Sanierung einer Flachdachterrasse

  • Hallo liebes Forum,


    ich habe eine ca. 100m2 große unterkellerte Flachdachterrasse. Aufgrund der Hanglage des Grundstücks ist die hintere Kante im Erdreich bzw. über die Bauwerksgrenze hinaus mit Platten belegt. Vorne und zur rechten Seite hin Dachrinne, zur linken Seite hin das Hauptgebäude mit WA-Profil.


    Der derzeitige Aufbau des Flachdaches:

    1. Foamglas vor 30 Jahren in Heißbitumen verlegt

    2. Schweißbahn zur Abdichtung, wahrscheinlich doppelt. Das Gebäude ist dicht.

    2. a. Das Gefälle ist nicht durchgehend, die Schweißbahn aber nicht 100%ig glatt und eben, wegen der Überlappungen.

    3. auf Säckchen verlegte Betonplatten (50x50cm). Die sollen ersetzt werden.


    Da die Platten und die Säckchen mittlerweile zerfallen, muß das Flachdach saniert werden, ich weiß nur nicht wie.


    Was schlagen sie vor?

    1. Kann man eine Schüttung mit Terrassenplatten darauf verwenden, obwohl das Gefälle uneinheitlich ist? Oder sollte man mit Stelzlagern arbeiten?

    2. Muß man auf jeden Fall ein Gefälle erzeigen? Wie?

    3. Da das Dach ja dicht ist und Foamglas angeblich unkaputtbar: Kann man diese Dämmschicht retten, oder sollte alles runter und neu aufgebaut werden, z. B. mit Gefälledämmung?


    Viele Fragen...


    Danke.

    CJC

  • Eine intakte Abdichtung auf in Heissbitumen eingeschwemmtem Schaumglas bedarf nicht unbedingt einer Erneuerung. Aber das sollte eine fachkundige Person am Objekt anschauen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Er kam, sah und verlor :P

    Das bedarf der Erläuterung.

    Uneinheitliches Gefälle: damit meine ich, daß das Gefälle insgesamt wohl weniger als 1% beträgt, und es alleine schon durch die Schweiß-Überlappungen wahrscheinlich zu diversen Pfützenbildungen kommt.

  • OK. Und wie soll dann das Gefälle Deiner Meinung nach min. sein und wie soll eserstellt werden

    Ja, wenn ich das wüßte? Braucht man überhaupt ein Gefälle? Wenn es halbwegs eben ist, fließt das Wasser ja doch irgendwie ab. Jedenfllls hat es so die vergangenen 30 Jahre funktioniert.

  • Das soll sich doch jemand vor Ort anschauen, ob die Bitumenbahnen noch OK sind. Und dann genau so aufbauen wie vorher. Statt den Säckchen, wenn Du solche nicht mehr haben willst, kann man auch Stelzen verwenden und sonstige Systeme, aber im Prinzip so wie zuvor. Oder gibt es gewichtige Gründe die dagegen sprechen?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ja, wenn ich das wüßte? Braucht man überhaupt ein Gefälle? Wenn es halbwegs eben ist, fließt das Wasser ja doch irgendwie ab. Jedenfllls hat es so die vergangenen 30 Jahre funktioniert.

    Eben. Und fachgerecht vollflächig verklebte Schaumglasdämmungen sind praktisch sogar ohne Abdichtung dicht. Natürlich braucht es rein formal eine zusätzliche Abdichtung darauf.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wenn es halbwegs eben ist, fließt das Wasser ja doch irgendwie ab

    meistens weiss das wasser nicht ..... das , was nicht durch genug anstauhöhe abgeflossen ist , ist halt in die mörtelbatzen der säckchen eingezogen und hat diese nach und nach geschwächt/ist bei längerer trockenheit ausdiffudiert , damit der kreislauf ......

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ja, wenn ich das wüßte? Braucht man überhaupt ein Gefälle? Wenn es halbwegs eben ist, fließt das Wasser ja doch irgendwie ab. Jedenfllls hat es so die vergangenen 30 Jahre funktioniert.

    Die Flachdachrichtlinie sieht keinen Zwang zum Gefälle vor. Eine Empfehlung wird aber ausgesprochen.

    Entferne den Belag und mach die Bitumenbahn richtig sauber. Eine 30 Jahre alte Dachrinne ob aus Metall oder Kunststoff ist am Funktionsende angekommen. Ebenso ist es wichtig, den Wandanschluss zum Haupthaus genauestens zu prüfen. Eventuell gibt es danach eine Lage Sanierungsbahn.

    Welche Platten sollen verlegt werden? Wieder dicke Betoplatten oder dünnere Keramikplatten?

  • Flachdachflächen sind mit 2% zu planen.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Das soll sich doch jemand vor Ort anschauen, ob die Bitumenbahnen noch OK sind. Und dann genau so aufbauen wie vorher. Statt den Säckchen, wenn Du solche nicht mehr haben willst, kann man auch Stelzen verwenden und sonstige Systeme, aber im Prinzip so wie zuvor. Oder gibt es gewichtige Gründe die dagegen sprechen?

    Ok, danke an alle.Ich werde es also bei der bestehenden Eindeckung lasse und dann wohl Stelzlager verwenden. Brauchen die eine ebene Fläche, bzw. was mache ich bei Aufkantungen / Überlappungen, wo es immer mal etwas schief wird, und das Stelzlager dann schief steht? Kann man da was drunterlegen oder kleben?