Schindel aufmörteln - womit?

  • Guten Tag

    Es geht hier um die Sanierung eines Reihenhausdaches in Italien.

    Die damalige Baufirma hat auf die Pfetten eine Bretterschalung genagelt. Darauf Bachpappe, welche von oben nach unten aufgetackert wurde, sodass Wasser welches durch die Schindeln kann auch schön unter die Dachpappe laufen kann!

    Darauf wurden die Tonschindel dann mit einem Mörtel aufgeklebt.

    Mit den Jahren haben sich die Schindel fast alle vom Mörtel gelöst. Die Dachpappe ist undicht und Wasser dringt bis in die Räume ein.


    Da ich leider schlechte Erfahrung mit den Handwerkern vor Ort habe, möchte ich das gerne mit einem Zimmerer aus meiner Gegend machen.
    Vielleicht ist es seinem Alter geschuldet, aber er kennt dieses System nicht und weiß nicht welchen Mörtel man hierfür verwenden soll.

    Kennt das hier jemand und kann mir evtl. ein Produkt nennen welches hierfür geeignet wäre?


    Grundsätzlich hätte ich ihn das gerne mit Auflattung durchführen lassen. Das ist aber auf Grund des durchgehenden Daches über mehrere Häuser nicht möglich.

    • Offizieller Beitrag

    Meinst Du "Schindeln" (eigentlich aus Holz), Tonplatten ähnlich "Biberschwänzen" oder die in Italien sehr verbreiteten "Mönch und Nonne"? Meines Wissens werden in D alle davon auf einer Lattung verlegt, nicht im Mörtel auf der Abdichtung.

    • Offizieller Beitrag

    Okay, es sind keine Schindeln, auch keine Tonschindeln, es sind klassische Ton-Dachziegel, die hier Mönch und Nonnen nachbilden sollen. Die wurden und werden in dieser Form nach meiner Beobachtung auch in Italien auf einer Lattung verlegt - schon seit fast tausend Jahren, damals allerdings noch als echte Mönch-und-Nonne-Deckung. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass diese Ausführung in Italien fachgerecht ist oder jemals war. Ich halte das nicht für dauerhaft reparabel.

  • Die Häuser sind jetzt 25 Jahre alt. So lange hat es ja schon mal gehalten.

    Die Möglichkeit mit Lattung zu arbeiten habe ich nicht, da das Dach über sechs Häuser hinweg durchgeht. Die Gesetze für „Condominios“, also Wohngemeinschaften, und dazu zählen diese Häuser sind hier sehr restriktiv!.


    Hätten Sie den nun auch einen Tip zum Mörtel?