WW Zirkualation

  • Guten Tag,

    wir haben ein Haus mit 20 Wohnungen. Heizung und WW werden über Wärmepumpen betrieben. 1. WP für Heizen und WW. die anderen 3 nur für Heizen.

    Hinter den Warmwasserpuffern ist ein Durchlauferhitzer (DLE) eingebaut, der das WW für die WW Zirkualtion erhitzt. Ich habe aber den Eindruck, dass der DLE rund um die Uhr (permanent) läuft, Leistung 6 KW. Der Stromverbrauch für die Wärmepumpen betrug ca. 70600 KWh, der Stromverbrauch der Heizung ca. 151700 KWh. Ich habe den Verdacht, dass sehr viel Energie durch den DLE verbraucht wird. Kann man hier etwas ändern? Ist die DLE Nutzung üblich?

    Vielen Dank!

  • Hat die WP Probleme, das Wasser auf mind. 60°C zu erhitzen?

    So wie ich das am Handy sehe, erwärmt der DLE das zurückkommende Wasser kurz vor dem Eintritt in den Speicher.

    Bitte mal die Temperaturen am WW-Ausgang des Speichers und direkt vor dem Eingang in den DLE messen. An beiden Stellen müssten auch Probenahmeventile sitzen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasMD ()

  • Ich hatte gedacht, der DLE bekommt das Wasser aus dem Speicher uind heizt auf 60°C (wg. Salmonellen?).

    An den Speichern wird eine Temperatur von etwas über 50°C angezeigt.

    Die Frage wäre, ob man den DLE weglassen könnte und die Speicher auf 60°C erhitzen lassen.

  • Ich hatte gedacht, der DLE bekommt das Wasser aus dem Speicher

    Das sieht nur auf den ersten Blick so aus, und der DLE würde dann ja parallel zur WW Leitung liegen, rechts neben dem DLE sieht man aber die Zirk.pumpe. Es sieht so aus, als würde damit nur während der Zirkulation das Wasser auf Temperatur gehalten (Stichwort 60°C), und das dann auch nur in der WW Leitung und Zirk.leitung.


    Die Frage wäre, ob man den DLE weglassen könnte und die Speicher auf 60°C erhitzen lassen.

    Das wäre denkbar, sofern die WP die 60°C schafft. Je nach WP (Kältemittel etc. ) ist das nicht möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass bei einem hohen WW Bedarf die Leistungsfähigkeit der Wärmetauscher in den Speichern nicht ausreichen könnte.


    Könnte es sein, dass in der WP zusätzlich ein Heizstab aktiviert ist? Du schreibst von ca. 151.000kWh für die "Heizung", was hängt dort alles drauf? Selbst wenn der DLE 24/ mit voller Leistung in Betrieb wäre, kämen nur ca. 52.000kWh zusammen. (6kW * 24h/Tag * 365Tage) . Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass er dauerhaft diese Energiemenge benötigt nur um den Inhalt der zirkulation auf Temperatur zu halten. In den Speicher sollte er nicht einspeisen, er bekommt ja nur die Wassermenge zur Verfügung die er oben über die Zirkpumpe aus der WW leitung zieht. E wird am Ausgang des Speichers als immer gemischt.

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  • Leider weiss ich nicht geanu, was alles an dem entspr. Sromzähler hängt. Der Installateur hatte mal erwähnt, dass es auch Heizstäbe in den Wasserspeichern gibt.

  • Wärmepumpen tun sich mit hohen Wassertemperaturen immer etwas schwer, deswegen gibt es oftmals eine Heizstab. Wieviel "Stromverbrauch" kann man definitiv dem DLE zuordnen? Ich vermute, der DLE benötigt deutlich weniger als befürchtet, schließlich hält er nur die Zirk. auf Temperatur, und deren Verluste werden kaum so hoch sein, dass dafür ein 6kW DLE dauerhaft laufen muss. Wahrscheinlich ist, dass ein oder mehrere Heizstäbe immer mal wieder aktiv sind weil die Zieltemperatur durch die WP nicht erreicht wird.


    Dazu müsste man den Stromverbrauch etwas genauer beobachten, die Einstellungen der Regelung verifizieren, und dann versuchsweise mal die Heizstäbe deaktivieren.


    Weiterhin würde ich mal messen und rechnen, wie es um den COP bzw. die Arbeitszahl bestellt ist. Je nach Anlageneinstellung könnte es sein, dass die Effizienz der Anlage unterirdisch ist. Der Frühling war relativ kalt, viele Heizungen waren länger in Betrieb als in den Jahren davor. Das macht sich beim Verbrauch bemerkbar. Es kann also sein, dass hier mehrere Faktoren zusammenkommen. Der el. DLE ist wohl nur ein kleines Puzzlestück.

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  • wir haben ein Haus mit 20 Wohnungen. Stromverbrauch der Heizung ca. 151700 KWh.

    Also so pi mal Daumen 7500kWh pro Wohnung für die Heizung.

    Wie groß sind die Wohnungen, wie ist das Baujahr des Hauses (bzw. wie gut ist die Wärmedämmung)?

    Zum Vergleich, in meiner letzten Wohnung Bj. 2003 war der Wärmeverbauch (also Heizung plus Warmwasser) der beiden angeschlossenen 6- und 3-FH ca. 60kWh/m². Bei dir wären es (100qm Wohnung angenommen) 75kWh/m², wenn der Strom 1:1 in Wärme umgesetzt wird. Die Wärmepumpen sollten aus einer kWh Strom aber eher so 4 kWh Wärme machen. Wo geht diese Wärme hin? Das scheint mir erstmal nicht so plausibel.

  • Vielen Dank für die Vorschläge/Tipps. ich werde mal versuchen aus den Abrechnungen den Heizbedarf pro Wohnung zu berechnen und mit dem geplanten Verbrauch vergleichen. Die COP der Wärmepumpen liegt bei 3,44 (wenn die in der WP erfassten Werte stimmen) und stimmt mit der COP gemäß Datenblatt ziemlich gut überein. Bei weiteren Fragen werde ich mich nochmal melden.