Dämmung Kellerdecke

  • Hallo,


    eine unverputzte und nicht gestrichene Kellerdecke soll mit beschichteten Platten aus Steinwolle gedämmt werden. Die Platten sollen mit Spezialmörtel verklebt und zusätzlich gedübelt werden. Problem: Es handelt sich um eine Hohlkörperdecke. Die Deckensteine haben an der Unterseite eine Stärke von nur 4 cm. Die üblichen Tellerdübel halten möglicherweise nicht. Welche alternative Befestigungsmöglichkeit gibt es?


    Viele Grüße


    Bau-Woerker

  • es gibt spezialdübel für hohlkörperdecken - damit kann man keine dämmung befestigen.

    tellerdübel - richtig erkannt - sind ungeeignet.

    lösung: zugelassene dübel > lattung > usw.

  • Ich sitze grad an einer Ausschreibung für genau solche Arbeiten. Bei unserem Projekt wurden Auszugsversuche mit mehreren Dübeltypen unternommen und die passend ermittelten geplant und jetzt ausgeschrieben. Okay, da geht es um knappe 400 m2, aber anders geht es eigentlich nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,


    wenn es keine Dübel für die Befestigung von Dämmplatten in Hohlkörperdecken gibt, bleibt wohl nur die Möglichkeit, Vierkanthölzer mit Hohlraumdübeln (z.B. Federklappdübel an die Decke zu schrauben. Zwischen die Vierkanthölzer werden dann die Dämmplatten eingeklemmt. Mit einer Konterlattung werden die Dämmplatten fixiert und am Herunterfallen gehindert. Zwischen die Konterlattung kann eine 2. Lage Dämmplatten befestigt werden. Dann bleibt nur noch die Frage, was ich von unten an die Latten schraube. Rigips wäre eine Alternative. Oder gibt es etwas anderes, was idealerweise auch noch eine Dämmwirkung hat. Die Abdeckung bestimmt natürlich den Abstand zwischen den Latten.


    Viele Grüße

  • Mit geeigneten Dübeln lassen sich die Platten auch ohne Lattung oder dicht gestossen auf Latten verschrauben. Ich nehme an, dass Holzwolle-Mehrschicht- oder Holzwolleleichtbauplatten gemeint sind. Für die gibt es z.B. die Heraklith-Kompaktbauschrauben oder andere Schrauben / Verkabelungen, die sich auf der Hohlkörperdecke verschrauben und dabei mit diversen "Unterlegscheiben" kombinieren lassen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,


    im Moment tendiere ich doch eher zu einer Konstruktion aus Vierkanthölzern und Hohlraumdübeln und einer Konterlattung.


    Befestigung an der Decke: Vierkanthölzer 4 x 6 cm hochkant mit Federklappdübel. Federklappdübel habe ich mit einer Länge von 10 cm gefunden. Bei einer Stärke der Hohlkörperdecke von 4 cm und 6 cm Vierkantholz wäre die Schraube mit 10 cm nicht lang genug. Mit einem Forstnerbohrer könnte ich jedoch in die Vierkanthölzer Löcher mit einer Tiefe von 2 cm bohren, so dass das Vierkantholz an der Stelle der Schrauben nur noch eine Stärke von 4 cm hat. Das sollte m.E. reichen. Um zu verhindern, das die Dübel beim Anbringen der Vierkanthölzer versehentlich in die Bohrlöcher geschoben werden, könnte ich die Dübel jeweils mit einer Unterlegscheibe und einer Mutter fixieren. Da die Hohlkörpersteine und die Stahlbetonträger keine ebene Fläche bilden, sondern die Träger ca. 1 cm nach unten überstehen, liegen die Vierkanthölzer nicht flach auf der Hohlkörpersteinen auf, sondern es bleibt ein Spalt zwischen Decke und Vierkantholz, also ausreichend Platz für die o.g. Fixierung der Schrauben mit Unterlegscheibe und einer Mutter.


    Der örtliche Baustoffhändler hat von der Verwendung von Steinwollplatten in unbeheizten Kellerräumen abgeraten und stattdessen Styropor bzw. Styrodur empfohlen. Ich würde also zwischen die Vierkanthölzer Styrodurplatten mit einer Stärke von 6 cm befestigen.


    Als Konterlattung möchte ich Latten mit einer Stärke von etwas mehr als 3 cm anschrauben. Zwischen die Latten könnte als 2. Lage dann Styrodur mit einer Stärke von 3 cm angebracht werden.


    Als Deckenverkleidung stehen dann entweder Rigipsplatten oder sog. Ausbauverbundplatten (Rigips mit einer Styroporschicht auf der Rückseite) zur Auswahl.


    Viele Grüße

  • Der örtliche Baustoffhändler hat von der Verwendung von Steinwollplatten in unbeheizten Kellerräumen abgeraten und stattdessen Styropor bzw. Styrodur empfohlen. Ich würde also zwischen die Vierkanthölzer Styrodurplatten mit einer Stärke von 6 cm befestigen.

    Hat Dein Baustoffhändler auch sachliche und nachvollziehbare Argumente für seinen Vorschlag gehabt?


    Styropor brennt und tropft brennend ab, weshalb ich es mir nie an die Decke schrauben würde. Styrodur ist zusätzlich auch noch hoch druckfest. Das eine ist gefährlich, das andere wird nicht benötigt. Dafür lässt sich das harte Material aber nicht lückenlos verarbeiten. Noch ein Nachteil. Wofür soll das also gut sein?


    Ich hatte Dir keine Steinwollplatten empfohlen, sondern

    ... Holzwolle-Mehrschicht- oder Holzwolleleichtbauplatten ...

    !


    Diese lassen sich mit Stufenfalz auch auf unebenem Befestigungsgrund lückenlos verlegen, dämmen gleich gut, sind sehr haltbar, nicht brennbar und teils aus nachwachsenden, teils aus voll recyclingfähigen Materialien hergestellt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • sind denn inzwischen überhaupt geeignete dübel gefunden? besonders viele mit (alt)zulassung für hohlkörperdecken gibt es nicht und wenn die befestigung nicht funktioniert, wird man vielleicht an andere lösungen denken müssen und auch zuallerst anforderungen klären.

  • sind denn inzwischen überhaupt geeignete dübel gefunden?

    Ja, ich habe zwei für "meinen" Anwendungsfall, aber ich werde den Teufel tun und die hier nennen, denn ich ahne, dass der TS dann in den Baumarkt läuft und genau die kauft, aber ohne zu wissen, ob sie auch für ihn passen. Es sind "Klebeanker".

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Kann man die Dämmung noch Kleben? Mit Armierungskleber oder wie das zeig heist?

    Ich hab das bei diesen Deckdämmplatten schon gesehen die eher so ein Art GFK Unterseite hatten. wurden dann nur noch vereinzelt befestigt.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Ich hab das bei diesen Deckdämmplatten schon gesehen die eher so ein Art GFK Unterseite hatten. wurden dann nur noch vereinzelt befestigt.

    Es gibt sie mit Decklagen aus zementgebundenen Holzfasern (meine Empfehlung) oder auch mit Glasfaserkaschierung. Letztere kann ich nicht empfehlen, da sie schon bei der Montage verschmutzen. Auch die werden meines Wissen verdübelt, aber verdeckt im Plattenstoß. Jedenfalls hatte ich mit solch einem System schon einmal zu tun.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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