolle) Möglichkeiten, die Treppenaussparung zu verkleinern?

    Die KG Decke ist eine Filigrandecke aus 18cm Beton. Die Treppenaussparung ist derzeit 3,47m auf 1,00m.

    Die Treppe ist eine einläufige Zweiholmtreppe, die Holme setzen unten auf dem Beton auf. Kann man hier ein Stück Decke einfügen, dass das Gewicht der Treppe trägt?


    Wahrscheinlich ist die Statik viel zu individuell, aber vielleicht habt ihr ja andere Vorschläge/Ratschläge/Erfahrungen.

    Danke,


    Morgenstern

  • Austritt doch als volle Stufe ausbilden. Alles andere gibt immer eine Fuge im Oberbelag. Und der zeigt sich über kurz oder lang (eher kurz) als Riss.

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  • Die Treppe ist eine einläufige Zweiholmtreppe, die Holme setzen unten auf dem Beton auf. Kann man hier ein Stück Decke einfügen, dass das Gewicht der Treppe trägt?

    Kann ich mir als Laie nicht vorstellen, dass das ohne massiven Aufwand geht.

    Aber man könnte doch vielleicht die Stahlkonstruktion der Zweiholmtreppe so ausführen, dass sie auf der jetzt vorhandenen Bestandsdecke aufsetzt (also quasi unter dem Estrich verlängern). Dann bleibt immer doch die Aufgabe, das Treppenloch zu verkleinern, aber das muss dann wenigstens keine riesigen Lasten mehr tragen.

  • Was willst Du da reinflicken auf einer Größe von 01 * 1,0 (geschätzt) Fläche? Estrich? Bröselt kurz und klein. Trockenestrich? Geht vielleicht in sich, aber der Übergang ist eine Fuge und die ist in den Oberbelag zu übernehmen!


    Ausserdem ist es Aufgabe des Schlafwandlers sich Gedanken zu machen! Wenn der TE jetzt zum GÜ sagt: Mach mal soundso, dann ist der fein raus: Sie wollten es ja SO haben. :P

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  • Die Treppe ist eine einläufige Zweiholmtreppe, die Holme setzen unten auf dem Beton auf. Kann man hier ein Stück Decke einfügen, dass das Gewicht der Treppe trägt?

    Technisch ist das möglich, wird bei Stahlbetondecken im Bestand auch öfter gemacht. Der Aufwand dafür ist - bezogen auf die herzustellende Deckenfläche - allerdings mind. um den Faktor 10 höher als eine neu gebaute Decke, eher noch höher.

    Wahrscheinlich ist die Statik viel zu individuell, aber vielleicht habt ihr ja andere Vorschläge/Ratschläge/Erfahrungen.

    Die Statik muss entsprechend angepasst, Schal- und Bewehrungspläne ergänzt werden, Schalung nur gestellt, Bewehrung angeschlossen werden. Nachträglich ist das sehr teuer.


    Eine Anpassung der Treppe durch den Treppenbauer wäre vermutlich ähnlich aufwändig, aber kostengünstiger. Ob sie gut aussieht? Keine Ahnung, Zeichnen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das Loch in der Roh(Beton)decke zu schliessen, wird nicht das Problem sein. Da kann ich mir ne Menge Lösungen abseits von Beton und Bewehrung vorstellen.

    Das Problem wird der Estrich, der ja fertg ist. Am "besten" :eek: noch FBH :rb:

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  • X/ Den fertigen Estrich hatte ich wohlwollend überlesen. Nachträglich zu planen und dann baulich anzupassen ist halt aufwändiger …

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nach Plan wäre vor der Treppe ca 1,07m "Auslauf", ausgeführt sind 0,94m. Rechnet man 2cm für den Putz bleiben 11cm Differenz.

    Die Differenz (Abweichung) ist schon recht hoch und lässt sich auch nicht mit Bautoleranzen oder anderen lustigen Wortschöpfungen wegdiskutieren. Wären dort 1,50m "Auslauf" geplant gewesen und nun wären es nur noch 1,39m, so wäre das zwar auch eine nicht unerhebliche Abweichung aber die Funktion wäre an sich nicht beeinträchtigt. Ein Platz von lediglich 94cm (oder 92cm mit Putzabzug?), ist aber schon sehr, sehr eng (auch 1,07m ist nicht übertrieben großzügig!).


    ich baue mit einem GÜ ein Einfamilienhaus.

    Das ist doch schon mal gut. GÜ plant und setzt um! Ob der Fehler nun in der Planung oder Umsetzung liegt, ist erst einmal nachrangig. Möge sich der GÜ doch bitte der von ihm verursachten Problematik annehmen. Es ist nämlich nicht Deine Aufgabe das Problem zu lösen, sondern seine! Auf geht's!

  • So sieht der Flur aus: Eine Wendelung passt leider nicht.

    Man sieht hier deutlich, dass die Treppe bündig mit der planoberen Wand abschließt.

    Hier sieht man, dass die Metallkonstruktion schon zu weit in den Raum reinsteht. Die fertige Holzstufe wird später noch ein paar cm drüberstehen.

    Hier die gleiche Ansicht von unten:


    Möge sich der GÜ doch bitte der von ihm verursachten Problematik annehmen. Es ist nämlich nicht Deine Aufgabe das Problem zu lösen, sondern seine! Auf geht's!

    Ich möchte einfach vorbereitet sein, falls der GÜ sagt: "Machen wir nicht, ist unverhältnismässig. Leben Sie damit!"

    Mir ist bewusst, dass es beim Bauen keine zentimetergenaue Umsetzung gibt, aber >10cm ist für mich einfach keine Toleranz mehr.

    Ansonsten stimme ich da komplett mit dir überein, wenn es 1,30m statt 1,50m gewesen wäre, hätten wir uns kurz geärgert, aber egal.

    Es war uns aber schon bei der Planung bewusst, dass es hier eng wird und es war uns wichtig, dass wir hier mindestens 1m haben werden.

    Wenn der TE jetzt zum GÜ sagt: Mach mal soundso, dann ist der fein raus: Sie wollten es ja SO haben. :P

    Ich sage zum GÜ zur Zeit nur: die Abweichung zum Plan ist zu hoch. Mach dir mal Gedanken, wie du das beheben kannst.

    Bisher kommen wir auch sehr gut miteinander aus. Wenn der GÜ also sagt: wir können das entweder um 7cm korrigieren oder um 10cm, die 10cm würden uns aber das dreifache kosten, dann würden wir uns auch auf den 7cm Vorschlag einlassen.

    Am "besten" :eek: noch FBH :rb:

    Ja, FBH liegt auch schon. Immerhin ist noch nicht gefliest ;)

    Wenn da etwas eingefügt werden muss, braucht das natürlich keine FBH mehr haben.

  • die 10cm würden uns aber das dreifache kosten, dann würden wir uns auch auf den 7cm Vorschlag einlassen.

    Warum? Der GÜ hat sich die Bauüberwachung gespart. Da kostet das hinter gradebiegen halt mehr. Ihr wolltet was bestimmtes, dann soll er das auch liefern!

    Wollt Ihr, das der GÜ glücklich ist oder wollt Ihr glücklich sein?

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  • Warum? Der GÜ hat sich die Bauüberwachung gespart. Da kostet halt das hinter gradebiegen halt mehr. Ihr wolltet was bestimmtes, dann soll er das auch liefern!

    Wollt Ihr das der GÜ glücklich ist oder wollt Ihr glücklich sein?

    Wahrscheinlich bin ich da zu nett oder zu naiv.

    Ich sehe das als geben und nehmen. Wenn jeder ein wenig auf den anderen zugeht haben am Ende beide Parteien mehr davon als wenn jeder stur auf sein Recht pocht.

  • Man sieht hier deutlich, dass die Treppe bündig mit der planoberen Wand abschließt.

    Ich sehe eine bzw. 2 Treppen ohne Vermaßung des Treppenlochs (bzw. der -löcher) und ohne Bezug zu den gegenüberliegenden Wänden.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ich sehe eine bzw. 2 Treppen ohne Vermaßung des Treppenlochs (bzw. der -löcher) und ohne Bezug zu den gegenüberliegenden Wänden.

    Um die Lage des Treppennaustritts im OG zu beurteilen, wäre der OG-Grundriss wohl hilfreicher.

    Der Austritt scheint aber mit geschätzten 90 cm zur Außenwand eingestrichelt zu sein.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Ein Ursache des Dilemmas könnte sein, dass die Treppenkonstruktion unmittelbar vor dem Treppenloch endet.

    365f5c2b3b69aedfb3dbb5.jpg


    Das ist statisch natürlich etwas problematisch. Evtl. hatte sich der GÜ hier eine andere Auflagersituation vorgestellt, diese dann aber nicht umgesetzt und der Treppenbauer hat seine Treppe einfach auf die Decke gestellt.


    Btw.: Auch das Steigungsverhältnis ist planerisch nur für die jüngere Generation geplant, oder. 19/ 26 ist zulässig, aber alles andere als bequem.


    Wie auch immer: Der Planer möge sich dazu äußern wie er des Problems Herr werden möchte.


    Ach ja: Die Befestigung der Haustür am Türsturz wird auch interessant. Warum wird da die Dämmung bis auf die Innenseite geführt?

  • Evtl. hatte sich der GÜ hier eine andere Auflagersituation vorgestellt, diese dann aber nicht umgesetzt und der Treppenbauer hat seine Treppe einfach auf die Decke gestellt.

    Das könnte des Rätsels Lösung sein, ich habe gerade auf der Webseite des Treppenbauers Bilder gefunden, bei der die Treppe einmal mit Platte an der Kante befestigt ist und einmal die Pfosten auf der darunterliegenden Decke stehen.



    Wie auch immer: Der Planer möge sich dazu äußern wie er des Problems Herr werden möchte.

    Ich werde berichten, was ich für Vorschläge bekommen.

    Ach ja: Die Befestigung der Haustür am Türsturz wird auch interessant. Warum wird da die Dämmung bis auf die Innenseite geführt?

    Danke für den Hinweise, werde ich ansprechen.

  • Ein Ursache des Dilemmas könnte sein, dass die Treppenkonstruktion unmittelbar vor dem Treppenloch endet.

    Das sehe ich genauso. Die Ausführung entspricht nicht der Planung.


    (Auch wenn es nicht mehr zu ändern ist: Dass Treppenstufen nach Plan bis an die Rohbauöffnung der Türen, sowohl im EG als auch im OG, reichen, halte ich für unglücklich. Die Türzarge steht dann auf der Treppenstufe auf, aber auch nicht so ganz, weil sie ca. 2 cm in die Laibung steht. War das Ziel Flurminierung?)

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ein Ursache des Dilemmas könnte sein

    Ursache des Dilemmas IST die fehlende Ausführungsplanung incl. Details. Wäre die gemacht, wär das entweder längst ausgefallen oder der Schuldige klar.

    Aber so eine Treppe ist ja SOOO einfach. X/  ;(   :sarkasmus:

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  • Bei einem fast fertigen, unterkellerten Wohnhaus? Ernsthaft jetzt?

    Klar. "Fast fertig" seh ich nicht. Da ist doch noch die Bautür drin, oder? Was würdest Du tun? Mit 90cm abfinden? Ein Leben lang?

    Ich würde darüber nachdenken, wenn der B-Plan es hergibt. Auch um die Treppe nicht noch steiler zu machen.

    VG! Katja

  • Klar.

    Unterkellert heisst Baugrube.

    Gründung muss aber auf "gewachsenem Boden" erfolgen. Also kellertief + X buddeln. = :wall:


    Fast fertig" seh ich nicht.

    Estrich ist drin, Treppe fehlen nur noch die endgültigen Stufen. Haustür wird manchmal erst nach dem Einzug gesetzt, um Schäden zu vermeiden.


    Was würdest Du tun? Mit 90cm abfinden? Ein Leben lang

    Nein. Den GÜ zur Mangelbeseitgung auffordern. Also neue Treppe + X. Klar, kostet den das was. Ein "Anbau" aber auch. Ist auch egal. Hätt er halt ne vernünftige Planung und Bauüberwachung machen müssen. Dann wär das (ziemlich sicher) nicht passiert.

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  • Unterkellert heisst Baugrube.

    Gründung muss aber auf "gewachsenem Boden" erfolgen. Also kellertief + X buddeln. = :wall:

    Ja, kommt drauf an, wie es außen aussieht. Vielleicht ist eh noch alles offen. Es geht ja hier nicht um 3m Anbau. Zugegeben, der Aufwand ist hoch. Das Resultat wäre m.E. aber die beste Lösung für ein ganzes Leben.

    Estrich ist drin, Treppe fehlen nur noch die endgültigen Stufen. Haustür wird manchmal erst nach dem Einzug gesetzt, um Schäden zu vermeiden.

    Wand aufsägen und neu hochmauern geht u.U. schneller, als Treppe versetzen. Dazu müsste man auch wissen, wie's um die Kopffreiheit der Kellertreppe dann bestellt ist. Außerdem kommt hier dazu, dass der Versatz von 10cm das Ganze auch nicht perfekt macht.

    Den GÜ zur Mangelbeseitgung auffordern.

    Sowieso. Auf jeden Fall würde ich mich nicht mit Geld abspeisen lassen und dann für immer vor die Wand rennen.

    VG! Katja

  • dann für immer vor die Wand rennen.

    Oh, Du bist ja sooo schlau!

    Der TE wollte 1,07 m. Der GÜ würde ihm Ct-genau ausrechnen, wieviel Geld er für den Vorbau jetzt draufzahlen "darf" und sich das auch schriftlich geben lassen!


    Ja, kommt drauf an, wie es außen aussieht. Vielleicht ist eh noch alles offen.

    Das EG steht. Wie sollte da ein Gerüst gestellt gewesen sein, wenn die Grube noch offen wär?

    Und ja, ohne Gerüst wär es :pfusch: und lebengefährlich für Mauerer, Zimmerer und Dachdecker gewesen. Ggf auch für die Tischler.

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