Sichtbare Dehnungsfuge in der Raufasertapete

  • Guten Tag zusammen,



    als Baulaie würde ich gerne einmal eine weitere Meinung einholen.



    Ich habe eine Wohnung bei einem Bauträger gekauft, die sich derzeit in der Fertigstellung befindet. Die Malerarbeiten wurden größtenteils schon durchgeführt.



    In einem Zimmer wurde Raufasertapete angebracht und gestrichen. Allerdings befindet sich an einer Stelle an der Wand von oben bis unten ein sichtbarer Spalt (siehe Fotos anbei).



    Der Maler bezeichnet diesen Spalt als "Dehnungsfuge zwischen zwei unterschiedlichen Materialien, die technisch notwendig ist". Ich sehe das eher als Mängel an, da in der baugleichen Wohnung eine Etage tiefer, dieser Spalt nicht zu sehen ist.



    Was meint ihr?

  • Dehnungsfuge zwischen zwei unterschiedlichen Materialien, die technisch notwendig ist

    :lach::lach::lach: Die Ausrede kannte ich auch noch nicht. :yeah:


    Das ist der ganz normale Stoß zwischen zwei Bahnen, die halt nicht sauber aneinander geschoben wurden. Das können manch ungelernte Tapezierer besser.

    Ob sich deswegen langes Streiten lohnt? Ich würde sagen - nein. Schrank davor und gut.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • :lach::lach::lach: Die Ausrede kannte ich auch noch nicht. :yeah:


    Das ist der ganz normale Stoß zwischen zwei Bahnen, die halt nicht sauber aneinander geschoben wurden. Das können manch ungelernte Tapezierer besser.

    Ob sich deswegen langes Streiten lohnt? Ich würde sagen - nein. Schrank davor und gut.

    Danke für die Antwort. Leider wird der Bereich offen bleiben und damit immer im sichtbaren Bereich liegen.


    Die Frage wäre jetzt, ob ich hier auf Beseitigung pochen kann, oder es tatsächlich "technisch notwendig" ist. Der Spalt scheint am Übergang zwischen gemauertem Teil und gemauerter Trockenbauwand zu sein. Dennoch kenne ich es nicht, dass dann von oben bis unten so ein ganzer Spalt sichtbar ist. Ist mir zumindest in noch keiner Wohnung aufgefallen.

  • Du meinst den Bereich links der Balkontür? Ich sehe da DREI Materialien: Kalksandstein-Mauerwerk, Beton, Gipsdielen. Also wären, wen dann ZWEI Dehnfugen nötig. Und eine Fuge muss, wenn dann auch durch den Putz durchgehen. DA seh ich aber nix.


    Das ist für mich ne faule Ausrede. Ne kreantive, ja. Aber ne Ausrede.

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  • ich habe schon länger nichts mehr mit Gipsdielen zu tun gehabt, aber aus meiner Erinnerung sehe ich das etwas anders:

    Zwischen Gipsdiele und KS ist (sollte) ein Korkstreifen sein, d.h. kein kraftschlüssiger Anschluss.

    Zwischen Beton und KS ist (sollte) eine Anschlussschiene sein, d.h. kraftschlüssiger Anschluss.

    Nach dem Spachteln wurde der Kork zurückgeschnitten und eine winzige flächenbündige Acrylfuge angelegt, die Tapete zwei Millimeter zurück und es ensteht genau die im Bild sichtbara Fuge. Den planmäßigen Riss in der Farbe erkennt man auf dem Bild auch.

    • Offizieller Beitrag

    Ich sehe das eher als Mängel an, da in der baugleichen Wohnung eine Etage tiefer, dieser Spalt nicht zu sehen ist.

    Oder in der Wohnung darunter ist es ein Mangel, weil er dort diese "Dehnfuge" vergessen hat. :lach:


    Aber DU liegst mit Deiner Einschätzung richtig. Die entscheidende Frage ist nun, wie dieser Mangel bewertet wird. In meinen Augen ist das bestenfalls eine geringfügige optische Beeinträchtigung. Aus üblichem Betrachtungsabstand wird eine Person das kaum als störend wahrnehmen, vermutlich wird das nicht einmal auffallen. Wenn ich bei jemandem zu Besuch bin habe ich noch nie die Stöße von Tapeten genauer betrachtet. Das mag etwas anders sein wenn man eine Multi Million Dollar Villa bewertet, in der Fürsten und Könige ein und aus gehen, aber bei einer "normalen" Wohnung liegt die Messlatte deutlich tiefer.


    Du musst Dich also fragen, ob es sich lohnt hier ein Fass aufzumachen. Die Ausrede des Handwerkers war dreist, keine Frage, ich befürchte aber, dass ein Streit und eine fachliche Bewertung dieses Mangels, dessen "Wert" um ein Vielfaches übersteigen wird. Die Entscheidung liegt bei Dir, aber ich wüsste wie ich entscheiden würde.

  • Oder in der Wohnung darunter ist es ein Mangel, weil er dort diese "Dehnfuge" vergessen hat

    naja, ganz so einfach ist das nicht. Es könnte ja sein, dass die untere Wand aus statischen Gründen auch KS ist --> keine Fuge.

  • Auf dem Bild ist ja schon deutlich zu sehen, das da ein Riss entstanden ist. Bewegung ist also zumindest scheinbar vorhanden. Um das zu kaschieren könnte man es mit sog. Rauhfaserfarbe versuchen und den Spalt damit übermalen. Ob dabei dann der identische Farbton getroffen wird ist eher fraglich.

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Vielen herzlichen Dank für die bisherigen Beiträge.


    Da nun auch im Wohnzimmer das Malervlies verlegt wurde und ich mir nicht ganz sicher bin, ob hier ordentlich gearbeitet wurde, würde ich hier gerne noch einmal Euren Rat dazu hören und füge ein paar Fotos ein.


    Auch hier gibt es wieder einen "Dehnungsstreifen", der allerdings nicht so sichtbar ist wie bei der Raufaser. Was mir viel mehr ins Auge sticht ist, dass ich Malervlies als äußerst glatte Oberfläche kenne. Auf den Fotos und im Original sieht es für mich als Laie so aus, als wäre hier zu viel Farbe beim Streichen aufgetragen worden, so dass eine "Struktur" entstanden ist und das Vlies nicht mehr glatt ist.


    Was meint ihr dazu?

    • Offizieller Beitrag

    Das sieht nach irgendwelchen Partikeln aus die sich auf der Wand oder der Rolle befanden, vielleicht ein Stück angetrocknete Farbe.


    Ob das ein Mangel ist, das lässt sich aus den Bildern nicht erkennen. Für eine Bewertung müsste man das unter normalen Lichtverhältnissen aus einem entsprechenden Abstand (üblicher Betrachtungsabstand) anschauen.


    Was mir viel mehr ins Auge sticht ist, dass ich Malervlies als äußerst glatte Oberfläche kenne.

    "äußerst glatt" ist relativ. Das ist eine Wand und kein lackiertes Blech eines PKW. Vielleicht hätte man das Ergebnis durch eine andere Farbrolle und mehrere ganz feine Anstriche etwas verbessern können, irgendwann ist die Oberfläche so glatt dass jedes Staubkorn auffällt, spätestens wenn man mit der Lupe danach sucht.


    Ob das Ergebnis dem entspricht was bestellt war, das sagt mir meine Glaskugel nicht. Nur aus der Bezeichnung "Malervlies" würde ich nicht schließen, dass es sich später um eine absolut "glatte" (wie auch immer man das definiert) Oberfläche handelt.


    Es gibt Sachverständige für das Malerhandwerk, die können das genauer beurteilen. Im Zweifelsfall also einen Fachmann kommen lassen.


    s. oben Beitrag #6

  • Ich kann nur über meinen rein subjektiven Eindruck berichten: Den Farbauftrag finde ich auch nicht so gelungen. Bei uns wurde alles airless gespritzt und dann mit der Rolle verschlichtet. Das ergibt einen sehr gleichmäßigen Farbauftrag auf dem Malervlies.

    Helfen wird Dir mein Beitrag nicht, da es nicht um subjektives Gefallen geht, sondern objektiv, was vereinbart wurde und ob diese Ausführung noch gemäß den aRdT ist. Das können nur die Experten hier beantworten.

    Aber mal von Bauherr zu Bauherr: guckst Du Dir nicht an, was die Handwerker tun, während sie es tun? Das merkt man doch beim ersten Quadratmeter und kann sofort gegensteuern. Im Nachhinein macht das weder Dir noch den Handwerkern Spaß.

    • Offizieller Beitrag

    Aber mal von Bauherr zu Bauherr: guckst Du Dir nicht an, was die Handwerker tun, während sie es tun?

    Das ist wohl eher nicht möglich, siehe:


    Ich habe eine Wohnung bei einem Bauträger gekauft,

    Bei dieser Konstellation ist es nicht die Baustelle des Käufers sondern des Bauträgers, und da haben die Käufer nicht nach Belieben Zutritt. Wie das in diesem Fall genau geregelt ist, das müsste der TE beantworten.

  • Aber mal von Bauherr zu Bauherr: guckst Du Dir nicht an, was die Handwerker tun, während sie es tun? Das merkt man doch beim ersten Quadratmeter und kann sofort gegensteuern. Im Nachhinein macht das weder Dir noch den Handwerkern Spaß.

    Danke für deine Antwort.


    Ich bin mehrmals die Woche auf der Baustelle. Da es sich um mehrere MFH handelt und ich nicht weiß, wann welche Handwerker in den Häusern und vor allem in welchen Wohnungen arbeiten, ist es mir fast unmöglich, zu "überwachen" wann die Arbeiten ausgeführt sind. Deshalb sehe ich meistens einfach nur das Ergebnis.


    Im Flur, wo ebenfalls Malervlies verlegt ist, sieht die Wand einfach glatter aus. Daher gehe ich davon aus, dass im Wohnzimmer einfach unschön gearbeitet wurde. Aus anderen Wohnungen kenne ich Malervlies eben als glattere Oberfläche. Hier sieht es ja fast schon aus wie ein Streichputz mit Struktur.


    Leider bin ich durch den Bauträger an die Handwerker gebunden. Mich ärgert es einfach, da ich wirklich einen Haufen an Geld Aufpreis für das Vlies bezahlt habe, und dann mit solch unschönen Ergebnissen leben muss. Die Wölbung auf den Fotos sieht man einfach auch von Weitem.

  • ich sehe, ohne die Randbedingungen im Einzelnen zu kennen, hier erstmal keinen sicheren Beleg für einen Mangel...

    Ich sehe aber Hinweise, die auf einen erhöhten subjektiven Anspruch hindeuten könnten...

  • ich sehe, ohne die Randbedingungen im Einzelnen zu kennen, hier erstmal keinen sicheren Beleg für einen Mangel...

    Ich sehe aber Hinweise, die auf einen erhöhten subjektiven Anspruch hindeuten könnten...

    Schlecht verarbeitete Tapete, Dreck im Anstrich, dicke Farbschwarten ohne Verlauf .....


    :lach: Euch möchte ich als Auftraggeber haben. :lach:


    Bei euch könnte man mit husch-husch-arbeiten ein schönes Geld verdienen. :yeah:


    Da hab ich als Ausführender schon komplett andere Ansprüche.

    Da muss nicht mal der AG kommen und was bemängeln.

    Abnahme und passt.

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Das sind sicherlich 2, 3 Stellen, die jetzt nicht 100-%-ig super gelungen sind...es scheint aber auch -ich mag mich täusche- dass diese Fotos aus nächster Nähe aufgenommen worden sind. Zur Beurteilung ist aber ein gewisser Abstand einzuhalten, also nicht mit Makro aufnehmen und bitte auch kein Streiflicht.


    Das angetrocknete Farbklümpchen lässt sich fix entfernen, die dicke Farbnase sicher auch. Der Tapetenstoß natürlich nicht. Wie breit ist denn "die Fuge" ?

  • Jo, das mit dem Streiflicht stimmt natürlich, aber vom Hocker reißt das einen nicht.

    Da wenn ich mir das Bild "IMG_9045.jpg" ansehe, sieht man einfach nur eine dicke Pampe,

    die in dieser Konsistenz aufgetragen wurde um sich einen weiteren Anstrich zu sparen.

    Verlauf --> Null. Unabhängig davon, ob das abgenommen wird oder nicht.


    Brösel entfernen - ja, aber bei dickeren Farbnasen etc. musst Du schon hoffen, dass beim Ausbessern keine Farbschattierungen kriegst.


    Muss ja jetzt nicht zwingend ein Beanstandungsgrund sein - die ganze Geschichte - aber eine tolle Leistung ist das nicht.

    Gruß Werner :)

  • Ich sehe aber Hinweise, die auf einen erhöhten subjektiven Anspruch hindeuten könnten...

    Danke, für Deinen äußerst wertvollen Beitrag.


    Da ich hier mehrere Tausend Euro Aufpreis für das Malervlies bezahlt habe, erwarte ich im Gegenzug auch eine saubere Ausführung. Eben so, wie auf dem Kostenvoranschlag mit "Wir garantieren eine saubere Ausführung" geworben wird.


    Ich habe in meinem Leben noch nie irgendwelche "Fugen" zwischen Raufaser oder Malervlies gesehen. Ebenso kenne ich solch m.E. unsauberen Anstrich mit Wölbungen auf der Tapete oder dem Vlies nicht.


    Meine Frage zielte lediglich darauf ab, ob ich nun tatsächlich erhöht subjektive Ansprüche habe, oder eventuell "Experten" oder selbsternannte Experten dies anders sehen.


    Zum Thema Fotoaufnahme: Ja, es ist dicht fotografiert, allerdings sieht man die Wölbung auch von 2 m Entfernung, ebenso den unschönen Farbanstrich.

  • selbsternannte Experten

    Es gibt hier keine "selbsternannten Experten", Du kannst Dir also Deine Sarkasmusversuche sparen.


    Den Zusatz "Experte" vergeben die Mods/Admins nach Beurteilung der fachlichen Qualtät von Antworten einzelner User. Hier kann NIEMAND sich diesen Zusatz selber geben.


    Im übrigen: Hast Du Deine Qualitätsansprüche in irgendeiner Weise vertraglich vereinbart?

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    • Offizieller Beitrag

    Da ich hier mehrere Tausend Euro Aufpreis für das Malervlies bezahlt habe, erwarte ich im Gegenzug auch eine saubere Ausführung.

    Das ist ja auch in Ordnung. Man muss nur unterscheiden zwischen lokalen Fehlern, wie zB. dem Bröckchen angetrockneter Farbe, die dann wohl in den Farbauftrag eingearbeitet wurde. So etwas kann passieren. Ist halt so. Und man kann dies auch recht einfach beheben. Kein großes Ding.


    Es ist ein Unterscheid, ob so etwas bei 400 - 600 m² zu malernder Fläche zwei- oder dreimal aufgetreten ist oder ob dies ein Fehler ist, der sehr häufig vorkommt.


    Grundsätzlich also kein großes Ding. Maler die Stellen, die nicht passen, zeigen und beheben lassen.


    Schwieriger bis unmöglich ist der nicht ganz saubere Stoß der Malervliesbahnen. Ich weiß aktuell nicht was man hier erwarten darf. Fuge von 0,xx mm zulässig? Wie breit ist denn die Fuge?

  • Im übrigen: Hast Du Deine Qualitätsansprüche in irgendeiner Weise vertraglich vereinbart?

    Nein. Ich habe aber schon in einigen Wohnungen und Häusern gelebt bzw. gesehen und da sind mir noch nie irgendwelche Fugen an der Raufaser oder dem Vlies aufgefallen. Ergo gehe ich davon aus, dass der Maler dies wohl grundsätzlich so ausführt, was auch ok für mich ist. Ich habe lediglich nach einer Begründung gefragt, da es für mich im sichtbaren Bereich liegt, ich das so nicht kenne bzw. noch nie gesehen habe und ich es einfach nicht schön finde.


    Ebenso finde ich es fragwürdig, das im Wohnzimmer im sichtbaren Bereich so eine "Wölbung" an der Wand ist, die schon Risse aufweist. An anderer Stelle ist dies eben nicht.


    Warum man alles hinnehmen soll verstehe ich nicht. Mir ging es lediglich darum zu erfragen, ob es sich hierbei um Mängel, unsaubere Ausführung oder Sonstigem handelt. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn du dich damit zufrieden gibst, wenn unschön gearbeitet wird, bitteschön. Ich arbeite eben für mein Geld und erwarte entsprechend eine saubere Ausführung, wenn ich dafür schon bezahle.


    Thomas B: Danke für Deinen Beitrag: Die Fuge ist wenige Millimeter breit, allerdings eben zu sehen. Dies wird sowieso nicht mehr behoben, da es durch den Maler ja bereits begründet wurde. Dann arbeiten eben alle anderen Maler anders und ich hatte Pech, einen Maler bekommen zu haben, der solche Fugen in die Tapete einbaut.

    • Offizieller Beitrag

    Hmm, wenn Du mit einem Archi durch die Wohnung gehst? Bilder sind immer schwierig. Vielleicht hat der dann vor Ort dann auch noch den einen oder anderen Tip, wie es für Dich zufriedenstellend laufen könnte? Oder eben, wo man zwar evtl selbst ein Problem sieht, dies aber nicht durchsetzbar sein wird. Streiflicht z.B zeigt immens deutlich Erhebung etc. aber zählt z.B. nicht.

  • Wenn du dich damit zufrieden gibst,

    Habe ich (oder irgendwer anders) das gesagt? NEIN.

    Hier wurde nur gesagt, das man auf Wünsche, Hoffnungen, gehobene Ansprüche nicht bauen kann, wenn sie nicht schriftlich fixiert wurde.


    Ob man da mit der "mittleren Art und Güte" weiterkommt, ist zumindest nicht sicher

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    • Offizieller Beitrag

    Warum man alles hinnehmen soll verstehe ich nicht.

    Die Beiträge hier sagen nicht, dass Du alles hinnehmen sollst, ich hatte ja nicht umsonst auf Sachverständige verwiesen. Die Frage ist aber, wie gut sind Deine Chancen auf Nachbesserung, und da kannst Du eben nicht argumentieren, dass Du das in anderen Wohnungen schon besser gesehen hast. Du kannst auch nicht darauf verweisen, dass ein xyz in einem Forum etwas anderes gesagt hat.


    Natürlich kannst Du gegenüber dem Verkäufer sagen, dass Dir das nicht passt. Darauf gibt es dann 2 Möglichkeiten, entweder er ruft den Maler an und der beseitigt das, wobei der "Reparatur"versuch erfolgreich sein, aber auch zu einem schlimmeren Ergebnis führen kann, und dann geht der Ärger erst richtig los, oder aber der Verkäufer stellt umgehend auf stur. und antwortet Dir, dass das alles so passt.......das ist kein Mangel und blablabla. Was dann?


    d.h. Wenn Du Dich beschweren möchtest, dann solltest Du wissen wie es danach weitergeht (weitergehen könnte).


    Es ist offensichtlich, dass der Maler hier kein Meisterstück abgeliefert hat, doch das bedeutet noch nicht, dass die Arbeit mangelhaft ist, und nur Letzteres zählt wenn es zu einem Streitfall kommt.

  • Ich kann nur über meinen rein subjektiven Eindruck berichten: Den Farbauftrag finde ich auch nicht so gelungen. Bei uns wurde alles airless gespritzt und dann mit der Rolle verschlichtet. Das ergibt einen sehr gleichmäßigen Farbauftrag auf dem Malervlies.

    Helfen wird Dir mein Beitrag nicht, da es nicht um subjektives Gefallen geht, sondern objektiv, was vereinbart wurde und ob diese Ausführung noch gemäß den aRdT ist. Das können nur die Experten hier beantworten.

    Aber mal von Bauherr zu Bauherr: guckst Du Dir nicht an, was die Handwerker tun, während sie es tun? Das merkt man doch beim ersten Quadratmeter und kann sofort gegensteuern. Im Nachhinein macht das weder Dir noch den Handwerkern Spaß.

    Ein Grund dafür, dass ich einen Handwerker nehme, ist eben weil ich keine Zeit habe, die Arbeiten selber zu verrichten. Und da stehe ich dann halt nicht neben dem Handwerker um jeden Pinselstrich zu beobachten und zu bemängeln.

    Beim TE geht es um normale Malerarbeiten - keine Raketenwissenschaft. Und das, was ich auf den Bildern sehe ist alles andere als schön.

    Die Qualität entspricht allenfalls der eines Hobby-Heimwerkers. Dafür bezahle ich keinen Profi.

    Ein Malervlies nehme ich, weil ich eine absolut glatte Oberfläche will und eben keine Buckelpiste mit Einschlüssen jeglicher Art.


    Gruß

  • Es könnte auch ein Pizzabäcker (nichts gegen Pizzabäcker) ein Flohzirkusdirektor, ein Nasenbohrer oder ein Maurer gewesen sein, das ist egal. Die Frage ist NUR, ob und wie der TE seine Ansprüche durchgesetzt bekommt.

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  • Mal eine vielleicht etwas naive Frage am Rande:


    Muss vor der Abnahme nicht der Auftragnehmer nachweisen, dass das Werk mangelfrei ist? Wäre dann nicht im Zweifel der Maler derjenige, der Nachweisen müsste, das die abgelieferte Arbeit a) dem geschlossenen Vertrag und b) den a.R.d.T entspricht?

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)