Projekt Dachbodenausbau Bj 1977: Erste Frage zur Giebelwand und Boden

  • Hallo zusammen,


    ich bin zwar kein absoluter Anfänger, bin auch begabt und kann durchaus vieles selbst erledigen, wenn ich weiß wie man es richtig macht. Habe vor 12 Jahren ein Holzhaus gebaut. Bin nun aber in einer gänzlich anderen Situation und stehe in einem völlig unausgebautem Dachboden. Das heißt: Ich blicke auf Ziegeln ohne Unterspannbahn, der Boden ist eine, so scheint es, etappenweise gegossene Betondecke, die Giebelwände schauen mich grau gemauert an (grob-porige graue Steine, Name?) und ich habe lediglich 2 kleine Fenster jeweils in den Giebelwänden.


    Heizung, Wasser, Toilettenanschlüsse sind da. Strom auch aber nur so lala...


    Das ist jetzt kein eiliges Projekt. Meine Partnerin und ich möchten uns aber in den nächsten jahren damit beschäftigen, da die Kinder größer werden und wir etwas mehr "Fluchtraum" brauchen. 2 Zimmer, ggf kleine Küche und Bad reicht völlig.


    Meine ersten Schritte (so denke ich) wäre die Zwischensparren-Dämmung sowie das Verlegen von Wasser-abweisender Folie (Unterspannbahn) in die Gefache, da ein neues Dach def. nicht in Frage kommt. Die Sparren ca 5-8cm aufdoppeln, Steinwolle reinlegen und Rigips davor. Gleichzeitig 2-3 Dachfenster setzen.


    Die ersten Kernfragen, die ich hier mal stellen möchte (und die mich IMMER schon beschäftigt haben), sind folgende:


    1. Kann ich auf den o.g. Betonboden einfach einen simplen Bodenaufbau errichten (ca 15cm)? Sprich, Holzfaserdämmmatten, Druckplatten und OSB (und darauf dann z.B. Laminat) oder wie würde man da am sinnvollsten vorgehen? Muss da eine Folie drauf vorher?


    2. Die wetterseitige Giebelmauer ist von innen so, wie der Maurer sie vor 45 Jahren hinterlassen hat. Hier würde ich eine Lattung anbringen und stumpf mit Rigips verkleiden. ZTwischen die Lattung eine dünne Dämmmatte legen. Passt das? Oder muss eine Mauer mit Folie vorbereitet werden?


    3. Angenommen das Dach ist so gut es eben geht (!) zwischen den Sparren abgedichtet , es liegt also eine Ablauffolie für evtl. Kondenswasser, wir haben 15cm Klemmfilz reingeballert und eine Querlattung für die Rigipsplatten sitzt auch. Muss dann dort IRGENDWO noch eine Folie hin? Eine Dampfbremse o.ä.?


    Ihr seht, das sind die Fragen eines Laien, der sich aber beschäftigt damit und lernen möchte. daher bitte nicht lachen oder veräppeln. Mir fehlt einfach das Fachwissen und die Erfahrung.


    Über JEDEN Tipp würde ich mich freuen. Nur bitte nicht solche wie: Lass da einen Fachmann ran, du übernimmst dich!


    Denn wie gesagt, das hat alles GAR KEINE Eile. Ich möchte das Stück für Stück angehen, brauche aber immer einen relativ guten Gesamtüberblick.



    Vielen Dank und Grüße,

    Markus

  • . Nur bitte nicht solche wie: Lass da einen Fachmann ran, du übernimmst dich!

    Oh doch! Bei dem "Fachwissen (besser Nichtwissen), welches bei Deinen Fragen durchblitzt, wäre jeder andere Rat einer nach dem Motto: who needs enemys with a friend like this

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

    • Offizieller Beitrag

    Meine ersten Schritte (so denke ich) wäre die Zwischensparren-Dämmung

    Nö. Der erste Schritt wäre die Prüfung, ob Dein Vorhaben genehmigungsfähig ist. Gibt es von dieser Seite kein grünes Licht, dann ist jeder investierte Euro sinnfrei.

    sowie das Verlegen von Wasser-abweisender Folie (Unterspannbahn) in die Gefache, da ein neues Dach def. nicht in Frage kommt.

    Da kann ich mich an seitenweise Diskussionen erinnern, wie man das am besten (fachgerecht) ausführen könnte. Ist schon lange her, und wenn ich mich richtig erinnere, dann fand die Lösung mit USB seitlich an den Sparren befestigt die meisten Befürworter. Wie so oft steckt der Teufel aber im Detail (Ausführung im Firstbereich, Traufkante usw.).

    Muss dann dort IRGENDWO noch eine Folie hin? Eine Dampfbremse o.ä.?

    Ja.

    1. Kann ich auf den o.g. Betonboden einfach einen simplen Bodenaufbau errichten (ca 15cm)? Sprich, Holzfaserdämmmatten, Druckplatten und OSB (und darauf dann z.B. Laminat) oder wie würde man da am sinnvollsten vorgehen? Muss da eine Folie drauf vorher?

    Ich wüsste jetzt nicht, wofür hier eine Folie gut wäre.


    Meine Empfehlung:

    Bevor es an die Details geht, zuerst einmal Grundlagen klären. Ich würde in diesem Zusammenhang auch prüfen lassen, ob es Fördermöglichkeiten gibt. In manchen Städten und Regionen gibt es im Rahmen "Schaffung neuer Wohnraum" Erleichtungen und Unterstützung für den DG Ausbau. Auch für die energetische Sanierung gibt es Förderung, sofern die Maßnahmen nicht sowieso durchzuführen wären.


    Einfach ein bisschen Dämmung zwischen Sparren "reinballern" und ein paar OSB Platten auf dem Boden verteilen, ist nicht zielführend.

    Heizung, Wasser, Toilettenanschlüsse sind da. Strom auch aber nur so lala...

    Das wäre auch etwas das man genauer planen müsste. Nur weil etwas "da" ist, bedeutet das noch nicht, dass man es auch sinnvoll nutzen kann. Am Ende legst Du die Heizung in den unteren Geschossen lahm, nur weil Du im DG eine Erweiterung gemacht hast.


    Aber wie gesagt, das sind alles Details um die man sich kümmert sobald die Grundlagen geklärt sind.

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  • Zeig doch mal einen Grundriss und einen Schnitt des Gebäudes. Dann kann man mal sehen um was es geht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...