Abdichtung Dach Fertiggarage mit Bitumenschweissbahn

  • Hallo liebes Forum,


    bei meiner erst 10 Jahre alten Fertiggarage habe ich nur 6 Jahre nach der ersten Sanierung (vom Anbieter auf Gewährleistung mit Icusit Elastic GG) wieder Undichtigkeiten.


    Die 2 Risse konnte ich nach langer Suche finden und habe sie kurzfritig mit MEM Dichtfix abgedichtet. Da das natürlich keine Dauerlösung ist, soll das Garagendach jetzt mit Bitumenschweißbahn abgedichtet werden.

    Geplant sind als erste Lage die Bauder KSA und als zweite Lage die PYE PV 200 S5 EN

    Prinzipiell traue ich mir die Abdichtung selber zu, habe jedoch noch die ein oder andere Detailfrage:


    1. Die beiden Abläufe sind sehr nah an der Umrandung, wie lässt sich hier ein Gully am besten einsetzen?

    2. Die Oberfläche ist wie schon geschrieben Icusit Elastic (Ethylen-Mischpolymeren Dispersion). Kann ich die Bauder KSA direkt verkleben oder muss ich mit Burkolit vorbehandeln?

    3. Der Übergang zur Umrandung ist recht steil, ist hier ein Keil notwendig?



    Vielen Dank vorab. Wenn man mir anhand meiner Fragen vom Vorhaben abraten möchte - nur zu. Ich bin für jedes Feedback dankbar!

    Gruss aus dem Badischen

    • Offizieller Beitrag

    Vielen Dank vorab. Wenn man mir anhand meiner Fragen vom Vorhaben abraten möchte - nur zu. Ich bin für jedes Feedback dankba

    Willst du es vernünftig machen? Dann lass einen renommierten Handwerksbetrieb die Fläche mit einem 1K oder PMMA Flüssigkunststoff abdichten. Vermutlich muss dazu aber erst die vorhandene Beschichtung abgeschliffen werden. Wenn man die Optik eines Flüssigkunststoff nicht leiden kann, kann man nach Aushärtung einen zweiten Anstrich vornehmen und eine Besplittung aplizieren.


    Wenn ein Otto-Normalo ein Dach abdichten könnte, dann wären wir ja quasi überflüssig. Es hat einen Grund das sowas ein Lehrberuf ist und praktische Erprobung in der Durchführung benötigt.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Wenn ein Otto-Normalo ein Dach abdichten könnte, dann wären wir ja quasi überflüssig. Es hat einen Grund das sowas ein Lehrberuf ist und praktische Erprobung in der Durchführung benötigt.

    Stimme vollkommen zu.

    Meine 15 m² einfachste Schweißbahn wurden auch nach kurzer Zeit durch eine Fachfirma erneuert.

    Theorie allein hilft nicht wirklich.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Willst du es vernünftig machen? Dann lass einen renommierten Handwerksbetrieb die Fläche mit einem 1K oder PMMA Flüssigkunststoff abdichten. Vermutlich muss dazu aber erst die vorhandene Beschichtung abgeschliffen werden. Wenn man die Optik eines Flüssigkunststoff nicht leiden kann, kann man nach Aushärtung einen zweiten Anstrich vornehmen und eine Besplittung aplizieren.

    Warum nicht Bitumenbahnen? Dazu haben mir alle angefragten Dachdecker geraten.

    Diese Flüssigabdichtung hat bei mir ja auch nur 6 Jahre gehalten. Deshalb bin ich skeptisch.

  • Hallo,

    bei der vorhandenen Beschichtung bin ich mir nicht sicher, ob Burkolit die entsprechende Haftbrücke herstellen wird. Eine weitere Abdichtungsmöglichkeit neben Flüssigabdichtung und Bitumen wäre Hochpolymerbahnen in Verbindung mit Auflast.

    Die Gully würde ich mittels Kernbohrungen weg vom Rand neu positionieren.

    • Offizieller Beitrag

    Warum nicht Bitumenbahnen? Dazu haben mir alle angefragten Dachdecker geraten.

    Diese Flüssigabdichtung hat bei mir ja auch nur 6 Jahre gehalten. Deshalb bin ich skeptisch.

    Kannst du machen, ich verstehe nur den Aufwand dahinter nicht?


    Du hast keine Flüssigkunststoffabdichtung. Hättest du eine, wäre da ein Vlies eingearbeitet. Das was du da drauf hast ist ein etwas höherwertiger Farbanstrich. Je nach Kategorie des FSK sind da 20-30 Jahre Haltbarkeit, bei ordnungsgemäßer Verarbeitung, kein Problem.


    Bei einer günstigen Bitumenabdichtung kommst du nicht über 15-20 Jahre hinaus, bis die ersten Probleme wieder da sind. Dann musst du dort schon eher in hochwertige Produkte investieren.

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  • Hi Kalle,


    danke für die Rückmeldung. Also kann ich davon ausgehen dass die genannten Bitumenprodukte von Bauder nicht gerade hochwertig sind? Welche wären das Deiner Meinung nach?


    Gruss

    Dirk

    • Offizieller Beitrag

    Moin,


    eine Standard DIN EN PYE PV 200 S5 ist eben genau das. Standard. Ich würde um langfristig Ruhe zu haben auf PYP KTP/KTG S5 gehen und mir vermutlich eine Bahn raussuchen mit 300g Trägereinlage. Die kleinen Nachteile des PYP in Bezug auf die Kaltbiegefähigkeit würde ich als vernachlässigbar halten.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Vielen Dank für die Antwort.

    Ich werde jetzt versuchen einen Dachdecker zu bekommen, der auch den von dir empfohlenen 1K oder PMMA Flüssigkunststoff verwendet, meine bislang angefragten Betriebe schwören alle auf Bitumen.


    Letzte Frage:

    Kannst du dazu etwas empfehlen? Nicht dass ich hier auch nur wieder "STandard" angeboten bekomme. Mein Nachbar hat das Enkopur auf dem Dach, allerdings erst seit ein paar Jahren....


    Nochmals danke für die Mühe.

    • Offizieller Beitrag

    Moin,


    wir verarbeiten seit Jahren Enkopur. Der PMMA hat die besseren Materialeigenschaften ist unter dem Strich aber auch mehr Chemie.

    Auf die Verarbeitung kommt es an. Wenn die schlecht ist hilft kein Teufelszeug der Welt.

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