IT: Switch nach dem Switch? Vor u Nachteile

  • Besser alle NW-Leitungen zu 1 Zentral Switch legen, oder Etagenmässig aufteilen/untersplitten?


    Werden die Signale schlechter bei jeder Splittung für alle NW-Verbindungen die nicht direkt am Router eingestöpselt sind?


    Es ist ein WLAN Router m 4f LAN Ports im Flur EG vorgesehen


    im WZ EG 10m weiter Zentraler Punkt mit Switch vorgesehen, hinterm Flat TV, unter der Revisionsöffnung der GK Medienwand,

    von dort werden


    im EG 3-4 NW 1f Dosen versorgt

    im KG 2 max 3 "

    im 1.OG 2 "


    alle Wege sind mit 32er bzw 25er Rohr ausgeführt u gut befestigt, teils UP verlegt.

  • Die Verbindung zwischen 2 Switchen ist halt dann der begrenzende Flaschenhals, wenn mehrere Geräte Daten untereinander übertragen wollen. Aber für das reine Internet sollte das kein Problem darstellen.

  • Im Neubau würde ich so einen Murks wie Switch hinter Switch nie machen. Klar für das reine Netzwerk für Internetzugang macht das keinen Unterschied, aber man verbaut sich damit alle zukünftigen Anpassungen. Dinge wie VLAN, getrennte Netzwerke, usw. werden unnötig erschwert.
    Für mich ist die richtige Lösung nur alle Netzwerkkabel sternförmig zentral an eine Stelle auf ein Patchfeld zu führen.

    • Offizieller Beitrag

    so einen Murks wie Switch hinter Switch

    Ich würde das jetzt nicht als Murks bezeichnen. Ist doch eine völlig normale Topologie.

    Natürlich etwas fehleranfälliger und komplexer, aber beherrschbar.

    Ich hab bei mir selbst ~45 Anschlüsse zentral zusammmengeführt und würde das auch empfehlen, wenn es baulich möglich ist.


    Aber je nach Mehraufwand der für einen zentralen Punkt notwendig ist würde ich es nicht komplett verteufeln.

  • Murks wie Switch hinter Switch nie machen

    Dann wäre nach deiner Definition quasi jede größere Büroinstallation Murks, weil es da schon alleine aus Gründen max. Längen gar nicht anders geht. Oder warum wäre das im industriellen Umfeld kein Murks, aber im privaten schon?

    • Offizieller Beitrag

    ja ich gebs zu ich hab etwas übertrieben ;)

    Aber ich hab das ja alles in EIgenleistung gemacht, da waren die Kosten überschaubar. Und wieviel Arbeit es ist, das merkt man immer erst wenn man es macht :D


    Und ich hab halt grundsätzlich immer Doppeldosen gesetzt und mit einem Duplex-Kabel angefahren.

    4xWoZi

    4x Büroecke

    1x Küche

    1x Flur

    1x Schlafzimmer

    2x Technikraum

    2x Kind 1

    2x Kind 2

    2x Büro

    1x HWR

    1x Flur OG

    1x Garage


    22 Doppeldosen = 44 Ports

    + 1 Klingelstation

    + 4 lose Leitungen im DG für IP-Cams...


    sind 3 24x Patchpanels im 19" Rack. Ich komme aber mit einem 24 und einem 8 Port (PoE) Switch aus, weil nur ein Bruchteil belegt ist.


    Achja VLANs hab ich mir natürlich auch eingebeildet, hochtrabende Planungen... Nunja, es ist bei 2 VLANs geblieben, "Normal" und "Gast"...

  • Ich habe mit keinem Wort geschrieben dass es nicht funktioniert und natrülich wird das draussen auch so gemacht, leider. Mit "Murks" meinte ich das es als Neuinstallation nicht zu empfehlen ist und ich habe dafür auch Gründe genannt. Man baut sich nur zusätzliche mögliche Fehlerquellen und zukünftige Einschränkungen ein. Deshalb wenn möglich immer alles Sternförmig auf ein Patchfeld. Alles andere ist sparen am falschen Ende.

    Ich habe wie SirSydom auch nicht gespart. ZFH, pro Wohnung 13 Doppeldosen mit dann in Summe 26 Buchsen. Im Keller, Büro und Werkstatt nochmal ca. 15 Doppeldosen.
    Am TV-Platz habe ich alleine 6 Buchsen um auch da jeglichen Mini-Switch zu vermeiden.

  • Morgen,

    ich hab bei mir im Haus alles sternförmig in den Netzwerkschrank in den Keller gelegt. Damals erschien es mir klug und eigentlich bin ich auch ganz glücklich damit, weil.....Single point of failure wenns mal hakt.
    Und was mit auch sehr wichtig war, dass ich unabhängig vom Netzwerk, alles mögliche auf die Leitungen schalten kann. Als Beispiel wäre z.b. eine HDMI Strecke, obwohl sich dieses Thema ja im EFH eh überholt hat, aufgrund der mitllerweile vorhandenen Möglichkeiten.

    Allerdings bin ich genau damit letztes Jahr ein wenig auf die Schnauze gefallen. Nämlich als mein zentraler Switch nach über 10 Jahren Dauerbetrieb die Hufe gestreckt hat.
    Single point of Failure ist natürlich erst mal einfach zu finden, allerdings fing dann die Suche an, welche Geräte zwingend wieder ins Netz müssen und welche erstmal außen vor bleiben können. Ich habe zwar eine Doku, welcher Port zu welcher Dose geht, aber natürlich nicht die Verkabelung im Netzwerkschrank selber und schon gar nicht, an welcher Dose ich welches Gerät habe.

    Und genau da wäre es evtl. mit einer Etagenweise Verkabelung einfacher gewesen. Einfach jede Etage an die Fritzbox klemmen und alles wäre nach 2 Minuten wieder da gewesen.
    Die Medaille hat m.E. also ganz klar zwei Seiten und eine gute Doku ist einfach alles, obwohl im Ernstfall vermutlich irgendein wichtiger Punkt doch fehlt. :D


    Lg

    Frank

    • Offizieller Beitrag

    Switche in Reihe zu schalten, quasi eine Switch-Kaskade zu bilden, ist je nach Anwendungfall durchaus üblich und u.U. auch sinnvoll.


    Bitte nicht mit einer Routerkaskade verwechseln - das macht man i.d.R. nicht !


    Eine Switch-Reihe ist z.B. sehr sinnvoll bei Leitungslängen, die über die Spezifikationen (i.d.R. max. 100m) hinausgehen, was aber im Home-Bereich eher selten ist.

    Ein weiterer Anwendungsfall ist der Platz für Leitungsführung. Hat man wenig oder keinen Platz für dicke Leitungs"bündel" legt man nur 1 Leitung durch die Engstelle und stellt dahinter einen Switch, der dann auf mehrere Geräte verteilt. Klar, das ist dann der Flaschenhals - aber wo im Home-Bereich wollen 2 Geräte zeitgleich 1GBit/s oder später 10GBE so nutzen, dass Wartezeiten entstehen?


    Klar ist auch, dass sich die Signallaufzeiten verlängern. Wir sprechen hier aber über einstellige Werte im Millisekunden-Bereich!


    Der Single-Point-of-Failure wurde bereits erwähnt.

    Dass die Signal"qualität" auch nicht schlechter wird wurde auch schon erwähnt.


    Wichtig heutzutage bei der Switchauswahl ist u.U. auf IGMP v2 / Multicast zu achten, wenn z.B. MagentaTV ge-streamt verteilt werden soll.


    Für die Verwaltung und Segmentierung bedeutet ein einzelner Switch weniger Aufwand, bei einem Heimnetz ohne Verwaltung und ohne Segmentierung auf Netzebene wäre es egal. Energieverbrauchsmäßig sind 2 Switche i.d.R. ungünstiger.


    Wenn eh' alles im HAR/Keller im Rack steht würde ich zu einem einzelnen Gerät tendieren. Einen kleinen Desktopswitch bekommt man werktäglich zw. 9 und 18 Uhr in jedem Elektromarkt oder bei ITlern oder 24/7/365 in der eigenen Kramkiste wenn der "Große" mal abka**t - äh ich meine die Hufe hochreißt. Notversorgung: 4 Ports am Router.


    Wenn z.B. im Arbeitszimmer/Homeoffice die Geräteanzahl die Dosenanzahl übersteigt, kann für einen kleinen Bereich ein zusätzlicher Desktop-Switch (5er, 8er 10er o.Ä.) lokal im Arbeitszimmer zum Einsatz kommen und daran dann das Büroequipement angeschlossen werden, was üblicherweise auch örtlich dicht beieinandersteht.

  • Klar ist auch, dass sich die Signallaufzeiten verlängern. Wir sprechen hier aber über einstellige Werte im Millisekunden-Bereich!

    kleine korrektur: eher im deutlichen sub-millisekunden bereich. Ein Ethernet-Paket zwischenzuspeichern kostet gerade mal 12 Microsekunden.

    Dem Rest deines Beitrags ist glaube ich nichts mehr hinzuzufügen :thumbsup: