Dach austauschen / umbauen

  • Guten Tag,


    wir besitzen ein Bungalow (10x13m) mit einem Nagelbinder Dach 23°.


    Wir benötigen für unsere Kinder bald mehr Zimmer, leider ist ein Anbau wegen Baufenster nicht möglich.


    Besteht die Möglichkeit unser aktuelles Dach (Walmdach 23° / Nagelbinder) abzureißen und ein neues Dach (Satteldach 32° Sparrendach) aufzusetzen? Ich würde die untergurte vom alten Dach stehen lassen, da hier ja die Decke dran hängt.


    Natürlich müsste das dann ein Statiker noch berechnen. Mir geht es jetzt erstmal nur um die generelle Machbarkeit. Vielleicht hat einer von euch so etwas schon gemacht und kann mir davon berichten, auch was mögliche kosten angeht.


    Danke im voraus

  • mit einem Nagelbinder


    würde die untergurte vom alten Dach stehen lassen,

    sehr naive Idee.


    Ihr benötigt eh eine Baugenehmigung. Dafür braucht Ihr eine(n) Bauvorlagberechtikte(n).

    Der/Die wissen dann auch, ob es zulässig ist oder nicht. (Stichworte B-Plan/Satzung)


    P.S.: Sofern es sich um einen "Nagel(platten)binder" oder "Nagelbrettbinder" handelt ist der Erhalt des Untergurtes nicht möglich.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • P.S.: Sofern es sich um einen "Nagel(platten)binder" oder "Nagelbrettbinder" handelt ist der Erhalt des Untergurtes nicht möglich.

    Möglich ist es schon, auch wenn es Mehraufwand bedeutet...Wir haben letztes Jahr einen Brandschaden saniert, der Dachstuhl aus Nagelplattenbinder musste neu, die Untergurte sind erhalten geblieben ( wurden von unten abgestützt, eine neue Decke eingezogen und mit den vorhandenen Untergurten verschraubt und darauf dann die neuen Nagelplattenbinder verlegt ). Der Ausführende Zimmermann konnte die Decken bis auf 2 Räume ( Brandausbruch ) belassen.

  • Besteht die Möglichkeit unser aktuelles Dach (Walmdach 23° / Nagelbinder) abzureißen und ein neues Dach (Satteldach 32° Sparrendach) aufzusetzen? Ich würde die untergurte vom alten Dach stehen lassen, da hier ja die Decke dran hängt.

    Ja, die Möglichkeit besteht, aber der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Man kann auch den Untergurt erhalten und an der zukünftigen Decke befestigen. Etwas ähnliches habe ich vor 25 Jahren machen lassen, bei einem Dach 30m x 14m wurde ein Teilbereich von 7m x 14m umgebaut, und davon wieder bei einem Teil der Untergurt entfernt (notwendige Raumhöhe), beim Rest wurde der Untergurt mitsamt Unterkonstruktion und GK Platten erhalten. Obergurt mit Dacheindeckung wurde nicht verändert, wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob der Obergurt verstärkt wurde, vermutlich, Ja. Irgendwo habe ich sicherlich noch Bilder. Für die Pfetten waren zusätzliche Stützen erforderlich.


    In Deinem Fall käme hinzu, dass Du zusätzlich noch die Dachneigung verändern möchtest, was die Sache auch nicht einfacher macht, und es soll noch zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden (Decke, Belastbarkeit etc.).


    Ein Statiker war bei mir damals nicht involviert. Ich habe den Zimmermann beauftragt und der hat sich um alles gekümmert. Ein befreundeter Architekt hat mir diesen Betrieb empfohlen, und ich wurde nicht enttäuscht.


    Wie eingangs geschrieben, Du solltest den Aufwand nicht unterschätzen. Liegen alle Pläne für das Haus inkl. Dach vor? Auch die Statik dazu? Und ich würde schon einmal den Geldbeutel füllen, denn das wird nicht billig.

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