F1 - Schalter - + Sicherungskasten; angeblich liegen 3fach-Leitungen schon

  • Hallo, habe mir am WOE ein altes Fehnhaus (100 Jahre) angesehen. Der ältere VorBesitzer soll alle Leitungen gegen 3fach-Leitungen (also wohl Erde, Puls- und Minuspol; vorher waren die wohl 2fach, oder ?) ausgetauscht haben. Es gab einen - für mich - modern aussehenden, kleinen Sicherungskasten (offen auf der Wand, ohne Abdeckung - wenig Platz bis zur haustür), allerdings fehlte dieser Schalter (bin Laie, kenne die Funktion nicht wirklich). Der Makler betonte, es ginge nur darum, diesen Schalter einzufügen. Frage mich, warum der Vorbesitzer das nicht gemacht hat, wenn es doch so einfach war. Könnt Ihr/Sie mir sagen, ob die Aussage des Maklers stimmt ? Und wenn ja, warum hat der Vorbesitzer bzw. das Vorbesitzerehepaar das nicht eben mitgemacht. Das Haus ist ein einfaches Haus, gepflegt, auf eine Weise da und dort renoviert worden, das anscheinden wenig Geld da war oder verwendet werden sollte, aber eine gewisse Solidität immer erreicht wurde.


    Vielen Dank vorab für Info und Ideen

  • kenne die Funktion nicht wirklich

    Fehlerstrom-Schutzschalter – Wikipedia


    also wohl Erde, Puls- und Minuspol;

    Nein, sondern die hier:

    Außenleiter – Wikipedia
    Neutralleiter – Wikipedia
    Schutzleiter – Wikipedia



    Im Übrigen kann hier niemand hellsehen. Also weder wissen, ob die Leitungen wirklich ausgewechselt wurden noch den Grund erahnen, warum der Vorbesitzer dabei keinen FI-Schutzschalter eingebaut hatte,

  • ja, vielen Dank für die Rückmeldung der Fachbegriffen. Bevor es konkret zum Kauf kommt, müssen die Leitungen überprüft werden. Hellseherische Fähigkeiten hatte ich auch nicht erwartet, die konkrete Frage war eher, ob der Makler mir Mist erzählt hat. Also - angenommen alle Leitungen sind ausgewechselt - ist ein F1 Schalter tatsächlich der Centartikel, als den ihn der mMkler dargestellt hat und ist der Einbau eine Angelegenheit, die im Handumdrehen erledigt werden kann ?

  • Der ältere VorBesitzer soll alle Leitungen gegen 3fach-Leitungen (also wohl Erde, Puls- und Minuspol; vorher waren die wohl 2fach, oder ?) ausgetauscht haben.

    Die Frage ist, ob er das selbst gemacht hat, und ob er auch Ahnung von der Materie hatte. Für eine fachgerechte Umrüstung bzw. Modernisierung braucht es etwas mehr als nur ein paar "Leitungen". Das fängt beim HAK (Hausanschlusskasten) an und hört bei den Steckdosen, Schaltern etc. auf.

    Ich würde mal einen Elektriker drüberschauen lassen, denn aus der Ferne kann man das nicht beurteilen. Er kann dann auch abschätzen, ob etwas gemacht werden muss, und welche Kosten dafür anfallen.


    Wenn es um den Kauf geht, da würde ich die Elektrik nicht zu hoch bewerten. Natürlich kostet eine Modernisierung Geld, im Vergleich zum Kaufpreis sind die Kosten aber meist gering. Die Elektrik wäre für mich also kein K.O. das einem Kauf entgegen steht. Da kann man für Fenster, Dach, Fassade, Keller etc. viel mehr Geld in eine Sanierung/Modernisierung investieren.


    Bei einem älteren Haus würde ich mir auch die Heizung und Trinkwasserinstallation genauer anschauen. Wenn da in den letzten 100 Jahren nur halbherzig modernisiert wurde, dann könnten sich noch ein paar Überraschungen in den Wänden versteckt verbergen. Irgendwelche Rohre die vielleicht schon 50 oder 100 Jahre in Betrieb waren, könnten ihre typische Lebenserwartung schon weit überschritten haben.

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  • Also - angenommen alle Leitungen sind ausgewechselt - ist ein F1 Schalter tatsächlich der Centartikel, als den ihn der mMkler dargestellt hat und ist der Einbau eine Angelegenheit, die im Handumdrehen erledigt werden kann ?

    Wenn das drumherum alles OK ist, dann ist das zwar kein Centartikel, aber eine Nachrüstung dürfte inkl. Arbeitslohn, An-/Abfahrt, irgendwo um die 100,- € bis 200,- € liegen. Viel genauer kann man das nicht sagen.

    Ich würde in so einem Fall nicht nur einen RCD nachrüsten sondern die Kreise auf mehrere aufteilen. Sollte ein RCD mal auslösen dann ist nicht gleich die komplette Hütte dunkel.

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  • Geiz??

    :thumbsup: oder Unwissenheit. Deswegen auch meine Vermutung, dass da Eigenleistung mit im Spiel ist. Wer weiß, was da sonst noch so "vergessen" wurde.


    Vielleicht liegt die Modernisierung auch schon sehr lange zurück. Im Vergleich zu 100 Jahren ist fast alles "neu".

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  • Wenn es um den Kauf geht, da würde ich die Elektrik nicht zu hoch bewerten. Natürlich kostet eine Modernisierung Geld, im Vergleich zum Kaufpreis sind die Kosten aber meist gering. Die Elektrik wäre für mich also kein K.O. das einem Kauf entgegen steht.

    Volle Zustimmung. Was man aber vor Kauf prüfen sollte, ist der eigentliche Punkt: Erschließung. Also, ob und wie ist das Gebäude an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Nicht das das Haus irgendwo mit "dranhaengt"..