Wohnförderkonto loswerden

  • Hallo zusammen,


    ich hab bei der Finanzierung meines EFH jeweils (Frau und ich) ca. 15.000€ aus je einem Riestervertrag (Sparplan) entnommen.

    Diese wurden damit komplett entleert und werden auch nicht weiter bespart.


    Nun sind seit der Entnahme die 15.000€ auf einem "Wohnförderkonto" dass jährlich um 2% ansteigt und dann versteuert werden muss.

    Und dass in einem Nullzinsumfeld ! Argh!


    Ich würde diese zukünftige Belastung (mit Renteneintritt müsste das ja dann versteuert werden) - und das sind dann nicht mehr 15, sondern schon 30.000€, gerne loswerden.


    Wenn man nun die Immobilie "förderschädlich" verwendet (verkauft, vermietet etc...) wird das rückabgewickelt und man muss die gewährten Prämien und Steuervorteile erstatten. Ist ja fair.

    Nur habe ich nicht vor, die Hütte zu verkaufen oder zu vermieten.


    Ich würde aber trotzdem gerne raus aus diesem Konstrukt. Gibts da einen Weg?

  • Also ca. 8k EUR Steuern bei der Wahl der Einmalzahlung mit 67 bei 30 Jahren "Laufzeit" bis dahin?


    Nur mal so Gedankengänge...

    a) wieviel staatliche Förderung sind in den 15k EUR enthalten? Um wieviel übersteigen die 8k diese? Nur der übersteigende Betrag ist ja "dein" Geld ;)

    b) bei angenommener Inflation von 2,2% sind 8k in 30 Jahren so viel Wert wie 4.100 EUR heute.

    c) wenn du 30 Jahre lang 23 EUR monatlich zur Seite legst, hast du bei 0% Zinsen dann die 8k zusammen ;)


    Ja - geht nicht so ganz auf die Frage ein... schon klar... Sorry ;)


    Den Thread hier kennst du?

    Wohnförderkonto vorzeitig auflösen | Ihre Vorsorge


    Zitat

    Leider stehe ich vor den Varianten

    - Zurückzahlen mehrerer Tausend Euro Zulagen

    - Neuer (sicher mieser) Riester Vertrag, für den ich aber keinen Anbieter finde

    - Invest der Summe innerhalb von 5 Jahren in eine neue selbst genutzte Immobilie (was derzeit nicht in Aussicht ist)

  • Ja - geht nicht so ganz auf die Frage ein... schon klar... Sorry

    Nene, das ist schon hilfreich! Ich finde, bei Fragen darf man auch mal über den Tellerrand schauen, und hier wird das ja sowieo gerne gemacht.

    "Sind meine Fenster richtig eingebaut, schaut mal bitte" "Also dein Mauerwerk schaut gar nicht gut aus, wer überwacht deine Baustelle" :D


    Wieviel von den 15k sind eigenes Kapital?

    Schwierig ad hoc zu beantworten. Ich hab einige Jahre immer den Maximalbetrag eingezahlt und war auch am Spitzensteuersatz.

    Der Großteil kam also über die EkSt zurück...

    Dann ein Teil Prämie und dann die Zinsen, für die keine Abgeltungssteuer fällig wurde.



    Ich wühl mich gerade durch die Unterlagen. Es waren ingesamt nur 20.500€.

    Über die EkSt gab es 5477€ zurück

    an Prämie gabs 2.094€

    Zinsen waren rund 1300€, 25% Abgeltungssteuer..


    wir müssten also wohl ca. 7.900€ zurückzahlen.


    so, in 30 Jahren müssen wir dann 40.000€ versteuern.

    Wieviel da anfällt? puh...


    Könnte ich die 7.900€ heute für 3% anlegen, wäre alles fein.

    Kann ich aber nicht. 0,1% vielleicht. Außer in Aktien.


    Naja, so schlimm ist es am Ende doch nicht. Ich fahr von den 8k lieber 2x in Urlaub. Ach stopp, da war doch was :(


    Den Thread hier kennst du?

    exakt diesen nicht, aber die Problematik, die dort besprochen wird schon. Trifft es aber auch nicht ganz - ich würde ja gerne die Förderung zurückzahlen, dort will man gerade das nicht.

  • 40.000 Kapital wenn ihr 67 seit auf dem fiktiven Konto?

    Dann wären nach heutiger Lage 70% davon steuerpflichtig bei einer Einmalzahlung - also 28.000 EUR. Müsste man schauen welchen Steuersatz das ergibt in dem Jahr - die kommen ja zu Euren Einkommen hinzu wenn ich es richtig verstanden habe.... Ist die Frage was ihr dann für ein Jahreseinkommen habt, wie dann die Steuersätze sind bzw. ob sich generell ggf. noch irgendwas in der Gesetzeslage ändert.....

    Wenn ihr heute Rentner wäret und jeder von Euch 2k Rente monatlich bekäme, hättet ihr ein zu versteuerndes Einkommen von etwas über 33tsd EUR und müsstet für 2021 eine Steuer von ~ 2800EUR zahlen. Wenn man nun auf die 33 die 28tsd drauf addiert Müsstet ihr eine Einkommenssteuer von 10k zahlen. Also wie oben bereits angenommen ca. 8k Steuern.

    Aber keiner weiss wie sich das alles in den nächsen 20..30..40 Jahren entwickelt :)


    Keine Ahnung wie man da raus kommen kann.... irgendwie scheint es ja die Option zu geben dieses fiktive Konto wieder in einen Riester umwandeln zu können. Die Dinger sind halt meist nicht so lukrativ..... ab 2 Kinder könnte es sich anfangen zu lohnen :D Und überhaupt - neuer Riester bedeutet dann auch wieder 8 Jahre lang Abschlussprovisionen, jährliche Verwaltungskosten usw usw..... auch alles ziemlich blöde meiner Meinung nach.

  • 40.000 Kapital wenn ihr 67 seit auf dem fiktiven Konto?

    ja genau. 35 Jahre a 2% macht ziemlich genau eine Verdoppelung.

    Wenn ihr heute Rentner wäret und jeder von Euch 2k Rente monatlich bekäme, hättet ihr ein zu versteuerndes Einkommen von etwas über 33tsd EUR und müsstet für 2021 eine Steuer von ~ 2800EUR zahlen. Wenn man nun auf die 33 die 28tsd drauf addiert Müsstet ihr eine Einkommenssteuer von 10k zahlen. Also wie oben bereits angenommen ca. 8k Steuern.

    Meine Frau ist Beamtin, Pensionen sind üblicherweise "etwas" höher.

    Ich denke es wären tendenziell wohl etwas mehr als die 8k.

    Aber keiner weiss wie sich das alles in den nächsen 20..30..40 Jahren entwickelt

    da kann man spekulieren wie man will. Man muss mit der heutigen Lage rechnen, weil 30 Jahre kann keiner in die Zukunft schauen.


    Keine Ahnung wie man da raus kommen kann.... irgendwie scheint es ja die Option zu geben dieses fiktive Konto wieder in einen Riester umwandeln zu können. Die Dinger sind halt meist nicht so lukrativ..... ab 2 Kinder könnte es sich anfangen zu lohnen :D Und überhaupt - neuer Riester bedeutet dann auch wieder 8 Jahre lang Abschlussprovisionen, jährliche Verwaltungskosten usw usw..... auch alles ziemlich blöde meiner Meinung nach.

    neuer Riester kommt überhaupt nicht in die Tüte. Damals, (TM) hatten wir einen Riester-Banksparplan, der war kostenlos, komplett. Und die Zinsen waren zu anfangs auch ok (0,5 unter Umlaufrendite, 1,5% Garantiezins.

    Kriegt man heute niemals mehr.

    Hätte ich wohl lieber behalten sollen statt aufzulösen...

  • Mh - dann scheint es aber wohl keine Alternative zu geben, ausser Haus zu verkaufen und kein neues zu kaufen, oder zu vermieten? :D


    Ich würds dann wohl drauf ankommen lassen und das Konstrukt zwangsläufig behalten. Im Zweifel ist in 30 Jahren das Geld was ihr zu zahlen habt eh weniger wert und die ganzen Freibeträge sind wahrscheinlich auch höher - im best case ist es dann sogar komplett steuerfrei da unter dem dann geltenden Freibetrag.... niemand weiss es. Es bleibt halt nur die "Unsicherheit". 10k in 30 Jahren zu zahlen ist dennoch denke ich lukrativer als 8k jetzt zu zahlen. Ausser "keine finanziellen Verpflichtungen" haben zu wollen zählt noch mehr :)


    Aber vielleicht kommt ja hier noch ein schlauer Fuchs der eine Idee hat :)