Schotter oder Betonrecycling als Unterbau, Tragschicht

  • Mal eine etwas speziellere Frage für den Unterbau.


    Mein Statiker hat für eine Tragplatte (Stahlbetonplatte 25cm) als Unterbau Schotter angegeben sowie alles weitere aufwärts.

    Ohne ihn jetzt darauf schon angesprochen zu haben kam bei mir die Frage auf,

    ob er das mit "Schotter" aus Gewohnheit eingetragen hat, oder ob hier Problemlos auch als Alternative Betonrecycling verwendbar wäre.

    Ich habe mal kurz geguuglt und auf anhieb nur gesehen, das man Betonrecycling als Tragschicht verwenden kann, aber hier wurde meist auf Plaster und Wege bezogen.(kann jetzt aber auch nur an der Quelle liegen.)

    Und da erst neulich die Recyclingquote im Betonbau benängelt wurde, (wegen fehlender Zulassung), stellt sich mir die Frage ob die Verwendung von Betonrecycling diverse Probleme mit sich bringen würde. Wie zum Beispiel:

    Keine Zulassung unter Tragplatten? oder

    Weil eventuell das Recyclingmaterial belastet ist oder

    die Stabilität bzw Qualität nicht durchweg gleich ist und dadurch die Standsicherheit gefährdet ist.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • die erste frage wäre für mich, wie dick und wofür der unterbau sein soll.

    ich denke mit grauen an die 15cm-pseudodrän-kasperle.


    recyclingmaterial der klasse RC1 kann, wenn´s nicht dauernd im wasser ist, fast überall eingesetzt werden.

    ob du RC1 oder wildwestmischung bekommst, merkst am preis. oder nichtmal das ;)

    bei RC2 gibts ein paar mehr einschränkungen - notmyjob, dafür ist der bgga zuständig.


    bzgl. "festigkeit" von betonbruch hab ich mir beim drüberwuseln noch nie gedanken gemacht - eher schon bei manchem baugrund.

  • Im Autobahnbau wird Betonrecycling mittlerweile eingesetzt.


    Die Anforderungen sind beim Bau von Autobahnen extrem hoch und bevor das erlaubt wurde, ist viel geforscht und getestet worden. IMHO wird es für ein Haus sicher genügen.


    Von Wildwestmischungen würde ich aber auch die Finger lassen.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • die erste frage wäre für mich, wie dick und wofür der unterbau sein soll.

    ich denke mit grauen an die 15cm-pseudodrän-kasperle.


    recyclingmaterial der klasse RC1 kann, wenn´s nicht dauernd im wasser ist, fast überall eingesetzt werden.

    :D nein, min 80cm, Lastverteilung, da ~ 2 to/m²


    Ich hatte zwar schon mit Betonrecycling zu tun, aber nur für Hofeinfahrt mit ca 50cm starken aufbau. Müsste erstmal die Rechnung dazu raussuchen um das zu bewerten. Ich hab auch noch keinen Kostenvergleich zu Schotter gemacht. Hab mich nur an die Körnung und Beständigkeit an Schotter VS. B-RC erinnert.


    Im Autobahnbau wird Betonrecycling mittlerweile eingesetzt.


    Die Anforderungen sind beim Bau von Autobahnen extrem hoch und bevor das erlaubt wurde, ist viel geforscht und getestet worden. IMHO wird es für ein Haus sicher genügen.

    Im Beton selbst oder als Unterbau?

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Vielleicht helfen die beiden Links weiter:


    04-11_Broschüre_Einsatz_von_mineralischen_Recycling-Baustoffen_im_Hoch-_und_Tiefbau.pdf


    BW_RecyBaustoffe_210114.pdf


    Im ersten Link werden auch entsprechende Regelwerke genannt...

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)