Energieausweis

  • Hallo Experten-Forumaner...


    ich habe eine große Bildungslücke und wäre sehr erfreut, wenn ein Fachwissender diese schließen könnte.


    ich wäre interessiert an einer Immobilie. Ein Energieverbrauchsausweis, bei dem der Verbrauch der letzten Jahre berücksichtigt wurde, liegt vor. Jetzt frage ich mich aber, aufgrund welcher Verbrauchswerte dieser berechnet wird, deshalb die erste Frage vorab...


    1. Wird für die Berechnung des Verbrauchsausweises der Stromzählerverbrauch ermittelt, oder liest man die Werte direkt aus der Heizungmaschinerie ab?


    Sie fragen sich vielleicht, wie kommt die auf die Idee, aus der Heizung Werte abzulesen. Nun ja, es wird jetzt etwas kompliziert.


    Die Heizung des Hauses ist eine Wärmepumpe, die einen eigenen Stromzähler im Stromkasten besitzt. In der Wärmepumpe lässt sich auch irgendwo im Menü ein Verbauchswert der Maschine ablesen.


    Neben dem Haus befindet sich eine Scheune. Auf der Scheune gibt es sehr viele Photovoltaikmodule. Die Scheune gehört aber nicht zum Hauskauf, deshalb ist die Verbindung gekappt. Der Strom floss früher per Kabel vom Scheunendach in die Immobilie! Ob dort der Strom gespeichert, gleich direkt ins Stromnetz gespeist oder zum Antrieb der Wärmepumpe verwendet wurde, kann ich leider nicht sagen. Ich gehe mal auch vom Letzteren aus.


    Nun stellt sich mir, als Laie, die Frage, ob dann der Ausweis korrekt berechnet wurde.

    2. Müsste man, zur korrekten Berechnung des Energieausweises, die Energieverbrauchswerte nicht an der Wärmepumpe ablesen?


    3. Wenn man nur die Werte vom Stromzähler der Wärmepumpe verwendet, hat man damit eigentlich nicht die Photovoltaik aussen vor gelassen?


    4. Sind Energieberater bzw. die Aussteller des Ausweises verpflichtet, diese Werte miteinzubeziehen?

    5. Ich meine, die womöglich nicht berücksichtigte große Photovoltaikanlage könnte das Energieausweis-Ergebnis stark verzerren. Liege ich da richtig?


    Ich freue mich auf die Expertenmeinungen:)

  • Ist es ein Wohngebäude oder ein Nichtwohngebäude?

    Neu- oder Altbau bzw. Baujahr?

    Wenn Neubau: wurde der Energieausweis im Zusammenhang mit dem Neubau erstellt? geförderter Standard?

    wenn Altbau: wurde der Energieausweis im Zusammenhang mit einer ggf. geförderten Sanierung erstellt?

    Handelt es sich um einen Verbrauchs- oder um einen Bedarfsausweis?

    Wann wurde der Ausweis erstellt?


    Wann wurde die PV-Anlage abgekoppelt? Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf?

    • Offizieller Beitrag

    Handelt es sich um einen Verbrauchs- oder um einen Bedarfsausweis?

    Ist wohl ein Verbrauchsausweis:

    Ein Energieverbrauchsausweis, bei dem der Verbrauch der letzten Jahre berücksichtigt wurde, liegt vor.


    Wann wurde die PV-Anlage abgekoppelt? Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf?

    Sieht so aus:

    Die Scheune gehört aber nicht zum Hauskauf, deshalb ist die Verbindung gekappt.

    • Offizieller Beitrag

    Wann wurde die Verbindung gekappt?


    Ich bin jetzt für Verbrauchsausweise jetzt nicht der Crack.

    Ich kann ja als Energieberater immer nur den IST-Zustand aufnehmen, nicht den irgendwann vielleicht mal in der Zukunft-Zustand.


    Der Verbrauchsausweis hat einige Tücken und Probleme, aber auch einige Vorteile.


    Wenn einen der Strombedarf tatsächlich wichtig ist, würde ich ihn in diesem Fall nicht über den Ausweis, sondern über andere Wege eruieren.

    Oder einen Bedarfsausweis in Auftrag geben ( was ich aus den vorliegenden Daten erst mal nicht für sinnvoll halte)


    Worum geht es eigentlich?

    Um die Daten? Die kann man sich holen.


    Um das Verhandeln eines Preises aufgrund des Ausweises?


    Im das Gefühl, dass der Ausweis nicht richtig erstellt wurde?

    Was sagt denn der zuständige Energieberater?

    • Offizieller Beitrag

    ...

    4. Sind Energieberater bzw. die Aussteller des Ausweises verpflichtet, diese Werte miteinzubeziehen?

    Meiner Auffassung nach, können die bei einem Verbrauchsausweis, und um den handelt es sich hier vermutlich, nur die Daten und Verbräuche berücksichtigen, die ihnen der Auftraggeber zur Verfügung stellt. Das sind keine Detektive.

    • Offizieller Beitrag

    In den Ausweisen, die als Verbrauchsausweise für +/- 30 € über das Internet vertrieben werden, steht oft der größte Unsinn. Diese basieren auf nicht einmal auf Plausibilität geprüften Angaben der Bestellenden und sind meistens für die Tonne.

    Off-Topic:

    Ich habe schon mehrere Ersteller solcher Ausweise bei der zuständigen Aufsichtsbehörde wegen "groben Unfugs" denunziert.