Art des Mauerwerks - 1971?

  • Hallo,

    wir haben ein Haus von 1971.

    Das Haus hat ein WDVS von 5 cm plus Außenwand.

    Meine frage ist, aus welchem Material die Außenwand ist, z.B. Beton, Kalksandstein usw.

    leider finde ich in den Hausunterlagen nichts.

    Es gibt außen an der Wand eine Klappe mit einem Loch zum Kamin, welcher sich im Wohnzimmer befinde.

    anbei findet ihr Fotos. Kann man daran eventuell erkennen um was für ein Mauerwerk es sich handelt? Ich glaube unten und an den Seiten ist das ganze verputzt, aber oben zeichnet sich doch ein Stein ab, oder? oder könnte das Beton sein?

    Oder kann man das daraus nicht schließen?

    Danke ☺️

    • Offizieller Beitrag

    aus welchem Material die Außenwand ist, z.B. Beton, Kalksandstein usw.


    aber oben zeichnet sich doch ein Stein ab, oder? oder könnte das Beton sein?

    Ich eröffne das Ratespiel und werfe "Hohlblock" in´s Rennen. Die gab es zu dieser Zeit beispielsweise in 24cm und 30cm, und mit 4 Kammern. Je nach Rohdichte hatte das verputzte Mauerwerk dann einen typ. U-Wert um die 1,1W/m²K bis 1,5W/m²K. Zusammen mit 50mm WDVS lag der U-Wert dann unter 0,6W/m²K. Diese Steine waren in manchen Regionen sehr verbreitet, mit oder ohne eine dünne raumseitige Dämmung. HBL + WDVS findet man 197x eher seltener, aber auch das gab es schon.


    Fotos einzuschätzen ist immer schwierig. Wolfang hat hier mal ein paar Infos als Hilfestellung veröffentlicht.


    Fotos - aussagekräftiger durch maßstabsgebende Elemente


    Dein Foto liefert ein Indiz für einen möglichen Wandaufbau, ich gebe aber zu bedenken, dass eine einzelne Stelle für eine Untersuchung nicht ausreicht. Es wäre ja denkbar, dass die Öffnung nicht einfach in die vorhandene Wand getrieben wurde, sondern mit einem anderen Material die Öffnung erstellt, und dann der Rest der Wand fertiggestellt wurde. Denkbar ist fast alles.


    Weitere Anhaltspunkte könnten sich bei der Untersuchung von Schaltern/Steckdosen an einer Außenwand ergeben. Die dafür notwendige Tiefe macht es erforderlich, dass man ein Loch tiefer in die Wand bohrt. Die Schalterdosen wurden nicht immer perfekt eingesetzt, so dass man manchmal am Rand noch das eigentliche Mauerwerk erkennen kann.

    Eine weitere Stelle die einen Hinweis liefern kann wären Öffnungen für Gurtwickler (Rolladen) sofern diese Unterputz gesetzt wurden. Dafür wurde gerne mal nur eine schmale Öffnung in das Mauerwerk (durch den äußeren Steg bis in die Kammer) gestemmt und dann der Gurtwickler einfach eingesetzt und an der Blende verschraubt.


    An den genannten Stellen kann man relativ einfach nachschauen und die Stelle wieder problemlos verschließen. Etwas schwieriger wird es an den Rolläden, öffnen der Revisionsöffnung und dann mal schauen wo der Rolladenkasten aufliegt. Typischerweise liegen die >10cm auf dem Mauerwerk auf, so dass man dort neben Mörtel auch das eigentliche Mauerwerk erkennen kann.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .