Erdkabel durch eine Mauer verlegen etc



  • Hallo



    Ich möchte für den außenbereich ein neues Erdkabel (10 oder 6 qmm)direkt vom Zähler ziehen und anschließen lassen.

    Jetzt ist die frage für mich, wie ich das am besten am Übergang zum Haus verlege.

    Ich füge mal ein Bild an. Da wo die Makierung ist bei der Treppe , da hinter ist der Zählerkasten.



    Die Treppe kommt auch neu dieses Jahr. Daher wollte ich die gelegenheit nutzen und das mit dem Kabel gleich dann machen , falls es eine Option gibt die von vorteil ist das man eh bei der Treppe bei ist.



    Also kann/darf/soll man das direkt in die neue Treppe mit einmauern, oder sollte man die Verblender Einfräsen/Flexen und da da rein legen und wieder zu Spachteln ?

    Oder gibt es von der Industrie da eine gute , fertige Lösung.


    Das Grüne ist diese Mauerfräß Lösung. Nur eine Idee......


    Das Kabel soll dann noch 10 Meter weiter dann , in eine Blockhütte.




  • Naja, im Prinzip hast du 2 Möglichkeiten:

    Möglichkeit 1:
    Das Kabel ohne Schutzrohr durch die Wand bringen mit Hilfe einer Warmschrumpf-Mauerdurchführung.


    Möglichkeit 2:
    Schutzrohr vom Haus bis in die Blockhütte und die Wand mit Hilfe einer Ringraumdichtung abgedichtet.


    Kann man alles googlen bzw sich vom Fachhandel beraten lassen.

  • Ich füge mal ein Bild an. Da wo die Makierung ist bei der Treppe , da hinter ist der Zählerkasten.

    ??? Zählerkästen habe eine gewisse Mindestmontagehöhe, die werden selten auf dem Fussboden stehen. Wie sieht es denn auf der Innenseite neben der Tür aus?

    Daher wollte ich die gelegenheit nutzen und das mit dem Kabel gleich dann machen , falls es eine Option gibt die von vorteil ist das man eh bei der Treppe bei ist.

    Wenn die Treppe komplett neu aufgebaut wird, kann man eine Leitung im Schutzrohr im Treppensockel oder Fundament mit verlegen.

    Also kann/darf/soll man das direkt in die neue Treppe mit einmauern, oder sollte man die Verblender Einfräsen/Flexen und da da rein legen und wieder zu Spachteln

    s.o., Schutzrohr im oder unter Treppensockel, evtl. von innen schräg durch die Aussenwand bohren, um den Treppensockel zu erreichen...

    Oder gibt es von der Industrie da eine gute , fertige Lösung.

    Kabelaufführung in Edelstahl für die Aussenwand gibt es auch.

  • Erdkabel (10 oder 6 qmm)


    Das Kabel soll dann noch 10 Meter weiter dann , in eine Blockhütte

    Was möchtest Du in der Blockhütte betreiben? Bei 10m Entfernung und vielleicht noch 5-10m im Haus bis zum Zählerschrank, also gesamt 15-20m, da erscheint mir ein 10mm² etwas überdimensioniert. Selbst 6mm² sind wahrscheinlich nicht erforderlich. Vielleicht genügen ja 4mm2 oder gar 2,5mm², das spart Geld und erleichtert das Verlegen.


    Bei solchen Leitungen würde ich von einer üppigen Dimensionierung abraten, normalerweise braucht niemand in einer Gartenhütte 20kW oder mehr. Selbst 16A, bei 400V immerhin knapp 11kW, sind für diesen Zweck mehr als ausreichend.


    Also, zuerst einmal den Anschlussbedarf ermitteln, dann dimensionieren.

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    .

  • Zählerkästen habe eine gewisse Mindestmontagehöhe, die werden selten auf dem Fussboden stehen. Wie sieht es denn auf der Innenseite neben der Tür aus?

    Da ist genug Platz für einen neuen. Es war schon ein Elektriker hier und hat sich das angesehen, das mit dem Außemkabel die Idee kam mir aber erst danach.



    Schutzrohr im oder unter Treppensockel, evtl. von innen schräg durch die Aussenwand bohren, um den Treppensockel zu erreichen...

    ich verstehe. gute Idee. Aber ist das so Üblich das man das so macht, bzw was für ein schutzrohr genau? Bekommt man das da später auch nochmal wieder raus ggf?



    Was möchtest Du in der Blockhütte betreiben?

    Die blockhütte selbst ist eine Werkstatt. Also auch große Verbraucher und von da aus geht auch der Strom für den Teich und die Außenanlage.


    Also, zuerst einmal den Anschlussbedarf ermitteln, dann dimensionieren.

    das ist schwierig , denn ich will gleich vorsorgen mit einem lieber zu dickem Kabel als später wieder aufbuddeln. ZB wenn man später noch andere sachen versorgen will, dann will ich von der Werkstatt aus da hin gehen. Und nicht wieder ein neues Kabel ins Wohnhaus ziehen.


    Und evtl je nachdem wie das betrieben wird später und von wo das abgeht auch eine Wallbox für ein E auto.


    Also wenn einzig der geringe mehrpreis des Kabels und das schlechtere Verlegen ein Nachteil ist, dann spricht also sonst nichts gegen ein zu dickes Kabel?


    gut ,10qmm braucht es ja nicht sein. Aber 4 oder 6


    Wenn man nur eine zuleitung legt und dort dann eh alles in verteilerdosen weiter verteilt wird, reicht für diese "Zuleitung" dann auch ein 3 Adriges oder sollte es ruig 5 sein?

  • Aber ist das so Üblich das man das so macht, bzw was für ein schutzrohr genau?

    Ein Kabelschutzrohr.

    Bekommt man das da später auch nochmal wieder raus ggf?

    Das Schutzrohr, nein. Das Kabel aus dem Schutzrohr, ja, bei ordentlicher Verlegung (Bogen, Dimension, Zugdosen...)

    Wenn man nur eine zuleitung legt und dort dann eh alles in verteilerdosen weiter verteilt wird, reicht für diese "Zuleitung" dann auch ein 3 Adriges oder sollte es ruig 5 sein?

    Das was du vor hast, erfordert ein 5 adriges Zuleitungskabel, mit UV in der Blockhuette/Werkstatt/wasauchimmer. Querschnitt je nach Verlegeart, Last, Laenge bemessen.

  • Die jetzige Zuleitung ist aber auch nur 3 Adrig.

    die ist hier "geklaut" (Foto)


    Wofür brauche ich die 3 Adern denn da am Anfang?


    5 Adrig ist bei 6qmm natürlich wirklich schwer zu biegen.


    Was sind Zugdosen.?


    Und mit dem Kabelschutzrohr meinst du , das man für diese starken Knicke und Bögen an der Treppe auch nur so ein Kabuflex wellschlauch nimmt?

  • Wofür brauche ich die 3 Adern denn da am Anfang?

    Naja, es ist in D ueblich, das man Verbraucher mit einer Leistung >4600W dreiphasig anschliesst. Um eine Schieflast im Netz zu vermeiden. Fuer einen dreiphasigen Anschluss haben sich inzwischen 5-adrige Kabel durchgesetzt.

    5 Adrig ist bei 6qmm natürlich wirklich schwer zu biegen.

    Deswegen ueberlaesst man das ja auch einem ausgebildeten Elektriker....

    Was sind Zugdosen.?

    Dosen, um das Kabel an definierten Stellen "nachziehen" zu koennen.

    Und mit dem Kabelschutzrohr meinst du , das man für diese starken Knicke und Bögen an der Treppe auch nur so ein Kabuflex wellschlauch nimmt?

    Ja. Dieser wird aber nicht irgendwie stark geknickt sondern nach Verlegevorschrift und Biegeradien verlegt.

  • Naja , das verlegen wollte ich schon selbst machen, das anklemmen natürlich nicht.

    Kann man das auch irgendwo sich schlau lesen wegen Biegeradien?


    Das mit den Dosen verstehe ich aber ehrlich gesagt nicht.

  • Du kannst deinen Graben ja schnurgerade vom Haus zur Hütte machen. Wenn Du tief genug gräbst, ist der Druck so hoch, dass Du kräftig am 6 Quadrat ziehen kannst ohne, dass sich das Kabel dabei selbst ausgräbt. :) Aber wer will das schon wieder raus ziehen und warum? Mach noch ein zweites Rohr rein für sonstige Medien, wie Netzkabel, Klingelleitung, TV oder was weiß ich was der moderne Werkstattmensch noch so in der Werkstatt haben will. Und sei nicht knausrig mit der Länge, damit der Elektriker genug Länge zum Anschließen, bzw Verlegen der UV an die richtige Stelle hat.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • dann spricht also sonst nichts gegen ein zu dickes Kabel?

    Du kannst auch ein 5x35 oder 5x50 verlegen, sinnvoll wäre das aber nicht.


    Eine Wallbox über die Gartenhütte anzuklemmen, und von dort dann vielleicht noch einmal xx Meter bis zum Stellplatz/Garage, das halte ich für keine gute Idee.


    Ich glaube Du überschätzt den Leistungsbedarf in Deiner Gartenhütte. Ich habe auch noch nie erlebt, dass in einer "Werkstatt" alle Maschinen gleichzeitig in Betrieb waren, selbst bei zig Mitarbeitern war das nie der Fall. Keine Ahnung ob Dein Hausanschluss das überhaupt zulassen würde.


    Überschlagen wir mal ganz grob, ein 5x4mm² bei 20m Leitunglänge,das reicht doch sicherlich für 25A oder auch 32A, ein 5x6mm² für entsprechend mehr. Ich würde den Elektriker zuerst mal in den HAK und den Zählerschrank schauen lassen. Es macht keinen Sinn einen Feuerwehrschlauch zu verlegen wenn Du ihn nur an einem Waschbecken anschließen kannst.


    Meine persönliche Meinung, man sollte sich das Leben nicht unnötig schwer machen.

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  • Also ich habe 16A Sicherungen . Und das Kabel ist keine 20 Meter bis zur Hütte. Nur 12. Weil im Haus ist der HAK gleich hinter der Mauer.


    OK, also Wallbox kommt dann mit einem Extra Kabel.


    Gut ,alles andere frage ich dann den Elektriker . Mir gehts dann halt nur um die Eingansfrage ob es noch andere/bessere Lösungen gibt für den Haus Übergang. Was ist denn mit der Sache das in die Verblender zu machen?

  • Bei 16A reicht auf die 12m wohl auch ein 5x2,5mm². Spannungsfall 0,6%, das ist kaum der Rede wert. Da kannst Du fast 11kW in der Hütte anschließen, das reicht für mehr als eine Bohrmaschine.

    Bei 4mm² sind es halt knapp 0,4%.


    Rede mit dem Elektriker, und dann überlege, wieviel "Reserve" Du wirklich verlegen möchtest.

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  • Also das Haus ist von 1983, kann leider nicht sagen was für Kabel im HAK sind, aber die Sicherungsautoamten haben alle 16A (sind auch von 83)


    Spannungsfall 0,6% was heitß das genau?


    Ich lese immer was von 3%. Also das darf nicht höher sein als 3% und bei mir wären das nur 0,6 % ??

  • Ich lese immer was von 3%.

    Ganz einfach.



    Das hatte ich mal vor gefühlt 100 Jahren gepostet, dürfte aber heute noch aktuell sein.


    Für die Dimensionierung von el. Leitungen gibt es ein paar Spielregeln, die wollte ich jetzt nicht alle hier detailliert aufführen. Mein Hinweis mit den 0,6% Spannungsfall war so zu verstehen, dass die Leitung im grünen Bereich liegen sollte. Wenn alle Rahmenbedingungen bekannt sind kann man das auch detailliert rechnen. Es gibt auch Tabellen in denen man nachschauen könnte. Das alles sollte aber dem Eli bekannt sein.


    Wie das nun bei Deiner Installation genau aussieht, das sagt mir meine Glaskugel nicht. :haue:

    Deswegen, vor Ort anschauen, dann weiß man mehr.

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  • Der Elektriker wird dir schon die passenden Sicherungen einbauen. Lass ihn machen. Der kennt sich da aus.

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  • Es geht ja nicht um sicherungen. Wenn wir über das andere ja nicht weiter reden hier dann geht es mir ja vor allem um die Bestmöglichste Verlegung von außen ins Haus rein.

  • Ja schon ,aber es gibt ja bestimmt nicht nur DIE EINE Lösung. Und einer allein kann ja nicht alles wissen. Daher ja nochmal der Anstoß ob es noch andere /bessere Lösungen gibt :thumbsup:

  • Ein Teil der Lösung ist auf alle Fälle vergraben. Das muss immer gemacht werden. Wie es ins Haus durchdrungen werden muss, steht in #2. Mehr muss Du eigentlich nicht wissen, weil den Rest macht der Elektriker. Der sagt dir auch welcher Querschnitt ausreicht und welches Kabel Du verwenden solltest. Das wird er Dir sicherlich auch verkaufen können. Er gibt dir dann auch Tips wie Du es vergräbst und welches Schutzrohr oder sonstige Maßnahmen zum Schutz des Kabels getroffen werden müssen. Er kennt deine Situation vor Ort und kann dich auch bestens beraten. Der Rest, wie gesagt, #2!

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • OK, also Wallbox kommt dann mit einem Extra Kabel.

    Je nach dem was deine Wallbox an Leistung bringen soll, ist sie u.U. Anmeldepflichtig. Und auch Dein Hausanschluß ist entscheidend dafür, was für eine Wallbox Du maximal nehmen kannst.

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Ja 22KW ist Genehmigungspflichtig. Anmeldepflichtig sind die alle.


    Ja der Elektriker will demnächst kommen, hoffe der kann mir sagen was der Hausanschluss hergibt.


    Also wenn ich für die Mauer diesen Warmschrumpschlauch nehmen wollte, wie bekomme ich denn dann den Übergang zum Schutzrohr was in der Treppe liegt? Einfach einen Verschlossstopfen und da dann ein Loch rein , sodass das Kabel gerade so rein passt ?


    Gibt es beim Schutzrohr verlegen sonst nochwas zu beachten? Ich meine wenns Streng nach vorschrift geht , gibt es bestimmt 1000 sachen. Aber ich meine nun mal so für den Otto Normal verbraucher. Sollte man auch ein Gefälle einhalten oder ist unnötig?

  • Gibt es beim Schutzrohr verlegen sonst nochwas zu beachten?

    ja - unsichtbar verlegen, weil die verlegung in bild 1 is ned schee.

    also von innen mittels schrägbohrung unter das treppchenpodest und dann unterirdisch weiter.

    den rest erzählt dir dein elektriker, oder willst du wegen nem halben meter irgendwas die grosse suchaktion starten?

    nee, nä? na, siehste.

  • Das würde ich so nicht sagen aber so vorbereitende Arbeiten wie Erdarbeiten und das Rohr und Kabel einzubringen sollten ja wohl in Absprache mit dem Elektriker möglich sein


    Und da ja bekannt ist das nicht unbedingt jeder selbständige Elektriker so hundertprozentig verlässlich ist wollte ich mir hier schon mal zusätzliche lösungsvorschläge zeigen lassen