Eure Erfahrungen mit modernen Kunststofffenstern (auch Holz/Alu....)

  • Hallo zusammen,


    mich würde mal was interessieren - wie sind Eure Erfahrung mit Kunststofffenstern ?


    Ich hab selbst außen anthrazit folierte Kunststofffenster, Rehau Synego 80 und teilweise große Elemente.

    Leider zwickt und klemmt es an vielen Elementen, besonders wenn diese mal länger offen sind, trotz Nachstellung. Kriegt man oft kaum zu.


    Mein SV meinte dazu ist normal, jedes Jahr einstellen ist da "normal".

    Als ich dann meinte in meinem Elternhaus sind die Holzfenster seit 25 Jahren nie eingestellt und da klemmt niemals was wr die Antwort, dass das bei Holzfenster besser ist.

    Aber auch das schwere 3fach Glas seinen Teil dazu beiträgt.


    Der Zug ist bei mir abgefahren, aber ich denke ich würde mich heute anders entscheiden wenn mir das klar gewesen wäre.

    Pro Kunststoff war der Preis und die Wartungsfreiheit (haha).


    Mich würde also interessieren wie eure Erfahrungen da sind, als Bauherr, als Architekt und gerne auch als Handwerker, und zwar vor allem bzgl der Wartungsanforderungen der Mechanik je nach Bauart.

  • Als ich dann meinte in meinem Elternhaus sind die Holzfenster seit 25 Jahren nie eingestellt und da klemmt niemals was wr die Antwort, dass das bei Holzfenster besser ist.

    Aber auch das schwere 3fach Glas seinen Teil dazu beiträgt.

    Kann ich nur bestätigen

    +

    Der immer behauptete Nachteil - muss gepflegt werden - (Hauptsächlich Lack) ist für MICH eher ein Vorteil. Bei gröberen Schäden (Einbruch-/versuch), dann man Holz ausbessern, Plaste nicht.


    Und man kann nachklotzen (bei Holz)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich hab Holz/Alu und mein Fensterbauer (der die auch wirklich noch selber baut) meinte, da muss außer ein wenig Öl nicht viel gemacht werden.

    Ich kann das bis heute (3 Jahre) bestätigen.

  • Mein SV meinte dazu ist normal, jedes Jahr einstellen ist da "normal".

    Kann ich jetzt nicht bestätigen. Natürlich schaut man regelmäßig nach, aber ich habe mich auch bewusst gegen übergroße Elemente entschieden. Da spielte die Erfahrung mit den Holzfenstern eine Rolle. Alles was wir als "Sondergröße" gefertigt hatten machte bei uns im Haus später Ärger. Egal ob Schwenkflügel, oder etwas breitere Fensterflügel (bis knapp 1,4m) oder die etwas breitere Terrassentür, und da waren die Scheiben (ich glaube das waren alles 4/12/4) noch leichter als meine heutigen Fenster mit Dreifachverglasung.


    Man verlässt sich vielleicht zu sehr auf die Angaben der Beschlaghersteller und versucht die Grenzen auszureizen. Im Betrieb habe ich schon vor Jahren die Fenster ausgetauscht, Schwenkflügel geteilt und durch DK ersetzt, und zusätzlich noch ein Unterlicht, damit die Flügel nicht zu groß werden. Zuhause habe ich bieispielsweise ein ehemals 2 teiliges Element durch 3 teilig ersetzt, usw.

    Seit jetzt 4 bzw. 6 Jahren musste ich nur ein einziges Mal einen Fenster(flügel) etwas mehr nachstellen, der ganze Rest lief unter Optimierung in der 2. Nachkommastelle, war also nicht wirklich notwendig.


    Eine Schwachstelle die ich momentan beobachte, das wären die Dichtungen. Da habe ich das Gefühl, dass sie langsam schwächeln. Mangels Messmöglichkeit muss ich mich auf mein Gefühl verlassen. Noch könnte ich aber den Anpressdruck erhöhen, da hätte ich noch Reserve.

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  • Ich denke, es hängt sehr von Größe und Ausrichtung ab. Wir haben verhältnismäßig kleine Kunststoff-Fenster (1,75m Rohbaumaß). Damit haben wir wenig Probleme. Die Terrassentüren im Süden mussten wir nach 6 Jahren einmal nachstellen lassen. Das war's. Rahmen sind weiß - das soll ja angeblich auch was ausmachen.

    VG! Katja

  • Mich würde also interessieren wie eure Erfahrungen da sind, als Bauherr, als Architekt und gerne auch als Handwerker, und zwar vor allem bzgl der Wartungsanforderungen der Mechanik je nach Bauart.

    Ich lasse seit rd. 10 Jahren fast ausschließlich Holz (-Alu-) Fenster verbauen, in mittleren und meist großen bis sehr großen Formaten und fast immer mit Dreifachverglasung. Nachstellen ist nach dem ersten Jahr normalerweise nicht mehr erforderlich. Innerhalb der ersten 10 Jahre war bisher keine Nacharbeit erforderlich. Erste kleine Nachlackierungen erwarte ich frühestens in ca. 5 Jahren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wir haben auch teilweise sehr große Flügel in Kunststoff außen anhrazit mit 3-fach-Verglasung, dummerweise auch noch einige Stulpfenster.

    Die meisten davon hätte man vermutlich längst nachstellen müssen, weil es beim Auf- und Zumachen doch hier und da hakt.

    Allerdings werden die Mehrzahl unserer Fenster nur so einmal im Jahr geöffnet (zum Putzen), von daher stört es auch kaum.

  • Allerdings werden die Mehrzahl unserer Fenster nur so einmal im Jahr geöffnet (zum Putzen), von daher stört es auch kaum.

    Dank KWL öffnen wir auch relativ selten - sonst würde es mich noch viel mehr stören.

    Aber es betrifft halt auch eine Terrassentür und gerade im Sommer wenn es morgens kühl ist lass ich doch gerne mal 1h alles auf zum abkühlen. Oder im Bad ganzjährig.


    In der Bauphase war ich mal auf dem Trichter alles als Festverglasung zu machen, gut dass man mir das ausgeredet hat.

  • Farbe Telegrau 2, Größe: Max 1 x 2m Fenstertür


    Bei uns hatte der Fensterbauer Probleme, sowohl Haustür wie auch Fenstertüren gut einzustellen. Der Glaser um die Ecke hat das dann gemacht und ihm ist es wirklich gelungen zum Glück. Es gibt ein Fenster, das immer noch leicht hakt, das geht einfach nicht besser. Da würde ich den Fehler aber beim Fensterbauer eher suchen als beim Material.


    Wobei: Wir haben die Rehau Geneo (mit Stahlfasern statt Stahlkern) und ein anderer Fensterbauer meinte, dass er die schon länger nicht mehr verbauen würde aufgrund von Verformungsproblemen. Diese Aussage ist aber auch schon Jahre her und ich habe das nicht weiter verfolgt.


    Unsere Fenstertüren stehen häufig offen im Sommer und es gibt keine Probleme (ausser bei dem einem besagten Fenster, ab und zu)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich denke man kann nicht einfach den Begriff "Kunstofffenster" in den Raum werfen. Hier gibt es große Unterschiede Ein Dacia ist auch kein BMW.

    Ich habe im Wohnhaus Fenster von We.u. Allein da gab es damals 3 verschiedene Qualitätsstufen. Die günstigste davon bot der Fensterbauer erst gar nicht an.

    Außerdem hängt es noch von vielen anderen Faktoren ab, z. B. Fenstergröße, Verglasung, Ausrichtung, Farbe der Fenster, etc.

    Was das Material angeht, gibt es auch Unterschiede. Holz ist nicht gleich Holz und Kunstoffprofile können gut und schlecht zusammengebaut werden.

    Wer gerne Fenster streicht - wie beispielsweise R. Dühlmeyer - ist mit Holzfenster gut beraten (für mich ist sowas eine Strafarbeit).

    Holz- Alufenster sind die teuerste Variante, preislich deutlich über Kunstofffenstern angesiedelt.

    Im mittleren Preissegment sind Kunstofffenster für mich der beste Kompromiss.


    Gruß

  • Wollen wir mal schauen, warum man alte Holzfentser nicht mehr wollte.

    A) lackfarbe geht imemr wieder ab. muss man bearbeiten, streichen ect. ggf geht der Senstersilikon/Fensterkit kaputt ud das Holz wird faulig rissig.

    B) Holz verzieht sich

    C) klemmt, wenn man es nicht nachstellt, oder die Beschläge nicht mehr lieferbar sind.


    Wenn es Mahagoni sind, kann es sein ,das es besser ist als wie oben beschrieben. war aber auch deutlich teurer damals.


    Mit Holz-Alu ist man der Streicharbeit entgegen gekommen, indem man das Holz einfach vor UV-und Wetter geschützt hat. Ist natürlich teurer.


    Mit Alufenstern war dann zwar die Holzproblematik beseitigt, die Langlebigkeit TOP, aber ein Graus an Dämmung. Schwitzwasser und co.


    Reine Kunststofffenster haben sich toll ausgezeichnet, bis man gemerkt hat wie elastisch das Zeug ist. Was zu Problemen in allen Lagen geführt hat. Gibts ja immer noch. aber hat ein ......Mist.


    Die heutigen Kunstofffenster mit Stahlrahmen haben die heutigen Anforderungen einigermaßen im Griff.

    Top Dämmung, Wenig Pflegeaufwand zwecks WItterung,

    Das die Dinger an Ihre Grenze kommen, ist auch dem Bauwahn geschuldet.

    A) Viel mehr Last durch 3 fach Glas.

    B) Viel Größere Dimensionen der Glasgröße

    C) Temperaturänderung durch Farbwahl im Dunklen Ton.

    D) keine massive Halterung mehr durch Mauerwerk. (nur noch punktuel.)


    Ob das die alten Holzfenster so auch mitgemacht hätten?


    ICh bin in einem Haus mit Fichtenholzfenstern aufgewachsen. 1,2m x 1,2m Alle, also fats alle Fenster / Türen haben mätzchen gemacht.

    NIcht einstellbar bzw kaum. undicht da teils verzogen. Mechanik, und dieses typische Maß, 1,2m x 1,2m. was immer dazu führte, das alles im Umkreis von 1,2m weg musste wenn man das Fenster ganz öffnen wollte. <x


    Da lob ich mir nun die Doppelflügel, Leicht zu händeln, wenig last auf den beschlägen und zuverlässig funktional.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Ich bin in einem alten Haus aufgewachsen, mit doppelflügelige Fenster aus Holz plus Oberlichter. Eigentlich null Probleme. Haben sich nie verzogen. Lediglich streichen musste man die alle soundsoviel Jahre, was in meiner Lebenszeit in diesem Haus nur einmal passierte.


    Bekannte haben vor 20 Jahren mit Holzfenster gebaut, auch schwere Schiebetüren aus Holz. Mit denen gab es bisher auch keinerlei Probleme, außer vielleicht ein mal nachstellen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Meine Betrachtung aus der Leichtfahrzeugfensterkonstruktion (sowohl VSG als auch Kunststoff, hauptsächlich moderne beschichtete Kunststoffe):


    Bei Kunststofffenstern sind die Spaltmaße oft deutlich geringer, als bei alten, konventionell hergestellten Holzrahmen-Glasfenstern. Sie sind laser- / wasserstrahlgeschnitten, CNC-gefräst, maschinell zusammengesetzt (teilweise). Die Dichtmassen sind teils deutlich geringerer Stärke, um Kältebrücken zu vermeiden.

    Ein Glasfenster, noch dazu doppelt / dreifach verglaste ist in sich eine robuste Scheibe (oder ein Sandwichverbund, wie man es sieht). Flexibilität verschwindend gering, eine Verbundglasscheibe stabilisiert eher den Rahmen, als umgekehrt. Eine 6-8 mm starke Einfach-Kunststoffscheibe oder auch doppeltverglaste Kunststoffscheibe lässt sich mit zwei bis drei Fingern über die Mitte biegen, ein gutes Stück, ohne zu reißen oder den Biegeversuch zu verhindern. Steifigkeit kaum vorhanden.

    Somit reicht es bei Kunststofffenstern aus, wenn eine Ecke der Scheibe sich weiter "nach innen / außen" verzieht, bspw. durch thermische Einwirkung, und der Rahmen muss dies abfangen. Während ein Holzrahmen um eine x-fach verglaste Echtglasscheibe ohne merkliche Biegung oder Verzug dieser (außer in der Fläche => Ausdehnung, aber gegenüber vielen Kunststoffen gering) mitmachen oder stabilisieren muss.

    In sich robuster. Kratzbeständigkeit ist trotz aller modernen (bspw. Plasmasputtering von transparenten hochfesten Beschichtungen) Beschichtungsmethoden von Transparentkunststoffen bei Echtglas auch deutlich höher. Nachteil ist die Masse (Leichtfahrzeugbau bspw. - stationär macht das weniger aus) und die Empfindlichkeit gegen punktuelle Belastungen - biegt sich nicht, splittert eher. Preis natürlich auch, wobei hochwertige, hardcoated dreifachverglaste Kunststoffscheiben auch nicht "günstig" sind.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs

  • Fenstern mit Kunststoff-Verglasung?

    Kenne ich bei Gebäuden nur in Verbindung mit Schallschutz-Verglasung, also Verbund mit Kunstharzscheibe usw.

    Den Bezug zur Eingangsfrage bzw. Thema habe ich noch nicht ausfindig machen können.

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  • Ich habe wieder nur die Hälfte deines Beitrages verstanden.... Redest Du in der Tat von Fenstern mit Kunststoff-Verglasung? Haben die irgendwo am Bau eine Relevanz?

    Ja, bezog mich auf Fensterlösungen mit Scheiben aus Kunststoff - nicht nur eingefasst in einen Kunststoff(-Stahl)Rahmen.


    Ob diese im Hausbau Relevanz besitzen, kann ich nicht beurteilen, sehe zwar durchaus Bauwerke mit Kunststoffscheiben, allerdings eher einfachverglaste Kunststoffscheiben an unwichtigen oder unzugänglichen Stellen, kann auch Pfusch sein.

    Im Leichtfahrzeugbau und Flugzeugen werden sie recht häufig eingesetzt, wenngleich Isolierverglasung dabei keine Kunststoffscheiben mit Luft / Argon dazwischen beschreibt, sondern ein Verbundsicherheits"glas" mit niedrig wärmeleitfähigen Folienträgern zwischen den Scheiben.

    Soweit meine Erfahrungswerte zeigen, wird dies mittlerweile bautechnisch in sicherheitsrelevanten Stellen eingesetzt. So existieren VSG-Kunststoffhauben für Kampfflugzeuge (goldbedampft zur Reflektion eines Teils des Sonnenlichts und gegen Projektildurchdringung mehrlagig gefertigt) und auf Kunststoffscheiben basierende projektilgeschützte Trennmodule zwischen Bediensteten und Kunden in einigen Einrichtungen.


    Das sind weniger bau- als nutzungsrelevante Aspekte, gebe ich zu.


    Bei den mittlerweile üblichen "Kunststofffenstern" mit Echtverglasung bleiben die Vor- und Nachteile des Echtglases natürlich bestehen. Wenn Hakeleien bei Öffnung / Schließung auftreten, wäre meine Vermutung in geringeren Toleranz(spalt)maßen, auch aufgrund der Mehrfachverriegelung, thermisch ungleichmäßiger ausdehnendem Material und komplizierterer Aufhängung (kipp- und schwenkbar in einem) begründet.


    In meiner aktuellen Wohnung ist bspw. der am Kunststoffrahmen "hakelnde" Bereich rund ums Jahr im Bereich eines der unteren / oberen Verriegelungsbolzens angeordnet, von welchem Stahlkomponenten seitlich zum Griff umgelenkt werden. Da sich die thermische Ausdehnung von Stahl und Kunststoff stark unterscheidet, vermute ich dies in seiner Komplexität als Ursache.

    .. Den Bezug zur Eingangsfrage bzw. Thema habe ich noch nicht ausfindig machen können.

    Das ist vermutlich ein Missverständnis von mir. Ich hatte die Frage:

    .. mich würde mal was interessieren - wie sind Eure Erfahrung mit Kunststofffenstern ?

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    Leider zwickt und klemmt es an vielen Elementen, besonders wenn diese mal länger offen sind, trotz Nachstellung. Kriegt man oft kaum zu. ..

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    .. als Bauherr, als Architekt und gerne auch als Handwerker, und zwar vor allem bzgl der Wartungsanforderungen der Mechanik je nach Bauart. ..

    .. nicht ausschließlich auf Erfahrungswerte im Hausbau gemünzt. Durch temperatur- oder toleranzbedingte Änderungen treten auch bei anderem Einsatzzweck auf. Mein Fehler.

    Freundliche Grüße,

    der nordische Fuchs