Allgemeine Ablauf-Belüftungs-Frage (hier am Beispiel Küchenspüle-Komplettverstopfung)

  • Guten Tag,


    1) Ich habe, im Altbau EG, vor der Wand, eine alte Küchenspüle (nur 1 Becken) ohne (!) Belüftung im Becken. Wenn man draufguckt:


    - unter Abfluss normaler Syphon (gereinigt, einwandfrei)


    - (l) knapp 20 cm unter Abfluss, nach LINKS, aus (hinter) Syphon, normales Abflussrohr (Standardrohr ca. 4cm Durchmesser) horizontal, mit nur ganz leichtem Gefälle, ca. 120 lang, durch die Wand und dann, über WC-Abfluss, mit L nach unten (Höhenunterschied hier nur ca. 8 cm) ins Fallrohr; das Fallrohr hat, darüber, eine Belüftung übers Dach; dieses Abflussrohr ist mehrfach gereinigt mit Spirale und mehrfach gereinigt mit diversen "Rohrfrei"-Chemikalien (incl. jeweils 12 Std. Einwirkenlassen, Warmwasser-Nachlaufenlassen usw.) in genügender Menge, insgesamt für 2,5 Liter solcher Chemie; trotz der "Sauerei" Reinigung durch Spirale auch inkl. des L-Stücks und eines Stücks Fallrohr; dieses Abflussrohr zum Fallrohr kann also als "sauber und durchlässig" angesehen werden


    - (r) in derselben Höhe, wie das Abflussrohr hiervor, nach RECHTS, ein ebensolches Abflussrohr (am Syphon also per T-Stück), Länge ca. 100, ursprünglich wohl für Spülmaschine rechts neben Spüle, horizontal (?)


    Somit Spüle ursprünglich nicht nutzbar, da Wasser zu gleichen Teilen links (l) und rechts (r) rauslief. Daher hatte ich das Rohr (r) nach rechts (also zu seiner freien Öffnung hin) ein wenig angehoben, Küchentücher (Papier) reingesteckt, damit hier rechts nichts rauslaufen sollte, und zusätzlich eine Plastikstüte drumgetan, für etwaige Tropf-Reste.


    Dies klappte viele Monate ganz wunderbar, aber dann verstopfte offenbar das "echte" Abflussrohr (l), durch Papierreste des Stopfens am Ende von (r), daher der oben beschriebene Säuberungsaufwand.


    2) Nach Säuberung: Habe jetzt zusammengeknüllte Plastiktüten, statt Papier, ins Ende von (r) geknüllt (jetzt erheblich größeres Restwasser in der untergehängten Plastiktüte), jedoch KEINE Besserung, Wasser fließt kaum ab, wobei wie gesagt Abflussrohr (l) mitsamt seinem L-Stück am Fallrohr als "gesäubert und durchlässig" angesehen werden muss; hier ist wichtig, dass das Fallrohr ALTER Bauart ist und seinerseits ersetzt werden müsste (was ich erst in einigen Monaten in Angriff nehmen kann), wenn ich das L-Stück (ebenfalls alter Bauart) ersetzen will. Hier links will ich derzeit also noch nicht "ran".


    3) Daher Kauf eines weiteren Normal-Abflussrohrs für "Hoch" (h), knapp 80 cm, und eines Normal-L-Stücks, beides angebracht (statt Küchentücher oder Plastiktüten) am Ende von (r), (h) nach oben gerichtet, um so den Wasserpegel im Gesamt-Abflussrohr (l, r und h) ca. 20 cm ÜBER den Beckenrand des Spülbeckens zu bringen ("kommunizierende Röhren"); da dieses L-Stück an beiden Seiten "passt" und dicht ist, dachte ich, hiermit mein Abflussproblem gelöst zu haben.


    4) ===1.FRAGE=== Stattdessen hat es ein paarmal gegluckert, und jetzt STEHT das Wasser im Becken, läuft überhaupt nicht mehr ab. Ich vermute, dass Fachleute an dieser Stelle lauthals lachen, aber für mich ist die Schule fast 60 (!) Jahre her, und ich bin ratlos und hätte sehr gerne eine Erklärung der aktuellen Situation; ich hatte natürlich gedacht, das Wasser fließt nun erst einmal nach beiden Seiten (also nach l und r) und dann, aus (r), auch hoch in (h), und zwar dort so hoch, wie es jeweils im Becken steht, und wenn dann, durch (l) ins Fallrohr, genug abgeflossen ist, fließt schließlich aus das Wasser aus (h) und (r), durch (l) ins Fallrohr, aber das ist offensichtlich nicht der Fall; bräuchte vielleicht (h) sein eigenes, von ihm abgezweigtes, Lüftungsrohr nach oben (wie (h) selbst einfach in die Küche), damit das so funktioniert, wie von mir angedacht?


    5) ===2.FRAGE=== Ich könnte immer noch versuchen, direkt am T-Stück des Syphons einen Endstopfen, statt des Abflussrohrs (r), anzuschließen, ABER würde das mein Problem lösen, denn wie oben schon geschildert: Das Becken selbst hat keine Belüftungsöffnung, und das scheint wohl das grundsätzliche Problem hier zu sein?


    6) Meine beiden Fragen sind offensichtlich die eines Laien; ihre freundliche Beantwortung würde dann aber gleich sehr viele ähnliche Probleme von Sanitärlaien beantworten, nämlich: Braucht jeder ABFLUSS - oder jedes VERTIKALES ROHR? - auch seine eigene Belüftung? (was hier ja offensichtlich nicht gegeben ist; vielleicht kann ich das Syphon austauschen, in eins MIT "eingebauter" Belüftung?), und: Wieso funktionieren die oben beschriebenen "kommunizierenden Röhren nicht" bzw. blockieren den eigentlichen Ablauf (l) jetzt sogar vollständig? Erneut, weil das mögliche / wahrscheinliche Grundproblem "Belüftung MUSS sein" nicht gelöst wurde?


    Ganz herzlichen Dank für konstruktive Auskünfte zu diesen offenbar grundsätzlichen Themen!

  • Ich habe Schwierigkeiten, Deiner verbalen Darstellung zu folgen. Kannst Du sie vielleicht mit einer Skizze grafisch ergänzen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich will es versuchen: von oben nach unten:


    rechts, 20cm über Becken: Öffnung von X


    Mittig: Küchenbecken ("Spüle", KEINE Beckenbelüftung)

    darunter: Mittig: Abfluss des Beckens

    darunter: Höhe ca. 20 cm: Syphon (unter dem Becken)

    sarunter: T-Stück unter Syphon (mittig, nach links und rechts), mit:


    120cm nach links:________________80cm nach rechts:

    echtes Abflussrohr_______________unechtes Abflussrohr (X)

    hier links:L-Stück nach

    unten ins Fallrohr

    (erst dort, höher: Belüftungsrohr)


    "X" heißt: L-Stück nach oben aus dem unechtem Abflussrohr, dann, nach oben, weiteres Standardrohr, knapp 80 cm hoch, und oben dann die freie Öffnung dieses Vertikalrohrs


    Keinerlei Abfluss aus dem Becken mehr, Wasserröhre im Vertikalrohr scheint Abfluss im echten Abflussrohr linkerhand total zu blockieren?


    EDIT: Euer Programm löscht sogar mehrfache Alt-255-geschützte-Leerzeichen, keine Chance hier, links und rechts zu trennen. Ich versuch's mit Unterstrichen.

  • Auf die Schnelle nur soviel: Mit irgendwelchen Be- oder Entlüftungen hat Dein Problem mit Sicherheit nichts zu tun.

    Spülbecken und auch Waschtische haben generell keine Entlüftungsöffnungen sondern Überläufe. Aber auch der ist nicht für das stehende Wasser verantwortlich.

    Da ist irgendwo irgendwas irgendwie verstopft und jetzt lehne ich mich mal aus dem Fenster: Du kriegst das nicht hin. Such Dir jemanden, und wenns der Nachbar ist, der schonmal sowas gemacht hat.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Off-Topic:

    EDIT: Euer Programm löscht sogar mehrfache Alt-255-geschützte-Leerzeichen, keine Chance hier, links und rechts zu trennen. Ich versuch's mit Unterstrichen.

    Wie wäre es ganz banal mit Papier und Bleistift?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • löscht sogar mehrfache Alt-255-geschützte-Leerzeichen

    Mit Funkfernschreiber auf Lochstreifen habe ich zum letzten Mal 1973 bei der Nationalen Volksarmee Weihnachtsbäume gemalt und verschickt. ;)




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    M.G.Wetrow

  • Thomas, du sagst: "Spülbecken und auch Waschtische haben generell keine Entlüftungsöffnungen sondern Überläufe. Aber auch der ist nicht für das stehende Wasser verantwortlich." - Wie man das auch nennt, dieses Spülbecken hat KEINE Öffnung außer dem Ablauf, d.h. hat auch keinen Überlauf. Als Überlauf dient ggf. eine Art gelochter Stab, den man in den Abfluss steckt, dann aber kann man das Becken nicht normal nutzen. Es FEHLT also eine Öffnung kurz unter dem Beckenrand, die als Überlauf dient, und die eventuell dann, so meine Vermutung, auch den Ablauf belüften kann.


    Dass die Wassersäule rechts irgendwas mit dem Nichtablaufen zu tun hat, zeigt sich schon daran, dass jetzt gar nichts mehr abläuft, während konstante kleinere Wassermengen problemlos ablaufen, wenn ich das Vertikalrohr rechts abbaue und das Horizontalrohr rechts (das offenbar die ganzen Probleme macht) wieder zustopfe.


    Ich hätte also korrekterweise sagen müssen, Becken und Siphon haben KEINEN Überlauf, so dass sie ggf. nötige (?) Luft nur aus dem Fallrohr ziehen können, wohin aber schon das Wasser abfließen soll.


    Mir als Laie erscheint schon das hochproblematisch (?), daher mein "Missbrauchen" des (unnützen aber vorhandenen) Horizontalrohrs rechts als (geringe) "Luftzufuhr" (ggf. seitlich an Papierknäuel / reingestopfter Plastiktüte), und jetzt, mit dem daraufgesteckten Horizontalrohr rechts, füllt sich das, nach meiner Theorie, so hoch, wie das Wasser im Becken steht, also in jedem Fall über den Wasserstand in den beiden Horizontalrohren hinaus, und offenbar blockiert das jegliches Ablaufen, wegen Unterdruck o.ä.


    Darum meine theoretischen Fragen oben, damit ich verstehe, was da "abläuft", wenn nichts abläuft.


    (Ich bin wie gesagt alt und muss ins Bett, bitt nicht bös sein, wenn ich dann ggf. erst morgen antworte.)

  • Darum meine theoretischen Fragen oben, damit ich verstehe, was da "abläuft", wenn nichts abläuft.


    (Ich bin wie gesagt alt und muss ins Bett, bitt nicht bös sein, wenn ich dann ggf. erst morgen antworte.)

    Ich bin Dir nicht bös, weil Du ins Bett musst. Bei mir ist der Schulabschluss erst 55 Jahre her, ich bin also noch jung.

    Aber hör bitte auf, Dir "theoretische Fragen" darüber zu stellen, was in Deiner Spüle abläuft oder eben nicht abläuft und Lappen, Lumpen, Papier oder Plastiktüten in verschiedene Öffnungen zu stopfen.

    Lass Dir von Fachkundigen helfen und hör auf, das Internet zu löchern.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ich möchte meine Frage umformulieren, da der jetzige Zustand der "Anlage" ja mittlerweile offenbar "zuviel" ist:


    Es besteht also eine Küchenspüle OHNE Überlauf, also ohne direkte Luftzufuhr, wenn mehr als nur ein Wasserrinnsal in den Abfluss läuft.


    "Hinter", also unter dem Beckenabfluss liegt das Siphon.


    Hinter dem Siphon liegt ein T-Stück, mit Abflussrohr (ca. 120cm) zum (dachbelüfteten) Fallrohr, das Abflussrohr ist an das Fallrohr angeschlossen mit einem L-Stück.


    Auf der ANDEREN Seite des T-Stücks ist derzeit ein zweites Abflussrohr angebracht, als solches unnütz, bislang ein wenig nach oben gerichtet, damit hier nicht zuviel Wasser rausläuft, gleichzeitig hierdurch aber ein wenig Luftzufuhr.


    ----


    FRAGE: Wenn ich dieses zweite, nicht benötigte Abflussrohr am T-Stück des Siphons (oder schon das T-Stück selbst dort) durch einen Endstopfen ersetze, und vorausgesetzt, es liegt KEINE Verstopfung vor:


    Muss dann das Wasser, auch größere Mengen (also ohne Luftzufuhr (wie es bei einem bloßen Rinnsal der Fall wäre)), theoretisch aus der Spüle ablaufen, obwohl das Becken, mangels Überlauf, dem ablaufenden Wasser keine Luftzufuhr bietet?

  • Das Becken muss niemals irgendeine Luftzufuhr bieten und tut es auch nicht.

    Wasser läuft vom Becken nach unten durch den Siphon ab. Da wo dann kein Wasser mehr im Becken ist, "strömt" Luft aus dem Raum in das Becken nach. Fertig.

  • FRAGE: Wenn ich dieses zweite, nicht benötigte Abflussrohr am T-Stück des Siphons (oder schon das T-Stück selbst dort) durch einen Endstopfen ersetze, und vorausgesetzt, es liegt KEINE Verstopfung vor:


    Muss dann das Wasser, auch größere Mengen (also ohne Luftzufuhr (wie es bei einem bloßen Rinnsal der Fall wäre)), theoretisch aus der Spüle ablaufen, obwohl das Becken, mangels Überlauf, dem ablaufenden Wasser keine Luftzufuhr bietet?

    Ja.


    Zuerst mal mit einer Spirale den ganzen Abwasserweg frei machen, evtl. mit Hochdruck spülen um die Rohre zu reinigen. T-Stück entfernen, man führt Abwasserrohre nicht mit einem T-Stück zusammen. Spüle also direkt an das Abwasserrohr anschließen. Falls man eine Option für ein weiteres Wasch-Spülbecken oder was auch immer haben möchte, dann einen Abzweig (Y) verwenden. Das offene Ende mit einem Muffenstopfen verschließen, oder wenn Du Dir Sorgen wegen der Belüftung machst, dann einen Rohrbelüfter drauf.


    Keine Experimente mit irgendwelchen Tüchern, Plastiktüten o.ä. Wenn der Kram im Abwasserrohr verschwindet dann kriegst Du vielleicht an einer anderen Stelle richtige Probleme, und ob die dann so einfach zu lösen sind, das steht in den Sternen.


    Übrigens, Abwasserrohre an einer (Küchen)Spüle setzen sich gerne mal mit Fett zu. Das muss noch nicht einmal direkt nach der Spüle passieren, sondern kann auch in wenigen Metern Entfernung der Fall sein, wo das Abwasser dann "langsamer" wird und das Fett auskühlt (fest wird). Gerade bei Spülen die nur selten genutzt werden gibt das dann eine Pampe im Rohr die richtig fest wird, und irgendwann "wächst" das Rohr zu. Die Leute schieben dann eine Spirale durch, und sobald das Wasser abläuft glauben sie, dass das Problem beseitigt sei, aber meist dauert es dann nur wenige Monate und das Theater geht von vorne los. An sich hilft aber nur, einmal richtig reinigen, und dann genau darauf achten, was durch den Abfluss in der Spüle geschickt wird.

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  • FRAGE: Wenn ich dieses zweite, nicht benötigte Abflussrohr am T-Stück des Siphons (oder schon das T-Stück selbst dort) durch einen Endstopfen ersetze, und vorausgesetzt, es liegt KEINE Verstopfung vor:


    Muss dann das Wasser, auch größere Mengen (also ohne Luftzufuhr (wie es bei einem bloßen Rinnsal der Fall wäre)), theoretisch aus der Spüle ablaufen, obwohl das Becken, mangels Überlauf, dem ablaufenden Wasser keine Luftzufuhr bietet?

    ja, siehe reine Ausgüsse, Aufsatzwaschbecken und jede Dusche.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Herzlichen Dank, R.B.!


    Fettablagerungen scheinen ein generelles Problem zu sein, und in meinem Fall ggf. vor und in dem L-Stück zwischen dem Ablaufohr und dem Fallrohr, dieses L-Stück ist (wie oben geschildert) nicht Standard, nicht auswechselbar, sondern Jahrzehnte alt. Mit mechanischer Reinigung bin ich durchgekommen, aber es fragt sich natürlich, wie groß der Durchgang dort tatsächlich ist, vielleicht hilft mechanische Reinigung speziell an der Stelle, per Ausmessen der Länge und dann Applikation des Endstücks der Spirale spezielle dort über einen längeren Zeitraum, denn da ist schon generell die "Engstelle".


    Küchenpapier ist in der Tat im Rohr gelandet, damit fingen die Verstopfungen an, sollte aber mittlerweile alles raus sein, zumal Monate dazwischen jedenfalls abflussmäßig "alles in Ordnung" war - abgesehen von der verrückten Konstruktion rechts, Rohr etwas nach oben und dann mit geknüllter Plastiktüte gestopft, um Wasserausfließen-auch-dort zu vermeiden.


    Es gibt wohl Syphons mit eingebauter Belüftung, diese endet ÜBER dem Syphon, aber da der UNTER dem Becken eingebaut ist, endet diese Belüftungsöffnung des Siphons notwendigerweise UNTER dem höchsten Wasserspiegel im Becken, selbst wenn diese Öffnung, in der Spüle insgesamt, NEBEN dem Becken und nicht unter ihm endet; damit da also kein Wasser rausfließt, wenn der Wasserstand im Becken über Minimum ist, muss da dann wohl ein Ventil eingebaut sein, das Luft von außen durchlässt, Wasser von innen aber nicht; da das Kunstoffkonstruktionen um 20€ sind, kommt mir das seltsam vor; Erklärungen zur Funktionsweise finden sich, natürlich, NICHT auf den jeweiligen Angebotsseiten.


    Ich versuche jetzt erstmal, das nötige Teil für unters Becken zu bekommen, nämlich ein ganz kurzes L-Stück für zwischen Siphon und echtem Abflussrohr (also ohne Belüftung), dann versuche ich nochmal mechanische Reinigung von Siphon und insbesondere Abflussrohr, inkl. L-Stück zum Fallrohr.


    Ich hatte naiverweise gedacht, die chemischen Rohrreiniger, in der Menge und Einwirkungszeit (jeweils über Nacht, 12 Std. und mehr) würden auch mit alten Fettablagerungen fertig.


    Es geht mir NICHT darum, mit "Belüftung" rechtzubehalten, auf den Gedanken hatte mich die Tatsache, dass GAR nichts mehr ging, als ich am rechten, Sinnlos-, Rohr das Vertikalrohr angebracht hatte: praktisch kein Tropfen floss damit ab, offenbar wegen der durch die dortige Wassersäule erzeugten "Luftdichte", Unterdruck oder was auch immer, daher ja meine obigen Theoriefragen.

  • Beitrag von feelfree ()

    Dieser Beitrag wurde von Skeptiker aus folgendem Grund gelöscht: Wunsch des Posters ().
  • Nochmal: Belüftet werden müssen Abwasserrohre erst ab bestimmten Längen. Diese scheinen auf einen ersten laienhaften Blick bei Dir nicht gegeben zu sein. Die Abwasserleitung einer Küchenspüle benötigt unter durchschnittlichen Bedingungen keine Belüftung. Ich hätte da zuerst den 90°-Bogen als Verursacher im Verdacht.


    Außer Fett ist im Haushalt auch Stärke eine sich gerne absetzende Substanz. (Kartoffeln, Teigwaren wie Klöße, Pasta, Spätzle etc. ...) Da hilft dann heißes Wasser mit Temperaturen über 70° C.


    Bei Rohrreinigern ist strikt die Gebrauchsanleitung einzuhalten. Weder mehr noch länger noch die Addition anderer Substanzen hilft. Alles davon kann sogar erheblichen Schaden anrichten bis hin zur Zerstörung / Verstopfung des Rohres oder zur Bildung von Giftgasen (letzteres war in den 1980 und 90er Jahren verbreitet).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich hatte naiverweise gedacht, die chemischen Rohrreiniger, in der Menge und Einwirkungszeit (jeweils über Nacht, 12 Std. und mehr) würden auch mit alten Fettablagerungen fertig.

    Da habe ich auch schon Lehrgeld bezahlt. In Großküchen und in der Industrie kommen Spezialreiniger zum Einsatz, aber diese chemischen Cocktails sind nichts für den Einsatz durch Laien. Gute Erfahrung habe ich mit einem Hochdruckreiniger und Schlauch gemacht, an dessen Ende eine rotierende Düse war. Leider darf man die normalen Hochdruckreiniger nur mit niedriger Wassertemperatur füttern (typ. bis ca. 40°C), es gibt aber auch Hochdruckreiniger mit Heizung. Da muss man wiederum aufpassen bis zu welcher Temperatur die Abwasserrohre mitspielen.


    Was mich in Deinem Fall wundert, dass es nur einen kurzen Weg zum Fallrohr ist, da sollte sich eine Verstopfung leicht lokalisieren lassen. Das Fallrohr wird ja kaum verstopft sein, das würde sich auch an anderen Stellen bemerkbar machen.


    Wichtig ist, dass so ein Spülbecken regelmäßig genutzt wird, mit viel heißem Wasser und auch mal Spülmittel. Wenn sich der Kram erst einmal über Monate festgesetzt hat, dann kriegt man das nur noch schwer weg.

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  • Ganz herzlichen Dank nochmal an R.B., und ganz herzlichen Dank an Skeptiker!


    Einstweiliger Endbericht: Es war völlig unmöglich, die Plastikrohre (egal wo) zu drehen, bei erheblicher Kraftanstrengung drehte sich alles davor oder dahinter mit, wobei ich zugebe, dass ich nur eine Wasserpumpenzange, und eine normale, einsetzen konnte, statt zwei Wasserpumpenzangen gegenläufig.


    Ich habe dann schließlich, an mehreren Stellen, die Flex eingesetzt, um so wenigstens das eigentliche Abwasserrohr "frei zum Bearbeiten/Ergänzen" zu bekommen.


    Erkenntnisse: im Siphon ca. 3 mm dicke KALK-Schicht rundum, ohne weitere Beeinträchtigungen; im Abwasserrohr (also horizontal, wie gesagt Normgröße ca. 4 cm): Durchlässigkeit noch ca. 5-6 mm in der Rohrmitte, alles andere KALK, vermischt mit anderen Dingen, aber hauptsächlich Kalk, fest, bröckelnd.

    Ich habe hier extrem kalkhaltiges Wasser, so dass ich davon ausgehe, dass meine Zuleitungen (sind aber eh "auf Putz", so dass ich mich darum kümmern kann) auch schon so gut wie dicht sind.


    Weiteres geplantes Vorgehen, sobald ich Zeit habe: 1) Abrücken der Spüle, komplettes Entfernen der alten "Normleitung" und des "L" ins Fallrohr, komplettes Neumachen incl. Abdichten zum Fallrohr- muss ich sehen, wie ich das Abdichten hinkriege; 2) Neue Spüle kaufen und an die neue "Anlage" anschließen; Auseinanderstecken und Wiederineinanderstecken wird bei Neuteilen statt Uraltteilen dann ja offenbar kein Problem sein.


    Bis 1): Großer Eimer unter der Spüle, den im Gäste-WC nebenan ausleeren. Ich habe offenbar nichts kaputtgemacht, was noch "zu retten" gewesen wäre, und konnte so das Problem wenigstens eindeutig identifizieren: Wenn im Abflussrohr schon nur 5 mm verfügbarer Rohrschnitt ist, kann ich mir vorstellen, wie es im alten L-Stück zum Fallrohr aussieht, trotz der Tatsache, dass ich die Spirale ja da durchbekommen habe.


    Ganz herzlichen Dank nochmal an euch beide für die freundlichen Anmerkungen!

  • Zur Vervollständigung, meine tatsächliche Zwischenlösung (statt Eimer unter Spüle):


    Noch gekauft: Einen Schraubring für unter die Spüle, mit Dichtring und Kunststoffeinsatz. Der Schraubring ersetzt den Ring des Siphons, Normgröße 6/4" F X Durchmesser 40 mm.


    Der Kunststoffeinsatz ist ein ziemlich kurzes Abwasserrohrstück (Normteil). Darauf passte somit das gestern gekaufte L-Stück (nach unten und nach vorn).


    IN das L-Stück (Normteil) passte ein Kunststoffschlauch, den ich ebenfalls gekauft habe (3m, muss noch etwas kürzen am anderen Ende), Außendurchmesser ca. 35 mm, Innendurchmesser ca. 30 mm, Preis nur 3€/m, aber große Preisunterschiede zwischen den Läden, man kann pro Meter auch 10€ loswerden.


    Der Schlauch geht jetzt vom L-Stück nach vorn aus der Spüle raus (eine Tür der Spüle habe ich ausgehangen (rausgeschraubt), Spüle wird ja eh ersetzt), weiter rauf in eine an der mittleren Küchentürangel (Küchentür bleibt jetzt offen) eingehängte schwere Drahtschlaufe (damit am vorgenannten L-Stück kein Schlauchgewicht hängt, zumal wenn Wasser im Schlauch ist), und das gestern gekaufte 60cm-Abwasserrohr ist - fast auf seiner gesamten Länge - am anderen Ende des Schlauchs AUFgesteckt - die richtige Schlauch-Außengröße kann man ja leicht feststellen (aber nicht unbedingt auch leicht finden), wenn man eins der Normteile dabei hat, der Schlauch muss ohne "Spiel" reinpassen.


    Das 60cm-Rohr stecke ich nun bei Bedarf ins Gäste-WC, und bei Nichtbenutzung in einen Eimer neben der WC-Schüssel, den ich mit zwei schweren Steinen beschwert habe, das (nun bald sehr schmutzige) Rohrende passt schön zwischen die Steine und die Eimerwand und wird dort "festgehalten", fliegt also auch, wenn es nicht im WC steckt, nicht in der Gegend herum.


    Um Dichtigkeit zwischen L-Stück und Schlauch-Anfang (oben unter der Spüle) herzustellen, habe ich L-Stück und Schlauchanfang gut mit selbstverschweißendem Klebeband (nach Anleitung) abgedichtet; nach einem Tag sollte das dann auch wirklich dicht sein, auch bei heißem Wasser.


    Ich vermute, dass dies auch für andere Zwischenlösungen ähnlicher Art (z.B. Waschmaschine o.ä.) eine gute Anleitung ist, sollte jedenfalls 4 Wochen gut und problemlos halten, ist besser als beständiges Eimer-Auskippen.

  • Als abschreckendes Beispiel dient es allemal.

    Ich überlege noch, ob man dieses Dschungel-Camp in einem Expertenforum stehenlassen kann.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasMD ()

  • Zur Vervollständigung, meine tatsächliche Zwischenlösung (statt Eimer unter Spüle):

    … Schlauch geht jetzt vom L-Stück nach vorn aus der Spüle raus …weiter rauf in eine an der mittleren Küchentürangel (Küchentür bleibt jetzt offen) eingehängte schwere Drahtschlaufe … Rohr stecke ich nun bei Bedarf ins Gäste-WC, und bei Nichtbenutzung in einen Eimer neben der WC-Schüssel, den ich mit zwei schweren Steinen beschwert habe … L-Stück und Schlauchanfang gut mit selbstverschweißendem Klebeband (nach Anleitung) abgedichtet …

    Das liest sich nach ganz schlimmer Bastelei, die ich so maximal bis zum nächsten Öffnungstag des Baumarktes stehen lassen würde.


    Hol Dir unverzüglich jemanden, der weitere Havarien an dem riskanten Gebastel sicher ausschließen kann. Ich würde den Wasserzulauf sofort unterbinden und hierfür die Eckventile der Spüle zudrehen und Warnhinweise anbringen. Ein Verwandter von mir hat als Installateur mit einem ähnlichen Gebastel mal einen ganz erheblichen Schaden angerichtet.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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