Hausbau mit Generalübernehmer: GmbH oder Einzelunternehmer... Risiken?

  • Ich möchte ein schlüsselfertiges Haus mit einem Generalübernehmer bauen und habe zwei Unternehmen in der finalen Auswahl. Ein Unternehmen ist eine GmbH, das andere Unternehmen ein Einzelunternehmen. Beide Unternehmen machen soweit einen guten ersten Eindruck und haben gute Referenzprojekte.


    Meine Frage: Gibt es irgendwelche Punkte die für oder gegen die ein oder andere Unternehmensform sprechen? Mir ist schon der grundsätzliche Unterschied bewusst zwischen den beiden Formen (Einzelunternehmer haftet privat, hat keine Bilanzpflicht....), aber inwieweit ist das relevant für ein Bauvorhaben? Die Bezahlung würde immer nach Abschluss eines Bauabschnitts erfolgen, ich trete also nicht in Vorkasse.


    Liebe Grüße

    Martin

  • ich trete also nicht in Vorkasse.

    Das ist zwar prinzipiell richtig, aber neben der Bezahlung von Material und Arbeit gibt es auch noch das Thema Gewährleistung und Mängelbeseitigung. Vereinfacht gesagt, wasd hilft es Dir wenn DU nur das bis zu einem Zeitpunkt x angefallene Material und Arbeit bezahlst, und am nächsten Tag stürzt die Bude ein.


    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es öfter wegen Mängel und Mängelbeseitigung Probleme gibt als mit Überzahlung. Ich würde daher nicht nur auf das Geld schauen.


    Wie lange sind die beiden Firmen schon am Markt? Vielleicht zeigt sich ja da ein Unterscheidungsmerkmal über das man sich Gedanken machen könnte.

    Wie groß/klein sind die Firmen? Ich weiß, auch Großkonzerne können die Grätsche machen, aber eine 2 Mann Firma ist halt schneller aufgelöst als eine große Firma.

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  • Aus eigener Erfahrung kann ich nur vermuten: es ist gehupft wie gesprungen. Am besten gründliche Recherche bei vorherigen Kunden der Firmen anstellen - das hätte ich auch besser gemacht... :nono:

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • für Gewährleistung gibts auch Bürgschaften oder halt Sicherheitseinbehalt. Aber 5% sind bei einem großen Schaden auch schnell weg.

    Selbst wenn Dir einer 5 % bietet reicht das beim richtigen Schaden kaum für die Erstberatung beim Anwalt.

    In den meisten Fällen wird der Betrag dann einfach oben drauf gepackt und man zahlt "doppelt".

    Deshalb stimme ich Ralf grundsätzlich zu.

    Wenn GÜ (egal, ob GmbH oder Einzel), dann EIGENE Bauüberwachung. Und nicht die Prüforgansiationen mit den X Großbuchstaben (wegen der eingeschränkten Haftung)

    Die EIGENE Bauüberwachung muss schon bei den Vertragsverhandlungen bei sein. Im Nachhinhein was zu retten, ist deutlich schwieriger.


    P.S.: Ja, sowas kostet einen deutlichen Schein zusätzlich. Wenn die Finanzierung eh schon auf Kante genäht ist, wird hier gern das Geld gespart, auch wenn das "sparen an der falschen Stelle" bedeutet.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18