Flachdach Carport - Bitumen tropft durch

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein Problem mit unseren Carport Flachdach:


    Ausgeführt ist dieses Flachdach mit besandeter Bitumen-Dachpappe auf einer Tragschicht aus Holzlatten. Das Dach ist, obwohl bereits 25 Jahre alt, noch dicht, insofern besteht noch kein Problem mit Wasser.

    Allerdindgs tritt bei heißeren Temperaturen regelmäßig durch sämtliche Spalten der Holzlatten flüssiger Bitumen in das Carport, teilweise tropft es auf den Boden bzw. die Gegenstände/Fahrräder etc. Selbstverständlich wird es auf einem Flachdach im Sommer sehr heiß und Bitumen wird sicherlich auch heiß, aber das Durchtropfen kann ja nicht richtig sein.

    Der Vorgänger hatte bereits Folie unter das Carportdach gespannt, sodass ich davon ausgehe, dass das Problem "schon immer" besteht. Der Zustand kann aber so nicht bleiben.

    Daher die Fragen:

    1. Kann mir jemand sagen, woran das liegt?

    2. Welche Reparaturmöglichkeiten mag es geben? Natürlich möchte ich ungerne das gesamte Dach abreißen. Könnte es genügen, auf die bestehende Dachpappe eine weitere Schicht Dachpappe aufzubringen (wohl eher nicht) oder Trapezbleche?


    Vielen Dank für die Hilfe!

  • Die einfachste Lösung dürfte eine von unten an die Schalung geschraubte zementgebundene Bauplatte sein.

    Schraubenlänge dabei so wählen, dass die Dachabdichtung heil bleibt ;)

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • auf einer Tragschicht aus Holzlatten

    Wirklich HolzLATTEN? Oder doch eine Brettschalung? Wenn da wirklich das (Heisss)bitumen der Kleberschicht der ersten Lage abtropft, geht wohl nur entweder Abbruch und Neuaufbau oder eine Kühle spendende Beschattung. Theoretisch wäre auch noch ein extensiv begrüntes Dach denkbar, sinnvoller Weise sollte dann aber vorher die Abdichtung erneuert werden. (Von wegen Alter & Lebensdauer). Statik vorausgesetzt

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ausgeführt ist dieses Flachdach mit besandeter Bitumen-Dachpappe auf einer Tragschicht aus Holzlatten. Das Dach ist, obwohl bereits 25 Jahre alt, noch dicht, insofern besteht noch kein Problem mit Wasser.

    Allerdindgs tritt bei heißeren Temperaturen regelmäßig durch sämtliche Spalten der Holzlatten flüssiger Bitumen in das Carport, teilweise tropft es auf den Boden bzw. die Gegenstände/Fahrräder etc.

    Ich bin ja kein Dachdecker(meister), weiß aber, dass die erste Lage auf hölzernen Tragschichten nur aufgenagelt, nicht aufgeschweißt wird. Ich kann mir vorstellen, dass hier genau dies passiert ist, oder noch schlimmer, als erste Schicht Heißbitumen flüssig aufgebracht wurde. Das Ergebnis zeigt, weshalb das nicht gut ist. Statt einer zusätzlichen teuren Abwehrschicht würde ich das Dach erneuern.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wirklich HolzLATTEN? Oder doch eine Brettschalung? Wenn da wirklich das (Heisss)bitumen der Kleberschicht der ersten Lage abtropft, geht wohl nur entweder Abbruch und Neuaufbau oder eine Kühle spendende Beschattung. Theoretisch wäre auch noch ein extensiv begrüntes Dach denkbar, sinnvoller Weise sollte dann aber vorher die Abdichtung erneuert werden. (Von wegen Alter & Lebensdauer). Statik vorausgeset

    Nein, ich habe zwar Latten gesagt, insofern aber ungenau. Es handelt sich um eine aus Profilholz (Nut/Feder) hergestelltes, auf dem dann die Dachpappe ist. Das heißt von unten sieht man die Holzdecke und an den Ritzen tropft es fröhlich durch.

    Wirklich HolzLATTEN? Oder doch eine Brettschalung? Wenn da wirklich das (Heisss)bitumen der Kleberschicht der ersten Lage abtropft, geht wohl nur entweder Abbruch und Neuaufbau oder eine Kühle spendende Beschattung. Theoretisch wäre auch noch ein extensiv begrüntes Dach denkbar, sinnvoller Weise sollte dann aber vorher die Abdichtung erneuert werden. (Von wegen Alter & Lebensdauer). Statik vorausgesetzt

  • Die einfachste Lösung dürfte eine von unten an die Schalung geschraubte zementgebundene Bauplatte sein.

    Schraubenlänge dabei so wählen, dass die Dachabdichtung heil bleibt ;)

    Hatte ich auch schon überlegt, aber das Dach ist von unten durch die Querträger in 16 Segmente unterteilt, die alle unterschiedlich breit sind. Man könnte natürlich auch auf die Querträger schrauben, aber dann entstehen Hohlräume, und da hatte ich letztes Jahr schon zwei Wespennester....

  • Von unten in die Gefache PE-Folie drantackern.


    Optional zusätzlich:

    in jedes Gefach umlaufen 1 Dachlatte flach anschrauben (an die Balken)

    Danach von unten mit OSB-Platten verkleiden, Stöße (Nut-Feder) verleimt

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • Ausgeführt ist dieses Flachdach mit besandeter Bitumen-Dachpappe auf einer Tragschicht aus Holzlatten. Das Dach ist, obwohl bereits 25 Jahre alt, noch dicht,

    Dann hast du schon sehr lange Glück gehabt. Nach 25 Jahren darf da schon mal 1 oder 2 Lagen neu drauf.

    Alle Maßnahmen von unten sind nur verplempertes Geld.

  • Alle Maßnahmen von unten sind nur verplempertes Geld.

    hast du auch gelesen , dass das problem von unten besteht ? schade .....;)

    da sind dann massnahmen von oben eher das verplemperte geld .... oder meinst du nicht ?:eek:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hier liegt offensichtlich ein gravierender Ausführungsmangel vor. Die Schutzschicht unterhalb ändert daran nichts, sie macht nur die Symptome unsichtbar. Kann man auch machen ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hier liegt offensichtlich ein gravierender Ausführungsmangel vor. Die Schutzschicht unterhalb ändert daran nichts, sie macht nur die Symptome unsichtbar. Kann man auch machen ...

    Scheint mir auch so. Die Frage ist, was tun. 1-2 Lagen neue Dachpappe oben drauf wäre nur dann sinnvoll, wenn dadurch die unterste Lage dann nicht mehr so heiss wird und durchtropft. Oder alte Dachpappe runter reißen, aber ob die abgeht....

  • 1-2 Lagen neue Dachpappe oben drauf wäre nur dann sinnvoll, wenn dadurch die unterste Lage dann nicht mehr so heiss wird und durchtropft.

    Das funktioniert nicht. Was sollen die 4 - 8 mm bringen?

    Oder alte Dachpappe runter reißen, aber ob die abgeht....

    Die tropfende Pampe muss ja auch noch vom Holz. Deshalb hilft nur eins:

    Statt einer zusätzlichen teuren Abwehrschicht würde ich das Dach erneuern.

    natürlich komplett.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hier liegt offensichtlich ein gravierender Ausführungsmangel vor. Die Schutzschicht unterhalb ändert daran nichts, sie macht nur die Symptome unsichtbar. Kann man auch machen ...

    stimmt, nur

    Natürlich möchte ich ungerne das gesamte Dach abreißen.

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    5.Mose 27:18

  • Ich danke Euch erstmal für Eure Statements, die mir schon mal weitergeholfen haben, auch wenn es im Ergebnis(Abriss) natürlich nicht das ist, was ich wollte. Aber vermutlich ist es besser, einfach jetzt eine saubere Planung und es einmal richtig zum machen, als weitere Provisorien. Das Dach ist ja auch nicht mehr das Jüngste...

  • Aber vermutlich ist es besser, einfach jetzt eine saubere Planung und es einmal richtig zum machen, als weitere Provisorien. Das Dach ist ja auch nicht mehr das Jüngste...

    Die Provisorien kosten ja auch Geld, das man dann kurzfristig abschreiben muss. Bisher gab es noch keine Informationen dazu, in welchem Zustand sich das Dach befindet, das müsste man sowieso untersuchen. Vielleicht ist die Holzschalung schon ziemlich am Ende, und jeder Reparaturversuch würde das Leiden halt nur um wenige Jahre verlängern.

    Beachte auch, dass eine Beplankung so ausgeführt werden muss, dass der Kram nicht irgendwann runter fällt, weil die Befestigung in der Holzschalung nicht hält. Also sichert man durch Leisten an den Sparren usw. Der Aufwand wird immer größer. Am Ende hat man eine Reparatur die fast so teuer ist wie ein neues Dach, aber mit dem Nachteil, dass die Restlebensdauer nur wenige Jahre beträgt, da irgendwann das bereits 25 Jahre alte "Dach" sowieso ersetzt werden muss.


    Ich würde zuerst einmal das Dach untersuchen lassen und mir ein Angebot einholen, was eine komplette Sanierung kosten würde. Dann hätte man eine(n) Referenz(preis) und könnte weiter entscheiden.


    Sollte man sich dann dazu entscheiden mit einer zusätzlichen Beplankung den Fehler zu kaschieren, dann würde ich mich für ein leichtes Material entscheiden, beispielsweise dünne Sperrholzplatten. Leicht zu verarbeiten, Kleben, mit Schrauben und evtl. auch noch Leisten sichern. Materialkosten dürften irgendwo um die 10,- €/m² liegen, vielleicht auch etwas teurer, Arbeitsaufwand kommt noch hinzu. Eine 6mm Platte wiegt nur um die 2,5kg/m², eine 4mm nur 1,7kg/m², das bringt also kaum zusätzliche Last.

    Spielt die Optik eine Rolle, dann wären auch andere Materialien denkbar, alles eine Kostenfrage.

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  • Bisher gab es noch keine Informationen dazu, in welchem Zustand sich das Dach befindet

    doch


    Das Dach ist, obwohl bereits 25 Jahre alt, noch dicht, insofern besteht noch kein Problem mit Wasser.


    Natürlich möchte ich ungerne das gesamte Dach abreißen.


    Die einfachste Lösung dürfte eine von unten an die Schalung geschraubte zementgebundene Bauplatte sein.

    Der Einwand ist natürlich bErechtigt, nur sh. vor (Zitat 3)

    Die Schutzschicht unterhalb ändert daran nichts, sie macht nur die Symptome unsichtbar.

    Super, wieder ab Anfang ;)

    Ja, man kann was von unten machen und die Sympthome bekämpfen.

    Ja, sinnvoller ist die Komplettsanierung, weil die nach 25 Jahren eh "kurz" bevor steht.

    ... und jetzt die Diskussion über "kurz" - 5-15 Jahre würde ich da anhand meiner Glaskugel schätzen.

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    5.Mose 27:18

  • doch

    Die Aussage, dass ein Dach "dicht" ist, ist zwar ein wichtiger Hinweis, genügt aber kaum für eine Beurteilung des Zustands. Vielleicht ist die Schalung schon so marode, dass die Bitumen Bahnen nur noch aus Gewohnheit oben liegen bleiben.

    Auch das Alter lässt nur Vermutungen zu.


    Bevor man jetzt Geld investiert sollte man den Zustand schon etwas genauer kennen.

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