Schmutzwasser Leitungsverlauf Neubau

  • Für einen Bauantrag in Nds brauchts die Bauvorlageberechtigung. Und die Sonder-/Ausnahmeregelung für Handwerksmeister u.ä. dürfte nur noch auf sehr wenige Personen zutreffen.


    Ich würd eher tippen, es ist ein(e) Stempelaugust(ine)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Lass doch den Klemptner planen. Der macht das schon. Wenn seine Planung auf dem Tisch liegt, kannst ja noch mal fragen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Natürlich wird später für die Planung bezahlt! Welcher Installateur übernimmt bitte die Planung eines leihen? Ich will es aber verstehen und mir nichts erzählen lassen!

  • Wenn Du ohne Planung zu einem Installateur kommst, bezahlst Du genauso/wenig wie beim Erscheinen mit Planung. Der macht sie nämlich nicht (auch wenn die Juristen das anders sehen) Der macht einmal wie immer und hofft, dass es gutgeht.


    Wenn Du es vernünftig bekommen willst, geh zu einem Installateur und beauftrage ihn (gegen Bezahlung) mit der Planung. Er kann hinterher auch gern ein Angebot für die Ausführung abgeben.


    So, wie Du es im Augenblick angehst, wird das nichts. Nicht mal ansatzweise. :thumpsdown:

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  • Für einen Bauantrag in Nds brauchts die Bauvorlageberechtigung. Und die Sonder-/Ausnahmeregelung für Handwerksmeister u.ä. dürfte nur noch auf sehr wenige Personen zutreffen.


    Ich würd eher tippen, es ist ein(e) Stempelaugust(ine)

    Er ist Berechtigt!

    Wenn man zur beantwortung der Frage nichts beitragen will. Vielleicht einfach mal nichts schreiben. Danke

  • Er ist Berechtigt!


    *Das* hat auch niemand (auch ich nicht) angezweifelt.

    Ich zweifle nur an, dass ein solcher Plan von jemandem kommt, der sich Architekt nennen darf.

    Aber Du wirst schon wissen was Du tust. Ich würde jedenfalls, wenn ich die größte Ausgabe meines gesamten Lebens vor mir habe, nicht auf Eigen- und Forumsplanungen setzen.

    • Offizieller Beitrag

    ich bin gerade an der Planung eines Einfamilienhaus als Neubau. ...

    ... mein Architekt ...

    echt jetzt? Ich ich dachte Du planst? Ich komme gleich drauf zurück!

    Die genau Planung: "wird der Installateur machen".

    Planung im eigentlichen Sinne machen Installateure nur dann, wenn sie dafür ausdrücklich beauftragt und auch bezahlt werden. Wenn sie ohne Planung ausführen, sind sie aus juristischer Sicht auch in der "Planungsverantwortung", weshalb Handwerker mit realistischer Selbsteinschätzung solche ungeplanten Anlagen eher nicht bauen oder mit sehr großen Sicherheits"reserven", also überdimensioniert. Das kratzt sie wenig, weil sie mehr teure Anlage verkaufen können und der Nutzer dann zukünftig dauerhaft höhere Betriebskosten oder unnötigen Anlagenverschleiß hat, aber das merkt er ja erst später ...


    Noch einmal zu:

    ... mein Architekt ...

    Der hat also wirklich Grundrisse gezeichnet, mit



    A einem aus einer Ecke herausgeschobenen "Fresserker", um schätzungsweise max. 3 m2 mehr Fläche zu erhalten (mit einem Mehraufwand von mind. doppelten Baukosten / m2)

    B einem weder natürlich belichteten noch belüfteten DG-Korridor

    C einem innenliegenden Raum ohne natürliche Belüftung / Belichtung

    D vermutlich massiven Innenwänden, die praktisch nicht übereinander stehen

    E einem ("gefangenen") Wohnraum, der nur über einen anderen Wohnraum erreicht werden kann

    F ...


    ?


    Und das ist wirklich ein von Dir mit Entwurf und Planung direkt beauftragter echter freier Architekt, der all das vorgenannte Zeug im Jahre 2021 für einen Neubau gezeichnet hat? Ich kann es nicht glauben. Wenn das wirklich ein freier Architekt ist, ist der Kollege entweder völlig unmotiviert (schlecht Bezahlung?) oder - sorry - völlig unfähig! Auf jeden Fall ist kein Entwurf für ein 2021 neu zu bauendes EFH!

  • A: Unser Wunsch. Du weißt doch gar nicht was dort geplant ist. Das hat schon seinen Grund

    B: ist mit einem großen Fenster im Treppenhaus belichtet und mit einer zentralen Lüftungsanlage belüftet.

    C: ist eine Abstellkammer und ein "Service Schacht" für Lüftungsrohre in die Betondecke (KWL auf warmen Dachboden)

    D: Warum unbedingt übereinander stehen? Statisch kein Problem

    E: ist ein begehbarer Kleiderschrank


    Warum müssen diese Themen diskutiert werden, wenn ich nach dem Schmutzwasser frage?

    • Offizieller Beitrag

    Warum müssen diese Themen diskutiert werden, wenn ich nach dem Schmutzwasser frage?

    Wenn das alles so sein soll, muss das hier nicht diskutiert werden. Wenn aber der Patient vom Arzt wissen möchte, wie Warzenpflaster funktionieren, kann man ihn auch darauf hinweisen, dass er in Kürze schwere Problem mit den Knien und den Bandscheiben bekommen wird - wenn man es als Arzt schon jetzt erkennen kann. Viel Spaß in Deinem Haus!


    Kostenlose Planung(en) gibt es hier nach den Nutzungsbedingungen jedenfalls nicht.

  • Und das ist wirklich ein von Dir mit Entwurf und Planung direkt beauftragter echter freier Architekt, der all das vorgenannte Zeug im Jahre 2021 für einen Neubau gezeichnet hat? Ich kann es nicht glauben. Wenn das wirklich ein freier Architekt ist, ist der Kollege entweder völlig unmotiviert (schlecht Bezahlung?) oder - sorry - völlig unfähig! Auf jeden Fall ist kein Entwurf für ein 2021 neu zu bauendes EFH!

    Och, solche gibt es jede Menge, die einfach alles machen was Bauherr wünscht, ohne auf die Folgen zu achten. Die Handwerker werden es schon richten und wissen wie sie ihr Gedöns unterkriegen...

    Gute Architektur ist im wahren Leben Mangelware.


    Hausbauer-2022 : Was nützt dir wenn Du es für dich planst? Nix. Der Techniker plant sein Ding, Du planst dein Ding. Und dann? Glaubst Du er würde es nach deiner Planung ändern? Er weiß was er tut. Du weißt es nicht, weil Du das Wissen nicht in ein paar Stunden beisammen hast um es zu können. Es gibt Dinge, da muss man los lassen und es andere machen lassen. Bauherren als Besserwisser sind der Sargnagel eines Hausbaues.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

    • Offizieller Beitrag

    Ich will es aber verstehen und mir nichts erzählen lassen!

    Dann empfehle ich für´s Erste ein Studium der beiden Normen die ich in meinem Beitrag genannt habe. Da stehen die wichtigsten Punkte. Es gibt auch Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller sowie Empfehlungen/Leitfäden zur Planung von Schmutzwasserleitungen. Auch da finden sich einige interessante Informationen. Dazu gibt es wirklich eine Menge an Informationen.


    Das ist alles kein Hexenwerk, aber man muss ich halt einmal intensiv damit befassen. Wenn ich das alles hier in´s Forum einstelle, dann beantragt unser admin morgen mehr Geld für mehr Speicherplatz. :D


    Ist die Position und Art der Sanitärobjekte festgelegt, dann beginnt das Rechnen. Ein Beispiel hatte ich ja oben aufgeführt. Für ein EFH ist das ein bisschen Fleißarbeit, aber nichts wovor man sich fürchten müsste. Ein TGA Planer der das für ein MFH mit hunderten Wohnungen machen soll ist da schon mehr gefordert.


    Noch ein Hinweis, die typischen Abflussbeiwerte gem. den o.g. Normen passen in den meisten Fällen recht gut, wer aber beispielsweise anstatt einer Standard 08/15 Dusche einen Wasserfall im Badezimmer installiert, der sollte das entsprechend berücksichtigen. Dann rechnt man halt anstatt mit 0,5l/s mit 0,8 oder 1,0l/s.

    Vielleicht noch wichtig, weil das gerne übersehen wird, die Länge einer Sammelanschlussleitung ist immer die längste Strecke, also vom Fallrohr bis zum am weitesten entfernten Sanitärgegenstand (also inkl. Einzelanschlussleitung). Man darf also nicht rechnen, 4m Sammelanschlussleitung + Länge Einzelanschlussleitung.


    Sind die Zuleitungen zu den Sanitärgegenständen dimensioniert und die Schmutzwasserleitungen, dann ergibt sich die Belüftung fast schon automatisch. Auch hier würde ich mal über den Tellerrand schauen, denn die Normen gehen von typischen Werten aus, die in der Praxis nicht immer zutreffen müssen. Ein Beispiel wären die immer beliebter werdenden "bodengleiche Duschen", deren "Siphon" sich nicht immer so gutmütig verhält als ein Röhrensiphon an einem Waschbecken in dem 10 oder xx cm Wassersäule stehen.

    Ich würde in solchen Fällen nicht versuchen die Grenzen auszuloten.


    Vielleicht noch ein Hinweis.

    - Durch Auftrennen der Grundleitung kann man sich nicht automatisch die Belüftung sparen.

    - Ich hoffe dein Bodenaufbau lässt die eingezeichnete Verlegung auch zu (Gefälle beachten).

    - Dämmung/Geräuschentwicklung beachten


    Na gut, das waren jetzt mehr als 1 Hinweis.

  • Vielen Dank für deine Hilfe.


    Würdest du mir noch kurz erklären, wie das mit den in der DIN gemeinten Einzelanschlussleitungen <4 Meter und Sammelanschlussleitungen bis 10 Meter (unbelüftet) gemeint ist? Da wird immer bis zum Fallrohr gesprochen. Ist damit allgemein eine belüftetes Rohr gemeint? Fließen die Grundleitungen (unter Bodenplatte) da genauso in die Längen mit ein?

    Was meinst du mit "Auftrennen der Grundleitung"? Abzweig zum nächsten belüfteten Rohr?

    Mein Bodenaufbau ist relativ hoch. Kleinere Stellen würde ich aufstemmen ( in Absprache mit Statiker). Vorallem der Knick von EG zum Bad-OG.

    • Offizieller Beitrag

    Würdest du mir noch kurz erklären, wie das mit den in der DIN gemeinten Einzelanschlussleitungen <4 Meter und Sammelanschlussleitungen bis 10 Meter (unbelüftet) gemeint ist?

    Ich weiß jetzt nicht worauf Du Dich genau beziehst, aber Sammelanschlussleitungen bis 10m dürfen nur bei DN90 und größer unbelüftet sein, und das ist auch noch von der Summe der Anschlussbeiwerte abhängig.

    Was meinst du mit "Auftrennen der Grundleitung"?

    Ich meinte damit die Grundleitung die links im EG in den HWR? läuft.

    • Offizieller Beitrag

    ´ein Bodenaufbau ist relativ hoch. Kleinere Stellen würde ich aufstemmen ( in Absprache mit Statiker).

    Sinnvoller als nachträgliches Stemmen wäre es, von vornherein die Durchbrüche passend zu schalen und betonieren, zumindest aber die Bewehrung passend planen und verlegen zu lassen. Leitungsdurchbrüche lassen sich bei entsprechender Bewehrungsführung auch nachträglich als Kernbohrung herstellen, wenn es keine vernünftige TGA-Planung gibt und man erst bei Bauen feststellt, wo die Leitungen genau geführt werden.


    Dass die Durchdringungen der Bodenplatte schon beim Betonieren passgenau mit eingegossen werden, ist Dir hoffentlich klar!? Ich würde Grundleitungen unter Bodenplatten immer vermeiden, wenn möglich. Erfahrungsgemäß liegen die nämlich zu einem garnicht so kleinen Anteil nach Fertigstellung entweder nicht mehr dort, wo sie eigentlich hin sollten, zum Beispiel nicht mehr im (geplanten) Gefälle, weil ...

    Kleinere Stellen würde ich aufstemmen ...

    Liest sich aber leider nach ganz ganz viel DIY und nach ganz ganz wenig Planung und "Stemmen" findet im Jahre 2021 im Neubau nur bei deutlichen Planungs- oder Ausführungsmängeln statt. Stemmen im Neubau von vornherein zu "planen" liest sich wie DIY-"Planung". Das ist Produktion von Mängeln mit Ansage!

  • Die Grundleitung bis zum Bodenablauf ist ca 6 Meter lang. Die müssen ja min. DN 100 haben. Diese könnte vielleicht auch ohne den Knick schräg direkt zum Revisionsschacht laufen?

  • Die Info wird der Statiker bekommen. Bohrungen würde ich natürlich auch planen. Ich versuche es natürlich ohne stemmen. Dafür muss etwas gegen aufschwimmen vorbereitet werden

    • Offizieller Beitrag

    Mein Bodenaufbau ist relativ hoch.

    Bedenke, so ein Rohr hat an der Muffe 1-2cm mehr an Durchmesser. Zudem muss es befestigt werden, und etwas Dämmung (Schallschutz) kann auch nicht schaden. Damit das funktioniert brauchst Du auch noch Gefälle, also kommen noch einmal 1cm pro 1m Länge hinzu.


    Ach ja, und die Verlegung solcher Rohre hat nichts mit Mikrochirurgie zu tun, die Maßeinheit Millimeter ist da unbekannt. Es ist praktisch nicht möglich so genau zu arbeiten, also wird jeder Planer beim Bodenaufbau etwas Reserve einplanen.



    Vorallem der Knick von EG zum Bad-OG.

    Alleine schon die Zusammenführung von WC, Waschbecken etc. wird interessant. Das braucht Platz.

    • Offizieller Beitrag

    Bedenke, so ein Rohr hat an der Muffe 1-2cm mehr an Durchmesser. Zudem muss es befestigt werden, und etwas Dämmung (Schallschutz) kann auch nicht schaden. Damit das funktioniert brauchst Du auch noch Gefälle, also kommen noch einmal 1cm pro 1m Länge hinzu.


    Ach ja, und die Verlegung solcher Rohre hat nichts mit Mikrochirurgie zu tun, die Maßeinheit Millimeter ist da unbekannt. Es ist praktisch nicht möglich so genau zu arbeiten, also wird jeder Planer beim Bodenaufbau etwas Reserve einplanen.

    Der eigentliche Bodenaufbau (Trittschalldämmung, ggf. Wärmedämmung, Estrich) beginnt erst oberhalb der verlegten Leitungen. Bis hierher müsste der gesamte Boden möglichst leicht und lagesicher aufgefüllt werden. Das dies in der Stärke einer Abwasserleitung für ein WC keinen Sinn hat, werden Wasser- und vor allem Abwasserleitungen sinnvollerweise nur im Ausnahmefall im Bodenaufbau verlegt, sondern in Installations- oder Vorwänden. Und da wären wir wieder beim Gesamtverständnis und vor allem einer übergreifenden Planung, denn die richtige Verlegung der Leitungen allein reicht nicht für ein vernünftiges Haus.

    Ne aber verstehen was er mir so erzählt. Und vielleicht auch die Meinungen wenn es mehere sind, hoffentlich bewerten zu können.

    Einen Meisterkurs HLS oder ein Fachstudium bis zum Bachelor oder Master der TGA-Planung wirst Du nicht durch 10 Fragen im Forum ersetzen können. Eine Diskussion auf Augenhöhe funktioniert demnach nach einigen Diskussionen hier auch nicht. Vergiss es oder fall auch erstmal kräftig auf die Nase dabei. Planen und Bauen ist komplexer als Du Dir das momentan offensichtlich vorstellst!

    • Offizieller Beitrag

    Ich will nicht die gesamte Raumplanung verwerfen, nur weil 1 Meter SW- Rohr unter dem Estrich verlaufen muss.

    Schmutzwasserleitungen haben im Regelfall unter Estrichen nichts zu suchen.


    Der Iterations-Prozess, nach dem alle Leitungsverläufe und Raumaufteilungen zueinander passen und die Räume auch noch gute Proportionen, genug Licht und Luft haben, nennst sich "Planung". So lange nicht alles passt, ist die Planung nicht abgeschlossen. Um das für alle Gewerke (davon gibt es noch ein paar mehr) zusammen zu denken, braucht es eine mehrjährige Vollzeitausbildung, nicht nur einen Abend YouTube.

  • Ich will nicht die gesamte Raumplanung verwerfen, nur weil 1 Meter SW- Rohr unter dem Estrich verlaufen muss.

    Und ich würde nicht einen Grundriss nehmen, dessen Umsetzung schon in der Planung Probleme sichtbar werden lässt.


    Das ist die größte Investition deines Lebens, die Planung ist quasi das Fundament des Hauses. Mach die Augen auf und geh einen oder sogar zwei Schritte zurück, sonst wird das das, was hier jeder außer dir schon von weitem sieht: nix Gutes.