Schwitzwasser Trapezblech

  • Hallo,

    Ich habe mir in unserer Maschinenhalle ein Abteil zur Werkstatt Nutzung abgetrennt. Leider haben wir in der Halle, gerade bei diesen Temperaturen sehr viel Schwitzwasser vom Trapezblech außerdem würde ich gerne etwas Dämmung unterm Dach haben. Wie ich in anderen Foren bereits gelesen habe ist eine Nachträgliche Dämmung des Bleches schwer bis garnicht möglich durch das Schwitzwasser. Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Decken Höhe würde ich gerne so halten und ungerne eine Zwischendecke einziehen... Außerdem würde dann da ja das Schwitzwasser drauf Tropfen.

    Bin für Vorschläge offen. Das Hallenabteil ist ca 5m Breit und 12,5m tief. Firsthöhe ca 6m

  • Ein Bauer der Heiligabend Geld sparen will ;)

    Sorry, das geht nicht.


    Meiner Meinung nach ist die einzige Lösung, das Trapezblech gegen Sandwichpaneele zu tauschen.


    P.S.: Das Wasser wird dann aber an den Wänden runter laufen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

    2 Mal editiert, zuletzt von ThomasMD () aus folgendem Grund: Link ist nicht notwendig, um den Begriff zu erklären.

  • Trapezblech nachträglich dämmen » So gehen Sie vor

    Wenn ich schon lese - Spritzschaum. ;(


    Das ist kein Dosenschaum! Sondern braucht spezielle Maschinen. War in den 80ern irgendwann mal Trend, hat sich aber aus gutem Grund nicht durchgesetzt!

    Trapezblech kann man von oben dämmen oder von oben oder von oben.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ja das habe ich mir schon gedacht. Dann werde ich wohl in den Sauren Apfel beißen müssen und Sandwichplatten kaufen.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasMD ()

  • Wenn ich schon lese - Spritzschaum. ;(


    Das ist kein Dosenschaum! Sondern braucht spezielle Maschinen. War in den 80ern irgendwann mal Trend, hat sich aber aus gutem Grund nicht durchgesetzt!

    Trapezblech kann man von oben dämmen oder von oben oder von oben.

    Es gibt Firmen, die sowas anbieten. Ich hab ja auch nicht gesagt, dass es sowas in der Dose zum selberverarbeiten gibt.

    Lesen vor Tippen wäre von Vorteil.

    Sicherlich ist es wahrscheinlich die beste Lösung, die Dämmung von oben vorzunehmen. Aber das dürfte vom Aufwand und vom Preis her

    in einer anderen Liga spielen.

    Wenn die Dämmung von unten mit Spritzschaum als kostengünstige Alternative den Anforderungen des TE genügt, warum nicht.

    Über die genauen Vor- und Nachteile muss sich der TE dann halt seine Gedanken machen.

    • Offizieller Beitrag

    Ist machbar, aber relativ aufwändig.


    Trapezblech nachträglich dämmen » So gehen Sie vor

    Das hat jemand ohne tieferes und vor allem praktisches Verständnis der Materie (Bauphysik inkl. Brandschutz, Flachdachrichtlinie, Konstruktive Kenntnisse) geschrieben. In der Realität ist das erheblich komplexer.

  • Das funktioniert nur bedingt. Die Halle ist dann aber auch noch nicht isoliert...

    • Offizieller Beitrag

    Profil

    Die Halberstädter Firma, gleich unter dem Link, kenne ich.

    Die wissen, was sie tun.

    Trotzdem würde ich Dich bitten, mit YT und anderen Werbelinks sparsamer umzugehen. Meist sind Links zur Erklärung nicht notwendig und nähren schnell den Verdacht, des Nutzbrauchs oder der Bastelwastelei.

    • Offizieller Beitrag

    POLYNOR Sprühisolierung Wärmedämmschaum aus Polyurethanschaum - YouTube

    ... was alles gibt... keine Ahnung ob das was taugt....

    Zu dem Material selbst möchte ich nichts schreiben, da ich es nicht kenne, aber schon das Video ist erschreckend: Da wird unterschiedslos über alles drüber gesprüht, was als Unterkonstruktion da ist: Mauerwerk, Massivholz, XPS-Platten (was sollen die im Dach?), GK-Verkleidungen (mit Kreuzfuge verarbeitet!), Dachziegel und -latten und Wellpappe als Träger.


    :eek:


    Von der Wortwahl "Isolierung als Dämmung" ganz abgesehen ... ist das alles sehr lustig. Der Film zeigt, wie es nicht gemacht werden soll - oder wie ist das zu verstehen?


    Um es unmissverständlich zu schreiben: Dieses Video zeigt ganz großen :pfusch: und zwar unabhängig von der möglichen technischen Eignung des beworbenen Materials, welche ich auf den ersten Blick bezweifle, aber nicht bewerten möchte.


    Einige der anderen verlinkten Materialien absorbieren zwar aufgetretenes Kondensat bis sie vollgesaugt sind, verhindern aber nicht dessen Entstehung, an der kalten Unterseite der Metalloberflächen, die nur durch eine ausreichende Innendämmung mit einer Dampfsperre / - bremse vermieden werden kann. Und sie können das Kondensat auch nicht beseitigen. Sie verhindern nur eine Zeit lang das sofortige Abtropfen!

  • Hallo,

    Ich habe mir in unserer Maschinenhalle ein Abteil zur Werkstatt Nutzung abgetrennt. Leider haben wir in der Halle, gerade bei diesen Temperaturen sehr viel Schwitzwasser vom Trapezblech außerdem würde ich gerne etwas Dämmung unterm Dach haben. Wie ich in anderen Foren bereits gelesen habe ist eine Nachträgliche Dämmung des Bleches schwer bis garnicht möglich durch das Schwitzwasser. Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Decken Höhe würde ich gerne so halten und ungerne eine Zwischendecke einziehen... Außerdem würde dann da ja das Schwitzwasser drauf Tropfen.

    Bin für Vorschläge offen. Das Hallenabteil ist ca 5m Breit und 12,5m tief. Firsthöhe ca 6m


    Meiner Meinung nach ist die einzige Lösung, das Trapezblech gegen Sandwichpaneele zu tauschen.

    P.S.: Das Wasser wird dann aber an den Wänden runter laufen.

    Habe das falsch verstanden, dachte das für das abgetrennte Werkstatt Abteil der ungedämmten Maschinenhalle eine "Improvisierte" Verbesserung gesucht wird die nicht (unbedingt) Perfekt sein kann/muss/.... bei ca 5m Breite und 12,5m tiefe und Firsthöhe ca 6m werden die möglichen Verbesserungen durch eine wie auch immer ausgeführte nachträgliche Dachisolierung eher gering sein.

    • Offizieller Beitrag

    Leider haben wir in der Halle, gerade bei diesen Temperaturen sehr viel Schwitzwasser vom Trapezblech


    Das kommt aber nicht vom abgetrennten "Werkstatt"teil. Wie wird die Maschinenhalle sonst noch genutzt? Beheizt? Wenn ja, wie?


    Ich kenne jetzt einige Industriehallen die schon seit Jahrzehnten genutzt werden, ohne dass es zu abtropfendem Kondensat an den Blechdächern kommt. In einigen befinden sich auch "Büro-Container" die mit höheren Raumtemperaturen beheizt werden. Sicherlich ist das nicht ideal, aber es kann funktionieren.


    Ich würde also zuerst das Thema "Kondensat" angehen, und dann das Thema "abgetrennte Werkstatt".

    Beim Thema Kondensat würde ich mich erst einmal fragen, woher die Luftfeuchtigkeit kommt. Ursachenforschung ist immer der erste Schritt. Dann geht es an die Folgen bzw. Lösungen, ein Beispiel wurde oben ja schon genannt (Sandwich), wobei man dabei die Folgen nur verlagert.



    Decken Höhe würde ich gerne so halten und ungerne eine Zwischendecke einziehen

    Was spricht dagegen? (außer Aufwand und Kosten?)

  • Die Halle wird zum Lagern von Getreide und Maschinen genutzt und ist, bis auf das Werkstatt Abteil nach vorne offen. Das Wasser bildet sich im gesamten teil der Halle und tropft an den Sparren runter. Da die Halle offen ist wird sie nicht beheizt.

  • Das ist doch nur nen Zentimeter Schaum was der da auf einer Fläche aufsprüht. Was bitte soll da viel dämmen? Ich halte das System für nicht gerade zielführend. Ich würde über andere Lösungen nachdenken. Gehört die Halle einem selbst würde ich die Paneele austauschen. Die sind doch nur punktuell mit der Tragkonstruktion verbunden und ein Austausch sollte möglich sein. Oder die Lösung die wir vor einiger Zeit im Forum hatten mit dem Haus im Haus, je nach Größe der Halle.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

    • Offizieller Beitrag

    und ist, bis auf das Werkstatt Abteil nach vorne offen.

    Hat es am Dach irgendeine Entlüftung?


    Außenluft kommt in die Halle (da vorne offen) und steigt dort unter´s Dach, und sobald es draußen kälter wird kann sie am Blechdach kondensieren. Evtl. kommt noch etwas zusätzliche Feuchtigkeit hinzu? Getreide ist ja beim Einlagern trocken, da würde ich keine Feuchtigkeit erwarten, kann es aber auch nicht ausschließen. Mit solchen Mengen Getreide kenne ich mich nicht aus. Ich weiß nur, dass das Zeug gären könnte, dann produziert es Wärme, bräuchte dafür aber erst einmal Feuchtigkeit.


    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ein Sandwich-Paneel Dein Problem lösen wird. Denkbar, dass die innere Lage etwas länger auf "Raumtemperatur" bleibt, aber ob das wirklich so viel ausmacht?

  • Das Lagern von Getreide ist Recht unproblematisch da es bereits gemahlen und mit Säure ein Gelagert wurde... Bislang kann es, zumindest bei der Werkstatt Giebelseitig und an der Abtrennungswand zwischen Stahlträger und Trapezblech durchziehen... Außerdem ist der First nicht komplett zu bzw sind die Wellen nicht zu sondern oben liegt nur ein Blech drauf.

  • Die Dämmung oder austausch vom Trapezblech würde aber auch nur über der Werkstatt passieren da mir das sonst total den Kostenrahmen sprengt. die Halle ist 25m Lang.

  • wenn du mir dann erklären könntest , was gedämmte elemente bei einer

    jetzt bringen .....

    Spielen wir einmal Miss Marple.


    Kombiniere: Er will in einem Teil der 25 Meter langen Halle eine kuschelige warme Ecke haben. Daraus folgert, dieser Bereich muss also geschlossen sein, sonst kann es da nicht kuschelig warm werden. Wäre ja sinnlos, oder? ;)

    Die Dämmung oder austausch vom Trapezblech würde aber auch nur über der Werkstatt passieren da mir das sonst total den Kostenrahmen sprengt. die Halle ist 25m Lang.

    Selbstverständlich nur über der Werkstatt. Und rundherum. Wird sicherlich alles Trapezblech sein. Mehr braucht man für eine Werkstatt die nur mal stundenweise beheizt wird kaum.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

    • Offizieller Beitrag

    Habe das falsch verstanden, dachte das für das abgetrennte Werkstatt Abteil der ungedämmten Maschinenhalle eine "Improvisierte" Verbesserung gesucht wird die nicht (unbedingt) Perfekt sein kann/muss/...

    Gerade bei einem ungedämmten Aufenthaltsraum gibt es ohne Dampfsperre vor der warmen Seite der Wärmedämmung massive Kondensatprobleme an einer Raumhülle aus Blech. Aktuelles Beispiel: Einstieg in Automobil nach mehreren Stunden Stillstand an einem kalten Wintermorgen bevor der Motor läuft und die Heizung in Betrieb genommen wird.


    Aber völlig unabhängig davon, ob der unter einem eher waagerecht ausgerichteten Blech liegende Bereich temperiert wird oder nicht, bildet sich an der Blechunterseite in wolkenlosen Nächten nachts durch die noch wärmere und feuchte Umgebungsluft typischerweise Kondensat. Dieser Effekt liegt in der infraroten Energieabstrahlung solcher Flächen gen Himmel / Weltall (deshalb nur in wolkenlosen Nächten) und führt sommers wie winters zur nächtlichen Taupunktunterschreitung an diesen Flächen. Aus genau diesem Grund sind nach kalten Winternächten nur die Dächer, flach geneigten Frontscheiben und Motor-/ Kofferraumdeckel von freistehenden PKWs vereist, nicht aber die steil geneigten Seiten- und Heckscheiben. Letztere empfangen nämlich auch Infrarotstrahlung aus der Umgebung, die eher waagerechten Flächen aber nicht.


    (Fun facts:

    1. Das selbe passiert des nachts bzw. am frühen Morgen in wolkenlosen Nächten an den Halmen und Blättern der Gräser aller Wiesen. Wer schon einmal an einem Sommermorgen barfuss über eine Wiese gelaufen ist, kennt diesen Phänomen.
    2. Das bei der Taupunktunterschreitung aus der Luft sich bildende Kondensat heißt "Nebel" und das an bspw. an den Gräsern ausfallende Kondensat heißt - Überraschung - "Tau", siehe auch "Taupunktunterschreitung".)

    Die beschriebene verstärkte Abkühlung flach geneigter Flächen gen Weltall führt neben Anderem zur verstärkten Abkühlung von Dachflächenfenstern und zur raumseitigen Kondensatbildung. Schwere Materialien haben auf Grund ihrer größeren Masse ein größeres thermisches Beharrungsvermögen, so dass der Effekt nicht so schnell eintritt. Es ist also ein Phänomen, das vorrangig an waagerecht verbauten dünnschichtigen, wasserdichten Materialien auftritt. Es gehört also zu Blechdächern dazu.


    Da dieser Effekt unvermeidbar ist, fordern die einschlägigen Fachregeln des Dachdeckerhandwerks für korrosionsempfindliche Deckmaterialien (z.B. Zinkblech) die Anordnung einer strukturierten Trennlage unter der Verblechung. So kann das Kondensat der Dachneigung folgend abgleitet werden.


    Mit diesem Effekt kann man so leben oder ihn durch ein Vlies, welches das Kondensat bis zum nächsten Sonnenschein bindet, das Abtropfen reduzieren.


    Ein Dämmpanel reduziert die Abkühlung der Blechunterseite, steht aber in keinem sinnvollen wirtschaftlichen Verhältnis zum Aufwand, wenn es lediglich darum geht, ein paar Kondensattropfen zu verhindern. Mit einem schwereren (und teureren) Deckmaterial würde das Problem nicht auftreten.

  • Wäre ja sinnlos, oder?

    genau da fängt es ja an spannend zu werden.

    nur das werkstattbereichdach umbauen :eek: anschluss rechts links eine grosse herausforderung .

    dann die wandanschlüsse gescheit ausbilden grosse herausforderung .

    und und und.

    da ist dein vorschlag haus im haus doch die bessere alternative . oder ?

    Selbstverständlich nur über der Werkstatt.

    s.o.

    ;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Schon mal den ganzen Threat gelesen? Insbesondere Nr. 18?

    ich habe den thread gelesen und das problem verstanden :P


    daher ist für mich die sandwichlösung höchstens die zweitbeste .:D

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer