Betonieren / Nachtfrost

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,


    würde mich mal interessieren wie ihr das einschätzt bzw Erfahrung damit habt.


    Ich betoniere aktuell kleine (20l) große Punktfundamente, die sind nicht im Erdreich sondern stehen nur da. Dienen nur als Standfuß bzw. Ballast.

    Als Schalung verwende ich 20l Baueimer, umgedreht und Decke rausgeschnitten. Gibt schöne Ergebnisse!



    Jetzt sind heute Nacht -1° gemeldet... ich würde aber gerne weiter kommen, für unter der Woche etwas zu viel Arbeit und je später im Jahr desto mehr Nachfröste...


    Die Schalung schützt ja etwas und wenn dann noch für ein wenig was rumwickel... ?


    Das wird jetzt kein tragendes Bauteil, aber soll halt auch nicht in 2-3 Jahren zerbröseln...

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde es einfach versuchen. Du hast doch auch Ecken bei Dir, wo der Frost nicht so leicht hinkommt ( Schuppen, Überdachung/ nahe am Haus) Kannst Du die dort betonieren oder haben sie einen festgelegten Standort?

  • Zuschlag und Anmachwasser temperiert lagern und verwenden. Und nach dem Betonieren dann vor Bodenfrost schützen. Da reicht bei kurzfristig -1°C ggf. schon eine luftig drüber gelegte Folie, besser mehrere Lagen, weil das mehrere Luftschichten gibt.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habs jetz gemacht, Wetterbericht sagte dann doch nur 0 Grad, tatsächlich waren es aber dann fast -2 (in 10m Höhe, Wetterstation am Dach). Allerdings nur 5h unter 0.

    Zum Schutz hab ich etwas Luftpolsterfolie rumgewickelt und mit Frischhaltefolie fixiert.

    Die Dinger wiegen gute 40kg, die stehen wo sie stehen.


    Was ich mich jetzt frage, ich hab ja noch 15 Stück vor mir (ich mag nicht mehr....) - macht es evtl Sinn einen Beschleuniger zu verwenden?

    pentaquick C100 oder sowas? Wenn die Rekation schneller läuft entsteht mehr Wärme was gut ist und die Frostfetigkeit ist schneller erreicht, was auch gut ist.

    Ich verwende Fertig-Beton Sackware ohne Angabe eines Zementgehalts...

  • Ich verwende Fertig-Beton Sackware ohne Angabe eines Zementgehalts...

    Steht da was zur Endfestigkeit drauf oder zum verwendeten Zement? NAch welcher Zeit, also frühestens, kannst Du die Eimer entfernen / ausschalen?

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

    • Offizieller Beitrag


    Ich denke von der erreichten Festigkeit hätte ich nach 18h ausschalen können.
    Ich hab Nachmittags betoniert (14-17:00 Uhr) um 18:30 war noch alles weich.

    Am nächsten Morgen war es aber so fest, dass man denke ich die Schalung hätte entfernen können.
    Ich hab sie aber bis jetzt als Wetterschutz drangelassen.

    Bzgl. Frostschutz hat mich noch jemand auf eine Idee gebracht: Ich stelle die Eimer auf Schwerlastmüllsäcke und danach ziehe ich einfach die Tüte hoch und ziehe zu.
    Schnell und einfach.

    Das Pantaquick C100 hab ich jetzt auch mal bestellt..

    • Offizieller Beitrag

    mit Selters

    kann ich mir nicht erklären. Ist denke ich Voodoo.


    Was hab ich gemacht:

    - Anmachwasser mit 40-50° verwendet

    - Sackware war 1-2°, da draußen gelagert (war nicht anders möglich)

    - ca. 50ml Pantaquick C100 pro 30kg Sack

    - mit einem Schwerlastmüllsack in den ich die Schalung reingestellt habe danach hochgezogen und zugeknotet.


     


    Im Vergleich zum letzten Mal war nach 2h der Beton schon ziemlich steif (mit dem Finger mit hohem Druck leicht eindrückbar) letztes mal hat er da noch geschwabbelt. Der Beschleuniger wirkt also wie er soll.


    So und jetzt könnt ihr mir für mein DIY verhauen :nono::rulez:

  • Warum verhauen?


    Ich hätte bei der verwendung und den moderaten temperaturen einfach gemischt, und gegossen. Das zeug heizt normalerweise genug.

    Ein stück folie hätte ich vielleicht auch noch gefunden....

    nachtrag :

    Die sackware soll ja C20-25 entsprechen,

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

    • Offizieller Beitrag

    Ich habs jetz gemacht, Wetterbericht sagte dann doch nur 0 Grad, tatsächlich waren es aber dann fast -2 (in 10m Höhe, Wetterstation am Dach). Allerdings nur 5h unter 0.

    Rein formal wurde damit schon von der Verarbeitungsvorgabe des Herstellers abgewichen. Mit

    ca. 50ml Pantaquick C100 pro 30kg Sack

    dann gleich noch ein weiteres Mal.


    Damit das jetzt nicht falsch verstanden wird: Das Vorgehen scheint komplett sinnvoll zu sein, im DIY läßt sich dafür eh niemand in Haftung nehmen und hier wurde sogar vorher fachlicher Rat eingeholt, aber bei Bewertung durch eine/n technischen SV wäre das hergestellte Objekt mangelhaft, allein weil abweichend von den Vorgaben des Systemanbieters verarbeitet / hergestellt wurde und das gleich zweimal.


    Sicherheitshalber noch einmal: Das ist eine rein formale Betrachtung und hat nichts mit funktionalen Einschränkungen oder gar Schäden zu tun.


    Im Ergebnis dürften SirSydoms Punktfundamente funktional tiptop sein, rein formal sind sie aber aus technischer und daraus folgend dann auch aus juristischer Sicht "mangelhaft". Und manch ehrenwerter Handwerker regt sich in solchen Situationen dann über die blödsinnigen Entscheidungen der Justiz und der SV auf, die alle keine Ahnung haben, wie es wirklich ist. Die Kunst des Handwerks ist diesbezüglich die Herstellung funktionaler Bauteile unter vollständiger Einhaltung aller a.R.d.T.. Und als Objektüberwacher sollte man im besten Falle beide Seiten und ihre Erwartungen kennen und zusammenbringen, bevor eine juristische Betrachtung überhaupt einsetzt.

  • 40-50° heißes Wasser könnte die Aushärtung auch beschleunigt haben.

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