Druck in Wasserleitung steigt

  • Hallo geehrte Experten und Mitleser.


    Ich habe ein oder mehrere Probleme mit meinen Installationen Wasser/Heizung.


    Vorab...wir haben dieses EFH vor 12 Jahren gekauft und eigentlich so ziemlich die meisten vorhandenen Leitungen Wasser/Abwasser/Heizung von einem bekannten, der Gas/-Wasserinstallateur ist erneuern lassen. (Bzw. war, da er nicht mehr lebt)


    Ich für den Teil was dieses Thema anbelangt hab nicht sooo die Ahnung und bin daher auf dieses Forum und eure Hilfe angewiesen, denn wir haben zwar 2 ansässige Firmen hier aber beide verweigerten uns die Hilfe von Anfang an ( die eine kennt anscheinend die Marke unserer Heizung nicht und die andere meint wir haben diese Heizung nicht eingebaut und machen darum nix). Somit musste ich mich bislang mit alldem Kram selbst durchschlagen.


    Zu meinen Problemchen:


    1. Ich habe am Druckminderer festgestellt, dass er nicht mehr den Druck am Manometer anzeigt der mal eingestellt war und angezeigt wurde. (4 Bar) Das Manometer war defekt, da ich den DM drucklos gemacht habe und der Druck auf 5 Bar stehen blieb. -> Manometer getauscht und Druck auf 4 Bar eingestellt. Nun dachte ich ok dann ist ja alles wieder gut...als plötzlich die Heizung ansprang um WW zu machen. Der Druck am Manometer stieg dann auf 8 Bar an und das SV machte auf. So da meine Frau dann oben Wasser gezapft hat und den Hahn wieder geschlossen hat, hab ich einen Druckschlag wahrgenommen, denke das sowas eher schlecht ist.

    Wie bekomme ich nun diesen Druck aus der Leitung, wenn die Heizung am Arbeiten ist? Oder besser gesagt wie finde ich heraus was der Übeltäter ist.

    Ich hänge mal ein paar Bilder für Infos an und bedanke mich im Voraus für evtl. Hilfestellung.

  • Ist der Effekt plötzlich aufgetreten?

    Was wurde evtl. geändert? (Speicher? Speichertemperatur? Armaturen?)


    Der von Dir beschriebene Effekt ist völlig normal, Abhilfe schafft ein MAG für Trinkwasser. Damit sollten auch die Wasserschläge verschwinden. Ansonsten könnte man auch noch einen Wasserschlagdämpfer einbauen.


    Die Ausrede, dass man nicht helfen kann weil man die Anlage nicht gebaut hat oder den Heizkessel nicht kennt, ist völliger Unsinn, und hat mit dem beschriebenen Problem nichts zu tun. Wahrscheinlicher ist, dass man keine Lust auf einen Kleinauftrag hat wenn die Auftragsbücher sowieso voll sind, oder Du hast einfach die falschen Betriebe gefragt. Wartezeiten muss man natürlich immer einplanen, und jetzt so wenige Wochen vor Jahresende wird es immer eng.


    Nebenbei bemerkt, wenn ich die Bilder richtig interpretiere, dann ist der Befüllanschluss am Wärmeerzeuger über einen Schlauch dauerhaft mit dem Trinkwassernetz verbunden. Ich weiß, das war so üblich, ist aber trotzdem nicht zulässig.


    Die Predigt "wer darf was an Trinkwasseranlagen" erspare ich mir jetzt.

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  • Ich sehe auf Deinen Bildern kein Ausdehnungsgefäß für Trinkwasser. Das wäre auch nicht schlimm und für die Trinkwasserhygiene sogar vorteilhaft. Der Druck steigt phsikalisch bedingt bei jeder Erwärmung an, bis das Sicherheitsventil für Entlastung sorgt. Die Verlustmengen sind meist geringer, als befürchtet.

    Mich wurde aber die Ablaufseite des blauen Sicherheitsventils interessieren. Es scheint so, als ob der Querschnitt stark reduziert ist. Kannst Du bitte mal die Strecke vom Ventil bis zur Abwasserleitung fotografieren? Handyaufnahmen werden oft besser, wenn man den Blitz ausschaltet und für ordentliche Raumbeleuchtung sorgt.

    Der beobachtete Druckschlag wird vermutlich an der Küchenarmatur oder an der Art der Betätigung liegen.


    PS: R.B. war mal wieder schneller.😉




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    M.G.Wetrow

  • Danke für die Antwort erstmal.

    Ob der Effekt plötzlich aufgetreten ist kann ich nicht sagen. Tatsächlich haben wir aber in der Küche seit ca. einem 3/4 Jahr eine neuen Mischbatterie. Zudem hab ich mich gefragt, ob evtl. der Rückflussverhinderer defekt ist (das ist doch einer in der Leitung mit dem Blauen SV, da drunter und kann der Druck am Manometer wenn dieses Funktioniert wirklich ansteigen?) Das Problem mit dem Schlauch lässt sich denk ich lösen ...danke für den Hinweis. Zu den Firmen kann ich nur sagen, dass das nix mit vollem Auftragsbücher und Jahres Ende zu tun hat, ich hatte damals angefragt zwecks Wartung der Heizung und Einstellen, da ich mich viel zuwenig damit auskenne. Somit läuft die Heizung seit Jahren, nur mit den von mir eingestellten Werten. Ehrlich gesagt, bin ich mir auch gar nicht so sicher ob der Gas-Wasser-bekannte von damals, dass alles so richtig installiert hat, da er sich mit Heizung nicht gut auskannte. (damals waren das noch getrennte Berufe, keine Ahnung ob sie das heute auch noch sind) was ich gestern noch festgestellt habe, das die Heizung sauen tut wenn sie läuft. Das kann sie aber noch nicht solange haben, da ich sie erst vor kurzem für die Heizperiode umgestellt hatte, im Sommer macht sie nur Trinkwasser und wird deswegen auch nicht so hoch heizen? ) da war nämlich nichts und nun eine Pfütze auf dem Boden durch eine Undichtigkeit an der Verbindung vom AWT zum Brennerflansch (glaube das nennt sich so)

    . Leider hab ich jetzt nicht verstanden ThomasMD welche Leitung und reduzierten Querschnitt du meinst, vom blauen SV nach unten? (Abwasserleitung ist als welche zu bezeichnen? Glaub ich stehe grafe auf dem Schlauch, sry)

  • Tatsächlich haben wir aber in der Küche seit ca. einem 3/4 Jahr eine neuen Mischbatterie.

    Das könnte der Grund sein warum man die Wasserschläge nun verstärkt wahrnimmt.


    Was der Rückflussverhinderer damit zu tun hat, das erschließt sich mir nicht.



    im Sommer macht sie nur Trinkwasser und wird deswegen auch nicht so hoch heizen? )

    Sehr unwahrscheinlich. Die WW Temperatur ist unabhängig vom Heizbetrieb.


    da war nämlich nichts und nun eine Pfütze auf dem Boden durch eine Undichtigkeit an der Verbindung vom AWT zum Brennerflansch (glaube das nennt sich so)

    Das müsste man sich genauer anschauen. (aus Deiner Beschreibung kann ich das nicht einordnen). AWT und Brennerflansch....was verstehst Du unter AWT?

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  • Das ist ein 20er PE Rohr, der Ausgang von der Reduzierung vom SV hat einen Durchmesser von 26mm oder sowas komme mit den Zoll-Angaben immer nicht so klar bzw kann es nicht so einschätzen (denke 3/4 Zoll Abgang vom SV, reduziert in 1/2 Zoll?) Hänge nochmal ein Foto an und die Frage bleibt mir noch offen, ob der Druck auch steigen kann wenn der Rückflussverhinderer genau in dieser Leitung funktionstüchtig ist?

  • Ah jetzt ja, habs zur Zeit nur am Handy offen.

    Scheint soweit in Ordnung zu sein. Ich kann nur nicht sehen, wie tief der Wellschlauch im Ausguss liegt. Er muss mindestens 20 mm über dem höchstmöglichen Wasserspiegel liegen und das wäre vermutlich die obere Kante des Sammelausgusses.




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    M.G.Wetrow

  • Sorry, ehm ich denke AWT ist die Abkürzung für Abgaswärmetauscher (dachte ich zumindest das dieses Teil so heißt) Sitzt hinter der Heizung, Rückseitig angeflascht. Also an der Brennkammer?

  • , ob der Druck auch steigen kann wenn der Rückflussverhinderer genau in dieser Leitung funktionstüchtig ist?

    Vielleicht ist der ein wenig verkalkt? Dafür scheint der Rückflussverhinderer am Wasserzähler gut zu dichten.

    Aber auch wenn der RV unter dem Si-Ventil dichtet, würde beim Aufheizen der Druck steigen, und das Ventil zum Tröpfeln bringen.

    Mit einem Eimer kannst Du leicht feststellen, wieviel Wasser pro Aufheizvorgang wegläuft. Das macht die Entscheidung über Sinn oder Unsinn eines TW-MAG leichter.


    PS: A.S.83

    Kannst bitte für mehr Licht für Deine Fotos sorgen?


    Übrigens, so einen Abgaswärmetauscher habe ich vor fast 30 Jahren für meinen atmosphärischen NT-Kessel selbst gebaut und Anfangs nur einen Eimer druntergestellt. Der war aber nach zwei Stunden Brennerlaufzeit voll und ich musste schleunigst für einen ordentlichen Abwasseranschluss sorgen. Das ist aber dann kein Trinkwasser und hat mit Deinem Druck"problem" nichts zu tun.




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    M.G.Wetrow

  • Ehrlich gesagt um das Wasser, was dort weg läuft mach ich mir keine Sorgen, habe es zwar nicht gemessen, aber es tröpfelt hald auch nur gut bis der Druck wieder fällt und für das ist es ja auch da denke ich und der Wasserverlust dürfte zu verkraften sein. Es geht mir mehr darum ob dieser Druck gut für meine Leitungen ist oder ob das noch vertretbar ist. Das ist die Entscheidung über ein MAG so scheint mir.


    Achso sry, hatte ich jetzt überlesen mit dem Licht in den Fotos. Ja ich werd mir Mühe geben, jedoch hat sich vor 4 Tagen mein Baustrahler verabschiedet und das Licht immer Keller ist nicht besonders. Im Moment bleibt mir nur das Belichten mit Handy, sorry dafür.

  • ob dieser Druck gut für meine Leitungen ist

    Um die musst Du Dir keine Sorgen machen. Das SV bläst bei 8 bar ab und ordentliche TW-Installationen sind auf mindestens 10 bar ausgelegt.




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    M.G.Wetrow

  • Rückseitig angeflascht. Also an der Brennkammer?

    OK. Dann reden wir von der gleichen Sache. Bei einem Brennerflansch gehe ich davon aus, dass es sich um die Befestigung des Brenners am Kesselkörper handelt. Wenn dort Wasser auftritt dann ist es etwas anderes als Wasser auf der Abgasseite.


    Bei Deinem Abgaswärmetauscher wäre mal eine Wartung fällig, Dichtungen erneuern usw. Wasser in Form von Kondensat ist dort üblich, aber das wird ja kontrolliert abgeleitet. Ersatzteile gibt es problemlos. Neben der Reinigung würde auch die O-Ring Dichtung erneuert und die Rundschnurdichtung. Alles muss kondensatbeständig sein, kostet also ein bisschen mehr als 08/15 Ware aus dem Baumarkt. Ich schätze den O-Ring auf ca. 2,- € und die Rundschnurdichtung wird deutlich teurer. Vielleicht 40,- € oder 50,- €, das muss man halt anfragen. Evtl. ist auch die Isoliermatte hinüber die hinten am "Deckel" ist.


    Das sind Arbeiten die sollte jeder Heizungsbauer erledigen können. MIt Hand auflegen ist es aber nicht getan, da wird man schon etwas schmutzig dabei.

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  • Ja den Siphon hatte ich immer ausgespült bzw sauber gemacht. Wie gesagt, die Dichtung um den AWT wieder dicht zu bekommen habe ich bislang noch nicht gefunden, hab mir das mal im Internet angeschaut...welche das ist. Hab auch schon mal zwecks Ersatzteile bei dem Hersteller angerufen, die verkaufen aber nichts an Endkunden, nur an Firmen. Und einen Heizungsmonteur finden müsste ich dann wohl, wobei ich mir das durchaus selber zutrauen würde wenn diese besagte Dichtung irgendwo her bekommen würde =o Auf der Ersatzteilseite des Herstellers kann ich sie nämlich nicht finden.

  • Hmm ja okay schade.

    Im vorherigen Thread dachte ich das du sagtest "Ersatzteile gibt es Problemlos" R.B. dann muss ich das wohl leider weiter vor sich hin tropfen lassen, bis ich entweder diese dumme Dichtung irgendwo auftrreibe oder sich ein kompetenter Fachman das anschauen will.

  • ...

    dann muss ich das wohl leider weiter vor sich hin tropfen lassen, bis ich entweder diese dumme Dichtung irgendwo auftreibe...

    Ich kann Deine handwerklichen Fähigkeiten nicht einschätzen, aber diese drucklose Dichtung würde ich mit Teflon oder Vaseline dichtkriegen bis Ersatz da ist.




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    M.G.Wetrow

  • Meine handwerklich Fähigkeiten kriegen sowas vermutlich schon hin. Teflon ist evtl. einen Versuch wert...Vaseline wohl eher nicht, denke dafür wirds dort viel zu warm.

    Welche Frage ich mir aber gerade stelle...da ich mich mit der Materie ja nicht auskenne.

    - der AWT ist dafür da, um die Wärmeenergie der Abgase, dem rückläufigem Heizungswasser zu zuführen?

    - demnach ist es Heizungswasser, was dort in nicht unerheblicher Menge tropft ab ca. 65 Grad Kessel Temperatur?

    - Wieso sinkt der Fülldruck der Heizung nicht, wenn sie doch einiges an Wasser verliert? (oder ist das dann alles Kondenswasser, da der Druck ja nicht sinkt).

  • Im vorherigen Thread dachte ich das du sagtest "Ersatzteile gibt es Problemlos" R.B.

    Problemlos bedeutet, dass die Ersatzteile am Markt verfügbar sind, aber nicht, dass sie jeder an jeder Straßenecke kaufen kann. Die Hersteller kochen da ihr eigenes Süppchen, das kann man nur akzeptieren.


    - demnach ist es Heizungswasser, was dort in nicht unerheblicher Menge tropft ab ca. 65 Grad Kessel Temperatur?

    Ich gehe von Kondensat aus, nicht von Wasser aus dem Heizkreis. Sollte es aus den Heizwasseranschlüssen tropfen dann muss man diese halt ebenso neu abdichten. Je nach Menge zeigt sich das nicht bzw. erst sehr spät am Manometer für den Heizkreis, man beachte die Menge die verloren geht und die Menge an Wasser im Heizkreis. Zudem arbeitet ein (funktionierendes) MAG dem entgegen.


    - Wieso sinkt der Fülldruck der Heizung nicht, wenn sie doch einiges an Wasser verliert? (oder ist das dann alles Kondenswasser, da der Druck ja nicht sinkt).

    s.o.

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