Haussanierung, was kann man fördern lassen?

  • Hallo,


    ich nähere mich im Moment dem Thema Sanierung einer freistehenden Immobilie, die in Ende der 70er Jahre gebaut wurde. Um das Haus bewohnen zu können, müssten verschiedene Sanierungen durchgeführt werden.


    1) Die Heizung (Öl) ist defekt und muss neu gemacht werden.

    2) optional könnten auch die Heizkörper getauscht werden.

    3) Alle Bäder müssen saniert werden. Das wären zwei volle Badezimmer aktuell mit Dusche, Badewanne, WC und Waschbecken in OG und EG. Ein Kellerbadezimmer mit Dusche, WC und Waschbecken. Und zwei Gäste-WCs in OG und EG.

    4) Die aktuellen Bodenbeläge in OG und EG (Teppich/PVC) müssen raus.

    5) Alle Wände müssen neu gestrichen oder tapeziert werden.

    6) optional könnte das Haus auch einen Anstrich gebrauchen.

    7) im Keller fehlt noch die Decke, die Rohre sind zu sehen.

    8) Dämmung / Fenster - das müsste nicht unbedingt sein. Käme aber in Frage wenn es sich unterm Strich rechnet.

    9) Der Dachboden könnte auch ausgebaut werden. Eine Wohnung könnte dort aber nicht entstehen. Maximal wenn es im Rahmen einer Förderung sinnvoll wäre.



    Das Haus hat eine OG und EG Wohnung. Im Keller könnte man eine Kellerwohnung einrichten. Das Dach ist soweit in Ordnung und muss nicht gemacht werden. Eine Solaranlage währe eher Suboptimal, da es keine Flächen mit optimaler Sonneneinstrahlung gibt. Wegen der Gauben ist die Dachfläche auch nicht gut geeignet.


    Bevor ich einen Experten zu rate ziehe, möchte ich mal grob den Überblick gewinnen. Ich habe gesehen, dass über die KFW eine Haussanierung gefördert wird. Allerdings sehe ich nicht ganz, ob dort die Badezimmer, Böden und Wände mit gefördert werden. Dann wird wohl auch noch die Schaffung von Wohnraum gefördert. Allerdings würde in meinem Fall kein neuer Wohnraum entstehen. Daher auch fraglich. Auch ist mir nicht klar, ob man verschiedene Förderprogramme kombinieren kann.


    Gibt es denn noch weitere Fördermöglichkeiten? Was wäre Grundsätzlich zu klären, bevor man sich an einen konkreten Plan begeben kann?


    Ziel ist es ein Haus mit drei (OG, EG und Keller) vermietbaren Wohnungen zu haben, dass einigermaßen auf einem modernen Stand ist. Aus eigenen Mitteln könnten ca. 100.000€ eingebracht werden. Eine Tilgung für einen notwendigen Kredit wäre, wenn alles so bleibt, mit 2500€/Monat machbar.


    Danke fürs Lesen!

    • Offizieller Beitrag

    Allerdings sehe ich nicht ganz, ob dort die Badezimmer, Böden und Wände mit gefördert werden.

    Warum sollte eine Badezimmer-Sanierung gefördert werden? Jede Förderung hat ein Ziel, beispielsweise Energeieinsparung. Damit kannst Du also Maßnahmen fördern lassen die zu einer Energieeinsparung führen, beispielsweise ein neuer Heizkessel, oder bessere Fenster, Fassadendämmung ,Dachdämmung.


    Dann gibt es Fördermittel zur Schaffung neuen Wohnraums. Das ist wieder eine ganz andere Sache. Hier geht es darum, dass neue Wohnungen/Wohnräume geschaffen werden, beispielsweise wenn bisher ungenutzter Dachraum in einen Wohnung umgebaut wird. Das ist ja nicht so einfach, es gibt dazu eine Menge Anforderungen die zu erfüllen sind, und deswegen kann man hier Förderung in Anspruch nehmen. Wenn Du beispielsweise aus einem Haus mit 2 Wohnungen ein Haus mit 3 Wohnungen machst, indem eine ungenutzte Etwage umgebaut wird, dann besteht die Möglichkeit dass diese Maßnahmen gefördert werden. Die Modernisierung vorhandener Wohnungen hat damit erst einmal nichts zu tun.


    Für Dein Badezimmer fällt mir nur noch eine Fördermöglichkeit ein, das wäre ein Umbau in ein barrierefreies Badezimmer, so dass man dieses auch im Alter nutzen kann. Auch das kann gefördert werden.


    Leider sind die vielen Möglichkeiten der Förderung kaum zu durchschauen, es gibt auch regionale Programme (Stadt, Gemeinde), die kennt man als Außenstehender eher selten.

  • 7. glaube ich nicht. Wenns da keine Decke gäbe, gäbs kein EG ondern nur ein sehr hohes KG. Meinst Du eine abgehängte Decke oder was meinst Du? Für eine rein optisch abgehängte Decke gibts sicher keine Fördermittel

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

    • Offizieller Beitrag

    Eben. Deswegen hatte ich geschrieben:


    Für Dein Badezimmer fällt mir nur noch eine Fördermöglichkeit ein, das wäre ein Umbau in ein barrierefreies Badezimmer, so dass man dieses auch im Alter nutzen kann. Auch das kann gefördert werden.

    Die Förderbeträge für solche Maßnahmen sind aber eher überschaubar. Die Pflegekasse hat maximal 4.000,- € an Zuschuss bereitgestellt, wenn ich mich richtig erinnere, und die KfW hat ein ähnliches Förderprogramm (max. 10% der förderfähigen Kosten, maximal 5.000,- €)

  • Die Antworten kamen schneller als ich dachte.


    R.E.: Danke für den Hinweis auf mögliche lokale Förderungen. Es ist tatsächlich so, dass ich dazu was vor 1-2 Jahren im lokalen Amtsblatt gelesen habe. Daher hat mich die Förderung der KFW etwas irritiert, da ich das ganz anderes in Erinnerung hatte. Da werde ich mich auf jeden Fall schlau machen müssen. Das heißt für mich aber auch, dass ich bei der Wahl eines Beraters (was möglicherweise auch Pflicht sein kann) auch regional orientieren sollte.


    Die Neuschaffung von Wohnraum habe ich eigentlich auch schon abgehakt. Der Keller ist bereits Wohnraum und das Dachgeschoss dient eher als Stauraum. Zum Glück ist dieser aber über das Treppenhaus erreichbar.


    Ralf: Genau, ich meine die Verkleidung der Decke, also die Kosmetik.

    • Offizieller Beitrag

    7. glaube ich nicht. Wenns da keine Decke gäbe, gäbs kein EG ondern nur ein sehr hohes KG. Meinst Du eine abgehängte Decke oder was meinst Du? Für eine rein optisch abgehängte Decke gibts sicher keine Fördermittel

    Die meisten Baukundigen bezeichnen das gesamte Bauteil, welches zwei übereinander liegende Räume vertikal von einander trennt, als „Decke“ und betrachten dann die einzelnen Schichten (Belag, Estrich, tragende Decke, Bekleidung, Anstrich). Laien hingegen bezeichnen oft nur die Unterseite des Bauteils als „Decke“, die Oberseite als „Boden“ und ignorieren die tragende Schicht komplett.


    Insofern dürfte hier ein sprachliches Problem vorliegen, kein technisches.

    • Offizieller Beitrag

    . Das heißt für mich aber auch, dass ich bei der Wahl eines Beraters (was möglicherweise auch Pflicht sein kann) auch regional orientieren sollte.

    Das würde ich sowieso empfehlen, die kennen die "regionalen Gepflogenheiten" meist besser als jemand der weiter entfernt wohnt. Zudem ist eine Besichtigung vor Ort notwendig, und da machen sich mehrere hundert Kilometer Anreise nicht so gut. Es gibt sicherlich Dinge die man auch über größere Entfernungen besprechen und abklären kann, aber so eine energetische Sanierung gehört nicht dazu.

  • Habe eine offizielle Seite gefunden: Fördermittelkompass


    In Frage käme demnach noch:


    (GAK) Förderbereich 1: Integrierte ländliche Entwicklung - 3.0 Dorfentwicklung (Ortschaften bis 10.000 EW)

    Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen - Zuschuss Pflegekasse

    KfW-Barrierereduzierung - Investitionszuschuss (455B)

    Steuerlich erhöhte Absetzungen bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen (§ 7h EStG)

    Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden - (§ 35c EStG)

    Darlehen Wohneigentum universell (710)


    Wahrscheinlich aber noch mehr.


    Und da schwingt dann noch die spätere Nutzung mit, also ob wir selbst bewohnen oder vermieten werden.


    Zwingend ist aber, dass das Haus so schnell wie möglich wieder bewohnt wird und mindestens die Heizung sollte im Winter 2022 wieder funktionieren.

    • Offizieller Beitrag

    Und ob jeder Energieberater alles macht.


    Wie sieht’s mit Steuerermäßigung aus, Kollegen? Wir bieten das nicht an. Kenne auch keinen, der das macht.

    • Offizieller Beitrag

    Wie sieht’s mit Steuerermäßigung aus,

    Das ist nur bei eigengenutztem Wohneigentum möglich, nicht bei Vermietung, auch nicht bei nur zeitweiser/kurzzeitiger Vermietung. Ich würde in solchen Fällen unbedingt einen Steuerberater einschalten. BaFa und KfW sind beispielsweise nicht mit der steuerlichen Förderung kombinierbar.


    Infos zur "steuerlichen Förderung" finden sich hier:


    2021-01-14-steuerliche-foerderung-energetischer-massnahmen-an-zu-eigenen-wohnzwecken-genutzten-gebaeuden-einzelfragen-zu-paragraf-35c-EStG.pdf?__blob=publicationFile&v=1


    Wie gesagt, man muss aufpassen welche Fördermittel sich evtl. gegenseitig ausschließen. Bei der steuerlichen Förderung ist auch der Zeitrahmen interessant, das Programm läuft bis 2029 oder 2030, bei späteren Maßnahmen würde man also nur noch einen Teil bis zum Auslaufen der Förderung steuerlich ansetzen können.


    Wir bieten das nicht an. Kenne auch keinen, der das macht.

    Das würde ich ohne Steuerberater auch niemals machen, da gibt es zu viele Fallstricke die man als Laie gar nicht alle überblicken kann.

  • Nun auf die Möglichkeit manche Dinge über die Steuer zu machen weise ich in den ersten Beratungsgesprächen natürlich hin (wenn ich es nicht vergesse)

    Manchmal ist die Steuerschiene auch ne Hintertür wenn was mit der Förderung nicht klappt.....

    Aber halt begrenzt auch selbstgenutzten Wohnraum....

    Bislang kenne ich keinen Kunden der die Steuervariante gemacht hat.....dementsprechend habe ich damit auch noch keine praktische Erfahrung

  • Hallo allerseits,


    ich möchte mal bzgl. der Heizung an das Thema anknüpfen. Hier ist es so, dass die Ölheizung defekt ist. Ein Kostenvoranschlag lag bei ca. 20.000€ für eine neue Ölheizung mit dem Risiko, dass die Öltanks nicht mehr abgenommen werden und dann auch erneuert werden müssen. Egal wie entschieden wird, später soll über die Heizung auch Warmwasser erzeugt werden.


    Das Haus könnte an Gas angeschlossen werden, aber dass kostet nochmal ca. 7000€ zusätzlich.


    Wenn ich es richtig recherchiert habe, dann wäre mit Erdgas auch ein Brennstoffzellenheizgerät möglich. Dieses würde das Erdgas in Wärme und Strom umwandeln. Mit der Wärme würde geheizt werden und der Strom geht ins Netz oder wird selbst verbraucht. Hört sich zwar nicht 100% ökologisch an, aber es wird wohl auch gefördert. Unterm Strich wäre es aber eine höhere Investition, die sich dann evtl. über die Jahre auszahlt. Einen Energieberater müsste man dann zuziehen, aber das will ich erst tun, wenn mir die Heizung wirklich als eine Option erscheint und die Finanzierung realistisch machbar ist.


    Kennt sich hier zufällig jemand damit aus und kann ein paar realistische Zahlen nennen?


    Wie sieht es mit der Heizleistung aus? Sollten wir vorher wissen, ob wir normale Heizkörper oder Fußbodenheizung einsetzen werden? Wahrscheinlich spielt es eine Rolle, ob das Haus gedämmt werden soll oder nicht.

  • Zum Thema Heizleistung ==> Heizlastberechnugn machen lassen

    Thema Brennstoffzellenheizung....ja sowas gibts es...ist aber noch in den Kinderschuhen ..meiner Meinung nach


    Möglich wäre ne Gashybridheizung...dafür gibt es dann 30 + 10 = 40% Zuschuss

    oder ein Blockheizkraftwerk...aber das ist mMn für ein EFH auch nicht sinnvoll

  • Ich habe verschiedene Quellen im Internet genommen und folgende Überschlagsrechnung gemacht:


    energetische Sanierung

    ----------------------------------

    Heizung (Pellet): 30.000€

    Dämmung, Dach: 30.000€

    Dämmung, Hülle: 20.000€

    Fenster: 13.000€

    => 93.000€


    Sanitär

    ---------

    Bad 1: 10.000€

    Bad 2: 10.000€

    Bad Keller: 6.000€

    => 26.000€


    Räume (2x100m2)

    --------------------------

    Blöden:15.000€

    Decke: 1.500€

    Wände: 7.500€

    => 34.000€


    Sonstiges

    -------------

    Kellerdecke: 10.000€

    Einfriedung: 2.000€

    Garten: 10.000€

    => 22.000€


    Summe:

    175.000€


    Laut einem Rechner gäbe es für die energetische Sanierung ca. 26.000€ Förderung

    Für die Barrierefreiheit der Bäder (3 Wohneinheiten): 3x5000€ Förderung


    Der KfW-Kredit würde die Energetische Sanierung finanzieren und würde in 10 Jahren abbezahlt werden. Blieben 67.000€ die man aus sonstigen Mitteln finanzieren muss. Danach wäre die Immobilie auf einem relativ modernen Stand.


    Die Abschätzung ist natürlich grob und dient nur als ungefähre Orientierung. Habe ich zu optimistisch gerechnet? Zusatzkosten werden natürlich noch Möbel und eine Küche sein. Dagegen steht die Eigenleistung als Kostendämpfer.


    Achso fast vergessen:


    In meiner Rechnung fehlt der Energieberater. Was wir der Kosten und abgesehen davon, dass er möglicherweise Pflicht ist, was leistet er für mich?

    • Offizieller Beitrag

    Wie sieht es mit der Heizleistung aus? Sollten wir vorher wissen, ob wir normale Heizkörper oder Fußbodenheizung einsetzen werden?

    Auf die Heizleistung hat das keinen Einfluss, aber die Effizienz der Anlage steigt bei niedrigeren Heizwassertemperaturen. Das macht sich vor allem bei einer Wärmepumpe bemerkbar, aber auch Anlagen mit Öl- oder Gaskessel profitieren von niedrigeren Heizwassertemperaturen (geringere Verluste).


    Wahrscheinlich spielt es eine Rolle, ob das Haus gedämmt werden soll oder nicht.

    Das hat einen deutlichen Einfluss auf die Heizlast und somit die benötigte Heizleistung. Bei einem Wärmeerzeuger kann man die Heizleistung nicht beliebig niedrig wählen, die können ihre Heizleistung aber in Grenzen regeln. Gasthermen sind hier gegenüber Ölkesseln im Vorteil, die lassen sich über einen größeren Bereich regeln.

    Diese Leistungsregelung ist wichtig, doch ihr Einfluss auf die Effizienz wird gerne mal etwas überschätzt.


    Ein Kostenvoranschlag lag bei ca. 20.000€ für eine neue Ölheizung

    Darin ist aber mehr enthalten als nur ein neuer Ölkessel. Somit ist ein direkter Vergleich mit Alternativen nur schwer möglich.


    Wie alt ist der vorhandene Ölkessel? Ich würde den so lange betreiben bis man ein schlüssiges Konzept für einen Nachfolger hat. Energie wird teurer, das merkt man am Ölpreis, aber auch der Preis für Gas zeigt deutlich nach oben. Momentan wird auch heftig an den Strompreisen gedreht. Einen echten "Gewinner" gibt es da nicht.

    Bei einer Heizung muss man ja längerfristig denken, und da würde ich Heizöl von meiner Liste streichen (oder an letzter Stelle, noch nach den elektrischen Direktheizungen setzen).


    Ich würde mal über folgende Alternativen nachdenken:


    a.) Wärmepumpe, evtl. kombiniert mit PV

    b.) Pelletkessel, evtl. als Kombi mit Scheitholz

    c.) Gastherme


    Jede dieser Optionen hat Vor- und Nachteile, und je nach politischer Stimmung kann sich der Wind ganz schnell drehen. Man wird also immer ein Risiko eingehen. Hybridgeräte halte ich für einen Marketing Gag, denn man sollte eine Heizungsanlage nicht unnötig kompliziert machen. Die Mehrkosten rechnen sich so gut wie nie.


    Am besten man setzt beim Verbrauch an, und das bedeutet das Gebäude so gut wie möglich dämmen. Jede kWh die man nicht verbraucht die muss man auch nicht erzeugen. Bevor ich also versuche irgendwie beim "Brennstoff" ein paar Cent einzusparen, würde ich dafür sorgen, dass der Heizwärmebedarf möglichst niedrig ist. Dann muss man sich auch keine Gedanken über Nachkommastellen bei der Effizienz der Heizungsanlage machen, und der Geldbeutel wird sowieso geschont.

    • Offizieller Beitrag

    Für die Barrierefreiheit der Bäder (3 Wohneinheiten): 3x5000€ Förderung

    Das passt aber nicht zu den angegebenen 10.000 Umbaukosten pro Badezimmer. Wenn ich mich richtig erinnere, dann fördert die KfW nur einen bestimmten Anteil der Kosten, maximal bis zu 5.000,- €. Sicherheitshalber noch einmal nachlesen.


    Eigenleistung ist normalerweise nicht förderfähig, das sollte man auch noch beachten.


    Dämmung, Dach: 30.000€

    Auch in diesem Posten ist wohl mehr enthalten als "nur" die Dämmung. Ich kann Dir jetzt nicht auswendig sagen, welche Posten bei einer kompletten Dachsanierung auch förderfähig sind. (Zuschuss? Darlehen?)

  • Die aktuelle Heizung ist defekt und kann nicht mehr repariert werden - der Kessel ist durchgerostet. Die Aussage, dass da nichts mehr zu machen ist, wird so auch korrekt sein. Die Heizung ist 40+ Jahre alt und man sieht es ihr auch an. Außerdem ist das Haus nicht bewohnt und es muss keine Rücksicht auf Bewohner genommen werden. Zur Zeit entrümpeln wir und machen eine Bestandsaufnahme.


    Die Pelletheizung habe ich bereits als Alternative in Betracht gezogen. Darüber werde ich mich informieren. Das Haus hat auch mehrere Schornsteine, es wären sogar Kachelöfen als Zusatzheizung denkbar.

  • Mein Tipp

    Kompetenten Energieberater kommen lassen welcher erstmal einen ISFP macht.....

    Den richtigen Partner zu finden wäre sinnvoll. Bisher habe ich einen gefunden, der mir aufgrund seiner Internetpräsentation sehr zusagt. Leider +100km entfernt.

    • Offizieller Beitrag

    der Kessel ist durchgerostet. Die Aussage, dass da nichts mehr zu machen ist, wird so auch korrekt sein. Die Heizung ist 40+ Jahre alt

    Bei mehr als 40 Jahren und einem durchgerosteten Kessel würde ich auch kein Geld mehr investieren. Der hat seine beste Zeit hinter sich.

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass bei einer neuen Heizung auch der Schornstein saniert werden muss, außer bei einer WP, die braucht ja bekanntermaßen keinen Schornstein. ;)


    Für eine WP sollte man alle Heizflächen neu dimensionieren, im Idealfall überall FBH, doch das kostet ordentlich Geld und ist oft nicht so einfach umsetzbar (Estrichhöhe, mögliche Aufbauhöhe etc.). Einer Gastherme oder einem Pelletkessel ist es ziemlich egal ob er jetzt 40°C Vorlauf oder 50°C Vorlauf machen soll.

    Wenn das Leitungssystem noch in Ordnung ist, dann kann man einfach die alten Heizkörper weiter verwenden, oder nur die Heizkörper ersetzen. Das gibt dann auch keine Platzprobleme.


    Öltanks raus, und bei Innentanks kann man den Platz für ein Pelletlager verwenden, im Fall von Gas wird daraus halt ein Hobbyraum oder was weiß ich.



    Ich habe verschiedene Quellen im Internet genommen und folgende Überschlagsrechnung gemacht:

    Ich weiß, dass das gerne gemacht wird, aber Du kannst mir glauben, die Preise die Du da findest taugen meist nicht mal als Indikator. Momentan steigen die Preise deutlich, und was die Handwerker bei Dir in der Region verlangen, das steht in den Sternen. Also nicht wundern wenn die Angebote mehr als nur deutlich von Deiner Abschätzung abweichen.


    An sich bräuchte man jetzt jemanden der sich hinsetzt und die Sanierung plant, ein LV erstellt, und dann Angebote einholt. Ansonsten wird man Dir einen kompletten Obstkorb anbieten, da ist dann von Äpfel über Birnen bis hin zu Bananen alles dabei. Da hast Du kaum eine Chance zu vergleichen.

    Das fällt selbst Fachleuten schwer, aber so lange man irgendwelchen Kleinkram "vergisst" ist das unkritisch, wenn sich aber am Ende die Mehrkosten auf 10% oder20% oder 30% belaufen, dann macht das keinen Spaß. Also gut aufpassen, wer mit was beauftragt wird.

  • Ich bin da schon bei KlausJ - ein guter Berater muss her, der sich das Haus mal anschaut. Man kann ja sicher bei einem Erstgespräch (unverbindlich?) schauen, ob man mit dem Menschen klar kommt. Zusätzlich habe ich das Gefühl, dass das hier zwei Baustellen sind. Einmal die energetische Sanierung und dann noch der Rest wie Bäder, Böden und Wände. Das eine hat nicht viel mit dem anderen zu tun. Und der Energieberater wird mir nicht viel zum Bad sagen können.


    Zur Fußbodenheizung: Die schließe ich von Vornherein aus. Die Fußböden sind bis auf die Beläge noch in Ordnung und da will man nicht ran.


    Und die Preissteigerung ist natürlich ein bitterer und realer Punkt, den man bedenken muss.

    • Offizieller Beitrag

    Zur Fußbodenheizung: Die schließe ich von Vornherein aus. Die Fußböden sind bis auf die Beläge noch in Ordnung und da will man nicht ran.

    Dann würde ich ein WP Konzept ausschließen. Man kann zwar auch Anlagen mit Heizkörpern WP tauglich machen, aber das macht nicht wirklich Spaß.


    Pellets oder Gas, die Variante mit Gastherme könnte etwas günstiger werden. Da muss man mit spitzer Feder rechnen. Hast Du die 7.000- € für den Gasanschluss vom Versorger? Sind eine Menge Erdarbeiten notwendig?


    Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Gastherme etwas komfortabler ist, weil man sich nicht so intensiv darum kümmern muss. Ein Pelletkessel muss halt regelmäßig gereinigt werden, und auch der Schorni wird etwas teurer. Dafür sind die Brennstoffkosten niedriger, vor allen Dingen wenn man ausreichend Lagerraum hat und seinen Einkauf etwas planen kann. Von der Förderung hat man nicht viel, denn die wurde sofort mit eingepreist.


    Ich würde einen Pelletkessel mit Solar kombinieren, entweder Solarthermie oder PV, dann kann der Kessel den Sommer über schlafen und man muss nicht regelmäßig reinigen.

  • Ja, der Versorger müsste ca. 25m Rohre verlegen, quasi von der gegenüberliegenden Straßenseite. Der nannte mir den Preis. Vielleicht lässt sich das aber auch mit einem Glasfaseranschluss kombinieren. Als Alternative zum Anschluss gibt es auch noch den Gastank. Aber der darf glaube ich nicht im Keller stehen.


    Gegen die Pelletheizung spricht aber auch, dass man sie regelmäßig befüllen muss. Und wenn die Förderung eingepreist wurde, dann kommt man sich ja auch veräppelt vor.

    • Offizieller Beitrag

    Als Alternative zum Anschluss gibt es auch noch den Gastank.

    Davon würde ich abraten, die Preise sind normlaerweise nicht konkurrenzfähig.



    Gegen die Pelletheizung spricht aber auch, dass man sie regelmäßig befüllen muss.

    Wie meinst Du "regelmäßig"? 1 Mal jährlich das Lager auffüllen, der Rest kann automatisch ablaufen. Das Lager sollte nicht zu groß sein weil Pellets gerne mal Feuchtigkeit ziehen, die Lagerdauer ist also begrenzt. Einen Vorrat für 3 oder 4 Jahre würde ich nicht einlagern.

    Dann beispielsweise mit einem Saugsystem den Wochenbehälter füllen, von dort mit einer Schnecke dann in den Brenner. So ein Saugsystem ist gerne mal etwas lauter, also wird es so programmiert, dass der Behälter halt tagsüber befüllt wird, damit man nicht in der Nacht senkrecht im Bett steht weil im Heizraum der Staubsauger los läuft.



    Und wenn die Förderung eingepreist wurde, dann kommt man sich ja auch veräppelt vor.

    Wenn man den Markt beobachtet, dann stellt man fest, dass die Preise mit der Förderung variieren. Das ist nicht neu. Bei Wärmeerzeugern lässt sich das auch gut vergleichen wenn die gleichen Produkte auch in anderen Ländern angeboten werden.

    Das gibt es auch in anderen Branchen, schau Dir nur mal die Preise füe E-Autos an.

  • Wie meinst Du "regelmäßig"?

    Ich meinte tatsächlich ein regelmäßiges Befüllen ähnlich wie das Tanken beim Auto. Danke für die Beschreibung wie es ablaufen würde.


    Aber ein anderes Thema:


    Ich treffe gerade eine Vorauswahl für mögliche Berater. Das scheint mir aber auch nicht so einfach zu werden. Klar, bisher ist es eine reine Internetrecherche - und ich muss feststellen, dass es vielen Beratern in meiner näheren Umgebung wohl nicht klar ist, welches Potential sie durch eine schlechte Homepage verschenken.


    Bitte liebe Berater, macht es mir einfach. Ich will wissen wer ihr seid, was ihr könnt und was ihr bietet. Ich gehe doch eher zu einem Berater, dessen Internetseite informativ ist. Allgemeine Information sind ok, aber eben auch nur ein Beiwerk. :)

  • Bitte liebe Berater, macht es mir einfach. Ich will wissen wer ihr seid, was ihr könnt und was ihr bietet. Ich gehe doch eher zu einem Berater, dessen Internetseite informativ ist. Allgemeine Information sind ok, aber eben auch nur ein Beiwerk.

    Die meisten Berater werden ihre Heimseite nicht selber bauen, sondern jemanden dafür haben. (Gibt ja genug Dienstleister) Und speziell auf Dein Bedürfnis werden die nichts auslegen, eher allgemeines Blah blah (Grüsse an Greta)

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