Hilfe benötigt bei hoher Luftfeuchtigkeit

  • Hallo an Alle,


    ich habe mich heute hier angemeldet, weil ich vor einer Entscheidung stehe in unserem EFH eine Lüftungsanlage nach zurüsten.

    Ich hoffe ich kann mein Problem verständlich vermitteln.


    Zum Haus sei gesagt, es ist Baujahr 2014 und ein ebenerdiges Fertighaus mit ca. 100 m² Wohnfläche. Der Dachboden ist nicht ausgebaut (kalt).

    Wir haben dieses Haus 2017 gekauft und es ist eine SoleWärmepumpen-Heizung (Nibe F1245-5 E EM) mit Flächenkollektoren verbaut.

    In den Jahren ist uns aufgefallen, dass wir eine erhöhte Luftfeuchtigkeit im Haus haben. Das normal Lüften (morgens Stoßlüften und tagsüber Kurzlüften) hat nicht den gewünschten Effekt.

    In zwei Ecken des Hauses konnten schon dunkle Ecken (Schimmel-/Stockflecken) entdeckt werden. Diese wurden sofort bekämpft und dort ist es bisher nichts mehr aufgetreten. Wir haben uns dann einen Raumentfeuchter gekauft und diesen angeschlossen. Teilweise wurden 6 – 9 Liter Wasser entsorgt, täglich aber mindestens 3 Liter.

    Da ich der Anzeige auf dem Gerät nicht traute, es wurde dort häufig über 70 % Luftfeuchtigkeit angezeigt, haben wir uns vor kurzem ein Hygrometer gekauft um mal über einen längeren Zeitraum die Luftfeuchtigkeit durch manuelles ablesen zu ermitteln.

    Der bisher gemessene Spitzenwert lag bei 73% und der unterste bei 55%.


    So, das war die Situationsdarstellung.


    Wir haben dann mit verschiedenen Firmen gesprochen, um das Problem zu beseitigen.

    Mein erster Gedanke war, eine Lüftungsanlage zu installieren.

    Der erste Installateur hat uns eher zu einer Splitklimaanlage geraten, da wir auch den Wunsch geäußert hatten das Haus im Sommer ggf. zu kühlen und er meinte, dass damit auch die Luftfeuchtigkeit reduziert werden kann.

    1. Angebot erhalten / 1 Kassetten-Klimagerät + Außengerät das Innengerät sollte in der Mitte des Hauses platziert werden.


    Nächstes Angebot für eine Klimaanlage eingeholt. Dort wurde uns dann mitgeteilt, dass das vorherige Angebot wohl nicht den gewünschten Effekt hat, alle Räume ausreichend zu kühlen.

    Also gab es ein 2. Angebot mit einer Multisplitanlage und insgesamt 4 Innengeräten. Zusätzlich wurde im Gespräch erläuter, das wohl eine Lüftungsanlage die bessere Problemlösung wäre.

    So kam es dann zu einem 2 Termin der gleichen Firma wo uns die Unterschiede der dezentralen und zentralen Lüftungsanlage erklärt wurde. Darauf folgte ein 3. Angebot (mit 2 Varianten dezentral/zentral).


    Man macht sich ja auch noch außerhalb der Beratungsgespräche seine Gedanken und versucht sich in den Weiten des Internets weiterzubilden.

    Durch ein Gespräch mit einem Kollegen, bin ich dann auf einen weiteren Installateur gekommen. Was soll ich sagen, somit habe ich das 4. Angebot erhalten, hier eine zentrale Lüftungsanlage.


    Meine nächste Idee war es, ob es nicht ein Gerät gibt, die beides abdeckt, also akktiv lüften und kühlen.

    Suche im Internet ergab dann das Gerät der Firma komfovent und da speziell das Gerät RHP 400 V.


    Habe dann die Firma des 4. Angebots einmal gebeten ein weiteres Angebot mit dem RHP 400 V zu erstellen. Jetzt habe ich das 5. Angebot.


    Soo und nun zu meiner Frage (endlich):


    Wie würdet Ihr diese Lösung betrachten?

    Gibt es noch Alternativ-/ Anbieter oder Lösungen?


    Ich bedanke mich, dass ich die Frage hier stellen durfte.


    Viele Grüße

  • Mit hoher Luftfeuchtigkeit ist es ein wenig wie mit Schimmelpilzen: Beide kommen nicht von allein, sondern sind die Folge unerwünschten Feuchtigkeitseintritts. In beiden Fällen stellt sich zuerst die Frage, wovon dieser Feuchtigkeitszutritt herrührt und was sich zu dessen Beseitigung tun lässt. Wurde das bei Dir bereits geklärt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • sondern sind die Folge unerwünschten Feuchtigkeitseintritts.

    Oder nicht ausreichendem Luftfeuchteabtransport.


    Also erstmal die Ursache klären, suchen und dann abstellen. Dann kann man sehen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • nicht ausreichendem Luftfeuchteabtransport

    Meine Vermutung liegt darin, dass aufgrund der Bauweise des Fertighauses (Holzständerwerk mit Dampfsperre) kann ein ausreichender Luftfeuchteabtransport nur durch offene Fenster/Türen gewährleistet werden. Durch den Aufenthalt von 2 Personen , sowie Wäsche waschen, Kochen, etc. kann diese Luftfeuchte nirgends hin.

    Es ist jetzt nichts so, dass das Wasser die Wände runter läuft, auch kann ein undichtes Dach zu 99% ausgeschlossen werden.

  • Meine Vermutung liegt darin, dass aufgrund der Bauweise des Fertighauses (Holzständerwerk mit Dampfsperre) kann ein ausreichender Luftfeuchteabtransport nur durch offene Fenster/Türen gewährleistet werden.

    Das ist bei anderer Bauweise auch nur marginal anders. Ich würde dies nicht als die Ursache sehen.

    Durch den Aufenthalt von 2 Personen , sowie Wäsche waschen, Kochen, etc. kann diese Luftfeuchte nirgends hin.

    Deshalb ist Lüftung zwingend erforderlich, immer.


    Es kommen aber auch austretendes Leitungswasser als Ursache in Frage. Wo waren denn bei welchen Wetterverhältnissen die Schimmelflecken festgestellt worden?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es kommen aber auch austretendes Leitungswasser als Ursache in Frage.

    Das hätte doch aber zur Folge, dass der Boden (da Bungalow, hatte ich glaube ich nicht erwähnt) nass/feucht/kalt wäre, oder. Die Fußbodenheizung kann es meiner Meinung nach auch nicht sein, da ich in 4 Jahren nur einmal geringfügig Wasser nachgefüllt habe. Aber ausschließen kann ich dies natürlich nicht.


    Deshalb ist Lüftung zwingend erforderlich, immer.

    Ja, dies wird ja auch regelmäßig gemacht.

    Wo waren denn bei welchen Wetterverhältnissen die Schimmelflecken festgestellt worden?

    Das kann ich ehrlich nicht beantworten. Eine Sichtprüfung auf dem Dachboden hatte ergeben, dass keinen Wassereintritt von außen die Ursache sein kann.

    Es war einmal im Schlafzimmer, da war auf dem Schrank ein Karton und zwischen Wand u. Karton war nur ein kleiner Spalt, dort hatte sich ein Schimmelfleck gebildet. Nach der Behandlung und entfernen des Kartons ist nichts wieder gekommen. Sollte es ein Wassereintritt sein, müsste es sich ja dort wieder etwas abzeichnen.

    Ich würde auch nicht wirklich von Schimmel sprechen, das kann ich nur als Laie sagen.

    Es waren noch Flecken im 1 x Wohnzimmer und 1 x Gäste-WC (hier unter dem Fenstersturz).

  • dass aufgrund der Bauweise des Fertighauses (Holzständerwerk mit Dampfsperre) kann ein ausreichender Luftfeuchteabtransport nur durch offene Fenster/Türen gewährleistet werden.

    Das gilt für jedes moderne Haus, ist also nicht typisch für ein "Fertighaus". In Altbauten haben undichte Fenster und Türen für einen ständigen Luftwechsel gesorgt.


    Durch die Wände diffundiert so gut wie nichts. Wenn also in den Räumen "zu viel" Feuchtigkeit anfällt (hängt von vielen Faktoren ab), dann muss die feuchte Luft hinaus gelüftet werden, entweder durch die Fenster, oder etwas komfortabler durch eine KWL. Letzteres kostet halt etwas Energie in Form von el. Strom, dafür bekommt man mehr Komfort, weil man sich nicht selbst ständig darum kümmern muss.


    Das Lüften mit den Fenstern hat noch einen kleinen Nachteil, da diese in den Räumen selten hinsichtlich Lüftung ideal angeordnet sind. Oft sind auch die Lüftungsbedingungen nicht ideal (Wind). Das kann dazu führen, dass versteckte Ecken in einem Raum quasi nicht gelüftet werden. Bei einer KWL kann man Zu- und Abluft besser planen und platzieren.

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  • Das hätte doch aber zur Folge, dass der Boden (da Bungalow, hatte ich glaube ich nicht erwähnt) nass/feucht/kalt wäre, oder.

    Nass sicher nicht, allenfalls "feucht", was aber mit der durchschnittlichen menschlichen Sensibilität nicht unbedingt wahrnehmbar ist.

    Die Fußbodenheizung kann es meiner Meinung nach auch nicht sein, da ich in 4 Jahren nur einmal geringfügig Wasser nachgefüllt habe.

    Trinkwasser, Abwasser oder Regenwasser wären auch möglich.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Durch die Wände diffundiert so gut wie nichts.

    Diese Erfahrung haben wir gemacht, nachdem unsere damalige Mietwohnung (Baujahr 196x) von außen gedämmt wurde. Nach Abschluss der Bauarbeiten hatten wir in einem Abstellraum Schimmelbildung. Der von mir beauftragte Gutachter, hatte uns dann mitgeteilt, dass dies wohl mit den Dämmmaßnahmen zu tun haben könnte. Denn wir hatten unser Lüftungsverhalten nicht geändert.

    Aber das nur als Randnotiz, da dies ja nicht der aktuelle Stand ist.

    oder etwas komfortabler durch eine KWL. Letzteres kostet halt etwas Energie in Form von el. Strom, dafür bekommt man mehr Komfort, weil man sich nicht selbst ständig darum kümmern muss.

    Diesen mehr Komfort durch eine KWL bin ich gerne bereit zu genießen.

    Trinkwasser, Abwasser oder Regenwasser wären auch möglich.

    Ich denke Trinkwasser kann ich ausschließen, da es ja ansonsten der Wasserzähler (misst ja auf 0,0001 m³) anzeigen müsste. Regenwasser geht über die Rinnen und die Fallrohre weg.

    Bleibt noch das Abwasser, aber wie könnte man dies prüfen?


    Bei einer KWL kann man Zu- und Abluft besser planen und platzieren.

    Ist es möglich hier einen Grundriss hochzuladen? Habe dort aufgrund des Angebotes (Anzahl Zu-/Abluft) die für mich logischen stellen markiert.

  • Ich denke Trinkwasser kann ich ausschließen, da es ja ansonsten der Wasserzähler (misst ja auf 0,0001 m³) anzeigen müsste.

    Das ist eine Anzeigegenauigkeit von 0,1 Liter. Und wie stellt man anhand dieser Anzeige fest, dass Wasser zwischen dem Zähler und der Auslaufarmatur außerplanmäßig die Leitung verlassen hat?


    Ich hatte mit einem umfangreichen Wasserschaden zu tun, bei dem bei jedem Spülvorgang aus dem Spülkasten einer Toilette ca. 5 Tropfen (zusammen 0,25 ml!) Wasser austraten. Das waren bei 20 Benutzungen / Tag nur 5 ml / Tag. Über 10 Jahre haben sie dann aber zu einem massiven Problem geführt.


    Ich würde die Bauteilfeuchte im gesamten Haus zerstörungsfrei prüfen lassen (Wände, Estriche). Ich scheue mich aber, dieses Vorgehen "Messen" zu nenne, weil es dafür zu ungenau ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Diese Erfahrung haben wir gemacht, nachdem unsere damalige Mietwohnung (Baujahr 196x) von außen gedämmt wurde.

    Die Dämmung ist da selten das Problem, denn durch die Wand diffundiert so gut wie nichts, egal ob mit oder ohne Dämmung. Da lüftest Du in 1 Minute Fensterlüftung mehr Feuchtigkeit aus der Bude als in einer Woche durch die Wand diffundieren könnte. Das habe ich jetzt schon so oft gerechnet und nie hatte die Wasserdampfdiffusion durch die Wand einen wesentlichen Anteil am Feuchtetransport. Deswegen ist es ja so wichtig, dass man richtig lüftet, sei es durch Fenster oder KWL.


    Meist werden im Zusammenhang mit der Dämmung auch die Fenster getauscht oder andere "undichte" Stellen in der Hülle repariert. Das führt dann dazu, dass der natürliche Luftaustausch zum Erliegen kommt.


    Bei Deinen 55% Luftfeuchtigkeit, worst case 75%, hätte ich noch keine Bauchschmerzen. Die Messungen sind auch mit einer hohen Toleranz behaftet, zumindest so lange man nicht Präzisionsmesstechnik einsetzen kann.


    Die kritische Stelle hinter dem Karton den Du erwähnt hast, ist noch kein Grund zur Sorge. Solche Situationen können auch bei Einhaltung aller Lüftungsregeln auftreten. Nicht umsonst sollte man niemals Schränke direkt an eine Wand stellen, schon gar nicht an eine Außenwand.

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  • Das ist eine Anzeigegenauigkeit von 0,1 Liter. Und wie stellt man anhand dieser Anzeige fest, dass Wasser zwischen dem Zähler und der Auslaufarmatur außerplanmäßig die Leitung verlassen hat?

    Gebe Dir ja recht, dass das nicht gerade genau ist, wenn ich es so "messe".

    Hatte allerdings oben geschrieben, dass ich täglich, ca. 3 Liter aus der Wohnraumluft entnehme, wenn ich den Raumentfeuchter anhabe.


    Aktuell werden 65% Luftfeuchtigkeit gemessen, muss aber dazu sagen, dass die Fenster aufgrund der Außenwärme seit ein paar Std. zu sind.


    Ich würde die Bauteilfeuchte im gesamten Haus zerstörungsfrei prüfen lassen (Wände, Estriche).

    Hmm, nachdem ich hier sehr viel Hilfestellung erhalten habe, werde ich wohl nicht um so eine Prüfung herumkommen.

    Wände kann man ja anhand eines Feuchtigkeitsmessers prüfen, aber wie teste ich den Estrich? Das einzige, was mir einfällt wären die Fliesen im Badezimmer/Gäste-WC ebenfalls mit einem Feuchtigkeitsmessers zu prüfen. Der Rest des Hauses ist mit Laminat verlegt.

  • Bei Deinen 55% Luftfeuchtigkeit, worst case 75%, hätte ich noch keine Bauchschmerzen.

    Die 55% habe ich aber auch nur, wenn der Luftentfeuchter täglich läuft. Wie oben geschrieben, ist die häufigste Luftfeuchtigkeit bei ca. 65 % (+/- 2-3%).

    Nachdem ich gelesen hatte, dass die Wohlfühlfeuchtigkeit zwischen 40 - 60 % liegt, finde ich 60+% eher ungünstig.

  • Wie sieht es im Winter aus? Da ist die Luft ja eher trocken.


    Wenn die Räume eher klein sind, dann steigt dort die rel. Luftfeuchtigkeit schnell an sobald sich ein paar Personen darin befinden. Viel Feuchtigkeit kann auch über die Küche beim Kochen entstehen, Badezimmer sind auch immer wieder kritisch. 2 Personen über Nacht in einem relativ kleinen Schlafzimmer, und schon übersteigt die Luftfeuchtigkeit alle Grenzen.


    Man darf also nicht stur die Zahlen betrachten, man muss auch die Rahmenbedingungen mit einbeziehen. Ich habe im Moment etwa 68% rel. Luftfeuchtigkeit bei 22°C im Büro. Die Fenster sind auf, und nach dem vielen Regen der letzten Tage ist die Außenluft halt noch relativ feucht. Solche Tage gibt es im Sommer öfter. Eine KWL würde jetzt keinen Unterschied machen (ohne Entfeuchtung etc.).


    Feuchtigkeitsspitzen können über die Wände oder andere Bauteile entschärft werden, diese nehmen Feuchtigkeit auf und müssen dann wieder die Chance bekommen diese abzugeben. Deswegen kann es notwendig werden länger bzw. öfter zu lüften als nur ab und zu eine kurze Stoßlüftung.


    Lüftung ist wichtig, keine Frage, man sollte sich halt nicht nur stur an irgendwelche empfohlenen Grenzen orientieren.

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  • Gebe Dir ja recht, dass das nicht gerade genau ist, wenn ich es so "messe".

    Hatte allerdings oben geschrieben, dass ich täglich, ca. 3 Liter aus der Wohnraumluft entnehme, wenn ich den Raumentfeuchter anhabe.

    wie ich schon schrieb:

    Das ist eine Anzeigegenauigkeit von 0,1 Liter. Und wie stellt man anhand dieser Anzeige fest, dass Wasser zwischen dem Zähler und der Auslaufarmatur außerplanmäßig die Leitung verlassen hat?

    Luft enthält bei einer Temperatur von 21°C und rel. Feuchte von 40 - 60% zwischen 7 und 11 gr Wasser / m3, bei 80 % rel. Feuchte sogar fast 15 gr. Um in 24 Std. 3.000 gr. Wasser zu entnehmen, müssen also bei einer Trocknung um 3 gr / m3 1.000 m3 Luft getrocknet werden, also 40 m3 / h. Ja, das ist ganz normal. Handelsübliche Kondensationstrockner tun meist genau das. So kann man auch aus Luft Trinkwasser gewinnen - recht energieintensiv. Üblicherweise tun sie dies oberhalb einer rel. Feuchte von ca. 45 % zuverlässig. Die 3 Liter / Tag belegen also erstmal nur, dass Dein Trockner ordentlich arbeitet.

    Hmm, nachdem ich hier sehr viel Hilfestellung erhalten habe, werde ich wohl nicht um so eine Prüfung herumkommen.

    Wände kann man ja anhand eines Feuchtigkeitsmessers prüfen, aber wie teste ich den Estrich? Das einzige, was mir einfällt wären die Fliesen im Badezimmer/Gäste-WC ebenfalls mit einem Feuchtigkeitsmessers zu prüfen. Der Rest des Hauses ist mit Laminat verlegt.

    Zerstörungsfreie Prüfungen sind mit Hochfrequenzverfahren berührungsfrei durch einige Millimeter dicke Bauteilschichten hindurch möglich! Dabei geht es nicht um zwei Elektroden, zwischen denen der elektrische Widerstand gemessen wird!

    Die 55% habe ich aber auch nur, wenn der Luftentfeuchter täglich läuft. Wie oben geschrieben, ist die häufigste Luftfeuchtigkeit bei ca. 65 % (+/- 2-3%).

    Nachdem ich gelesen hatte, dass die Wohlfühlfeuchtigkeit zwischen 40 - 60 % liegt, finde ich 60+% eher ungünstig.

    Dass sich bei 40 % - 60 % rel. Feuchte die meisten Menschen wohlfühlen, heißt nur - genau das. Auch 70 oder sogar 80 % rel. Luftfeuchte können bei entsprechender Oberflächentemperatur unkritisch sein oder 50 % unter ungünstigen Umständen schon kritisch. Um eine Messung kommt man nicht herum. Und: Die Temperatur der Raumluft spielt natürlich auch eine Rolle. Mit sinkender Raumlufttemperatur steigt logischerweise die relative Feuchte, weil die absolute Feuchte ja gleich bleibt.


    Solange die Ursache für die Schimmelbildung nicht eindeutig geklärt ist, würde ich das Thema Klimatisierung zurückstellen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mach doch mal bitte Bilder vom Haus außen und innen und markiere wo die Problemstellen

    liegen(Skizze oder Plan des Hauses).

    Wieviel Lebewesen halten sich in den 100qm auf, wo wird gewaschen und wo getrocknet,

    wieviel Pflanzen gibt es in den 100qm Wohnräumen, sind diese groß oder klein?

    Wie Skeptiker schon schreibt, ist die relative Luftfeuchtigkeit immer auch mit der Temperatur

    zu sehen(Thema Taupunktunterschreitung).

    Daher bitte auch die Temperaturen der einzelnen Räume angeben und ob die Zimmertüren

    der einzelnen Räume geschlossen oder offen sind.


    LG Oliver

  • Wie sieht es im Winter aus? Da ist die Luft ja eher trocken.

    In den Wintermonaten ist es eher entspannt.


    Lüftung ist wichtig, keine Frage, man sollte sich halt nicht nur stur an irgendwelche empfohlenen Grenzen orientieren.

    Ich habe jetzt wohl mal "richtig" gelüftet, am WE waren den ganzen Tag die Fenster auf und die Luftfeuchtigkeit lag immer so bei 52-55%.

    ....

    Die 3 Liter / Tag belegen also erstmal nur, dass Dein Trockner ordentlich arbeitet.

    Danke für die vorherige Erklärung. Da bin ich aber auch beruhigt, dass das Gerät zuverlässig arbeitet.

    Zerstörungsfreie Prüfungen sind mit Hochfrequenzverfahren berührungsfrei durch einige Millimeter dicke Bauteilschichten hindurch möglich!

    Bei der Messung des Estrichs/Fußboden erwische ich da nicht auch immer die Leitungen der Fußbodenheizung?

    Solange die Ursache für die Schimmelbildung nicht eindeutig geklärt ist ...

    Ich denke eigentlich immer noch, dass man nicht wirklich von Schimmel sprechen kann. Im Wohnzimmer, war in einer Ecke ein 2 x 2 x 2 cm Fleck. Auf einem Kleiderschrank im Schlafzimmer neben einem Karton hatten wir einen 1 x 2 x 8 cm langen Streifen.

    Diese Flecken waren einfach nur etwas dunkel (grau/schwarz) die entsprechend behandelt wurden, und der Karton auf dem Schrank wurde entfernt.

    Wieviel Lebewesen .... gewaschen und wo getrocknet .... Räume geschlossen oder offen

    2 Menschen und 2 Hunde, zahlreiche Pflanzen (4 große und einige kleinen).

    Beigefügt ein Grundriss des Hauses mit Kennzeichnungen, wie Flecken und anhand der im Angebot enthaltenen Zuluft-/Abluftöffnung.

    Anhand der Anzahl auch meine Interpretation der Anordnung Öffnungen.

  • Ich habe jetzt wohl mal "richtig" gelüftet, den ganzen Tag waren die Fenster auf und die Luftfeuchtigkeit lag immer so bei 52-55%.

    Das dürfte in etwa der rel. Luftfeuchtigkeit der Außenluft entsprechen. Bei uns aktuell 18°C, 58%. Bis heute Nachmittag steigt die Außentemperatur noch an. Wenn ich diese Luft jetzt in die Räume leite, wo sie sich leicht erwärmt, dann dürften die 52%-55% plausibel sein, das hängt dann von der Raumtemperatur ab. Erwärmt sich die Raumluft stark, sagen wir mal auf um die 25°C, dann müsste die rel. Luftfeuchtigkeit auf knapp 40% fallen, aber so extrem genau sind die einfachen Hygrometer sowieso nicht.


    Wenn man nun die Fenster schließt und die Entwicklung der Raumlufttermperatur und rel. Luftfeuchtigkeit beobachtet, dann könnte man Rückschlüsse ziehen, ob hier zusätzlich Feuchtigkeit von der Raumluft aufgenommen wird.

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  • Wenn man nun die Fenster schließt und die Entwicklung der Raumlufttermperatur und rel. Luftfeuchtigkeit beobachtet, dann könnte man Rückschlüsse ziehen, ob hier zusätzlich Feuchtigkeit von der Raumluft aufgenommen wird.

    Abends ca. 22:00 Uhr wurden die Fenster dann geschlossen. Die Türen sind in der Regel alle offen zumindest einen Spalt von 5-10 cm. Morgens gegen 07:00 Uhr war dann eine Luftfeuchtigkeit von 62-63% auf dem Hygrometer abzulesen.


    Jetzt aktuell bei 21°C liegt sie bei 57% mit einigen Fenstern offen.

  • Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit tragen als kalte. Deshalb kann man im Sommer so schön falsch lüften.


    Kleines Beispiel:

    Außenluft mit 30 °C und 40 % relative Luftfeuchte kühlt im Raum auf 20 °C ab --> relative Luftfeuchte steigt auf 70 %

    Außenluft mit 15 °C und 60 % relative Luftfeuchte wird im Raum auf 20 °C erwärmt --> relative Luftfeuchte fällt auf 45 %

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Die Türen sind in der Regel alle offen zumindest einen Spalt von 5-10 cm.

    Der Luftaustausch über einen Spalt ist überschaubar so lange es keinen "Antrieb" gibt (Lüfter, offene Fenster und Wind o.ä.). Von alleine hat die Luft keinen Grund durch´s Haus zu wandern.



    Morgens gegen 07:00 Uhr war dann eine Luftfeuchtigkeit von 62-63% auf dem Hygrometer abzulesen.

    das ist gut möglich, je nach Raum, Nutzung, Luftvolumen. In einem kleinen Schlafzimmer würde ich noch deutlich höhere Werte erwarten, im Badezimmer nach dem Duschen sowieso, mit 1 Person in einem Großraumbüro eher nicht.

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  • Deshalb kann man im Sommer so schön falsch lüften.

    Diesem möchte ich zukünftig aus dem Weg gehen. Aus diesem Grund möchte ich eigentlich eine KWL installieren.

    In einem kleinen Schlafzimmer würde ich noch deutlich höhere Werte erwarten,

    Das Hygrometer steht im Flur, ca. 3 Meter von der Schlafzimmertür entfernt. Wie hoch die Luftfeuchte im Schlafzimmer ist, habe ich noch nicht getestet.

  • Diesem möchte ich zukünftig aus dem Weg gehen. Aus diesem Grund möchte ich eigentlich eine KWL installieren.

    eine übliche kwl macht das aber nicht automatisch richtig, sondern sorgt nur dafür, dass überhaupt gelüftet wird.

    Ist also ein reines Komfort-Thema.

    Konkret bei uns: im Sommer könnte man auf die KWL fast verzichten, weil sowieso überall Fenster (nachts zum abkühlen) und Terassentüren (tagsüber) offenstehen. Und im Winter sorgt die KWL für zu trockene Luft, dem ich im letzten Winter mit einem Luftbefeuchter entgegnet bin.

  • Erstmal DANKE an Alle, die mir hier mit gutem Rat zur Seite stehen !!

    Ist also ein reines Komfort-Thema.

    Ja, das scheint der Fall zu sein.

    Die von mir o.a. KWL sollte meiner Meinung nach alles zu meiner Zufriedenheit regeln.

    Dann möchte ich hier meine Fragen wiederholen


    Wie würdet Ihr diese Lösung betrachten?

    Gibt es noch Alternativ-/ Anbieter oder Lösungen?



    Ich verspreche mir von der Anlage folgendes und hoffe nicht komplett falsch zu liegen (Baulaie).


    Keine Fensterlüftung mehr. immer frische Luft ggf. zusätzlich CO2-Fühler, Automatisches halten einer eingestellten Luftfeuchtigkeit (z.B. 53%). Bei zu hohen Außentemperaturen eine aktive Absenkung (Klimagerät) der Zuluft. Bei zu niedrigen Außentemperaturen eine aktive Erwärmung der Zuluft.

    Sie soll die Wärmepumpe / Fußbodenheizung ggf. unterstützen, wenn es zum Beginn von Frühjahr und Winter zu einer schnellen Absenkungen (schnell fallende °C) der Außentemperatur kommt. Da die Fußbodenheizung immer mal etwas länger braucht.

    Bitte nicht falsch verstehen, gefroren haben wir noch nie in unserem Haus.

  • ich bezweifle, dass man mit der zuführung von 18 grad "kalter" Luft eine nennenswerte Klimatisierung (>1Grad differenz zu ungekühltem betrieb) erreichen kann. Kann man aber sicher alles ausrechnen.

  • Bei zu hohen Außentemperaturen eine aktive Absenkung (Klimagerät) der Zuluft.

    Ich muss mich glaube ich mal kurz selbst zitieren.


    Mir ist bewusst, dass das Gerät keine Klimaanlage ersetzen könnte. Es geht nicht darum die Raumluft herunter zu kühlen. Lediglich der Außenluft soll etwas wärme genommen werden. Das Gerät ist ja mit R134A Kühlmittel befüllt.

  • Bei der Messung des Estrichs/Fußboden erwische ich da nicht auch immer die Leitungen der Fußbodenheizung?

    Nein, eher nicht, weil die Messtiefe bei max. 40 - 50 mm liegt.


    Deine Skizze lässt in einem Fall (links oben) eine geometrische Wärmebrücke und damit stark Abkühlung vermuten, im zweiten Fall (rechts oben) einen durch große Möbel eingeschränkte Konvektion und damit dann Abkühlung, im dritten Fall könnte die Vorwandinstalltion einen ähnlichen Effekt haben wie beim zweiten Fall das Möbel.


    Alle drei Fälle haben weniger mit objektiv überhöhter Luftfeuchte zu tun, sondern mit Kondensation durch lokale Abkühlung.

    Diese Flecken waren einfach nur etwas dunkel (grau/schwarz) die entsprechend behandelt wurden, und der Karton auf dem Schrank wurde entfernt.

    Also war dort Schimmelpilzwachstum vorhanden, Ursache siehe oben.

    In den Wintermonaten ist es eher entspannt.

    Also typisches trockenes Winterklima.


    Dann verstehe ich aber immer weniger Deine ursprüngliche Aussage:

    In den Jahren ist uns aufgefallen, dass wir eine erhöhte Luftfeuchtigkeit im Haus haben. ... Wir haben dann mit verschiedenen Firmen gesprochen, um das Problem zu beseitigen. Mein erster Gedanke war, eine Lüftungsanlage zu installieren.

    Ihr habt also kein Feuchteproblem, wollt dies aber durch eine Lüftungsanlage beseitigen. Nunja ... Wie feelfree schon richtig schreib:

    ... Ist also ein reines Komfort-Thema. ... im Sommer könnte man auf die KWL fast verzichten, weil sowieso überall Fenster (nachts zum abkühlen) und Terassentüren (tagsüber) offenstehen. Und im Winter sorgt die KWL für zu trockene Luft, dem ich im letzten Winter mit einem Luftbefeuchter entgegnet bin.

    Ich verspreche mir von der Anlage folgendes und hoffe nicht komplett falsch zu liegen (Baulaie).


    Keine Fensterlüftung mehr. immer frische Luft ggf. zusätzlich CO2-Fühler, Automatisches halten einer eingestellten Luftfeuchtigkeit (z.B. 53%). Bei zu hohen Außentemperaturen eine aktive Absenkung (Klimagerät) der Zuluft. Bei zu niedrigen Außentemperaturen eine aktive Erwärmung der Zuluft. Sie soll die Wärmepumpe / Fußbodenheizung ggf. unterstützen, wenn es zum Beginn von Frühjahr und Winter zu einer schnellen Absenkungen (schnell fallende °C) der Außentemperatur kommt. Da die Fußbodenheizung immer mal etwas länger braucht.

    Die thermischen Komponenten davon kann Deine

    ... SoleWärmepumpen-Heizung (Nibe F1245-5 E EM) mit Flächenkollektoren ...

    bereits und zwar vermutlich effizienter als die Lüftungsanlage.


    Ich kann das im Detail nicht mehr logisch nachvollziehen. Du hast kein Problem, aber eine Lösung dafür. Das ist schön für Dich, aber für mich liest sich das wie (Pardon!): "Ich möchte eine KWL mit zusätzlicher Temperierung kaufen und suche eine Begründung dafür."

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Sollte sich der Te nicht erstmal seiner Wünsche klarwerden?


    Was hat Priorität?

    Lüften mit entfeuchten?

    Lüften mit Feuchterückgewinn im Winter?

    Lüften oder Klimatisieren?

    nur Klimatisieren? (Kühlen)

    Klimatisieren zum entfeuchten? (Kühlen)


    Um es deutlich zu machen.


    Bei dezentralen Lüftungsanlagen ist kein Kühlen möglich

    Bei Zentraler Lüftungsanlage ist durch den Lutaustausch ein Feuchteintrag/austrag möglich sowie auch die möglichkeit der Kühlung in begrenzten Mengen.

    Ein Multi/Split Klimaanlage, kann nicht be & entlüften, aber sie kann entfeuchten und Kühlen, aber kein Co2 rausschaffen.


    Anschaffungskosten aufsteigend:


    Split-Klima

    Multisplitklima

    dezentrale Wohnraumlüftung

    Zentrale Wohnraumlüftung

    denzentrale Wohnraumlüftung mit Wärme und feuchte regulierung und Steuerung.

    Zentrale Wohnraumlüftung mit Feuchterückgewinnung

    Zentrale Wohnraumrüftung mit Kühlung aktiv (Split)

    Zentrale Wohnraumlüftung mit Kühlung passiv(Sole ect).

    (ohne Gewähr)

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D