Drainagevlies - Flächengewicht vs. Wasserdurchlässigkeit

  • Zunächst einmal scheint es so zu sein, dass es zwischen den Produktbezeichnungen Drainagevlies, Trennvlies, Filtervlies, Straßenbauvlies, Geotextil usw. keine klare Abgrenzung gibt. Alle Begriffe werden mehr oder weniger synonym verwendet.


    Wenn man sich aber nun zu den, nennen wir es mal allgemein wasserdurchlässigen Geotextilien die technischen Daten abruft, stellt man erwartungsgemäß fest, dass das Flächengewicht mit der Wasserdurchlässigkeit aber auch mit den anderen hydraulischen Eigenschaften korreliert. Je höher das Flächengewicht desto schlechter die Wasserdurchlässigkeit, Wasserableitvermögen, Durchlaufmenge usw. Umgekehrt werden aber die mechanischen Eigenschaften mit steigendem Flächengewicht besser.


    Beispielhaft hat z.B. ein Vlies mit 100 g/m² Flächengewicht eine gute Wasserdurchlässigkeit von 0,9 m/sec, ist dafür aber dünn und nicht sonderlich robust. Bei einem Flächengewicht von 200 g/m² hat man dann nur noch eine von Wasserdurchlässigkeit 0,04 m/sec., dafür das robustere Produkt.


    Natürlich spielen viele Faktoren eine Rolle aber ohne eine Wissenschaft daraus zu machen, welches Flächengewicht ist denn für Drainagevlies/Filtervlies üblich? 100 bis 120 g/m² oder mehr?


    Vielen Dank und viele Grüße

  • wie immer im leben , kommt drauf an ....

    Auf diese Deine Antwort hätte ich 100 Euro gewettet :thumbsup:


    wofür , wo und wie es eingebaut wird .....

    Wofür: Für eine Drainage nach DIN 4095


    Wo: Haus steht mit einer Wand (EG) im Hang. Diese Wand besteht aus einer 20 cm Doppelwand aus WU-Beton + Dickbeschichtung + 12 cm Perimeterdämmung + Dichtschlämme + Noppenbahn. Hangmaterial ist bindiger Boden. Habe auch ein Baugrundgutachten falls ich dort noch was schauen soll.


    Wie: entsprechend DIN 4095. Rohr (natürlich Stangenware) in Kiespackung, Rohr mindestens 10 cm von Boden und Wand entfernt, Überdeckung dann mindestens 20 cm. Kiespackung gesamt also ca. 40 x 40 cm. Unterkante Rohr bleibt mindestens 20 cm unter Oberkante Bodenplatte. Oberkante Rohr an höchster Stelle unter Oberkante Bodenplatte. Gefälle 0,5 bis 0,75%.


    Ich hoffe das reicht in etwa um die Frage beantworten zu können, liefere aber auch gern mehr Infos.


    Mir würde schon eine allgemeine Auskunft reichen, dass bei Drainagen in den meisten Fällen ein Flächengewicht von 100, 120 oder 150 g/m² verwendet werden. Die 100er wäre wohl am besten geeignet, reicht die aber von der Robustheit? Was ist denn ein guter Kompromiss?

  • geht doch.


    das vlies wird nach einbau nicht mehr gross belastet . daher ist eine qualität für höhere dynamische belastungen ala strassenbauvlies nicht notwendig . hätte ich jetzt gesagt.


    die nächste frage wäre , wie feinkörnig das verfüllmaterial ist , bzw wie hoch dessen feinstteilanteil ist .....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Off-Topic:

    Wofür: Für eine Drainage nach DIN 4095


    Wo: Haus steht mit einer Wand (EG) im Hang. Diese Wand besteht aus einer 20 cm Doppelwand aus WU-Beton + Dickbeschichtung + 12 cm Perimeterdämmung + Dichtschlämme + Noppenbahn. Hangmaterial ist bindiger Boden. Habe auch ein Baugrundgutachten falls ich dort noch was schauen soll.

    Hmmm.


    Ich baue ja - aus verschiedenen Gründen - gerne mit "weisse Wannen". Deshalb versteh ich auch nicht, weshalb man aus dem Aufbau oben nicht gleich eine ernstzunehmende wW baut, 5 cm oder sicherheitshalber gleich 10 cm stärker und natürlich dann auch stärker bewehrt und mit Fugendichtungen etc.. Dafür lässt man dann alles weitere ...

    Dickbeschichtung + ... + Dichtschlämme + Noppenbahn. ... Rohr (natürlich Stangenware) in Kiespackung, Rohr mindestens 10 cm von Boden und Wand entfernt, Überdeckung dann mindestens 20 cm. Kiespackung gesamt also ca. 40 x 40 cm. Unterkante Rohr bleibt mindestens 20 cm unter Oberkante Bodenplatte. Oberkante Rohr an höchster Stelle unter Oberkante Bodenplatte. Gefälle 0,5 bis 0,75%.

    einfach weg? Und spart sich zusätzlich noch die Genehmigung für die Einleitung des Drainagewassers, die Wartung der Anlage über die Nutzungsdauer des Hauses und mind. die erste Sanierung der Abdichtung. Der Mehraufwand wäre jedenfalls überschaubar gewesen.


    ja, ich weiß, das ist OT, habe ich ja gleich dazu geschrieben

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Off-Topic:

    Hmmm.


    Ich baue ja - aus verschiedenen Gründen - gerne mit "weisse Wannen". Deshalb versteh ich auch nicht, weshalb man aus dem Aufbau oben nicht gleich eine ernstzunehmende wW baut, 5 cm oder sicherheitshalber gleich 10 cm stärker und natürlich dann auch stärker bewehrt und mit Fugendichtungen etc.. Dafür lässt man dann alles weitere ...

    einfach weg? Und spart sich zusätzlich noch die Genehmigung für die Einleitung des Drainagewassers, die Wartung der Anlage über die Nutzungsdauer des Hauses und mind. die erste Sanierung der Abdichtung. Der Mehraufwand wäre jedenfalls überschaubar gewesen.

    Ich kann da nur zustimmen, nur Schuldenuhr vermutlich nicht ;)

    Auch wenn es politisch nicht korrekt ist, entweder weiß oder schwarz. Selbst "braun" ist nur eine Notlösung.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Ich kann da nur zustimmen, nur Schuldenuhr vermutlich nicht

    Doch natürlich kann ich dem zustimmen. Wir haben damals EXTRA einen Architekten mit der Planung und Überwachung beauftragt und der hat es dann eben genau so geplant. Hätte sicher nichts gegen eine echte weiße Wanne gehabt. Zwischen ihm und mir gab es oft unterschiedliche Sichtweisen aber keinen Streit, letztendlich sind wir ihm meist gefolgt weil er ja der Experte war.


    Aber wie auch immer, es ist jetzt so wie es ist. Kann noch jemand was zu #1 sagen?

  • Doch natürlich kann ich dem zustimmen. Wir haben damals EXTRA einen Architekten mit der Planung und Überwachung beauftragt und der hat es dann eben genau so geplant.

    Das ist mehr als ärgerlich mit dem "Kollegen"! :(


    Sorry, ich wollte nicht an alten Wunden rühren. Ich kann mich nur nicht an alle unerfreulichen Geschichten aus dem Forum erinnern. X/(<- me!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Das ist mehr als ärgerlich mit dem "Kollegen"!

    Ohne es schönreden zu wollen aber immerhin haben wir (bisher) keine schwerwiegende Mängel oder gar Schäden. Dennoch war die Planung und Überwachung eine Katastrophe, weil sie teilweise gar nicht stattgefunden hat und daraus sind dann wieder viele kleine Mängel entstanden die alle nicht hätten sein müssen. Dafür hatten wir Glück mit den meisten ausführenden Gewerken, da waren wir bei fast allen zufrieden.


    Aus meiner Sicht geht nichts über eine ordentliche Planung, das spart so viel Zeit, Geld und Nerven.


    wasweissich : Laut Baugrundgutachten: Ton, leicht- bis mittelplastisch (Hanglehm)

  • geht doch.

    die nächste frage wäre , wie feinkörnig das verfüllmaterial ist , bzw wie hoch dessen feinstteilanteil ist .....

    Laut Baugrundgutachten: Ton, leicht- bis mittelplastisch (Hanglehm)

    wasweissich : Laut Baugrundgutachten: Ton, leicht- bis mittelplastisch (Hanglehm)


    Ich möchte wirklich nicht unhöflich erscheinen aber nach 3 Tagen wage ich mich dann doch mal zu fragen ob noch mit einer Antwort zu rechnen ist? Man gibt sich Mühe beim Formulieren der Frage, reicht alle angeforterten Informationen nach und dann kommt trotzdem nichts. Nachdem was ich mir in der Zwischenzeit so angelesen habe ist man mit einem Vlies der Robustheitsklasse 2 und einem Flächengewicht von 100 bis 125 g/m² gut bedient. Trotzdem Danke

  • Ich möchte wirklich nicht unhöflich erscheinen

    bist Du aber

    aber nach 3 Tagen wage ich mich dann doch mal zu fragen ob noch mit einer Antwort zu rechnen ist?

    vermutlich nicht. Deine Eingangsfrage war so diffuse, das man darüber eine Doktorarbeit schreiben könnte.

    Schon der Ansatz, dass man über das Flächengewicht, auf die Funktion schließen kann, ist (naja) diskussionswürdig.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • bist Du aber

    Kann an meinem Beitrag nichts unhöfliches erkennen.


    Ich stellte eine Frage und man hätte antworten können, auf diese Frage wird es keine Antwort geben und gut ist es. Es würde aber rückgefragt "wofür , wo und wie es eingebaut wird". Darauf habe ich ausführlich und umfangreich geantwortet. Dann noch eine Rückfrage und ich habe wieder geliefert. Einer Antwort hat mich das aber nicht näher gebracht und bei allem Respekt das passiert bei zwei Experten (wwi und RD) relativ oft in diesem Forum. Ich schreibe hier ja nicht nur sondern lese auch das eine oder andere und es ist eben schon oft so, dass jemand eine Frage stellt und einige wenige Experten gar nicht die Beantwortung der Frage im Sinn haben sondern über Seiten hinweg Nebensächliches posten. Beim Erstellen einer Frage hoffe ich immer, dass sich einer der vielen echt tollen Experten der Beantwortung annimmt aber meist gerade ich an wwi und RD.


    vermutlich nicht. Deine Eingangsfrage war so diffuse, das man darüber eine Doktorarbeit schreiben könnte.

    Die Eingangsfrage war alles andere als diffus. Und auch kein Stoff für eine Doktorarbeit. Wenn jemand eine Drainage ausschreibt, schreibt er dann nur den undefinierten Begriff "Filtervlies/Drainagevlies" ist zu verwenden? Dann könnte der Ausführende theoretisch auch Vlies mit einem Flächengewicht von 200 g/m² verwenden, weil er vielleicht noch eine Rolle Straßenbauvlies liegen hat.


    Schon der Ansatz, dass man über das Flächengewicht, auf die Funktion schließen kann, ist (naja) diskussionswürdig.

    Diskussionswürdig ist immer alles aber ich denke schon, dass der Zusammenhang zwischen Flächengewicht und Funktion bei den allermeisten Vliesen ziemlich klar ist.


    Spielt ja aber nun keine Rolle mehr.