? zu (geduldetem) Grundstücksüberbau

  • Guten Abend zusammen,


    ich bin neu hier und es handelt sich um einen ersten Beitrag und bitte daher um Nachsicht, wenn ich mich fachlich nicht korrekt ausdrücke. Ich bemühe mich auf jeden Fall. :D

    Ich möchte gerne ein Grundstück in Bayern kaufen (s. Skizze Flurstück 1). Das Grundstück entsteht durch Teilung vom Nachbarn (s. Skizze Flurstück 2). Nach der Teilung verläuft die östliche neue Grundstücksgrenze durch eine Gartenlaube (Schuppen, also es sind keine Aufenthaltsäume oder Feurstätten im Sinne der BayBo vorhanden (s. Skizze, roter Bereich). Es löst somit auch keine Abstandsflächen aus. Der Schuppen steht auf ca. 6 m länge und 1 m Tiefe in das neue Grundstück hinein. Den Überbau würde ich dulden. Dieser Schuppen soll bei Tod vom Nießbrauchnehmenden Nachbarn abgerissen werden.


    Dazu hätte ich allerdings zwei Fragen:


    1) Sollte dieser Überbau ausschließlich in den Kaufvertrag oder besser im Sinne einer Grunddienstbarkeit im Grundbuch aufgenommen werden?

    Sollte ich das Grundstück - aus welchem Grund auch immer - in einem Jahr wieder verkaufen müssen, dann gilt die Abrissvereinbarung aus dem Kaufvertrag nur für die Vertragsparteien. Finde ich also einen potenziellen Käufer müsste der neue Käufer ggf. mit den Nachbarn, dessen Laube auf das Grundstück ragt, eine neue Verinbarung schließen. Das ist etwas was vermutlich nicht viele machen werden und somit der Verkehrswert vom Grundstück sinkt.

    Was ist eure Meinung dazu?


    2) Aufgrund des realtiv kleinen Grundstücks ist ein Einfamilienhaus (s. Skizze blauer Bereich) geplant, welches relativ nah (ca. 2 m) zum Schuppen gebaut werden müsste.

    Gibt es hierzu besondere Brandschutzanforderungen zu erfüllen? Die Frage bezieht sich vor allem darauf, dass der Abstand zum Schuppen des Nachbarn, welcher auf meinem Grundstück hineingragt, dann nur ca. 2 m beträgt und ggf. Flammen von einem Gebäude auf das andere übergreifen könnten (Blitzeinschlag, Kurzsschluss).

    Reicht hierzu eine "konventionelle" Gebäude- bzw. Grundstücksversicherung aus oder muss z.B. eine Brandschutzmauer oder ähnliches errichtet werden?


    Vielen Dank vorab über eine unverbindliche Einschätzung.

  • Hallo de Bakel,


    der Notar empfiehlt keine Aufnahme im Grundbuch, da es absehbar ist, dass der Schuppen abgerissen wird. Zu 2) kann er keine Aussage treffen.


    Viele Grüße.

  • Zu 1. sollte der Notar eine belastbare Aussage treffen und entsprechende Festlegungen für den Vertrag vorschlagen können.


    Zu 2 sind die Abstandsflächen nach Landesbauordnung auch zu Gebäuden auf dem selben Grundstück einzuhalten. Das wird so wohl schwierig werden. Und ja, die Anforderungen der Bauordnung an bestimmte Bauteile sind natürlich auch einzuhalten. Dann klappt's auch mit der Feuerversicherung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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