Riss in Innennwand

  • Hallo liebes Forum,

    ich habe vor, ein Haus mit Baujahr 1979 zu kaufen. Bei der Besichtigung des Hauses ist allerdings aufgefallen, dass ein feiner, waagerechter Riss in der Innenwand (im Treppenbereich) existiert. Zu sehen ist der Riss auf dem beigefügten Foto zwischen 1. und 2. OG auf Höhe des Bodens vom 2.OG.

    Auf der Wandrückseite befindet sich das Badezimmer 1.OG bzw. 2.OG.

    Meine Frage an euch ist, ob ihr aus dem Bild den Riss klassifizieren könnt. Über eine Einschätzung, um welche Art Riss und die ausgehende Gefahr des Risses wäre ich euch sehr dankbar!


    Falls mehr Input benötigt wird stehe ich gerne Rede und Antwort.


    Vielen Dank schonmal,

    Rummyt1

  • Rummyt1

    Hat den Titel des Themas von „Riss in Außenwand“ zu „Riss in Innennwand“ geändert.
  • Abgesehen davon, dass der Riss nicht waagerecht sondern schräg verläuft, ist ohne Kenntnis der Konstruktion kein Rückschluss auf die mögliche Ursache möglich.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Sieht so aus, als wenn der Riss auf Höhe der Stahlbetondecke wäre. Zwei Möglichkeiten sehe ich: Schwundriss der in die Treppenhauswand einbindenden Stahlbetondecke oder Abheben des Deckenrandes in Folge von Durchbiegung im Deckenfeld. Beides wäre unkritisch.

  • Hallo Leute,

    vielen Dank erstmal für die zahlreichen Kommentare, ihr helft mir wirklich sehr!

    Der Rissverlauf ist schon waagerecht, aber Du hast recht - ohne Material- und Bauweisenkenntnis kann man nichts dazu sagen.

    Ich durchforste gerade die Bauakten des Objekts. Leider bin ich ein absoluter Laie in Sachen Bau und weiß daher nicht hundertprozentig, welche Daten ihr genau benötigt. Daher hier ein Sammelsorium hoffentlich relevanter Informationen:

    • Quelle: Statische Berechnung:
      • Beton Bn 250 für alle Stahlbetonteile
      • Beton Bn 150 für Fundamente und Sohlen
      • Baustahl BST. 42/50 Rippentorstahl
      • Die einschlägigen DIN Bestimmungen werden beachtet.
      • Zur Deckung der nicht berechneten Deckenstützmomente werden die Hälfte der Feldeisen aufgebogen, und genügend weit in das Nachbarfeld geführt.
      • weitere statische Berechnungen siehe Anhang
    • Quelle: Baubeschreibung Architekt:
      • Aufgehende Wände in allen Geschossen:
        • Umfassungswände: PROTON-Mauerwerk mit äußerer Verblendung
        • Innenwände: KSL 150/MG 00, bzw. V 25/MG II
      • Decken:
        • Keller, Erd- und Obergeschoss in Stahlbeton Bn 250


    Ich hoffe, ich habe ausreichend Informationen geliefert. Den Grundriss füge ich auch bei. Die betreffende Wand ist rot umkreist.


    Eine kleine Info noch: Die 2. Etage (dort wo der Riss in Bodenhöhe zu sehen ist), wurde früher als Speicher genutzt und später als Wohnraum umgebaut.


    Nochmal vielen Dank für die Hilfe!

    Rummyt1

  • Derjenige wird mir voraussichtlich nicht viel mehr Informationen liefern können, da der Riss bereits überstrichen wurde.

    Trotzdem plane ich wie du sagst einen Sachverständigen in das Haus zu schicken. Ich würde aber dennoch gerne eure fachkundige Meinung zu dem Riss haben.

  • Nein, der Riss existiert laut Verkäufer seit mindestens 11 Jahren, wurde aber im Zuge des Verkaufs vor ca 6 Monaten überstrichen. Der Riss blieb laut Aussagen über die ganze Zeit gleich groß und breit.