2 x E35 SLS Zählervorsicherung und 50 A Schmelzsicherungen im HAK selektiv?

  • Hallo,


    bei uns wurde eine 22 kw Mennekes Ladestation verbaut und dafür ein neuer Zählerschrank mit zwei E35 A SLS Zählervorsicherungen installiert.


    Im HAK sind 50 A Schmelzsicherungen.


    Als Laie würde man jetzt 2 * 35 A = 70 A > 50 A rechnen. Warum ist das falsch? =o

  • Als Laie würde man jetzt 2 * 35 A = 70 A > 50 A rechnen. Warum ist das falsch?

    Das ist nicht falsch. Bei gleichzeitiger maximaler Leistungsentnahme kann die Vorsicherung überlastet werden. Aber: es wird bei (Wohn-)Gebäuden üblicherweise mit einem gewissen "Gleichzeitigkeitsfaktor" gerechnet und kalkuliert. D.h. man geht davon aus, das im Normalbetrieb an jedem Anschluss immer nur ein "Anteil" der theoretisch zur Verfügung stehenden Leistung abgerufen wird.


    (Selektivität ist dabei ein anderes Thema...)


    Warum bei euch für eine Ladestation 2x35A SLS vorhanden sind, erschliesst sich mir nicht ganz...Vermutung: 1x35A SLS "Haus". 1x35A SLS "Ladestation" zur Nutzung Sondertarif EMOB.

  • Mei, wir haben, auch wenn eine Küche ein Museum ist, zwei Küchen und eine 22 kW Ladestation...


    Also, ja an einem SLS hängt die Ladestation und an einem der ganze Rest.


    Klar, wird in den seltensten Fällen alles gleichzeitig laufen. Aber, angenommen, es werden beide Kochfelder angeworfen und dann kommt man von der Arbeit und steckt den Stecker von dem inzwischen schon echt nervigen E-Auto in die Buchse...

  • Also, habe ich das so richtig verstanden?


    Da die Ladestation nur mit 11 kW läuft, kommt man auf maximal 35 A + 16 A = 51 A.


    Bei dem einen Ampere hat man wahrscheinlich wegen der Trägheit der Schmelzsicherungen ein Auge zugedrückt.


    Wenn die Ladestation mit mit 22 kW läuft, kommt man auf 67 A. In der Theorie sind die Schmelzsicherungen so träge, dass die dem Strom auch noch standhalten, sollten aber in der Praxis gegen welche >= 67 A getauscht werden?

  • Hier steht:


    "Eine NH Sicherung löst In der Regel Nennstrom x 1.25 - 1.6 aus. Jetzt kommt es noch drauf an wie gross der Nennstrom ist, bis 63A sind es eine Stunde, bei den grossen 630A sind es 4 stunden.... Alles andere irgendwo dazwischen."


    Also, bei 1,25 bräuchte man 62,5 A über eine Stunde. Der Schweinsbraten fällt dann wohl flach :pfusch:

  • Wenn die Ladestation mit mit 22 kW läuft, kommt man auf 67 A. In der Theorie sind die Schmelzsicherungen so träge, dass die dem Strom auch noch standhalten, sollten aber in der Praxis gegen welche >= 67 A getauscht werden?


    63A ist die nächste übliche Größe für Absicherung im HAK, dann 100A.


    Die Frage ist viel mehr, welchen Anschlusswert euer Hausanschuss hat.

    Einfach mal tauschen ist da nicht. Da kann ggf. auch nochmal Baukostenzuschuss fällig werden, wenn es die Zuleitung erlaubt.


    Im Betrieb das Risiko eingehen, dass die Sicherung im HAK auslöst, würde ich nicht...

    Die tauscht man nicht einfach mal selbst, die ist verplombt, man braucht einen entsprechenden Handschuh und ist EFK vorbehalten...


    Frag doch mal bei Bayernwerk (oder wer sonst dein Netzbetreiber ist) nach, ob du überhaupt af 63A hoch kannst. Und obs was kostet.

  • Ja, wenn es die durchhaut, taut uns das Gefrierfach auf.


    Bayernwerk hat gesagt, es gehen maximal 3 x 80 A rein, kostet etwas über 1000 Euro.


    War auch so geplant, 3 x 80 A und einer 4 x 25 qmm Leitung vom HAK zum Zählerschrank.


    Die NH hat der ELI nicht getauscht und 5 x 16 qmm verbaut, weil ihm das andere Kabel zu mächtig war...


    Wird wohl in einem Jahr nochmals der ELI kommen müssen und dann neu verplomben.


    Wie ich diese Doppelarbeiten hasse... :wall:

  • Da das auch so mit den 80 A in der Ausschreibung stand, bin ich nach den Arbeiten des ELI davon ausgegangen, dass der Netzbetreiber die NH-Sicherungen vor dem verplomben tauscht und dann war die Rechnung des ELI bezahlt und der Netzbetreiber hat es mit 50 A fertig verplombt.


    Das natürlich nicht so schön. ;(

  • Die NH hat der ELI nicht getauscht und 5 x 16 qmm verbaut, weil ihm das andere Kabel zu mächtig war...

    was war den (nachweislich) beauftragt? Weil sonst ist das einfach nur ein Mangel und sollte gerügt werden..


    und dann war die Rechnung des ELI bezahlt

    damit hat man zwar etwas weniger Druck, aber dennoch immer noch einen Anspruch auf Mangelbeseitigung (wenn es denn einer ist).

  • Müsste mal bei myhammer schauen...


    "

    Teilaufgaben: Stromleitung installieren/ erneuern, Stromleitung prüfen, Stromzähler installieren/ erneuern, Sicherungskasten installieren/ erneuern
    Gebäudeart: Haus Altbau
    Etagenanzahl: Untergeschoss/ Keller
    Aktueller Wanduntergrund: Beton
    Material: Material vorhanden

    Stromlaufplan erstellen, Genehmigung vom Netzbetreiber einholen, Leitungen durchmessen, Sicherungskasten anschließen, Anschlusskabel 4x25 mm² vorhanden, NH-Sicherungen im HAK auf 3 x 80 A erhöhen und Ladestation auf 11 kW limitieren.

    Der linke Zählerplatz ist exklusiv für die Ladestation und nach dem Ausschalter mit einem C32A abgesichert. In der Ladestation sind die Phönixklemmen für PE und N gebrückt, weil PE vom Zählerplatz nur bis zu dem kleinen Unterverteiler geht. Ein C32A und eigener FI sind in der Ladestation vorhanden.

    Das Kabel was jetzt im HAK steckt, sollte dann wahrscheinlich in den Ausschalter vom zweiten Zählerplatz und das von der Potentialausgleichsschiene angenagte Kabel, wird wahrscheinlich abgetrennt und dann vom HAK zur Potentialausgleichsschiene ein neues Kabel verlegt."


    So in die Richtung. Jetzt bleibt es aber erst mal wie es ist, meine Eltern bekommen noch einen Koller, wenn ich jetzt schon wieder mit der Ladestation anfange!

  • Das Kabel vom HAK zum Zählerschrank sind keine 2 Meter, da geht wahrscheinlich auch gerade noch so ein 16 qmm.


    Ist halt nur unschön, weil jetzt im HAK ein gelbes Kabel ist, welches einfach nur lose ist und auf keiner Klemme aufliegt.


    Aber so eine Mängelrüge ist normalerweise die Aufgabe des Netzbetreiber und nicht meine.

  • "Eine einzeln im Rohr verlegte Leitung NYM5x16mm² darf bei 30°C Umgebungstemperatur mit 62A belastet werden."


    Hm, vllt. braucht man dann doch ein anderes Kabel...


    Strombelastbarkeitstabelle


    Hier steht halt was von 73 A und 63 A Sicherung, was 7 A unter unserer 70 A Absicherung liegt.


    Für den Tausch der NH kommt aber sicher ein anderer ELI. :bier:

  • Der Bauherr eines Kollegen wollte unbedingt einen Eli aus MyHammer, trotz aller Versuche des Kollegen ihm das abzuschwätzen. Dann kam er und hat Blödsinn gebaut (die Geschichte ist schon abenteuerlich genug, aber später irgend wann mal) und er wurde vom Bauherr raus geworfen. Zum Glück hatte eine Großbaustelle im Nachbarort eine Verzögerung und ein ansässiger Eli hatte dadurch etwas Zeit. Sonst hätte er Monate auf einen neuen warten müssen und der Bau hätte still gestanden. Ja, wer auf seinen Archi nicht hören will...


    Merke: Wer billig kauft, der kauft zwei mal!

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Es gibt zwar viele Handwerker, aber irgendwie ist es trotzdem immer ein Kampf bis man einen her bekommt.


    Und wenn einem dann auch noch ständig eingetrichtert wird, dass man ohne Studium nichts wert ist, wird die Verfügbarkeit von handwerklichen Spitzenleistungen natürlich zukünftig nicht besser.

  • Ach, und das kompensierst Du darin, dass Du in den tiefsten Sumpf greifst, um einen Handwerker zu bekommen, der noch weniger taugt, als die etablierten?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ach, und das kompensierst Du darin, dass Du in den tiefsten Sumpf greifst, um einen Handwerker zu bekommen, der noch weniger taugt, als die etablierten?

    @TE: In Frau Maier's Welt ist alles ganz einfach. Schwarz oder Weiß. Zu mehr als zu Vorurteilen reicht es bei ihr halt nicht.

  • @TE: In Frau Maier's Welt ist alles ganz einfach. Schwarz oder Weiß. Zu mehr als zu Vorurteilen reicht es bei ihr halt nicht.

    Wobei, in dem geschilderten Fall gewisse Vorurteile aber doch sehr gut zutreffen...


    Ausgehend von einer voellig verworrenen Aufgabenstellung:

    Der linke Zählerplatz ist exklusiv für die Ladestation und nach dem Ausschalter mit einem C32A abgesichert. In der Ladestation sind die Phönixklemmen für PE und N gebrückt, weil PE vom Zählerplatz nur bis zu dem kleinen Unterverteiler geht. Ein C32A und eigener FI sind in der Ladestation vorhanden.

    Das Kabel was jetzt im HAK steckt, sollte dann wahrscheinlich in den Ausschalter vom zweiten Zählerplatz und das von der Potentialausgleichsschiene angenagte Kabel, wird wahrscheinlich abgetrennt und dann vom HAK zur Potentialausgleichsschiene ein neues Kabel verlegt."

    über eine mehr als zweifelhafte Ausführung:


    Die NH hat der ELI nicht getauscht und 5 x 16 qmm verbaut, weil ihm das andere Kabel zu mächtig war...

    Ist halt nur unschön, weil jetzt im HAK ein gelbes Kabel ist, welches einfach nur lose ist und auf keiner Klemme aufliegt.

    und garniert mit einer Reihe von wild dareingeworfenen Spekulationen:

    Das Kabel vom HAK zum Zählerschrank sind keine 2 Meter, da geht wahrscheinlich auch gerade noch so ein 16 qmm.

    Hier steht halt was von 73 A und 63 A Sicherung, was 7 A unter unserer 70 A Absicherung liegt.

    haben sich alle Beteiligten (TE und ELI) nicht gerade mit Ruhm bekleckert.


    Dann noch die Schuld bei anderen zu suchen:

    Aber so eine Mängelrüge ist normalerweise die Aufgabe des Netzbetreiber und nicht meine.

    ist aber definitiv zu heftig. Was kann der Netzbetreiber denn für mangelnde Planung, schlampige Ausführung und verworrene Erklärversuche? Wer hat denn die benötigte Anschlussleistung ermittelt, wer hat denn die ANA ausgefüllt und unterschrieben? Wer hat denn im Vorfeld mal gefragt, welche Netzform am HAK zur Verfügung steht?