Förderung BEG - Nachweis der erzielten Dämmung bei verbleibender Bestandsdämmung

  • Hallo allerseits,


    angenommen, man macht als Einzelmaßnahme eine Dachsanierung, bei der man die Eindeckung entfernt und durch Sandwichelemente ersetzen lässt.

    Die neuen Elemente würden die Förderbedingung von Umax=0,14 nicht alleine erfüllen, aber zusammen mit der vorhandenen Zwischensparrendämmung locker.

    Allerdings gibt es keine Lieferscheine für die Bestandsdämmung. Die Stärke kann man natürlich messen und da es zum damaligen Einbauzeitpunkt Steinwolle-Keile nur entweder mit WLG040 oder WLG035 gab, könnte man den schlechtesten Fall (WLG040) annehmen und damit und mit der Stärke und dem Füllfaktor (Rest eben Sparren) die Bestandsdämmung berechnen.


    Weiß jemand, ob es möglich ist, diese Bestandsdämmung so ohne Lieferscheine in den Nachweis der Förderfähigkeit bzw. des schließlich erreichten U-Wertes einzubringen, und falls ja, wie würde man das dann machen?


    Gruß

    Frank

  • Ich bin mir sicher, dass sich ein Energieberater nicht für jedes Teil einen Lieferschein zeigen lässt, das ist praktisch bei Bestandsgebäude gar nicht möglich. Oftmals arbeitet man dann mit Baujahr und "typischen" Werten.


    Das Material hast Du ja schon ermittelt (Steinwolle) jetzt bräuchte es noch das Jahr oder zumindest einen Zeitraum, dann könnte hier mal jemand nachschauen, welcher Wert dafür einzusetzen wäre. Je nach Alter gab es auch WLG045 und schlechter.

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  • Für den Neubau sind die hiesigen Prüfingenieure ziemlich pingelig. Da muss tatsächlich für die jede Stärke die Lieferung der entsprechenden Menge auf die Baustelle nachgewiesenen werden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das ist aber auch Neubau. Da ist es auch möglich.


    Ich warte auf Reaktionen von Alfons Fischer  J.B. und KlausJ . Die haben meines Wissens nach mehr mit der Bafa zu tun.


    Ich bin bloß ein Rechenschieber und würde genauso wie Du rechnen:

    Dicke der Dämmung mit schlechter WLG

    Sparrenabstand

    neue Dämmung


    -> Ergebnis

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Das ist aber auch Neubau.

    Eben. Da hat man Lieferscheine und die Produkte selbst (oder Verpackungen) müssen ebenso gekennzeichnet sein. Sind die Gebäude älter dann hat man diese Möglichkeit nicht.

    Ich habe bei meinen Fenstern beispielsweise die Etiketten entfernt und in die Rahmenprofile geklebt. So muss ich auch nach Jahren nicht erst suchen, und sollte die Hütte mal verkauft werden, dann ist das für den neuen Eigentümer auch einfacher. Bei einem Bestandsgebäude kann man das halt nicht erwarten, je nach Alter gibt es da so gut wie gar nichts. Ich könnte Dir beispielsweise nicht sagen, welche WLG die Dämmung zwischen den Sparren in meinem Haus hat. Das wurde vor vielleicht 35 jahren gemacht, viel mehr Infos hätte ich nicht.

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  • Ausgebaut worden ist das wohl 1990 oder 1991.

    Ich habe bei Online Kleinanzeigen alte Dämmkeile von '88 und '94 oder so gefunden, einmal 040 und einmal 035.

    Wenn ich mit 045 rechne, muss die Stärke mindestens 40mm sein, statt 30mm mit 040. Ich knn mir nicht vorstellen, dass die Keile bei 90cm Zwischensparrenabstand gehalten hätten, wenn sie dünner als 6cm gewesen wären, also sollte das auch passen.


    Ob der Energieexperte Lieferscheine will, ist mir eigentlich egal, schlimmer wäre es, wenn die BAFA (oder wie die Behörde jetzt heißt) hinterher ne Prüfung macht und Lieferscheine sehen will, die es nicht mehr gibt.

  • Ich glaube nicht, das sich das BafA für Lieferscheine interessiert, eher für die Berechnungen und den Nachweis.

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  • Zum Passivhaus steht in der Richtlinie z.B.:


    – Nachweise der Übereinstimmung der eingebauten Materialien, Produkte und Komponenten mit der EffizienzhausBerechnung (zum Beispiel Unternehmererklärungen, Herstellernachweise, Lieferscheine, Rechnungen, Fotos).


    Zu Einzelmaßnahmen hab ich grad nix gefunden, bin aber auch bisschen malade heute.