Netzanschluss Wasser und Strom/ Welche Rechte hat ein Bauherr

  • Hallo,


    bei unserer Baustelle gibt es ein Problem mit den NEtzanschlüssen.


    Wir befinden uns gerade beim Estrich. Dieser trocknet mittlerweile schon seit 5 Wochen. Nun brauchen wir ja Strom für das Aufheizprogramm und die Baustelle steht Still und wir können nicht weitermachen.


    Unsere Netzanschlüsse haben wir letzten Sommer beantragt. Bei der Beantragung gab es ein Problem und ein Missverständniss. Daraufhin mussten wir anfang April nochmal neu Beantragen.


    Ein Mitarbeiter hat uns aber versprochen, es zügig zu bearbeiten. Dieser Mitarbeiter vertröstet uns immer wieder, Am Anfang hieß es, er kann es nicht genau sagen und gibt sein bestes.Dann hieß es Anfang Juni sind wir dran. Dann hieß es die zuständige Tiefbaufirma hat nur noch eine aktuell und eine weitere Baustelle vor uns. Heute habe ich mit dem Mitarbeiter telefoniert und er sagt uns es sind noch paar vor uns und die zuständige Tiefbaufirma bearbeitet auch erstmal vom Versorger paar Störfälle und es kann noch einige Wochen dauern.


    Ist das Rechtens oder hat man als Bauherr gewisse Rechte? oder muss man das einfach hinnehmen.


    Viele Grüße

  • Den gibt es, der liegt aber gegenüber einer Straße. Unser Heizungsbauer will über diese Straße kein Starkstromkabel für die Heizung legen.

  • Natürlich habt Ihr Rechte. Zum Beispiel dürft Ihr den Antrag rechtzeitig, vollständig und richtig stellen lassen. Ihr dürfte geforderte Abschläge pünklichst bezahlen und dürft versuchen zu nerven.


    Solange Euer Elektriker keinen heißen Draht zum Versorger hat, werdet Ihr wohl warten müssen.

    Das ganze ist ähnlich wie Don Quijote und die Windmühlen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Ich kann mich erinnern, dass unser Heizi damals die WP für die Estrichaufheizung auch nicht mit Baustrom betreiben wollte. Nachdem der Netzbetreiber aber auch bei uns nicht so schnell in die Puschen kam, wurde es dann doch so gemacht. Schwierig - da werdet ihr wohl noch Geduld haben müssen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Ich kann mich erinnern, dass unser Heizi damals die WP für die Estrichaufheizung auch nicht mit Baustrom betreiben wollte

    Das mag vielleicht damit zusammenhängen, dass manche Netzbetreiber für Baustrom einen besonderen Tarif abrechnen, der teurer ist. Beim Funktions- und Trockenheizen wird ja einiges an Energie benötigt. Genau genommen dürfte man eine WP nicht an einem Kabel mit Stecker betreiben, die ist fest anzuschließen. Wenn es jedoch darum geht eine Anlage nur zeitweise in Betrieb zu nehmen, dann würde mir das keine Bauchschmerzen bereiten. Wir versehen selbst große Maschinen zum Testen mit Steckern, weil wir sonst ziemlich umständlich die Messtechnik anschließen, und so manche Norm etwas sehr kreativ interpretieren müssten.

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  • Vielen Dank für eure Antworten. Dann bleibt mir erstmal nichts anderes übrig als mit dem heizungsbauer nochmal zu reden, ob es doch mit baustrom möglich ist. Kosten wären mir erstmal egal, da bei späterer Einzug Miete wieder fällig wird. Daher gleicht sich das am ende eh aus.

  • Den gibt es, der liegt aber gegenüber einer Straße. Unser Heizungsbauer will über diese Straße kein Starkstromkabel für die Heizung legen.

    Überfahrbare Kabelbrücke, schwere Gummischlauchleitung rein, Abgang fest im Baustromverteiler einklemmen lassen.

  • Genau genommen dürfte man eine WP nicht an einem Kabel mit Stecker betreiben, die ist fest anzuschließen.

    Bei uns wurde die WP nach dem Fliesen eingebaut und gleich richtig angeschlossen. Für das Belegreifheizen gab es ein rein elektrisches Gerät vom Installateur. Hat ein bisschen Baustrom gekostet, aber meines Wissens soll die Estrichtrocknung/Belegreifheizen grundsätzlich nicht mit der WP gemacht werden, um ein Vereisen der Erdsonden zu verhindern.


    Ob es hier Erdsonden gibt, weiß ich allerdings nicht.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • aber meines Wissens soll die Estrichtrocknung/Belegreifheizen grundsätzlich nicht mit der WP gemacht werden, um ein Vereisen der Erdsonden zu verhindern.

    Jetzt im Frühjahr würde mir das keine Bauchschmerzen bereiten, und wenn der Kollektor (oder die Sonden) nicht extrem knapp kalkuliert wurden, können die das ab. Bei einem EFH mit seiner geringen Heizleistung sollte man etwas mehr Zeit für die Trocknung einplanen, oder halt den Heizstab bemühen.

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  • ... meines Wissens soll die Estrichtrocknung/Belegreifheizen grundsätzlich nicht mit der WP gemacht werden, um ein Vereisen der Erdsonden zu verhindern.

    :thumbsup:


    Und weil die Anlage nicht auf diese erhöhte Leistung ausgelegt ist - jedenfalls für den Winterfall und ggf. noch nicht gedämmte Wände.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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