Hauptleitung HAK zu Zählerschrank-was (VDE/DIN) ist zubeachten bei UP Verlegung.

  • Bitte um mehr Hintergrundinformationen:

    Lage HAK und Entfernung zum Zählerschrank. Welche Räume werden gequert? Warum ist UP vorgesehen?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Vor Allem:

    Was sagt der VNB dazu?

    Der Eli weiß normalerweise wie sein VNB tickt, im Zweifelsfall fragt er nach.

    Wenn Dein VNB eine UP Verlegung zulässt, dann wüsste ich nicht, warum er ein Schutzrohr oder gar Austauschbarkeit fordern sollte, das ergibt keinen Sinn. Andererseits habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass solche Anforderungen nicht unbedingt logisch erklärbar sein müssen.

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  • Solche verlegt man im 08/15 Haus nicht in ein UP Rohr. Dazu sind die erforderlichen Querschnitte zu steif um sie dann irgend wann wieder auszuwechseln. Da man selbst eh nicht aufschalten darf, sondern eine Fachkraft das tun muss, würde ich bei Eigenleistung erst mal den Eli fragen, der das später machen soll. Der erklärt dir wie und was er haben will.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Für die Ausführung des Hausanschluss ist die DIN 18012 zu beachten. Die Leitungsverlegung hängt im wesentlichen von der Netzform des Anschlusses und der Lage Hausanschluss - Zählerplatz ab. Im Neubau sollte das räumlich im unmittelbaren Zusammenhang sein, bei Altbau/Sanierung muss man eine individuelle Lösung erarbeiten.

  • @ Ralf D.

    Ach so ich dachte daß man in einem Forum auch Fragen stellen darf, wenn man nicht allumfassenden Zugang zu Normen oder Vorschriften hat.

    Sie können sich sicher sein, daß ich ständig versuche, mich an die neueste Vorschriften zu halten.

  • HAK sitzt im KG.Alte Zähleranlage sitzt im THS 2.OG . Steigschlitz in Aussenwand innen Ziegelmauerwerk.2 Stockwerke a 2,25m plus 2x Betondecke ca 30cm. Gesamtleitungslänge 16m. NYY-J 5x16mm². Leitung im Rohr später ca 6,5m- Rest AP an Dachsparren und Endstück wieder UP ca 1,5m,

    VNB LEW DON-Ries sagt in TAB 5/2019 nix aus dazu zu UP Verlegung

  • HAK sitzt im KG.

    Gut.

    Alte Zähleranlage sitzt im THS 2.OG .

    Schlecht.

    Wo sitzt denn die neue Zähleranlage?

    Welche Gebäudeklasse liegt vor? Keller und 2.OG klingt nach deutlich mehr als GK1 oder 2...

    VNB LEW DON-Ries sagt in TAB 5/2019 nix aus dazu zu UP Verlegung

    Verlegung von Hauptleitungen wird in der DIN18015-1 behandelt. Von "einmal rund ums Haus verlegen" ist da keine Rede, da es sich bei einer Hauptleitung um den ungezählten Bereich handelt. Spannungsfall 0,5% ist einzuhalten.

  • Die bisherige alte Zähleranlage wird vom neuen Kabel angefahren.

    Dies wird vom LVN geduldet, da es rechtlich gesehen eine Massnahme vom LVN ist , von Freileitung auf erdanschluss umzustellen.

    Deswegen können Sie dem Kunden keine Neuanlage vorschreiben.

    Ginge die Aktion vom Kunden aus, dann täten Sie es aber sehr wohl.

    Kunde will deshalb au Altanlage angesteuert haben denn als Rentner mit 80 J sagt er -kann dann mal der Erbe bezahlen..


    Maximal 30m erlaubt von LVN LEW hier von HAK z Zählerschrank.



    Auszurechnen ist bei max 0,5% Spannungsfall max 16,44m bei 16mm".


    Danach muss man 25mm2 nehmen.

    Alles bekannt..

    Aber die Ansichten Steigleitung im Rohr nötig oder nicht spaltet die Experten ...

  • Solche verlegt man im 08/15 Haus nicht in ein UP Rohr. Dazu sind die erforderlichen Querschnitte zu steif um sie dann irgend wann wieder auszuwechseln. Da man selbst eh nicht aufschalten darf, sondern eine Fachkraft das tun muss, würde ich bei Eigenleistung erst mal den Eli fragen, der das später machen soll. Der erklärt dir wie und was er haben will.

    Doch das kann man sehr wohl wieder rausziehen.Hatte erst den Fall auf einer anderen Baustelle und das Glück, dass die Steigleitung im Rohr vom Mast zur Zähleranlage im KG im Rohr senkrecht runtergeführt war. So konnte ich das 4x25mm" ausklemmen und auf den NEUEN HAK im KG ca 6m weiter v Zaehlerschrank auflegen, was vom Kabel her erlaubt ist.

    Das Kabel fiel nahezu alleine raus, und es blieben sogar noch einige M übrig.

    Der Kauf eines neuen Kabels konnte gespart werden , auch das Teilverlegen und Anschluss erneut am Zählerschrank sparte Zeit.

  • Aber die Ansichten Steigleitung im Rohr nötig oder nicht spaltet die Experten ...

    Das hat weniger mit Experten zu tun als vielmehr damit, dass jeder VNB das ein bisschen anders sieht. Es gibt ja nicht nur die TAB sondern auch noch Beiblätter dazu usw.


    Bei uns ist es beispielsweise so, dass die Verlegung außerhalb von Gebäuden grundsätzlich NICHT zulässig ist. Hier ist für jeden Einzelfall die Zustimmung des VNB einzuholen. Praktisches Beispiel, Umstellung von Freileitung auf Erdanschluss. Die Leitung wird in das Gebäude verlegt, und dort sitzt dann der HAK. Ist das nicht möglich oder nicht erwünscht, dann entscheidet der VNB. In einem Fall hat er genau gesagt wo der HAK an der Außenwand gesetzt wird, und die Leitung an der Hauswand musste durch ein Schutzrohr bis an´s Dach geführt werden (NYM durfte nicht ungeschützt im Freien verlegt werden). IM Gebäude musste die Leitung dann frei einsehbar bis zum Zählerschrank verlegt werden, ein Schutzrohr war hier nicht erforderlich. Das wäre nur dann notwendig gewesen, wenn die Gefahr bestanden hätte, dass die Leitung durch "Fremdeinwirkung" beschädigt werden könnte, was in diesem Fall im Spitzboden des Gebäudes ausgeschlossen war.


    Für die Verlegung im Gebäude gilt, dass die Leitung auf kürzestem Weg und jederzeit leicht zugänglich verlegt werden muss. Ob mit oder ohne Schutzrohr, das ergibt sich dann aus o.g. Forderung (Fremdeinwirkung). Das kann beispielsweise dann wichtig werden, wenn die Leitung in einem Industrie-/Gewerbegebäude verlegt wird (Anstoßen durch einen Gabelstapler oder was auch immer).


    Wie das nun Dein VNB sieht, oder wie er seine, teils eigenen, Vorschriften interpretiert, das kann Dir aus der Ferne niemand sagen. Du kannst Dich nicht darauf berufen, dass irgendwo etwas anderes steht, oder die Experten im Forum etwas anderes gesagt haben.

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  • Der Dachhase fragt aber ob die ungezählte Leitung unter Putz (ob nun mit oder ohne Schutzrohr) verlegt werden darf.

    Genau das darf sie eben nicht, weil sie dann nicht mehr "leicht zugänglich" ist, was im Klartext heißt, dass diese Leitung jederzeit überprüfbar sein muss, ob jemand illegal ungezählten Strom abzweigt.

    Das alles und auch die Antworten auf die inflationären anderen Fragen des TE sollten einem Elektriker mit 40 Jahren Berufserfahrung von selbst einleuchten und bekannt sein.




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    M.G.Wetrow

  • Also bei uns wars zuläßig bei Dachständereinführung.

    Ob es noch zuläßig wäre bei jetziger Erdverkabelung weiß ich nicht, da ich bei Umstellung u.P. installieren wollte.

    mfg BMS240

  • Der Dachhase fragt aber ob die ungezählte Leitung unter Putz (ob nun mit oder ohne Schutzrohr) verlegt werden darf.

    Interessant. In meinem Elternhaus (BJ '94) ist der HAK in einem Kellerraum an einer Außenwand, Zähler/HV im Treppenhaus. Die Leitung dazwischen ist UP...

    Aber das heißt ja nix...

  • Die Leitung dazwischen ist UP...

    Aber das heißt ja nix...

    Habe ich in einem Haus auch, und als die Sanierung anstand (mit Änderung von Freileitung auf Erdkabel) wollte der VNB, dass ich die Leitung AP verlege. Ich habe sie dann in ein Schutzrohr gepackt, da es so leichter war, das hat ihn nicht interessiert.

    Ich kann nur vermuten, dass man dieses Thema vor 40 oder 50 jahren gerade im EFH Bereich etwas lockerer gesehen hat.

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  • ohne Zugentlastung?

    2Etagen a ca 2,75m machen ca 5,50m frei im Rohr. Unten gestützt im Keller durch den Kanal in dem es weiterverlegt wurde und 2 Befestigungsklammern am Kanalbeginn.

    Oben im Speicher am Abknickenden Dachsparren mit Schellen befestigt.

    Das 25mm2 war nie stromtechnisch auch nur annähernd belastet da mit 3x35NH00 vorgesichert.

  • So konnte ich das 4x25mm" ausklemmen und auf den NEUEN HAK im KG ca 6m weiter v Zaehlerschrank auflegen, was vom Kabel her erlaubt ist.

    Das dürfte nur im TT-Netzgebiet zulässig sein. Ansonsten fordert die TAB/TAR eine Auftrennung des PEN im HAK, danach ist eine 5-polige Zuleitung erforderlich.

  • Das dürfte nur im TT-Netzgebiet zulässig sein. Ansonsten fordert die TAB/TAR eine Auftrennung des PEN im HAK, danach ist eine 5-polige Zuleitung erforderlich.

    es war bisher TT-Netz, nun ist es TNC.

    Die UVs haben weiterhin ihren PE separat zum FEgeführt, wie vorher auch...