Gibt es eine Rückschlagklappe für freistehende Toilette?

  • Da z.Zt. Viel über Starkregen gesprochen wird, überlege ich im Keller an der Toilette und an der Dusche eine Rückschlagklappe bzw. -Ventil einzubauen. Außerhalb des Hauses habe ich keine Rückschlagklappe. Gab es, als ich gebaut habe, nicht. Eine Frage an die Experten: Ist so etwas möglich oder gibt es andere Möglichkeiten, dem Wasser den Zugang in mein Haus zu verwehren?

  • Wenn WC, dann fäkaliengeeignet Klappe (incl. Wartungsvertrag) oder Hebeanlage. Wobei die DIN div. Anforderungen daran stellt, wann Klappen zulässig sind. Nicht entweder oder, sondern eine nicht erfüllt -> Hebeanlage.

    Gab es, als ich gebaut habe, nicht.

    Doch. Oder hast DU vor 1939 gebaut? Nicht üblich dürfte zutreffender sein.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Du kannst auch eine fäkalienzugelassene elektrische Rückschlagklappe in die Abflussleitung eines einzelnen WC's einbauen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • WC im Keller benötigt immer (!) eine Hebeanlage, die die Gülle über die Rückstauebene pumpt, sofern der Keller bzw. das WC unter selbiger liegen.


    Rückstauebene:


    Bei älteren Anlagen, bei denen nachgerüstet wird, reicht mW auch eine motorische Rückstauklappe beim WC.


    WC: Hier werden Fäkalien und WC-Papier transportiert. Diese können eine Rückstauklappe blockieren (nicht nur bei hartem Stuhlgang) und funktionsunfähig machen. Bei einer motorischen Rückstauklappe wird auch gegen einen eventuellen Widerstand der Kanal geschlossen.


    Dusche: Hier reicht ein Rückstauverschluss.

  • WC im Keller benötigt immer (!) eine Hebeanlage, die die Gülle über die Rückstauebene pumpt, sofern der Keller bzw. das WC unter selbiger liegen.

    Ähm, räusper 😉

    Das trifft nur zu, wenn auf die Kellertoilette bei Rückstau nicht verzichtet werden kann. Wenn es also das einzige WC einer Wohnung ist.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ähm, räusper 😉

    Das trifft nur zu, wenn auf die Kellertoilette bei Rückstau nicht verzichtet werden kann. Wenn es also das einzige WC einer Wohnung ist.

    Korrekt.

    Sollte es z.B. eine Souterran Wohnung sein, die nur diese WC besitzt, so ist eine DOPPEL-Hebeanlage notwendig. Nicht so ein WC-Blitz-Mühle-mit-viel-Ärger-Dingens

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Danke, das im Keller ist nur eine „Nottoilette“ will einfach verhindern , dass im Notfall sich dort das Wasser hochdrückt. Das gleiche gilt für die Dusche daneben.
    Gibt es keine Lösung ohne, dass man etwas aufstemmen muss?

  • Gibt es keine Lösung ohne, dass man etwas aufstemmen muss?

    Ohne zu wissen, wie Deine Abwasserleitungen verlegt sind, lässt sich Deine Frage nicht beantworten.

    Nur soviel: Liegen Leitungsteile oberirdisch offen, gibt es vermutlich Möglichkeiten. Liegen sie hingegen unter dem Boden und in der Wand, geht ohne Bauteilöffnungen nichts. Das dürfte aber jedem einleuchten.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Danke, das im Keller ist nur eine „Nottoilette“ will einfach verhindern , dass im Notfall sich dort das Wasser hochdrückt. Das gleiche gilt für die Dusche daneben.
    Gibt es keine Lösung ohne, dass man etwas aufstemmen muss?

    Maßgefertigter, geschweißter / gedrehter Edelstahlabfluss mit 4 mm Wandstärke und Innenfeingewinde am Siphonende.

    Passender Stopfen mit zwei Gummiringen in Vertiefungen als Gegenstück. Dann hält zumindest diese Komponente auch 50 Bar Wasserdruck stand.

    Ob es so etwas fertig zu erwerben gibt, welches zeitgleich als Siphon vorgesehen ist..? Keine Ahnung.


    Dies hilft in jedem Fall nur so lange, bis der Druck im System an anderer Stelle eine Undichtigkeit auffindet oder generiert.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Maßgefertigter, geschweißter / gedrehter Edelstahlabfluss mit 4 mm Wandstärke und Innenfeingewinde am Siphonende.

    Passender Stopfen mit zwei Gummiringen in Vertiefungen als Gegenstück. Dann hält zumindest diese Komponente auch 50 Bar Wasserdruck stand.

    Und das für ein Toilettenbecken, dessen Abfluss vermutlich im Fußboden verschwindet? Gibts davon Bilder?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Und das für ein Toilettenbecken, dessen Abfluss vermutlich im Fußboden verschwindet? Gibts davon Bilder?

    Das war Maschinenbauingenieur-Herangehensweise zur Verschlusslösung, wenn diese garantiert halten soll und Masse keine Rolle spielt.

    Da der Rest des "Systems" allerdings um X Faktoren schwächer ausgelegt ist, bringt es wenig.


    Ich setze viele verrückte Projekte um, doch eine Verschlusslösung für Abflüsse gehörte bislang nicht hinzu, keine Nachfrage..


    (Anforderung wurde als: "ohne Aufstemmen, Rückflussstopp, ausreichend robust für die herrschenden Drücke" verstanden.

    Da bleibt nicht viel an Möglichkeiten, denn tiefer als bis zum Siphon oder den ersten 30 cm gelangt einer selten ohne Aufstemmen. Ob die Schwenkmechanik einer one-way direction Klappe im direkt zugänglichen Bereich den Nutzer begeistert, wollte ich mit Klappenvorschlag nicht ausloten, daher Verschluss.)

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Wenn Du nicht weißt, dass der Syphon einer Toilette bereits im Porzellan steckt, dann verwirre Fragesteller bitte nicht mit obskurem 50bar Maschinenbauerlatein.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Natürlich steckt er im Porzellan / in der Keramik. Ändert nichts an dieser möglichen Verschlusslösung. Zumal Edelstahlschüsseln existieren..

    Spielt keine Rolle, ich spare es mir, hier noch zu antworten.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Nur weil ich es eben , bezogen auf ein anderes Produkt gefunde haben, folgendes Zitat:


    Zitat von im netz gefunden, aber es wäre Werbung zugleich

    Bitte beachten Sie, dass der Einbau von Gittern, Eigenkonstruktionen, Rattenklappen, Bauteilen mit Rattenklappe, mechanische Rückstauklappen oder Trichter in die fäkalienhaltige Abwasserleitung, beginnend vom Anschlussstutzen/-bogen, Abzweig, Fallleitung ... bis zum öffentlichen Kanal, nach DIN 1986-100 i.V.m. DIN EN 12056-1 nicht erlaubt ist.


    Lediglich sind elektronische Rückstauverschlüsse Typ 3 ( F ) nach DIN EN 13564 dort einzubauen.

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    Durch Einbau unserer Rohr-Sicherungsklappe XXXX in die fäkalienhaltige Abwasserleitung gefährden Sie damit Ihre Gebäudeversicherung


    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D