Dunkler Fleck Holzfassade

  • Hallo liebes Forum,


    wir haben folgendes Problem: Wir haben unsere Außenfassade neu streichen lassen (müssen) Ende Oktober. Das Haus wurde 2016 erbaut, Holzrahmenbausweise, diffusionsoffen.

    Seit einiger Zeit ist auf der Ostseite des Hauses an der Dezentralen Lüftung ein nasser Fleck, der immer größer wird. Von außen ist die Farbe aber trocken, wenn man hinlang. Messungen mit einem Feuchtegerät gehen weit in den nassen Bereich.

    Wir haben eine Dezentrale Lüftungsanlage, der Fleck, der größer wird, ist nur unter dieser Lüftung.

    Weiß vielleicht jemand was das sein kann bzw. wie wir weiter vorgehen sollen?


    Danke und GrüßeDok3-komprimiert.pdf

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde einen Zusammenhang mit der Lüftungsanlage vermuten, weniger mit dem Streichen.


    Das sollte sich vor Ort ein Fachmann anschauen.

    Skeptiker kann Dir sagen, worauf Du achten solltest beim Fachmann bzw was der können sollte.

    Jedenfalls würde ich bei HRB und Feuchtigkeit schnell reagieren.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo liebes Forum,


    Weiß vielleicht jemand was das sein kann bzw. wie wir weiter vorgehen sollen?

    Kondensat aus der feuchtwarmen Abluft, das sich auf der Putzoberfäche niederschlägt. Über Kurz oder Lang wird es auf der feuchten Fläche Algen und Flechten geben. Vom Blech von de Bakel würde das Kondensat vermutlich auch abtropfen, so dass sich das Problem nur verlagert, nicht löst. Die Abluftöffnung säße besser über einer Dachfläche. Aber auch dort gäbe es Kondensat. Es wäre nur weniger zu sehen.

    • Offizieller Beitrag

    Seltsam finde ich, das das vorher nicht bemerkt wurde. Daher war ich mit dem Tipp Kondensat unsicher. Das ist ja schon immer da.


    PS: bei unserer Abluft ist das auch so ähnlich, aber von Anfang an und wir haben auch eine andere Öffnung.

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde auch in Betracht ziehen, dass die Rohrleitung innerhalb der Wand, also die Durchführung, undicht sein könnte.

    :thumbsup:

    Dem würde ich auch auf den Grund gehen. Der Fleck reicht bis an die Blende heran, ich würde hier nicht ausschließen, dass die Abluft in der Blende (Abdeckung) kondensiert, innerhalb der Blende bis an die Wand läuft, und dann den Putz durchfeuchtet.

    Die Fassade könnte in Richtung Süden oder Osten ausgerichtet sein, Hauptwindrichtung von "link", so dass dort das Kondensat schneller abtrocknet als im Windschatten (rechts).

  • Vielen Dank für die vielen Antworten.


    Die dezentrale Lüftungsanlage ist von glt "fox up".


    Blower door Test wurde damals ordnungsgemäß gemacht.


    Das Zimmer ist unser Schlafzimmer, z.T. schlafen aber 2 unserer Kinder da mit. Allerdings sollte die Lüftungsanlage das doch "packen"?


    Die Außenwand sah an dieser Stelle nach knapp 5 Jahren aus wie auf dem angehängten Bild, unser Hausbauer hat sich dann (nicht ganz freiwillig) bereit erklärt, nachzubessern. Also wurde vor 6,7 Wochen die komplette Außenfassade professionell neu gemacht mit allem Drumherum. Also Reinigung, Fungizide, 2x mit hochwertiger Farbe streichen.


    Ich muss dazu sagen, dass wir die Lüftungsanlage (also dieses Keramikteil mit den Löchern) regelmäßig nach Aufforderung gewartet haben. Also Ausbau und Reinigung unter warmem Wasser. Eine Sichtkontrolle kam zu keinem Ergebnis, an der runden Wanddurchborhung ist ein Styroporring, der allerdings fest verbaut ist. Den kann ich nicht ranmachen.


    Das Problem tritt nur hier auf. Aber dass es so nass an so großer Fläche ist, die auch noch zunimmt, macht uns irgendwie Angst.

    Oder sollen wir einfach die Lüftung ausmachen und stosslüften täglich?


    An welche "Experten" könnten wir uns denn wenden? Wer ist für solche Sachen zuständig?

  • Das Zimmer ist unser Schlafzimmer, z.T. schlafen aber 2 unserer Kinder da mit.

    Also temporär (nachts) Anfall von viel Luftfeuchtigkeit.

    Das

    an der runden Wanddurchborhung ist ein Styroporring

    dürfte das "Rohr" der Wanddurchführung sein.


    Ich VERMUTE, es bildet sich Kondensat IM (Styro)Rohr, welches dann nach aussen läuft. Das Bild vor der "Sanierung" zeigt ein ähnliches Mangelbild; das Problem wird also wohl nicht neu sein. Das ist der Haken bei dezentralen (und zentralen mit Wandauslaß).

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich VERMUTE, es bildet sich Kondensat IM (Styro)Rohr, welches dann nach aussen läuft. Das Bild vor der "Sanierung" zeigt ein ähnliches Mangelbild; das Problem wird also wohl nicht neu sein. Das ist der Haken bei dezentralen (und zentralen mit Wandauslaß).

    Ein ähnliches Mangelbild zeigt sich bei meiner KWL. Das Auslassrohr wurde nicht gedämmt. Im Winter vereist die Ablaufspur.

    • Offizieller Beitrag

    dürfte das "Rohr" der Wanddurchführung sein.

    Volltreffer. Nach Bedienungsanleitung besteht die Wanddurchführung aus EPS, also diesem "Rohr". Dieses hat ein Gefälle nach draußen um Kondensat abzuführen. Das Kondensat landet dann in der Blende.


    Ich würde überlegen, ob man den Lüfter mal über einen längeren Zeitraum trotz Winter im Sommerbetrieb (Abluftbetrieb) betreibt. Dadurch sollte die Kondensation im Rohr bzw. Keramik-WT reduziert werden. Im Wechselbetrieb wird ja immer wieder kalte Luft durch das Rohr und WT in den Raum geleitet, so dass nach dem Umschalten die feucht-warme Raumluft auf den kalten WT trifft und dort vermutlich kondensiert.

    Die Zuluft für das Schlafzimmer muss dann aus dem Gebäude kommen.


    Sollte der Versuch erfolgreich sein, dann wäre zu überlegen, wie man das Problem lösen könnte. Ein Verzicht auf die WRG wäre eine Möglichkeit.


    Vielleicht noch als Ergänzung, evtl. könnte man auch an den Zeiten drehen, so genau habe ich jetzt nicht in die Anleitung geschaut.

  • Oder sollen wir einfach die Lüftung ausmachen und stosslüften täglich?

    Morgens und Abends nach/vor dem Schlafen 3minuten (zusätzlich) Stoßlüften ist doch nicht verboten?! ;)

    Dürfte zumindest nichts schaden wenn die Lüftungsanlage nicht so viel Feuchte abtransportieren muss.