Sanierung einer Dachterrasse

  • Hallo liebes ExpertenForum,


    mein Anliegen ist die Sanierung meines offenen Dach-Balkons.


    Dieser hatte einen Fliesenbelag, der deutlich in die Jahre gekommen war. Die Fugen gerissen und Feuchtigkeit verteilte sich im Estrich und zog die (überdachte) Wand hoch. Ich entschied mich also für eine Sanierung des Balkons durch einen Dachdecker.

    Der Auftrag bestand darin, den Fliesenbelag abzunehmen, den Estrich zu trocknen und dann mit Bitumen und Elastomerbahnen abzudichten. Mein Wunsch war es, die hochwertigen, vorher bereits über den Fliesen verlegten Holz-Klickfliesen wieder zu verlegen und dies wurde auch mit der Firma so abgesprochen. Zum Schutz der abschließenden Elastomerbahn sollte eine Bautenschutzmatte als Unterlage für die Holz-Klickfliesen dienen. Eine Tür zu einer kleinen Abstellkammer sollte bauseitig demontiert und anschließend neumontiert werden.

    Während der ersten Abrissarbeiten wurde deutlich, dass der Estrich komplett entfernt werden muss, da er sich vom Fliesenbelag kaum trennen ließ. Es wurde also eine Abwandlung des ursprünglichen Auftrags erstellt mit der Änderung, dass auf die gegossene Bitumenabdichtung eine Gefälledämmung in Richtung des Gullys aufgebracht wird, die anschließend zweilagig abgedichtet wird.


    Die Arbeiten sind nun abgeschlossen, aber das Ergebnis stellt mich leider nicht zufrieden. Im Wesentlichen gibt es 3 Probleme:


    1. Die Oberfläche ist insgesamt, vermutlich durch Überlappungen der Elastomerbahnen nicht eben, so dass die probeweise ausgelegten Holzfliesen eine kippelige Angelegenheit darstellen. Der Vorschlag des Dachdeckers ist es, die Unebenheit mit zusätzlichen Bautenschutzmatten auszugleichen. Ein erster Versuch brachte aber kein zufriedenstellendes Ergebnis. Das ärgert mich, weil von Beginn an klar war, dass dieser Bodenbelag verlegt werden soll, auch wenn der Dachdecker in seinem zweiten Auftrag auf die Gefahr der Unebenheit hinweist. Er verweist auf gewisse Toleranzen. Wie sehen diese Toleranzen denn aus?

    Ein weiterer Vorschlag des Dachdeckers ist es, dieses Problem mit einem Estrichleger oder Trockenbauer zu besprechen. Was haltet ihr als Experten von diesen Maßnahmen oder Vorschlägen? Oder habt ihr weitere Ideen, wie man die Holzfliesen verlegen könnte?



    2. An einigen Stellen ist der Boden sehr nachgiebig. Tritt man an bestimmte Stellen, fühlt und sieht man, wie der Untergrund nachgibt. Darf der Boden so nachgiebig sein? Falls die Unebenheiten wirklich durch einen Estrichleger ausgeglichen werden sollen, könnte ich mir vorstellen, dass das ein Problem ist.


    3. Durch die Gefälledämmung ist der Boden zur Abstellkammer hin nun so weit angehoben, dass die Tür ohne Umbaumaßnahmen wahrscheinlich nicht mehr passen wird. Es fehlen mehr als 4 cm. Mir war nicht klar, dass die Gefälledämmung am Ende höher sein wird als der alte Estrich plus Fliesenbelag. Kann man von einem Fachbetrieb erwarten, dass er seinen Kunden darauf hinweist, dass durch das geänderte Angebot Probleme mit der Tür auftreten könnten/werden? Der Dachdecker beruft sich darauf, dass sich die Durchführung durch die veränderten Voraussetzungen ja geändert habe und ein bauseitiger Türaus- und -einbau im Angebot geregelt wurde.


    Ich bin sehr unglücklich mit der Ausführung und kann leider gar nicht einschätzen, welche Probleme nun auf mein eigenes Unwissen zurückzuführen sind und was ich von einem Meisterbetrieb erwarten darf. Ich hatte halt die Hoffnung, dass ein Fachmann meine Vorgaben umsetzen kann, ohne dass ich mich selbst groß in die Materie einarbeiten muss.

    Habt ihr Vorschläge oder Ideen zum weiteren baulichen Vorgehen?

    Oder könnt ihr beurteilen, ob/welche Ansprüche ich geltend machen kann bzw. ob die Probleme mein eigenes Verschulden sind?


    Vielen Dank für eure Antworten!

  • Hallo Gerbil

    zu1. Das hast du richtig bemerkt, dass durch die Überlappungen der Abdichtungsbahnen kein planes Verlegen deines Holz-Klickfliesen-System möglich ist. Das sollte der Dachdecker auch wissen und hätte dich darauf hinweisen müssen.

    zu 2. Dämmstoff beim Behehen verhält sich anders, wie du es vorher mit Estrich und Fliesenbelag gewohnt warst.

    zu 3. Die Endhöhe an der Abstellkammertür kann bei einer Gefälledämmung geplant werden. Dabei ist die EnEV zu berücksichtigen.


    Bei dem jetzigen Aufbau solltest du dich gedanklich von deinem hochwertigen Terrassenbelag verabschieden. Dieser funktioniert nur auf einer planen Fläche.

  • Das sollte der Dachdecker auch wissen und hätte dich darauf hinweisen müssen.

    uder , wenn er wie beschrieben wusste , wie es weiter gehen soll anders abdichten ....

    ich habe noch keinen dachdecker erlebt , der sich gedanken um die folgegewerke macht ....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • uder , wenn er wie beschrieben wusste , wie es weiter gehen soll anders abdichten ....

    ich habe noch keinen dachdecker erlebt , der sich gedanken um die folgegewerke macht ....

    Selbst eine hochpolymere Abdichtungsbahn hat an den Anschlüssen Überlappungen. Der vorherige Belag ist nach der Sanierung nicht mehr anwendbar.

  • 1. Unebenheiten

    • Sind bei dieser Bauart unvermeidbar. Das hätte man sich vorher denken / vorstellen und damit entweder diese Abdichtung oder den Belag verwerfen können. (Es wäre eine "Planung" vor Angebotseinholung, zumindest aber vor Ausführung sinnvoll gewesen.)
    • einmal vorhandene Unebenheiten können die relativ harten und gleichmäßig dicken Bautenschutzmatten nicht ausgleichen - auch drei Lagen davon nicht. Das hätte man sich vor der Verlegung denken / vorstellen und damit darauf verzichten können. (Es wäre eine "Planung" vor Angebotseinholung, zumindest aber vor Ausführung sinnvoll gewesen.) Die Maßnahme war sinnlos.
    • Ja, Ebenheitstoleranzen sind hier zulässig. Vermutlich sind die hier üblicherweise zulässigen Toleranzen nicht oder kaum überschritten.
    • Holz-Klickfliesen sind nicht unbedingt "hochwertig". Ich würde sie nicht einmal als teuer bezeichnen, sonder als das Gegenteil.
    • Mit einer hier vielleicht auch denkbaren Folienabdichtung gäbe es möglicherweise deutlich geringere Ebenheitsabeweichungen aber durch die vermutlich trichterförmige aber gerade nicht ebene Gefälleausbildung wäre trotzdem keine ebene Verlegung der ebenen Platten möglich. Daran dürfte weder ein nass noch ein trocken hergestellter Estrich etwas ändern. Das hätte man sich vor der Verlegung des Estrichs denken / vorstellen und damit entweder auf diese Ausführung oder den Belag verzichten können. (Es wäre eine "Planung" vor Angebotseinholung, zumindest aber vor Ausführung sinnvoll gewesen.)

    2. Nachgiebigkeit

    • Hier wurde eine Trittschalldämmung verlegt. Diese ist wesensgemäß nachgiebig, It's not a bug, it's a feature! Das Material benötigt deshalb eine lastverteilende Schicht um dauerhaft schadenfrei begehbar zu sein. Das wäre dann bspw. ein Estrich. Das hätte man sich vor der Ausführung denken / vorstellen und damit entweder diese Ausführung verwerfen oder sich für eine sinnvolle entscheiden können. (Es wäre eine "Planung" vor Angebotseinholung, zumindest aber vor Ausführung sinnvoll gewesen.)

    3. Anschlußhöhen

    • Eine Veränderung des Gefälles einer Fläche führt regelmäßig auch zu Veränderungen der Anschlußhöhen. Zu welchen Veränderungen dies führen wird und das eventuell ein Problem sein könnte - richtig, kann vor der Ausführung durch Messung und Berechnung geprüft werden.

    Ja, Planung wird krass überschätzt, der Handwerker, die Handwerkerin wird doch sein oder ihr Handwerk beherrschen - ja, schon - oder eben auch nicht. Ja, der Handwerksmeister, die Handwerksmeisterin soll das vor der Ausführung selbst planen, wenn es keine bauseitige Planung gibt. Aber weshalb sich die Mühe machen? Das ist doch nicht so wild, das kann doch jeder!


    Zum Verschärfung des Problems dürfte beigetragen haben, dass der ursprüngliche "Plan" schon nicht mangelfrei ausführbar war und dann aber auch noch unterwegs ohne Zwischenstop die Bauart gewechselt wurde. Das kann man machen, das geht aber ohne Innehalten und wenigstens jetzt nachzudenken meistens schief, auch pfiffigen Planerinnen. Wer daran nun aus juristischer Sicht welchen Anteil hat, überlasse ich den Profis des Rechts. Handwerker sollen übrigens auch eine Planerhaftung übernehmen, wenn sie ohne Planung ausführen und hierauf nicht hinweisen ... habe ich 'mal gelesen. Mich interessiert ja auch mehr der technisch-gestalterische Teil der Geschichte ...


    Ob hier wirklich allen Beteiligten bei der Beauftragung alles klar war oder eher ein fröhliches "sie wissen nicht, was sie tun" vorherrschte, ist ohne den Vertragstext (Angebot / Auftrag) schwer zu sagen.


    Ob es dafür jetzt noch eine Rettung mit geringem Aufwand gibt? Pfffft ...

    • Estrich mit geringerem Gefälle draufgießen? Dann wird ja alles noch höher (siehe Problem 3.)
    • Abdichtung durch Folie ersetzen? Vermutlich zu spät ... und ob es genug Ebenheit bringt?
    • alles noch einmal neu mit vorheriger Gesamtplanung ... will bestimmt keiner

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Moin,


    diese Holzklickfliesen, die ich bis jetzt gesehen habe, benötigen immer einen festen und ebenen Untergrund, das kann keine Abdichtung aus Bitumen oder Kunststoffbahnen mit Gefälledämmung. Ihr Einsatzgebiet ist mehr für eine Verlegung auf alten, nicht mehr gefallenden, druckfesten und ebenen Oberflächen gedacht, wie z.B. geflieste Balkone.

  • Herzlichen Dank schon mal für eure Antworten.


    Das Material benötigt deshalb eine lastverteilende Schicht um dauerhaft schadenfrei begehbar zu sein.

    Lese ich hier raus, dass der jetzige Zustand des Bodens überhaupt nicht für einen Balkon zu gebrauchen ist und zwingend auch noch eine lastverteilende Schicht aufgebracht werden muss?! Dann hätte der Dachdecker ja völlig seinen Beruf verfehlt... Was sind denn "lastverteilende Schichten"? Wäre eine Unterkonstruktion (für Terrassendielen) eine Lösung?

    Ich hatte mich bewusst gegen ein Angebot zur Sanierung mit Flüssigkunststoff über dem alten Estrich entschieden, weil ich es "ordentlich" haben wollte. Scheinbar habe ich da aufs falsche Pferd gesetzt...


    Ich könnte natürlich nun von dem Plan mit den Klicklfliesen abweichen und einen alternativen Bodenbelag aufbringen. Mich ärgert nur, dass ich eine (schriftliche) Zusage vom Dachdecker bekommen habe, dass meine Klickfliesen auf die Elastomerbahn mit der Bautenschutzmatte aufgelegt werden können. Ich hatte extra danach gefragt, ob da noch eine andere Schicht zwischen muss.

    Hinzu kommt: Wenn ich mich für eine andere Art von Boden, z. B. Terrassendielen mit Unterkonstruktion entscheide, kommt der Boden insgesamt höher, d. h. ich werde die Tür zum Kämmerchen, selbst wenn sich der Rahmen in den nun kleineren Ausschnitt irgendwie einfügen lässt, nicht mehr öffnen können, weil sie dann vor die Terrassendielen schlägt (oder wenn sie auf den Dielen aufliegt, geht noch mehr Höhe verloren und sie passt unter keinen Umständen mehr).

    Insgesamt ist für mich also mit erheblichen Mehrkosten zu rechnen, aufgrund der falschen Beratung vor Auftragsvergabe.

  • Lese ich hier raus, dass der jetzige Zustand des Bodens überhaupt nicht für einen Balkon zu gebrauchen ist und zwingend auch noch eine lastverteilende Schicht aufgebracht werden muss?!

    du liest es da raus , es steht dort aber nicht.

    Dann hätte der Dachdecker ja völlig seinen Beruf verfehlt... Was sind denn "lastverteilende Schichten"? Wäre eine Unterkonstruktion (für Terrassendielen) eine Lösung?

    das steht da so auch nicht .... hättest du aber gerne ;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Was sind denn "lastverteilende Schichten"?

    Beispielsweise eine monolithische Estrichplatte oder Gehwegplatten auf einer Dränschicht, z.B. aus Splitt.

    Wäre eine Unterkonstruktion (für Terrassendielen) eine Lösung?

    so alleine nicht

    ... falschen Beratung vor Auftragsvergabe.

    Dass eine Gefälledämmung aufgebracht werden sollte, war doch garnicht Teil der ursprünglichen Beauftragung, oder?


    Auch ich sehe - wie schon weiter oben geschrieben, das Problem hier:

    Es wäre eine "Planung" vor Angebotseinholung, zumindest aber vor Ausführung sinnvoll gewesen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Leider sehr ernüchternde Antworten...

    Dass eine Gefälledämmung aufgebracht werden sollte, war doch garnicht Teil der ursprünglichen Beauftragung, oder?

    Nein, bei der ursprünglichen Beauftragung stand im Angebot, dass am ursprünglichen Gefälle nichts verändert wird und stehendes Wasser kein Reklamationsgrund darstellt. Der alte Aufbau hatte auch nur ein ganz schwaches Gefälle.


    Der Vorschlag der Gefälledämmung kam vom Dachdecker. Der Mitarbeiter, der bei uns gearbeitet hat, sagte, dass man Estrich heutzutage nicht mehr machen würde und sie deshalb eine Gefälledämmung aufbringen würden. Darauf und auf die Planung/das Angebot des Dachdeckermeisters habe ich mich verlassen.

    Wie gesagt, dass die alte Tür wieder eingesetzt werden soll und dass wir Holzklickfliesen aufbringen wollen, wurde mit dem Dachdecker zuvor schriftlich per E-Mail geklärt, als ich zu seinem ersten Angebot noch Fragen hatte.


    Alles ganz schön blöd gelaufen und irgendwie weiß ich jetzt gar nicht mehr, was ich tun soll...

  • ein, bei der ursprünglichen Beauftragung stand im Angebot, dass am ursprünglichen Gefälle nichts verändert wird und stehendes Wasser kein Reklamationsgrund darstellt. Der alte Aufbau hatte auch nur ein ganz schwaches Gefälle.

    Das wäre eine Abweichung von den anerkannten Regeln der Technik gewesen, aber mit adäquater Warnung vor den zu erwartenden möglichen Folgen und entsprechender Bestätigung durch den AG durchaus akzeptabel.

    Der Vorschlag der Gefälledämmung kam vom Dachdecker. Der Mitarbeiter, der bei uns gearbeitet hat, sagte, dass man Estrich heutzutage nicht mehr machen würde und sie deshalb eine Gefälledämmung aufbringen würden.

    Dagegen spricht auch nichts. Nur wird bei fachgerechtem Gefälle der Rand eben höher. Das ist die logische Konsequenz.

    Darauf und auf die Planung/das Angebot des Dachdeckermeisters habe ich mich verlassen.

    Welche Planung?

    Wie gesagt, dass die alte Tür wieder eingesetzt werden soll und dass wir Holzklickfliesen aufbringen wollen, wurde mit dem Dachdecker zuvor schriftlich per E-Mail geklärt, als ich zu seinem ersten Angebot noch Fragen hatte.

    Hattest Du nicht angedeutet, dass vereinbart wurde, die Tür bauseits umzubauen?

    ... irgendwie weiß ich jetzt gar nicht mehr, was ich tun soll...

    Man wird jetzt entweder mit allen bestehenden Macken leben und einen anderen Belag wählen oder etwas umbauen müssen. Diesmal sollte man dann vielleicht doch vorher einmal planen lassen? (Irgendwie ahne ich übrigens, dass die Abdichtungshöhe an der Zugangstür ab OK fertiger Holzbelag jetzt auch nicht mehr den a.R.d.T. entspricht ... das könnte ggf. ein ganz einfacher und sehr wirksamer Hebel gegen den Dachdecker sein, denn die muss er in jedem Fall einhalten.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielen Dank für eure Geduld.


    Nur wird bei fachgerechtem Gefälle der Rand eben höher. Das ist die logische Konsequenz.

    Das ist schon klar. Da ich mir aber zuvor in meinem Leben noch niemals Gedanken über die "Start-Dicke" eine Gefälledämmung gemacht habe (wenn ich dieses Wort überhaupt zuvor mal gehört hätte), kam mir als Laie eben nicht in den Sinn, dass das am Ende höher sein könnte, als der ganze Estrich, den die Jungs da rausgeholt haben. Wenn ich etwas selber mache, dann informiere ich mich. Wenn ich etwas machen lasse, dann verlasse ich mich auf den Experten.

    Welche Planung?

    Seine Planung. Die, die er nach dem Ortstermin und dem Gespräch mit mir erstellt hat. Ich gehe davon aus, dass man das für sein Gewerk machen kann. Wenn nicht, hätte ich mich über einen Hinweis von ihm gefreut.

    Aber dazu wurde vereinbart, dass die Tür bauseits umgebaut wird, hattest Du angedeutet?

    Nein, von einem Umbau der Tür war nie die Rede. Das war jetzt nur meine Lösung, wenn man geringe Abweichungen ausgleichen muss. Mehrere cm werden aber wohl eher schwierig, auch in Kombination mit einer Alternative für den Bodenbelag, der ja alles nochmal zusätzlich erhöht. Ich hatte nach dem (ersten) Angebot gefragt, ob die Demontage der Türanlage enthalten sei. Die Antwort darauf war, dass die Demontage sowie die Neumontage bauseitig und, wie jetzt, seitlich und nicht durch die Eindichtung erfolgen soll. Das stand auch so im Angebot, mir war nur der Begriff "bauseitig" unbekannt, so dass ich das gerne geklärt haben wollte. Wenn, dann hätte ich sogar eher damit gerechnet, dass die Tür höher gesetzt werden muss, weil eben der ganze Estrich rauskam.

    Das Material benötigt deshalb eine lastverteilende Schicht um dauerhaft schadenfrei begehbar zu sein.

    Diese Aussage frustriert mich gerade am meisten. Was für eine lastverteilende Schicht + welchen Oberbelag soll man denn aufbringen, wenn man jetzt schon so hoch kommt? Ein Estrich hat ein paar cm, eine Unterkonstruktion hat ein paar cm und die Dielen haben auch nochmal ein paar cm. Dann geht mir die Brüstung bis zur Hüfte und der Boden liegt oberhalb der Türschwelle... Aber Dachpappe mit Gummimatten drüber kann ja (auch aus Sicht eines Dachdeckers) nicht das Endergebnis einer Balkonsanierung sein, weil nichts anderes mehr drüber passt. Und mir bleibt die Sorge, dass man den Balkon nicht schadenfrei begehen kann, als wenn ich da selbst mit dem Bunsenbrenner Hand angelegt hätte.

    jetz wären paar gescheite bilder hilfreich

    Wenn ihr noch weitere Details ertragen könnt, dann würde ich gleich ein paar Bilder liefern ;-)

  • Wenn ich etwas selber mache, dann informiere ich mich. Wenn ich etwas machen lasse, dann verlasse ich mich auf den Experten.

    Handwerker sind ausführende, gerade nicht planende, Baubeteiligte! (Was ausdrücklich keine herabsetzende Wertung sein soll, die Ausführung ist schwierig genug!)

    Seine Planung. Die, die er nach dem Ortstermin und dem Gespräch mit mir erstellt hat.

    Hat er das, hast Du sie gesehen?

    Ich gehe davon aus, dass man das für sein Gewerk machen kann.

    Planen könnte er das (theoretisch) und erwarten kannst Du das, aber ob Deine Erwartung berechtigt ist? s.o.!

    Wenn nicht, hätte ich mich über einen Hinweis von ihm gefreut.

    Da sehe auch ich ein eklatantes Versäumnis. Aber solche Hinweise gibt es nicht so oft - vielleicht weil man sich dabei als "nicht-Planer" outet?

    Nein, von einem Umbau der Tür war nie die Rede.

    Dann hatte ich das falsch verstanden, sorry!

    Diese Aussage frustriert mich gerade am meisten. Was für eine lastverteilende Schicht + welchen Oberbelag soll man denn aufbringen, wenn man jetzt schon so hoch kommt? Ein Estrich hat ein paar cm, eine Unterkonstruktion hat ein paar cm und die Dielen haben auch nochmal ein paar cm. Dann geht mir die Brüstung bis zur Hüfte und der Boden liegt oberhalb der Türschwelle...

    "Planung", spätestens vor der Ausführung

    Aber Dachpappe mit Gummimatten drüber kann ja (auch aus Sicht eines Dachdeckers) nicht das Endergebnis einer Balkonsanierung sein, weil nichts anderes mehr drüber passt.

    Nein, im Ergebnis nicht, aber was interessiert ihn der "bauseitige" Aufbau nach der Abdichtung? "Bauseitig" ist frustrierenderweise immer irgendwer anders als der dieses Wort nutzende Handwerker und in jedem Falle liegt das dann in der Verantwortung der Auftraggeberschaft bzw. Planung. Deshalb ist das des Handwerkers Lieblingswort!


    Die Mindesthöhen von Umwehrungen nach Landesbauordnung sind bekannt? Die Mindestanschlusshöhen der Abdichtung über Laufbelag sind auch bekannt?

    Wie vorhergesagt: Die Anschlußhöhe dürfte spätestens im Fertigzustand nicht mehr ausreichen. Ich schätze sie schon auf in diesem Zustand für mind. 5 cm zu niedrig. Darauf hat er nicht hingewiesen? Dafür kannst Du ihm sofort eine Mangelanzeige schicken. Und ich weiß auch schon, was er antworten wird: "Das geht aber nicht anders, weil der Bestand so ist". Und dann wird es richtig lustig ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke für die Bilder. Stell deinen Stuhl und den Tisch drauf, eine Pflanze vor dem nächsten Hubel...

    Der Stuhl ist noch beim Schreiner. Die Beine werden auf 4 verschiedene Längen gekürzt.

  • Hat er das, hast Du sie gesehen?

    Planen könnte er das (theoretisch) und erwarten kannst Du das, aber ob Deine Erwartung berechtigt ist? s.o.!

    Ich habe diesen Betrieb ausgewählt, weil er die Sanierung von Balkonen und Terrassen sogar auf seiner Internetseite ausführlich anpreist. Auch dort ist nirgendwo ein Verweis darauf, dass dafür eine externe Planung notwendig ist. Ich hab mir ja nicht bei My Hammer irgendeinen selbsternannten "Dachprofi" gesucht, der sowas "schon mal" gemacht hat. Aber ich verstehe natürlich, wenn man diese Meinung vertritt, weil man selbst Planer ist.


    Wie vorhergesagt: Die Anschlußhöhe dürfte spätestens im Fertigzustand nicht mehr ausreichen. Ich schätze sie schon auf in diesem Zustand für mind. 5 cm zu niedrig. Darauf hat er nicht hingewiesen?

    Nein.

    Die Mindesthöhen von Umwehrungen nach Landesbauordnung sind bekannt? Die Mindestanschlusshöhen der Abdichtung über Laufbelag sind auch bekannt?

    Nein. Das erste ließ sich noch googeln, das zweite brachte mir keine erhellenden Ergebnisse.


    Suche ich mir zur Lösung dieses ganzen Schlamassels jetzt

    a) einen Juristen

    b) einen Sachverständigen

    c) einen Architekten oder

    d) einen neuen Dachdecker?

  • oder mit dem alten eine Lösung.

    Das wäre mir am liebsten! Ich hab nur keine Ahnung davon und könnte nicht beurteilen, ob diese Lösung vernünftig ist. Wenn man hier liest, dass die Oberfläche so nicht dauerhaft schadfrei begehbar ist, fehlt mir eben auch das Vertrauen in eine Lösung des Dachdeckers. In dem Gespräch nach meiner Reklamation sagte er, er hätte technisch keine Alternative, mit der meine Wünsche umsetzbar seien.

  • Ich bin eher dafür, im Gespräch zu bleiben. Das Vertrauen in den Dachdecker ist jetzt aber nicht mehr da. Ich würde eher mal schauen, wo Du fachliche Hilfe bekommen könntest.

    Evtl gibt’s noch Aussagen von Elopant oder Kalle?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich bin eher dafür, im Gespräch zu bleiben. Das Vertrauen in den Dachdecker ist jetzt aber nicht mehr da. Ich würde eher mal schauen, wo Du fachliche Hilfe bekommen könntest.

    Evtl gibt’s noch Aussagen von Elopant oder Kalle?

    Danke, das würde mir sehr weiterhelfen.