Leerrohre für Telefon/Datenkabel verpflichtend ?

  • Folgendes Problem bei meinem Bruder.

    Er hat mit BT gebaut und hat nun folgendes Problem.


    Er hat eine Doppelhaushälften und hat in jedem Zimmer ein 8 adriges Telefonkabel verlegen lassen.Leider kein Cat 7 Kabel.

    Nun liegt in jedem Zimmer dieses graue Kabel,das er gegen ein Cat 7 Kabel tauschen will.Die Elektriker haben von jedem Zimmer ein Leerrohr zu einem Schacht gezogen.Das Problem ist nun,das die Leerrohre nicht durchgängig sind.Im Schacht kommen die Kabel zusammen und gehen ins Dachgeschoss.


    Nun kommt das seltsame an der Verlegung.Alle Kabel sind nun an einem Strang nach oben verlegt.Und dann mit Kabelbinder befestigt.Zusätzlich noch mit eine Art Zugentlastung gesichert.


    Somit ist unser Vorhaben ein Cat 7 Kabel durchzuziehen gestorben.


    Müssen solche Kabel nicht austauschbar sein ?

    Also auch ohne Vereinbarung gilt die DIN 18015 ?


    Der Bauleiter meinte nein.

  • Müssen solche Kabel nicht austauschbar sein ?

    Die Forderung nach Austauschbarkeit resultiert m.W. nach aus den Anforderungen der DIN 18015, sonstige Normen zu IuK oder RuK lassen sich nur mit Gewalt auf die Anwendung im EFH herbeileiten.


    Also auch ohne Vereinbarung gilt die DIN 18015 ?

    Da streiten sich die Geister, diese Norm ist erstmal keine VDE-Norm, kann vielleicht in Teilen als aRdT herangezogen werden. Enthält aber eben auch viele Anforderungen, die nicht so ohne weiteres als allgemeingültig gelten können (z.b. Ausstattungsumfang)

    Praktischer als ein Streit um diese Norm dürfte da der Versuch sein, die vorhandene Leitung als Netzwerkkabel zu missbrauchen. Zufaelligerweise hat ja ein Cat6 oder Cat7 auch 8 Adern...eine 100Mb Verbindung sollte schon mit 4 Adern moeglich sein.

  • Steht irgendwo in der Baubeschreibung 'was von "modern" o.Ä.?


    dann wäre u.U. "Stand der Technik" ein Argument.

    Cat5e , mit dem 1GBit/s möglich ist, gibt es seit über 25 Jahren.

    Cat6a und Cat7 wäre aktueller Standard.


    8-adriges "Telefonkabel" hört sich an wie 1990, als es noch POT und ISDN gab.

    16MBit/s DSL mit RAM hat man hausintern auch noch über "Telefonkabel" transportiert bekommen.

    Und mit je 2 Adern Telefon wieder zurück durchs Haus zum Telefon und 4 Adern durch Haus ISDN verteilt und die 8 Adern waren sinnvoll genutzt. In den Jahren so 1990 - ca. 2000.


    heute: NoGo.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • 8-adriges "Telefonkabel" hört sich an wie 1990, als es noch POT und ISDN gab.

    Ja, schon, aber wenn ich das hier lese:


    Er hat eine Doppelhaushälften und hat in jedem Zimmer ein 8 adriges Telefonkabel verlegen lassen.

    ...scheint es ja eine konkrete Anforderung für diesen Leitungstyp gegeben zu haben. Also kein "Errichten nach aRdT" sondern ein Kundenwunsch (wieso, weshalb, wofür auch immer gedacht oder gewünscht). Daraus jetzt eine Pflicht herzuleiten, das Kabel austauschbar zu verlegen? Schwierig. Fast unmöglich.

  • Weil beim BT ein Cat 7 Kabel ein vermögen gekostet hätte.

    Also war das so mit dem Elektriker vereinbart worden,ein Telefonkabel zu verlegen,das man es jederzeit tauschen kann.


    Von den Zimmer und der tiefen Dose geht ja ein Leerrohr weg,bis zu einem Schacht wo alle Kabel zusammen kommen.

    In dem Schacht gehen sie dann ohne Leerrohre weiter zum Dachgeschoss.

    Man hätte die Kabel auch tauschen können,wenn sie nicht mit Kabelbinder und so eine Schraube die als Zugentlastung die Kabel extra noch sichert befestigt hätte.


    Man müsste in zwei Badezimmer die Fliesen entfernen,Rigipswand öffnen,Kabelbinder und die Schrauben lösen.

  • Also kannst du die Kabel von Dose bis zum Schacht wechseln, ab da ist das Kabel nicht zu ziehen.
    Dann ist es doch aber trotzdem wechselbar. Im Schacht kannst du das alte Kabel doch drin lassen.
    ziehst halt ein neues durch das Rohr und im Schacht parallel zu den alten reinhängen.


    fertig

  • In dem Schacht gehen sie dann ohne Leerrohre weiter zum Dachgeschoss.

    Man hätte die Kabel auch tauschen können,wenn sie nicht mit Kabelbinder und so eine Schraube die als Zugentlastung die Kabel extra noch sichert befestigt hätte.

    und das war der Fehler, das Leerrohr hätte man durch den Schacht führen müssen..


    Wann hat dein Bruder gebaut? Aktuell?

    Der Streit lohnt am Ende nicht. Ohne Gericht wird hier nichts passieren.


    Also entweder mit Telefonkabel leben (100MBit wird ziemlich sicher funktionieren) oder den Schacht da öffnen wo die Kabel aus den Zimmern reinkommen.

  • Kater432

    Nein wir müßten vom Dachboden ziehen.

    Und das geht nicht ohne das kabel abzureißen.Die Kabel sind an vier Stellen mit Kabelbinder befestigt.Dann noch mit zwei Schrauben die das Kabel zusätzlich fest drückt.


    Wir haben es jetzt mit dem vorhandenen Kabel verdrahtet.Er wartet nun auf die Antwort vom Bauleiter,was er dazu schreibt,das der Elektriker sie hätte so verlegen müssen,das man sie tauschen kann.

    Wir reden hier von 5x3m zusätzliches Leerrohr.oder halt nicht mit Kabelbinder befestigen.Dann hätten wir es auch raus bekommen.

  • Weil beim BT ein Cat 7 Kabel ein vermögen gekostet hätte.

    Also war das so mit dem Elektriker vereinbart worden,ein Telefonkabel zu verlegen,das man es jederzeit tauschen kann.

    Wenn ihr das wirklich nachweislich so vereinbart hattet ("ein Telefonkabel austauschbar zu verlegen" - und nicht - "ein Telefonkabel je Raum zu verlegen") dann wäre die Mangelanzeige berechtigt. Wenn ihr aber nur darauf gehofft habt, das es so ("austauschbar") verlegt werden würde, dann sehe ich wenig Chancen...

    .oder halt nicht mit Kabelbinder befestigen.Dann hätten wir es auch raus bekommen.

    Freihängende Leitungen im Schacht sind Murks, Stichwort Zugentlastung.

  • Durchgehende Schutzrohre bis zum Dachspitz hätten so große Biegeradien verlangt, dass man sie im Schacht nicht unterbringen kann. Die beschriebene Methode erscheint mir sehr vernünftig.

    Ist denn der Rohrquerschnitt überhaupt ausreichend für ein dickes und steifes CAT 7 ?

    Der Eli könnte sich ja auch darauf berufen, dass nur das J-Y(ST)Y ausgewechselt werden muss.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ist denn der Rohrquerschnitt überhaupt ausreichend für ein dickes und steifes CAT 7 ?

    Der Eli könnte sich ja auch darauf berufen, dass nur das J-Y(ST)Y ausgewechselt werden muss.

    Selbst 1000Base-T (802.3ab) ist auf Cat5e spezifiziert, das sind UTP Leitungen (unshielded twisted pair) - die sind vergleichbar flexibel und dünn wie ein j-ysty 4x2x0.6 ggf. sogar dünner (weil der aderquerschnitt kleiner ist).


    Das idR Cat7 Label verlegt werden weil sie nicht viel teurer sind und man in die Zukunft denkt, heißt nicht dass es nicht auch ohne geht.


    Cat5e ist bis 200Mhz spezifiziert, das j-ysty halt nur bis 16.


    Und das geht nicht ohne das kabel abzureißen

    auch das wäre etwas, was man in Betracht ziehen könnte. Die Zugentlastung abzureißen..
    Ein frei hängendes Cat7 über ein paar m im Schacht. Gibt schlimmeres!

  • Von unten ein Kabel einstecken, von oben mit einer passenden "Fangeinrichtung" "angeln, hochziehen, Netzwerkkabel nachziehen, fertig.

    so würde ich das auch machen. Ich würde eine Nylon-Einziehhilfe mit Metallspitze ins Leerrohr bis in den Schacht einführen und dann mit einem starkem Magneten an einer Schnur "angeln".

  • Die Doppelhaushälften hat EG,OG 1 und OG 2 und Dachboden.

    Man müsste im Bad OG 1 und Bad OG 2 Fliesen und Rigips entfernen.

    Noch schlimmer ist das Kabel vom EG.

    Weil da vom Schacht 1 zu Schacht zwei verlegt wurde.

    Das sind genau zwei Kabel.

    In Schacht 1 kommt das schwarze Kabel von der Telekom.Da sind von den 8 Adern zwei von Telekom dran.

    Das geht dann von da zu Schacht 2 und dann hoch zum Dachboden.

    Von EG TAE Dose ein 8 adriges Kabel zu Schacht 1 und von da zu Schacht 2 und dann hoch zum Dachboden.

  • EG gehen zwei 8 adrige Kabel von Schacht 1 zu Schacht 2

    Gedacht war das nun so,das zwei Adern von dem ersten Kabel an das Schwarze von Telekom angeschlossen ist.

    Die TAE Dose wird entfernt,und da kommt nun ein Netzwerkdose hin.

    Die TAE Dose kommt ins DG.

    Von dem einen Kabel werden ja nur zwei Adern davon genutzt.

    Und das vom EG wird an das Patchpanel verdrahtet.

    Router und Switch kommen auch in DG.

    Nun werden alle anderen Kabel auch im DG verdrahtet.Alle Netzwerkdosen sind dann an dem Switch angeschlossen.

  • was für ein Gebastel - auch wenn ich es nur ansatzweise verstanden habe! Aber ehrlich gesagt überrascht mich das nicht wirklich ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Naja, WLAN ist manchmal instabil oder nicht leistungsfähig genug, oder man hat Geräte die kein WLAN haben. Aber wenn Netzwerk, dann bitte richtig. Alle Kabel einfach runter in den Keller und auf einen Hub und gut ist. So viele Zimmer werden es ja wohl nicht sein.


    Jetzt ist die Frage wie beauftragt wurde. Wenn kein Leerrohr beauftragt wurde, kommt auch keins. Ich hätte eins beauftragt, weil sich die IT ständig verändert. In paar Jahren ist alles Glasfaser oder sonst was und dann darfst alles noch mal aufstemmen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ja genau 10base-2 mit den guten BNC Steckern... shared medium und Linienstruktur und wehe der Terminator fehlte.

    Noch schlimmer war ein falscher Terminator...die 93Ohm für Arcnet sahen den 50Ohm für Ethernet verdammt ähnlich. Die Folgen einer Vertauschung waren verheerend...Dauerrekonfiguration auf dem Arcnet, Ethernet ging gar nichts mehr.