Bad im Keller mit Kleinhebeanlage

  • Wir haben folgendes Problem, an unser Gästezimmer schliesst ein Bad an. Die Abflüsse für WC, Dusche, Waschbecken, werden mit einer Kleinhebeanlage entwässert...

    Die Druckrohre laufen entlang der Kellerdecke bis zum Hauptfallrohr ist sind dort auf Bodenniveau angeschlossen...

    Nach mehrmaliger Benutzung beschwert sich jetzt die Dame im Erdgeschoss über das Abpumpgeräusch der Hebeanlage ...

    Nach Frage beim Installateur war wenig hilfreich...

    Lapidare Antwort, Rohre sind entkoppelt, Hebeanlage hat Gummis an den Befestigungen ...

    Wir sollen den Schacht mit Steinwolle/Mineralwolle dämmen ...

    Jetzt haben wir den Schacht geöffnet und haben festgestellt, das sich dort Wasser sammelt ... Kleine Pfütze und Feuchtigkeit am Boden ...

    Nachfrage: ist Kondenswasser...

    Aber wenn sich dort Kondenswasser sammelt macht dann dämmen mit Mineralwolle überhaupt Sinn?

    Was ist mit Schimmelbildung ect.

    Wir sind einigermaßen verzweifelt... Da die Dame uns das Betreiben der Anlage untersagen will wenn wir die Geräusche nicht in Griff bekommen!

    Wer kann uns helfen

  • Aber wenn sich dort Kondenswasser sammelt macht dann dämmen mit Mineralwolle überhaupt Sinn?

    Kein Problem, wenn die Dämmung wasserdampfdiffusionsdicht ummantelt wird.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielen Dank für die Antwort...

    Was empfehlen Sie...

    Google sagt Tecelitsystem von Rockwool

    Kann ich mit den Alukaschierten Matten die Grube auskleiden?

    Und die Abdeckung? Stahldeckel ...

    Viele Grüße Katy

  • Wir sollen den Schacht mit Steinwolle/Mineralwolle dämmen ...


    Jetzt haben wir den Schacht geöffnet und haben festgestellt, das sich dort Wasser sammelt ... Kleine Pfütze und Feuchtigkeit am Boden ...

    Schacht/ Grube sie ist im Boden versenkt ...

  • Insgesamt ein ziemlich wildes Rohrgewürge. Eine Ursache für Kondensat seh ich da aber nirgends.

    lapidare Antwort, Rohre sind entkoppelt,

    Das wage ich auf Grund der Bilder zu bezweifeln. Ich sehe da im Wandddurchbruch so was wie Bauschaum. Und das wäre keine ENTkopplung, eher eine starre, Schallübertragung fördernde Kopplung

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Lapidare Antwort, Rohre sind entkoppelt, Hebeanlage hat Gummis an den Befestigungen ...

    Wir sollen den Schacht mit Steinwolle/Mineralwolle dämmen ...

    Das sieht aber auf den Fotos ganz anders aus. Die Rohre dürfen an keiner einzigen Stelle direkt mit dem Baukörper Berührung haben, auch nicht in Durchbrüchen und die Schellen mit (hoffentlich) schalldämmenden Einlagen dürfen nur locker angezogen werden, um die Schwingungen nicht zu übertragen.

    Insofern ist die Anweisung Miwo in den Hohlraum zu stopfen unsinnig.

    wenn die Dämmung wasserdampfdiffusionsdicht ummantelt wird.

    Solche Ummantelungen kenne ich noch nicht.

    Ich lasse kondensatgefährdete Leitungen (Trinkwasser kalt, Kältemittel, Regenwasser innenliegend und Zuluft) immer mit geschlossenzelligem Material dämmen, aber niemals mit Miwo.

    Hier bin ich allerdings sehr skeptisch, ob es sich bei einer häuslichen Schmutzwasserleitung, die nur sporadisch durchströmt wird, tatsächlich um Kondensat handelt. Ich würde eher auf eine Undichtigkeit tippen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • In dem Schacht ist es halt kälter als im Raum?

    Ja, natürlich. Das ergibt aber auch kein Kondensat an den Rohren, sondern bestenfalls an den Schachtwänden. Und da hilft erstmal keine Dämmung. Dafür müsste die gesamte Schachtabdeckung umgebaut werden (so tech. möglich)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Im Schacht ist es eher wärmer ... Weil die Hebeanlage Wärme abgibt durch Warmwasser ... Die Anlage selbst ist trocken und die Rohre auch ...

    Das Wasser ist nur am Boden ...

    Zur Entkopplung, was können wir tun um die Geräusche zu minimieren ... Schellen tauschen? Bauschaum rauskratzen? Gummi unter die Schellen?

    Rohre mit Isoschalen?

    Wegen dem Wasser am Boden hab ich den Installateur schon angeschrieben...

    Bilder geschickt... Keine Antwort...

  • Die Anlage selbst ist trocken und die Rohre auch ...

    Stützt meine Vermutung, dass kein Kondensat auftritt. Bleibt nur Undichtigkeit oder aufsteigende Nässe.

    was können wir tun um die Geräusche zu minimieren ... Schellen tauschen? Bauschaum rauskratzen? Gummi unter die Schellen?

    Wenn Ihr Euch das selbst antun wollt, habe ich oben schon geschrieben, worauf es ankommt.

    Ist die EG-Bewohnerin kooperativ? Dann würde ich ich den Erfolg der Maßnahmen jedesmal in deren Wohnung überprüfen. Den oder die Schallübertragungswege herauszufinden, ist ein Geduldsspiel.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ja testen dürfen wir ...

    Der gemessene Schall beläuft sich bei Ihr beim Abspringen der Anlage auf 20 - 30 Dzb ... Also es ist nicht extrem laut, aber es stört Sie extrem 🤷 Man hört auch kein Wasserrauschen sondern wirklich nur für 5 - 10 sek. das Geräusch der Hexlers und das Abpumpen mit Druck ...

    Deshalb habe ich gehofft, das es was bringen könnte, wenn wir die Hebeanlagen dämmen ... Also den Schacht...

  • Wie so sieht man da nix... Da sind doch alle Anschlüsse zu sehen 🤷

    Wie sollen man das Ändern? Das sind Druckrohre ... Ich kann mir nicht vorstellen, das man da flexible Rohre nehmen kann...

  • Du siehst den Anschluß/Übergang?

    Nein, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein paar Millimeter "weicher" Übergang irgendwelche Schallübertragungen unterdrücken könnte. Vielleicht liege ich da falsch. Die Schalldämpfer meiner Lüftungsanlage sind 1m lang,...


    Das sind Druckrohre ... Ich kann mir nicht vorstellen, das man da flexible Rohre nehmen kann...

    Na ja, jeder Gartenschlauch hält Druck aus und ist trotzdem flexibel....

  • Anschluss/ Übergang ? Ich verstehe nicht was Ihr meint ..

    Das sind die einzigen Anschlüsse, die die Hebeanlage hat ...

    Drei Zuflüsse Dusche, Waschbecken, Toilette und zwei Rohre die rausgehen ...

    Eins ist Lüftung und eins ist Abwasser ...

    Wenn ich das richtig weiss ...

    Die zwei Rohre gehen durch den Boden und die Wand und kommen dann im Nebenraum aus der Wand raus...

    Und laufen an der Kellerdecke entlang ..

  • Es hilft mir jetzt aber auch nicht weiter, wenn Ihr hier untereinander diskutiert, wer was sieht und was nicht ....

  • Die Schalldämpfer meiner Lüftungsanlage sind 1m lang,...


    Die Schalldämpfer funktionieren auch anders. Hier meint mein Vornamensvetter die Schallübertragung über das Rohr selbst, quasi die Vibrationen. Die könnte man tatsächlich durch ein kurzes flexibles Stück "unterbrechen" Trotzdem würden die Strömungsgeräusche im Rohr ungehindert weiter verbreitet.


    Der gemessene Schall beläuft sich bei Ihr beim Abspringen der Anlage auf 20 - 30 Dzb

    Die Dame im EG ist aber wirklich empfindlich. Tagsüber dürften die "normalen" Umgebungsgeräusche in der Wohnung schon höher liegen.


    Einfach (leichte) Mineralwolle in den Schacht stecken bringt nicht viel. Die Frage ist erst einmal, ob das Geräusch als Luftschall aus dem Schacht kommt, obwohl ein Deckel darauf ist, oder ob die Rohre verantwortlich sind, und das Geräusch im Raum unter dem EG entsteht.


    Zuerst würde ich den Schacht als Ursache ausschließen. Dazu den Deckel von innen mit einer dünnen Matte bekleben, beispielsweise Butyl o.ä., und zwar so, dass die Matte auf dem Rahmen aufliegt. Leider steht dann der Deckel wahrscheinlich etwas über.

    Dann eine schwere Steinwolle besorgen und den Schacht um die Hebeanlage herum abstellen, Plattenstücke mit Ausschnitten machen die man auf die Hebeanlage legt, und im Idealfall passt dann noch eine Steinwollematte ganz oben drauf, bevor man den eigentlichen Deckel in den Rahmen legt. Auf dem Bild ist schwer zu erkennen, wieviel Platz zwischen den Rohren und Unterkante Rahmen noch frei ist.


    Sollte sich dadurch eine Verbesserung einstellen, dann kann man sich die mühsame Suche und das Entkoppeln der vielen Rohre sparen. Kostenaufwand für das bisschen Dämmmaterial ist auch gering. Falls es nicht klappt dann hat man halt ein paar wenige Euro in den Sand gesetzt. Dann geht die Suche weiter.


    Mit etwas Erfahrung könnte man auch im Betrieb der Hebeanlage das Geräusch im Raum schon orten. Das ist aber etwas schwierig weil die Schallwellen im Raum an allen Flächen reflektiert werden. Da braucht man schon ein gutes Gehört und im Idealfall einen Schallpegelmesser evtl. ergänzt um ein Richtmikrofon.


    Denkbar wäre beispielsweise, dass die Luftsäule im "Abwasserrohr des WC" (Also Zulauf in die Hebeanlage) oder die Belüftung das Geräusch im Haus verbreitet, aber wie gesagt, das kann man so aus der Ferne nicht richtig einschätzen.

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    .

  • Ich auch. Auch bei der Lüftungsanlage sollen die Vibrationen der Lüfter nicht über das starre Rohrsystem übertragen werden.

    Deine länglichen Schalldämpfer dürften Telefonieschalldämpfer sein und sollen den durchlaufenden Luftschall reduzieren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • R.B. danke für die ausführliche Antwort...

    Habe gerade nochmal Kontakt mit dem Installateur der Anlage ...

    Der hat auch die Grube / Schacht ausgehoben und betoniert ...

    Jetzt meint er vielleicht Grundwasser ...

    Man muss dann die Hebeanlage nochmal ausbauen und den Schacht abdichten ..

    Wäre es dann empfehlenswert unter die Hebeanlage eine Gummimatte wie bei der Waschmaschine z.B. drunterzulegen und die starren Rohre gegen flexible zu tauschen .. also zumindest die wo man tauschen kann ?

    Was bedeutet schwere Steinwolle ?

    Haben sie da einen Hersteller oder Namen ?

    Platz sind ca. 30 cm...

    Der Deckel ist jetzt schon mit Styrodur gedämmt ...

    Vollflächig ... Aber das reicht nicht!

    Wenn man unten im Bad steht hört man die Hebeanlage auch ... 35 bis 40 DZB

    Wenn der Deckel auf ist, ist es noch lauter ...

    Also könnte der Schall aus dem Schacht kommen!

  • Deine länglichen Schalldämpfer dürften Telefonieschalldämpfer sein

    richtig.


    und sollen den durchlaufenden Luftschall reduzieren.

    Äh - jein. Sie sollen ganz allgemein Schwingungen, die auf der einen Seite auf das Lüftungsrohr wirken (sei es durch Schallquellen, aber auch durch Ventilatoren des Lüftungsgerätes hervorgerufen), möglichst gut dämpfen, damit sie nicht auf der anderen Seite des Rohres weiterlaufen.


    Das Prinzip is mE genau das selbe, dass die Schwingungen der Hebeanlage nicht auf das Rohrsystem übertragen werden können. Dazu benötigt es eine möglichst "weiche", flexible Verbindung.