Traglast Metallständerwand

  • Hallo zusammen,


    Ich habe ein kniffliges Problem.

    Meine Eltern haben sich einen neuen Fernseher gekauft, der nun mittels einer Halterung (ausklappbarer Arm) an der Trockenbauwand befestigt werden soll.


    Beides zusammen wiegt ca. 30kg. Durch das ausklappen des Arms entsteht jetoch ein Hebelarm, sodass die Belastung am Anschraubpunkt sicher deutlich höher ist.


    Die Wand ist nur einfach beplankt. Aus diesem Grund sind Dübel keine wirkliche Option.


    Ich habe jetzt mittels eines Magneten die Position der Metallständer der Unterkonstruktion ausfindig machen können. Mein Plan war nun mit einem Aluminiumprofil längs die beiden Metallständer zu verbinden. Dazu würde ich von außen durch die Trockenbauplatte mittels Blechschrauben in die Metallständer schrauben (sodass eine Art außenliegende Teaverse entsteht).


    Jetzt ist meine Frage: Wie viel Gewicht halten diese Metallständer aus? Ich habe da absolut kein Bauchgefühl und möchte vermeiden die komplette Wand mit dieser Aktion einzureißen.

    • Offizieller Beitrag

    Die zulässigen Konsollasten lassen sich bei Knauf in den technischen Unterlagen (hier: zu Wänden) nachschauen. Alle sicher funktionierenden Lösungen finden in der Wand statt. Achtung: Als Regelfall dürfte dort eine mindestens zweimalige Beplankung vorgesehen sein. (Und: Nur einfach mit 12,5 mm oder gar noch weniger beplankte GK-Wände sind in jeder Hinsicht Mist, immer!)

    • Offizieller Beitrag

    Die 30kg wären sicherlich noch kein Problem, aber beim Hebelarm bräuchte man schon mehr Details. Es macht auch einen Unterschied ob man eine Reihe Hängeschränke an die Wand schraubt oder nur eine einzelne Last (Stichwort Last pro Meter Wand)


    Zum Thema Schrauben und Dübel findet man einige Infos bei den Hersteller der GK Platten. Mit den entsprechenden Hohlraumdübeln können auch etwas höhere Lasten befestigt werden.

    • Offizieller Beitrag

    bei einfacher Beplankung wäre ich da sehr vorsichtig mit dieser Aussage.


    Ich meinte damit nicht Tonnen die man an die Wand hängen kann. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren das pro Dübel in 12,5mm GKP irgendwas um die 400-700N, also etwas mehr als die Standard 300N. Ich habe das irgendwann mal in Verbindung mit Hängeschränken nachgeschaut, ist aber schon lange her.

  • Vielen Dank schon einmal für die Antworten.

    Bei Knauf habe ich für "W111.de Einfachständerwerk - Einfach beplankt" eine Konsolenlast von 0,7 kN/m gefunden. Ist das die Angebe, die ich benötige?


    Wenn ich jetzt 2 Metallständer außen mittels eines Aluminiumprofils verbinde, kann ich diese Traverse dann mit 0,7 kN/m belasten? Die Metallständer sind an der Stelle, an der der TV hängen soll 400 mm voneinander entfernt. Spielt das irgendeine Rolle?

    Warum ist hier die Kraft pro Meter angegeben? Und viel wichtiger in welche Richtung dürfen denn die 0,7 kN wirken (senkrecht zur Wand oder parallel)?


    Ich habe einmal mittels Gewichtskraft und Hebelarm die Belastung an der Wand ausgerechnet, siehe Skizze:

    • Offizieller Beitrag

    Muss es unbedingt die Halterung mit dem Arm sein? Ohne diesen Faktor wärst Du alle Probleme los.

    Ich bin kein Freund von Lösungen die auf Kante genäht werden, denn in der Praxis lässt sich das nur selten exakt umsetzen. Die Frage ist auch, wie die Montageplatte aufgebaut ist. 4 Schrauben auf kleiner Fläche, das hält super in einer Betonwand, aber nicht unbedingt in einer GKP.

  • Naja "muss" ist immer so eine Sache...

    Der TV soll von 2 Blickwinkeln sichtbar sein.

    Einmal steht er parallel zur Wand und der Arm ist eingeklappt und einmal steht der senkrecht zur Wand und der Arm ist ausgeklappt (wobei letzteres der kritische Fall ist). Der Hebelarm ergibt sich also aus der Größe des TVs.

    Eine andere Montagemögleichkeit ist mir bis jetzt nicht eingefallen.


    Ist es denn möglich die Stelle irgendwie anders zu verstärken? Wobei ich erwähnen muss, dass es sich um eine Mietwohnung handelt. Alles was das Öffnen der Wand beinhaltet, scheidet also leider aus...

    • Offizieller Beitrag

    Bevor das hier jetzt endgültig zur lustigen Bastelstunde à la "Jugend forscht" wird: Es gibt ganz klare und präzise dokumentiere Bauanleitungen für bspw. die Knauf-Systeme. Hier der Link dazu. Da steht wirklich erschöpfend alles drin! Andere Systemanbieter haben ähnliche Lösungen im Angebot. Knauf empfehle ich wegen der mustergültigen Darstellung und Dokumentation.

    • Offizieller Beitrag

    Wobei ich erwähnen muss, dass es sich um eine Mietwohnung handelt.

    Dann würde ich auf Experimente verzichten. Eine Vorwand finde ich charmant, einfach umzusetzen und später auch wieder zu entfernen, ohne dass man gleich die ganze Wand sanieren muss.

    • Offizieller Beitrag

    Dann würde ich auf Experimente verzichten. Eine Vorwand finde ich charmant, einfach umzusetzen und später auch wieder zu entfernen, ohne dass man gleich die ganze Wand sanieren muss.

    Da für deren Installation aber in den Deckenputz und den Estrich gedübelt werden muss (Fussbodenheizung?) und bspw. die Elektroinstallationen in die Vorwand verlängert werden müssten, ist auch diese Leistung nicht ganz so banal zu lösen. Schon wegen der einfacheren Rückbaubarkeit würde ich in diesem speziellen Fall einer Mietwohnung noch einmal über den sehr pragmatischen Vorschlag von Rose24 nachdenken, der ohne jeden Eingriff in die Mietsache auskommt.