Sickergrube abdichten

  • Hallo ! Ich habe bei mir auf dem Grundstück eine sickergrube die wahrscheinlich Ende der 60 Jahre beim Hausbau für das Regenwasser installiert wurde ... Ist wie eine Art Glocke aus Beton , allerdings zum Erdreich hin offen, damit das Wasser versickern kann ....möchte gerne eine Zisterne daraus machen und die Glocke zum Erdreich hin abdichten .. besteht die Möglichkeit ,das mit Estrichbeton abzudichten ? Wenn ja ,wie muss ich dabei vorgehen ..Schüttung Amierung und Schichtdicke ?

    Vielen Dank im voraus

  • Naja so dicht eben , das ich es als Regenwasser Speicher nutzen kann ... Überlauf ist vorhanden ... Zisternen sind dich im allgemeinen prinzipiell wasserdicht oder etwa nicht ?

  • A) hat der Sicherschacht keine Behördliche relevant bzgl Regenwasserableitung?

    Das sollte man davor erst mal klären.


    B). Dicht ist nunmal nicht dicht. Was wasserdicht ist, muss nicht Luftdicht sein. und wieviel Wasser du entnehmen willst für was, ist dafür auch entscheidend.

    Es gibt ganz billige Lösungen, kann aber sein, das es dir dann nicht taugt, weil nach 2-4 Wochen das Wasser weg ist. Daher die frage der Anforderung.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Ist alles geklärt... Ich möchte einfach nur das Ding weitestgehend dicht bekommen ...es sollte schon etwas länger dicht halten ,da wir ja oft längere Dürre Perioden haben ..... Also wenn es nach drei Monaten von alleine leer wird ,ist es mir auch wurscht ...aber 2 Wochen oder 4 ist mir schon etwas zu kurz

  • ...aber 2 Wochen oder 4 ist mir schon etwas zu kurz

    .... dann könnte das Vorhaben (mit vertretbarem Aufwand) zum scheitern verurteilt sein.

    Da aber alle Angaben zum Bestand, zum Baugrund, zum Grundwasserstand, zum Wasseranfall und zum Wasserbedarf fehlen, kann man das aus der Ferne nicht einmal erwürfeln.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Da aber alle Angaben zum Bestand, zum Baugrund, zum Grundwasserstand, zum Wasseranfall und zum Wasserbedarf fehlen, kann man das aus der Ferne nicht einmal erwürfeln.

    Was Grundwasserstand, Wasseranfall und Wasserbedarf mit der Dichtigkeit einer Zisterne zu tun haben erschließt sich mir nicht.

    Ich habe auch keine Ahnung ob man so ein Teil alleine durch "reinschütten" von Beton ausreichend dicht bekommt. Zumindest müsste man aus meiner Laiensicht dafür sorgen, dass der Beton selbst nicht versickert bevor er abgebunden hat... ;-)

    Evtl. völlig abwegige Idee: Könnte man nicht einfach eine Teichfolie reinlegen?

  • Einfach beton reinschütten scheitert am schwinden des abbindenden betons.

    Zweitens weiss kein Mensch wie die einzelteile zueinander stehen/dichten.

    Drittens sind sickerschächte darauf ausgelegt Wasser los zu werden, daher ist letztendlich eine umprogramierung mit den dürftigen Angaben nur schwer zu beurteilen....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich sehe schon , es hat keinen Sinn eine einfache Frage hier beantwortet zu bekommen ... Da kann ich mit der Antwort von feelfree noch am meisten anfangen ...das lange drumherum gerede ist völlig unnötig Bund nervig ...ich bekomme das schon selber hin ...fülle Beton rein und weder nach Trocknung alles noch Mal mit Betonschlemme streichen ... Thx

  • wenn grundwasser kritisch hoch wäre, käme kaum die frage nach einer zisterne, sondern eher nach einem brunnen ..


    zur abdichtung: wie gross sind die schachtringe, wie tief? ich würds mit der abdichterei erstmal nicht übertreiben, sondern ausprobieren.

  • Einfach beton reinschütten scheitert am schwinden des abbindenden betons.

    Es dürfte spannend werden, wie man den neuen Betonboden gegenüber dem alten Sickerschacht "dicht" bekommen möchte. Eine Betonzisterne wird doch soweit ich weiß in einem Guss hergestellt, und das nicht ohne Grund.


    Weiterhin frage ich mich, ob bei einer Regenwasserzisterne nicht ein anderer ("wasserdichter" Beton) verwendet wird als bei einem Versickerungsschacht, bei dem das eher eine untergeordnete Rolle spielt. Dann wäre zwar der neue Boden "wasserdicht", nicht aber der Übergang zum bisherigen Schacht bzw. der Schacht selbst. Man müsste dann zusätzlich noch den Schacht(evtl. sind das nur Ringe) und den Bodenübergang abichten. Das wird am Ende teurer als eine neue Zisterne.


    Bevor man jetzt in Aktionismus verfällt und einfach mal Beton rein schüttet, würde ich zuerst die vorhandene Substanz auf Tauglichkeit prüfen. Es wäre gut möglich, dass sich dann der "Umbau" schon erledigt hat.

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    Wenn aufschwimmen ein Risiko wäre, wäre es kein sickerschächt, den man abdichten möchte, da wäre schon eine Pumpe drin😁

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich würde eine Bodenplatte mit Bewehrung erstellen und anschließend einen Foliensack reinschweißen.

    Wenn man etwas handwerklich begabt ist, wird das schon ausreichend dicht, und die Optik ist ja nachrangig.


    Vorteil der Folie, sie macht viel, viel mehr Bewegung mit als jede Beschichtung. Und ist auch relativ günstig.

  • Der Schürmann Bau war auch nicht dauerhaft durchs Grundwasser auftriebsgefährdet. Da wars Papa Rhein. Hier wäre ein jahreszeitlich schwankender Grundwassrpegel möglich.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Das mit dem reinschweissen ist eine gute Idee, birgt aber einige stolperfallen wie belüften, fixieren....

    Lösbar aber mit nötiger Vorsicht.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • und so ein festes Bauteil reinstellen?

    Gute Idee, einfach eine Kunststoff-Regentonne in der passenden Größe suchen und rein damit.


    Das löst auch gleich das "Problem" mit dem Aufschwimmen bei zu hohem Grundwasserspiegel, dann haben die Kinder kostenlos ein Rafting-Zuber mit deutlich begrenztem Aktionsradius...:D

  • Hallo,


    wir haben einer undichten Güllegrube mal eine neue Bodenplatte spendiert (aufbetoniert). Stichpunkartige Ausführung:

    - 25 cm WU Beton

    - Bewehrung mit Rissbreitenbeschränkung (gerechnet)

    - Anschlussbewehrung eingeklebt

    - Quellband mit Injektionsschlauch

    - Auftriebssicherung durch eingeklebte Bewehrung

    Könnte, wenn der Bestand tauglich ist auch im Kleinen funktionieren, handwerkliche Fähigkeiten und Wekrzeug vorausgesetzt.

    Einmal Estrichbeton reinkippen und Schlämme draufstreichen wird vermutlich nicht funktionieren.

    Jochen

  • Vielleicht sich einfach von dem Gedanken verabschieden, dass da ja schon was da ist, das man dafür nutzen könnte?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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