Pelletslager

  • Hallo Zusammen,


    wir haben ein Haus mit Pelletsofen gekauft, der Vorbesitzer hat den Ofen der im 1. OG /Wohnzimmer steht jeden Tag mit Sackware befüllt, das würde ich nun gern ändern und an den Ofen ein Saugsystem anschließen, dass würde auch problemlos klappen! Nun stellt sich die Frage wo ich das neue Pelletslager einbaue! wir haben über unserer Garage einen Spitzboden mit den Maßen 10 M Länge, 3 M Breite, und 1 Meter Höhe.. außerdem sind unter dem Spitzboden Stahlträger eingezogen ( Laut Statiker können wir da problemlos 5 Tonnen Lagern)


    Zu meiner Frage wie würdet ihr den Bau angehen ? Welche Baumaterialien würdet ihr benutzen? Gibt es für Spitzböden eventuell Bauanleitungen die ich im Internet übersehen habe?


    Würde mich sehr über Antworten freuen!


    In dem Sinne Grüße gehen raus :thumbsup:

    • Offizieller Beitrag

    Die 1m Höhe sind also die lichte Höhe?

    Wie soll das Lager befüllt werden?


    5to, das waren ca. 8m³, und die verteilt auf einer großen Fläche, da wird allein schon die Entnahme nicht einfach. Da kannst Du dutzendweise Saugsonden auf der Fläche verteilen.


    Ich könnte mir einen Kasten vorstellen, vielleicht 1m breit, der hätte dann eine mögliche Füllhöhe von etwa 50-60cm, bei einer Länge von 8-10m wären das dann 4-5m³, also irgendwas um die 3-3,5to. Den wird man mit einem Dutzend Saugsonden wohl nicht komplett leer kriegen, aber besser als nichts. Befüllt würde dann über beide Stirnseiten.

  • Unser Pelletlager ist höher, aber das Flächenproblem haben wir mit schrägen Wänden und einer Transportschnecke an der tiefsten Stelle gelöst. Dann braucht man nur eine Saugsonde. Mehr sorgen würde mir da die Dacheindeckung machen - beim Einblasen der Pellets komm ganz schön Druck zusammen.....

    • Offizieller Beitrag

    aber das Flächenproblem haben wir mit schrägen Wänden und einer Transportschnecke an der tiefsten Stelle gelöst.

    Das ist eine vernünftige Lösung. Wenn der TE aber zum First gerade mal 1m lichte Höhe hat, dann würde sich durch die Schräge das Volumen des Lagers nahezu halbieren. Bei einem Lager mit 1m Breite sind die Seitenwände insgesamt gerade mal etwa 65cm hoch. Dabei ist eine zusätzliche Holzkonstruktion mit Beplankung noch gar nicht eingerechnet. Die Schnecke in der Mitte kostet auch etwas Höhe. Am Ende kann er vielleicht noch 1-2to einlagern, das müsste man einmal genauer rechnen. Je nach Wärmebedarf des Gebäudes reicht das vielleicht über den Winter.



    Mehr sorgen würde mir da die Dacheindeckung machen - beim Einblasen der Pellets komm ganz schön Druck zusammen.....

    :thumbsup:


    Ich würde mir jetzt erst einmal überlegen, wie man in dem kleinen "Dreieck" optimiert. Vielleicht klappt es mit einer Schräge, die Dachsparren muss man auch beplanken, und immer das Thema Befüllen und Entnahme im HInterkopf behalten.

    • Offizieller Beitrag

    Wir haben auch ein Pelletlager, leider damals nicht geplant (Architekt hätte uns mal einen Planer für Heizung empfehlen sollen!), seit dem immer wieder Ärger mit dem Ding. Aus Erfahrung also auf folgende Punkte achten:


    1. Lage des Lagers und Lieferung der Pellets:

    - Pellets kommen mit einem großen LKW und werden eingeblasen mit hohem Druck. Die Rohrleitungen des Transportunternehmens sind selten länger als 20-25m, danach wird's problematisch, also Einblasstutzen möglichst nicht hinterm Haus, sondern mit kurzem Weg zur Straße/Auffahrt.

    - Je mehr Kurven in den Schläuchen sind, desto problematischer: Durch den Druck entsteht im Rohr Reibung und es entsteht mehr Pelletstaub, der unter dem Druck eine recht feste Masse werden kann, die Ansaugung und Pelletofen Probleme bereiten kann. Also möglichst kurze Strecken, nicht um Hausecken und dergleichen herum


    2. Lagerung

    Ihr wollt keine Feuchtigkeit im Pelletlager, denn dann zerbröseln die Dinger noch schneller, daher wollt Ihr auch keine großen Temperaturschwankungen.


    3. Transport der Pellets vom Lager zum Ofen

    Keine weiten Wege! Was oben gesagt wurde, gilt hier auch. Vermeidet nach Möglichkeit ein Saugsystem und arbeitet lieber mit einer Schnecke. Das Saugsystem führt in der Regel zu mehr Staub, damit schlechterer Verbrennung und Problemen mit Ofen und Schornstein.


    4. Wartung/Revision: baut das Lager so, dass Ihr im Zweifel bei einem leeren Lager überall gut ran könnt und so, dass Ihr es im Notfall auch mal schnell leeren könnt. Seid Euch bewusst, dass in einem solchen Lager hohe CO-Konzentrationen vorkommen können, also sorgt vor dem Betreten für gute Belüftung.

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes

  • Spannend:

    Der Bau, sowie das befüllen, und die Entnahme.


    Anscheinend kann der Ofen wohl saugen. Wenn dann noch die zwei Schläuche mit 7cm durchmesser durch das haus laufen können, ist das Thema ja schon mal erledigt.

    Aber wie kriegt man die DN100 Füllleitungen in den Lagerraum? Der Tankwagenfahrer wird gewiss nicht auf eine Leiter steigen und die Schläuche. an der Fassade hochhiefen.

    Also für das Geld, was der ganze Spass kostet, samt extras.... kannst die ganze Heizung 2 x in den Keller verlegen.:(

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

    • Offizieller Beitrag

    Aber wie kriegt man die DN100 Füllleitungen in den Lagerraum?

    und das so verlegt, dass nicht nur Staub oben im Lager ankommt. :D


    Der letzte Bogen oben am First dürfte spannend werden, und dann bleibt noch die Frage der Wurfweite, bei einem Lager mit 10m Länge. Die Pumpe im LKW schafft das schon, vor allen Dingen bei kurzen Schlauchlängen bis zum Befüllstutzen.